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Beiträge von Scharnhorst

    Aprilia läuft (etwas schnell halt...), sie fährt beides. Bei der Aprilia mußte ich noch ein paar Anpassungen vornehmen, unter anderem den Kupplungshebel näher an den Lenker bringen und gleichzeitig den Weg unten am Getriebe gleich lassen. Mußte einen nagelneuen Aprilia-Originalhebel kunstvoll umarbeiten, damit das Original aussieht, der Anschlag einstellbar ist und die Anlenkung der Zugtonne einen von 24 auf 30 mm geänderten Hebel hat...Jetzt kann sie kuppeln...klatschen-)

    Gruß Paddy.

    Hallo liebe Kollegen,

    da meine PK gerade mit ihrem alten 75er Pinasco Motor meiner Tochter große Freude bereitet und sie viele Kilometer macht, habe ich mich dazu entschlossen, einen zweiten Motor aufzubauen als Ersatz. Der alte läuft zwar wirklich gut, aber er sollte mal eine Revision bekommen.

    Als ich mit meinem Spezialprojekt "130 Kubik und Standard-Komponenten" gestartet habe, hat mir der liebe Mario Egal106s16 zwei Motoren als Basis geschickt. Einen davon habe ich für den Spezialmotor verwendet, der andere blieb unbelassen im Lager:

    Hier steht übrigens auch der 130er:

    Also, der zweite Motor sieht zwar etwas rustikal aus, ist aber soweit mal vollständig bezüglich der Innereien und stellt aus meiner Sicht eine gute Basis dar. Damals hat Mario mir in dem anderen Motor noch eine super erhaltene Kurbelwelle mitgeschickt (Rundlauf auf dem Niveau meiner 430 Euro Fabbri 53/105, die in meiner Ape arbeitet). Somit sind alle wesentlichen Innereien da.

    Dann geht natürlich das alte Thema los. Variomatik. Gut erhaltene Polräder und Varios sind halt begehrt und teuer. So mal alles was dazu gehört vom Wandler über die Vario bis Polrad, den gesamten Strang, kann man schon mal 500 Euro ausgeben...Je nach Zustand.

    Dann kam mir der alte Gedanke mal wieder, da kann man vielleicht etwas bauen. Also mal im Netz nach Zeug gesucht und eingekauft. Ziel: Kupplung/Wandler original, aber Vario aus neuen Komponenten.

    Habe dann recht günstig eine etwas ausgenudelte Kupplung mit Riemenscheiben gefunden für 60 Euro, was kein schlechter Preis ist und 3 Polräder in Summe zusammen für 60 Euro.

    Die Kupplung muß ich eventuell etwas aufarbeiten und die Polräder sind 1:1 komplett unbrauchbar, aber ideal zum Basteln. Ein ziemlich ramponiert ohne Steigscheibe, eines von einer Automatica ohne Anlasserkranz und eines mit kaputter Steigscheibe.

    Was dann noch gefehlt hat, war die originale Variohülse mit der 17-zähnigen Innenverzahnung. Die hat mir natürlich der liebe Mario zukommen lassen. Die ist wichtig, weil die Vario Formschluß zur originalen Kurbelwelle braucht. Die vordere Riemenscheibe ist optional, weil da kann ich zur Not eine neue von einem Scooter nehmen.

    Ein paar ausgenudelte Varios zum probieren und messen habe ich noch von 2020, ebenfalls von Mario:

    So, das ist jetzt mal die Basis.

    Wenn man jetzt einfach mal eine der Varios und die Ori-Hülse montiert, sieht man schon so ein bißchen, wo es hinläuft. Die Vario ist zu groß (19er Rollen), aber man merkt schon, daß es eine kleine Vario mit kleinen Rollen werden muß, damit die nach hinten ausreichend ausweichen kann:

    Der 15er Riemen hier geht nicht weit genug runter mit der großen Vario. Ausgefahren paßt das auf die recht kleine Ori-Scheibe:

    Von hinten sieht man, daß die große Vario schon an der Polradnabe anschlägt, das muß kleiner werden:

    Dann mal einfach auf das Polrad mit der kaputten Steigscheibe eine 15er Ori-Vario-Rolle in der Höhe gemessen und auf das andere Polrad eine flache Steigscheibe gelegt und eine selbstgedrehte Delrinrolle mit 16 gelegt. So in der Rollenposition (Riemen vorne kleiner Durchmesser ist das vergleichbar hoch (58 zu 56 mm oder so):

    Also das könnte einigermaßen hinhauen.

    Was brauche ich jetzt, ich brauche eine Standard-Vario mit 15x12er Rollen oder mit 16x13er Rollen, deren Steigscheibe ich irgendwie ausdrehen kann, damit ich sie irgendwie mit der Polradnabe verbinden kann.

    Varios mit den kleinen Rollen haben meist eine 20er Variohülse, die der PK hat 22mm. Also sollte die Vario innen noch etwas Fleisch haben, damit ich sie mit 22 ausbuchsen kann.

    Vermutlich werde ich jetzt einfach mal eine komplett popelige Vario für einen Massenmotor bestellen, damit ich mal was in der Hand habe zum probieren. Ganz billige Nachbauetn gibt es für 20 Euro. Zum Spielen, messen und kaputt machen reicht das.

    Wenn dann feststeht, was ich genau brauche, wird dann eine richtige gekauft und umgearbeitet.

    So der Plan, vielleicht klappt es.


    Viele Grüße,

    Paddy.

    silent_guy

    Ich hoffe doch schon, daß du weiter berichtest, wie es mit der Tankanzeige und dem Tacho weiter ging.

    Menzinger Florian hat das jetzt so schön in diesen Beitrag gepackt und es sind nun doch schon ein paar Dinge dabei, die für andere auch interessant wären.

    Ganz abgesehen davon, daß es mich persönlich interessiert, wie es weiter geht und woran es dann zum Schluß lag.

    Gruß Paddy.

    Dann mußt du wirklich den Tankgeber selber nochmal ins Spiel bringen, silent_guy

    Mit den 9V macht die Anzeige jetzt ja das, was ich vorausgesagt hatte. Jetzt muß zwischen Masse und dem Kabel vom Geberanschluß an der Uhr ein Widerstand. Wenn die 9V Batterie den Zeiger durchzieht, kannst du dabei bleiben als Spannungsquelle.

    Wenn man mal davon ausgeht, daß die im GSF genannten Werte (bzw. auf der von ezio_auditore noch verlinkten T5-dingens-Seite) der PX auch einigermaßen für den Geber deiner Kiste hinhauen, geht das Poti vom Geber von runden 0-15 Ohm bei voll zu 310 bis 330 Ohm bei leer.

    Wenn du jetzt nicht gerade ein solches niederohmiges Poti bis 500 Ohm oder ein paar feste Widerstände aus dem Bereich zur Hand hast, wirst du den Geber ranhängen müssen.

    Also Geber an Geberanschluß von der Uhr und Masse am Geber auf Minus.

    Gruß Paddy.

    P.S.: Die Lagerung des Zeigers scheint ja frei zu sein, schonmal gut!

    Als Test-Spannungsquelle sollte so ziemlich alles funktionieren, solange es nicht signifikant über 12 Volt bzw. maximale Reglerspannung von runden 14,5 Volt liefert, denke ich.

    Selbst ein 9 Volt Block sollte gehen. Je geringer die Spannung, desto schwerer tun sich die Spulen halt, die etwaig gestiegene Reibung in der Nadellagerung zu überwinden.

    Wenn der Tacho jetzt schon so offen ist, bin ich mir sicher, du kriegst die Ursache raus.

    Für detailliertere Messungen mußt du halt weiter zerlegen, um an das Meßwerk zu kommen.

    Gruß Paddy.


    Edit sieht gerade, das ist ja schon zerlegt...perfekt!

    Die Diode interpretiere ich als "Bodensatz-Gleichrichter" für die Verwendung bei einer Kiste ohne Batterie.

    So habe ich das in dem Beitrag im GSF rausgelesen, daß es die ja auch gibt.

    Da dein Meßgerät nichts anderes ist als eine Gleichspannungsquelle, pol mal deine Meßstrippen um.

    Gruß Paddy.

    Ich habe es vielleicht etwas kompliziert erklärt, aber der Hinweis war in dem von ezio_auditore verlinkten GSF-Beitrag.

    Dort ist das Anschlußschema abgebildet in einem Bild.

    Eine Spule hängt direkt an Plus und Masse, eine Spule hängt an Plus und mit dem dazwischen geschaltetem Poti aus der Tankanzeige an Masse.

    Zur Erklärung kuck dir mal das Schaltbild aus diesem Beitrag an, linkes Schaltbild "kreuzspul_poti"

    https://www.mikrocontroller.net/topic/322356

    Wenn dein Tankgeber auf "voll" steht, werden beide Spulen durch den vollen Strom durchflossen. Durch die geometrische Anordnung von Spulen und dem Dauermagnet an der Nadel sollte dann die Nadel auf "voll" stehen.

    Wenn der Poti im Tankgeber den Strom durch die eine Spule begrenzt, zeigt die Nadel weniger an, weil das Instrument eigentlich eine Stromdifferenz misst. Das macht sie unempfindlich auf Bordspannungsschwankungen, weil es ja nur die Differenz misst und nicht einen Betrag.

    Das war ja der Fehler in meiner ersten Annahme.

    Klemm also an der Uhr Plus an Plus, Minus an Minus und an den Anschluß für den Geber ebenfalls Minus. Dann solltest du "Tank voll" sehen können.

    Hängst du zwischen Geberanschluß der Uhr und Masse noch den Tankgeber, kannst du zwischen "voll" und "leer" hin und her regeln.

    Ob du nun 10, 12 oder 14 Volt anschließt, sollte wurscht sein. Nur nix signifikant drüber.

    Gruß Paddy.

    Danke ezio_auditore und Asche auf mein Haupt...

    Na denn, silent_guy , es ist ein Kreuzspuleninstrument und eine Spule kriegt direkt die Bordspannung, die andere bekommt nur das Plus und das fließt dann über den Tankgeber ab.

    Wenn der Zeiger garnix mehr macht, dann werden die Spule(n) entweder nicht mehr von Strom durchflossen, und/oder die Lagerung der Nadel ist fest.

    Wenn du an die Anzeige Plus an Plus anschließt und an Masse und den Signaleingang jeweils Masse, dann sollte Vollausschlag sein.

    Solange du nicht was ganz Wildes jenseits der 20 Volt anlegst, passiert da nix. Die Spulen regeln sich den Strom selber auf eine nicht schädliche Größe bei entsprechend sinnhafter Spannung.

    Das war's.

    Bin gespannt, was du rausfindest.

    Gruß Paddy.

    Ich würde gerne fundiert eine Antwort geben, aber ich habe nichts gefunden, daß mich absolut sicher macht.

    Aber ich gehe davon aus, daß der Tankgeber lediglich ein Spannungsteiler ist und daß die Tankanzeige nur ein Voltmeter von 0 auf 12 Volt ist.

    Eingang Voltmeter ist das grüne Kabel vom Tankgeber, das je nach Tankgeberstellung halt zwischen 0 und 12 Volt haben sollte gegen Masse.

    Zur Sicherheit messe mal an deinem Tankgeber, was an grün gegen Masse für eine Spannung anliegt und prüfe auf Plausibilität (9 Volt bei halb bis 3/4 vollem Tank oder so).

    Irgendwo im Netz hat einer eine Korrektur gemacht mit einem zusätzlichen Widerstand am Tankgeber, der relativ geräumig war, deshalb sollte es ein einfacher Spannungsteiler sein.

    Ich erwarte nicht, daß du die Tankuhr mit irgendwas kleiner 12 Volt am Eingang killst. Aber beweisen kann ich es nicht.

    Gruß Paddy.

    Aus meiner Sicht wirst du da nicht drum herum kommen.

    Dein Motor ist ja noch draußen, das ist schonmal gut. Dann kannst du dir in aller Ruhe überlegen, wo am Besten ein Entlastungsschnitt zu setzen ist, damit du die beiden Flansche zusammen ziehen kannst.

    Dann montieren, bis die Flansche zusammen und parallel sind und am Schlitz zwei- dreimal heften, so wie ich das gemacht habe.

    Im Anschluß demontieren und zu schweißen. Ist nervig, aber ist halt so. Interessant ist dann auch, wie wenig Abweichung es eigentlich braucht, damit die Flanschflächen nicht parallel sind.

    Bei der XL2 meines Schwagers war das nicht viel, wie man auf den Bildern sieht. Da braucht es nicht viel Abweichung und Verzug bei der Herstellung des Auspuffs/Krümmers in der 3. Welt, daß so ein Ergebnis zusammen kommt...

    Wenn Krümmer und Auspuff von Sito sind, ist die Wahrscheinlichkeit halt hoch, daß es nicht ganz paßt. Korrigiere das und du hast Ruhe.


    Gruß Paddy.

    Das hängt vermutlich mit den zuweilen etwas lieblos geschweißten Sito-Krümmern zusammen.

    Ich hatte das dieses Jahr bei der XL2 meines Schwagers auch:

    Da hatte ich dann den Auspuff leicht ändern müssen, damit es paßt. Ähnliche Verhältnisse wie bei dir von der Winkelabweichung an den beiden Flanschen.

    Hast du den Gußkrümmer noch? Wenn das der Ori-Puff ist, sollte das mit dem Guß-Krümmer besser passen.

    Es war nicht das erste Mal, daß ich das Sito-Zeug anpassen mußte.

    Gruß Paddy.

    Ob das jetzt tatsächlich 1:1 eine Streuscheibe für einen Glühbirnenscheinwerfer ist, weiß ich jetzt nicht.

    Was aber ganz klar gegen einen vernünftigen LED-Scheinwerfer spricht, ist schlicht der Preis.

    Es ist nicht ganz trivial, einen richtig funktionierenden Scheinwerfer zu konzipieren und herzustellen. Dazu muß eine hochwertige LED verwendet werden, die davor eine ausgeklügelte Optik gesetzt kriegt und dahinter eine funktionierende Kühlung.

    Und für den Preis gibt es halt eher cheapest chinese rubbish.

    Übrigens beeinflußt natürlich eine für eine Glühbirne vorgesehene Streuscheibe den Lichtkegel eines vernünftigen LED-Scheinwerfers schon, aber nicht zwingend so wie von Se7entySix beschrieben.

    Das was er beschrieben hat, hängt wahrscheinlich dann eher mit dem minderwertigen LED-Scheinwerfer zusammen, der einfach Käse ist und eine Streuscheibe macht das nicht besser. Ohne jetzt genau zu wissen, welches Modell er in Aktion gesehen hat. (@

    Für meine Ape habe ich einen Highsider in einen Zubehörscheinwerfer gepackt ( ezio_auditore die Ape ist natürlich auf ein Gleichspannungsbordnetz umgebaut) und dann macht die Streuscheibe daraus folgendes:

    Es bilden sich nach unten leichte Fransen, nach oben bleibt es scharf abgeschnitten. Auf der Straße sieht man vertikal schon leichte Beeinträchtigungen, spurlos geht der etwas eigenwillig gestaltete Lichtkegel (ungewöhnlich breit) des Highsiders natürlich nicht durch:

    Was dann aber so ein richtiger Scheinwerfer Platz nach hinten braucht für seine Komponenten und Kühlung, sieht man hier:

    Der Scheinwerfer aus dem Ebay-Link kann eigentlich nix taugen, einfach wegen Preis und Geometrie.

    Gruß Paddy.

    Edit sagt noch, der kleine Highsider hat nur die eine Abblendlicht-LED mit putzigen 8 Watt.

    P.S.: Das Einauge mit Highsider war ein Quantensprung und die Ape muß ja nicht zum TÜV...lmao

    Ich drehe Bremstrommel auch gerne aus, wenn die mal in die Jahre gekommen sind und Riefen haben ggf. sich ungleich abgenutzt haben.

    Man muß halt etwas Sorgfalt walten lassen beim Spannen, daß das auch konzentrisch läuft danach.

    Die Nuten von ezio_auditore würde ich mich jetzt nicht trauen, wobei ich das jetzt nicht mal wirklich begründen könnte, warum nicht.

    Wahrscheinlich weil mir das Material an der Trommel zu kostbar wäre und es ja Beläge mit solchen Nuten gibt, wenn man sowas will.

    Gibt es dafür Beispiele an anderen Trommelbremsen als Stand der Technik, daß solche Nuten in die Trommel eingearbeitet sind anstatt in die Beläge?

    Das wäre interessant.


    Gruß Paddy.