So liebe Kollegen,
aus meinem angepaßten CAD-Modell ging dann hervor, daß die jeweils 6 Bohrungen exakt 4,5 mm vom Rand des VA-Rohres rein müssen.
Ich habe dann mal mit der einen Seite angefangen, erst Zentrierbohrer, dann mal zaghaft mit 4 mm, obwohl die Gewinde der Schrauben 3,85 haben. Ich dachte, ich mach das mal eng und probiere, ob die Schrauben passen, auf 4,1 oder 4,2 kann ich ja immer noch gehen. Mit einem 4er Stift hätte ich die tangentiale Position wieder aufgefangen bekommen:

6 Mal gebohrt und dann auf die FP2 das Rohr gespannt, den Filzstift in die Spannzange über einer Bohrung und dann X verfahren. Damit hatte ich ziemlich exakt die Position am anderen Ende des Rohres:


Dann die zweite Seite:

Dadurch, daß ich alles auf dem Teilapparat gemacht hatte, sowohl Gewinde als Bohrungen, hat das tatsächlich gepaßt. Alle 2 mal 6 Schrauben ließen sich ohne Reibung eindrehen, wenn die Bohrungen exakt positioniert waren, obwohl die Bohrung im Rohr tatsächlich nur 0,15 mm im Durchmesser größer sind. Bei so einer völlig durchgeknallten Präzision geht mir das Herz auf...
Dann mal die beiden Deckel kugelgestrahlt und mit dem Innenrohr montiert, das gebogene Endrohr nur mal gesteckt:



Ich finde, der sieht so geil aus...So habe ich im Netz noch keinen gefunden, vor allem keinen, der Reflektion und Absorbtion kombiniert.
So, nun zu Franks Kawitzi Frage:
Nur der ESD mit gestecktem Endrohr:

Dann mit der 6 mm starken Flanschplatte, die ich auf das PM-Lochbild mit 54 mm Lochkreis gemacht habe:

Fairerweise gehört die ja eigentlich nicht zum ESD konstruktiv gesehen.
Dämmung habe ich bei Silentsport schon ausgekuckt, aber was da noch dazu kommt, kann ich schwer schätzen. Ich gehe mal von rund 2 Kilo in Summe aus, was das Ding nachher wiegen wird. 100 Gramm hin oder her bei dem Klopper ist eh wurscht. Aber das Ding ist halt auch groß und die Brüder aus dem GSF, die den an ihre LFs gebastelt haben, hatten meist Schwierigkeiten mit der Länge von 360 mm und dem Durchmesser.
Das Problem ist halt, wenn ich das Ganze resümiere, was ich da alles an Informationen aufgesaugt hatte, daß das Aprilia-Konzept einfach die Länge und das Volumen braucht, um so bestechend zu funktionieren. Da haben welche das Konzept von Aprilia mehr oder weniger kopiert, aber von den Dimensionen her halt passend auf die Bedürfnisse der Vespa gemacht. Das Ergebnis war zwar ein angenehmer Klang, aber der Pegel war deutlich höher als der RS-ESD.
Ich denke schon, daß die Ingenieure bei Aprilia da schon genug gerechnet und probiert haben, um das Maximum heraus zu holen.
Mal sehen, was das Ding an dem ohnehin nicht soo aufdränglichen Briefkasten noch bringt. Lauter wird es nicht werden, aber wieviel, werden wir sehen.
Ich muß mir noch eine schöne, reproduzierbare Position suchen für vorher/nachher, damit ihr auch den Unterschied einigermaßen wahrnehmen könnt mit zwei Filmchen.
Wie gesagt, jetzt ist das Ding fertig (gigantischer Aufwand, aber hat Spaß gemacht und ich habe endlich mal mit einer Lünette gedreht) und jetzt geht es an die Position unter der Ape festlegen.
Den Rest der Woche und das Wochenende ist aber Planschbecken angesagt. Mein GFK-Sandfilter ist heute gekommen. Ich muß jetzt die Installation drum herum etwas umstricken, weil der etwas größer ist als der Alte und das 6-Wege-Ventil an der Seite sitzt.
Dann Pfütze und Absorber aufstellen und dann kann sich das aufheizen und ich mache am Projekt "Flüster-Ape" mit 140 Kubik weiter...
Gruß Paddy.