SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Viel Spaß beim Lesen...

    Scharnhorst
    November 20, 2020 at 16:54

    Gruß Paddy.

    P.S.: Der Motor lief gut (wie der Teufel für eine Automatik), aber hatte einen Klemmer, lief aber wieder. Daraufhin hatte ich ihn gegen den Originalmotor wieder getauscht, um das näher in Ruhe zu analysieren, aber dann liefen mir in kurzen Abständen zwei Special über den Weg.

    Die und die Ape halten mich auf Trab. Bei Gelegenheit gehe ich der Sache nach. Momentan fährt sie wieder mit dem normalen Motor und dem 75er Pinasco. Dieser Spezialumbau steht sauber und trocken im Lager.

    Mein Projekt war ja etwas umfangreicher.

    Aber nur rein eine Variomatik aus einem Scooter in eine Automatik-PK zu adaptieren, geht nicht ohne Weiteres. Sonst hätten das sicher schon viele gemacht im Angesicht der angestrengten Ersatzteilsituation der PK.

    Ich kann jetzt nicht auswendig sagen, woran es genau scheitert, dazu müßte ich jetzt die Details nochmal genau anschauen, aber ich glaube, das geht schon mit so Kleinigkeiten los wie der Durchmesser-Range der Scooter-Varios und geht grad so weiter mit der axialen Position.

    Der erste Gedanke ist natürlich naheliegend, aber wenn es sinnhaft und einfach gehen würde, gäbe es sicher genug Beispiele im Netz.

    Und Mario hätte es bestimmt auch schon gemacht.

    Aber wie gesagt, ich kann gerade nicht alle Gründe auswendig aufzählen, warum es nicht geht bzw. nicht so einfach.

    Mein Umbau hat ja auch den Wandler eines Scooters mit einbezogen und ab da wird es kompliziert, weil die Scooter die Vario auf der anderen Seite des Motors haben und damit sich die Drehrichtung des Wandlers ebenfalls ändert.

    Und glaub mir, das will niemand nachbauen...

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,


    danke für das Mitgefühl..:)

    Ich denke, das Problem ist auch ein Stück weit dem geschuldet, daß ich ja eine bei Vespas doch eher seltene Primär verwenden werde. Die 2,34er Primär ist doch schon recht lang und dafür ist entweder ein sehr potenter Motor notwendig und/oder recht kurze obere Gänge auf der Haupt- und Nebenwelle.

    Je kleiner das Stirnrad auf dem Primärkorb, desto näher müssen die Ruckdämpferfedern zum Mittelpunkt rücken. Ich habe jetzt keine andere, kürzere Primär mit Federn zur Hand, aber ich könnte mir schon vorstellen, daß das mit einer 3.00 oder so kein Problem wäre bei diesem Gehäuse.

    Lustig ist halt, daß es mir wie wahrscheinlich jedem so geht, mit jedem Motor wird die Liste länger, auf was man beim nächsten Mal achten wird bzw. was man anders macht.

    Wegen meiner eventuell etwas speziellen Meinung zur richtigen Passung an der Kurbelwelle habe ich die letzten Wochen im Netz nach Hinweisen dafür oder dagegen gesucht.

    Dabei bin ich über ein Filmchen gestolpert, in dem einer nach dem Schließen der beiden Hälften erstmal den Kupplungskorb als Einzelteil zur Probe verbaut hat um sicher zu gehen, daß der nicht im Primärkorb streift.

    Er meinte, daß da ja schon einige Toleranzen zusammen kommen (womit er durchaus recht hat) und er es schon erlebt hat, daß der Kupplungskorb im Primärkorb gestreift hat.

    Das kann man natürlich nicht feststellen, wenn man die komplette Kupplung einsetzt. Man merkt es erst, wenn man die Kupplung trennen will.

    Daraufhin habe ich meine Kupplung nochmal zerlegt und das mit Lagerdummys getestet. Gestreift hat da nix, aber ich werde das nochmal wiederholen, wenn das neue Lager da ist und ich den Motor zusammen habe. Ein paar Zehntel hin oder her sind da ja drin mit richtigen Lagern, Gehäusedichtung usw.

    Jetzt mal sehen, nachher trete ich die Bestellung los und morgen schau ich mal, ob ich die große Hälfte auf der Fräsmaschine nachbearbeiten kann oder ob ich das hemdsärmlig mit dem Dremel machen muß.

    Ich berichte,

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,

    irgendetwas habe ich verbrochen...lmao

    Neue Dichtmasse ist diese Woche gekommen. Ich mache den Wedi in der Sondergröße in die Primärseite und will dann "kurz" den Primärkorb montieren.

    Lager warm gemacht und der geht trotzdem kaum rein. Gesteckt ist er schon, also habe ich den Innenring von der anderen Seite unterlegt und den Korb eingepresst. Ich dachte schon, bei der Überdeckung legst du am besten eine Zettel ins Getriebe zur Erinnerung, daß wenn du jemals den Korb wieder raus machen mußt, am besten das Lager zerlegst, weil du sonst die Aluschulter rausstanzt...^^

    Naja, Primärkorb am Anschlag und es streift etwas...:+5

    Ganz komisches Geräusch...Mit dem Messingdummy war nie etwas und ich hatte den Korb wirklich oft genug drin. Aber wir wissen ja, ein richtiges Lager hat im Vergleich zu meinen Dummys gerne mit Lagerluft und 5 Hundertstel weniger in der Breite in Summe ein Zehntel mehr in der axialen Position.

    Zuerst habe ich versucht, mit etwas Wärme den Korb wieder raus zu kriegen, aber die Überdeckung war einfach zu groß.

    Tja, dann halt den Käfig zerlegt, damit ich den Korb wieder raus nehmen konnte:

    Innenring noch drin:

    Dann schau ich mal nach, wo das gestreift hat, siehe da:

    Außen an der Fase des Primärsitzes. Die entsprechende Stelle dazu am Primärkorb:

    Dann mal den Innenring runter:

    Und gemessen:

    Tatsächlich hat die Lagerstelle eineinhalb Hundertstel Übermaß, macht also zwei Hundertstel Überdeckung. Kein Wunder ging das so schwer ins Lager. Normalerweise kenne ich das mit max. einem Hundertstel Überdeckung...

    Hier nochmal mit einem Spiegel die Schleifspuren der Ruckdämpferfeder durch einen Spiegel betrachtet:

    Ich fragte mich, warum streift das nur an einer Stelle? Die Federn selber sind natürlich nicht genau radial positioniert und eine wird immer die sein, die radial am weitesten nach innen ragt.

    Aber warum streift die nur an einer Stelle? Tja, dann sah das irgendwie komisch aus, irgendwie exzentrisch. Also mal einen Dummy rein und gemessen, so gut es ging, weil es etwas eng ist für die Schieblehre. Die mit der Uhr konnte ich garnicht verwenden, also die kleinere Digitale:

    Alder, die Außenkontur ist ca. einen halben Millimeter exzentrisch zum Lagersitz bearbeitet! Macht knapp einen Millimeter an Wandungsunterschied...

    Klar, diese Geometrie hat ja nur die Funktion, Platz für den Primärkorb zu schaffen, aber haben die Vögel in Pontedera für dieses Detail das Gehäuse per Auge gespannt? Klar muß es dort nur frei sein, aber so fürstlich Platz hat es halt auch nicht für die Komponenten.

    Da hätte die Aufspannvorrichtung ruhig aufs Zehntel genau sein können, das wäre ja auch kein wirklicher Aufwand gewesen...

    Naja, dann hatte ich keine Lust mehr. Ich muß jetzt ohnehin ein neues Lager bestellen, ein paar andere Sachen hatte ich diese Woche schon aufgeschrieben.

    Ich könnte das jetzt mit dem Dremel weg bearbeiten, aber da ich ja eine Woche Zeit habe, schau ich mal, ob ich im Geschäft irgendein Werkzeug finde, das vernünftig konzentrisch zu bearbeiten. Wenn ich nix finde, dann halt der Dremel.

    Man kommt halt schlecht ran, weil die Öffnungswand des Kupplungsdeckels oberhalb nicht viel Platz bietet. Vielleicht finde ich einen Meißel für den Ausdrehkopf, der vorbei geht oder sonst irgendetwas...

    Mal sehen, ich berichte...

    Gruß Paddy.

    Vielen Dank, liebe Kollegen.

    Ich kann glaube ich nachvollziehen, daß die Details irgendwann mal unübersichtlich werden.

    Ich habe es da ja ungleich einfacher, weil ich das ganze Zeug vor mir habe und mir immer vorher überlege, was ich als nächstes mache, ggf. dann halt situativ reagiere, wenn etwas nicht sofort klappt, wie geplant.

    Und dann sind es halt nur ein paar Bilder, aber ich denke manchmal, ich hänge zu viele Bilder an.

    Keine Ahnung, ob überhaupt jemand mal zurückblättern will, aber ich fasse nochmal kurz die notwendigen Änderungen am Motorgehäuse für diese Kurbelwelle in Worten zusammen, was komplett über die letzten Wochen in die Länge gezogen auseinander gerissen war.

    Die neue Kurbelwelle von Fabbri braucht mit ihren 53 anstatt 51 Hub etwas mehr Platz im Durchmesser im Kurbelgehäuse.

    Bei einem Vespa-Gehäuse wäre das keine Problem, man kann da bis 88 ausspindeln, ohne das etwas passiert.

    Bei einem Apegehäuse bricht man aber zum Getriebe hin durch, weil im Apegehäuse die größere Nebenwelle entsprechend größer ausgefräst ist-

    Deshalb mußte ich erst im Bereich der Nebenwelle Aluminium einkleben, bevor ich das Kurbelgehäuse ausspindeln konnte.

    Durch das eingeklebte Aluminium hat die Nebenwelle der Ape keinen Platz mehr und ich mußte auf ein PK-Getriebe umstellen, das eine kleinere Nebenwelle hat. Dafür brauche ich dann halt wieder eine längere Primär, um den kürzeren 4. Gang auszugleichen.

    In der kleinen Hälfte war der Wedisitz ausgebrochen und ich mußte eine Buchse einkleben. Die hat mir im Lagersitz auf der Limaseite 2 mm Breite geklaut, weswegen ich keine normales 47x20x14 einbauen konnte, sondern es war nur noch Platz für ein 47x20x12.

    Als ich dann das Gehäuse ausgespindelt hatte und die Kurbelwelle im Durchmesser Platz gefunden hatte, war es axial etwas eng für die Welle.

    Auf der Limaseite habe ich dann zur Vorsicht auch noch in Breite etwas ausgespindelt, damit bei Bedarf die Kurbelwelle etwas in Richtung Polrad geschoben werden kann, falls es auf der anderen Seite der Primär eng wird.

    Simuliert habe ich die Lager der Kurbelwelle immer mit Messingdummys, die genau das Nominalmaß der Lager haben (exakt 12.00 und 14.00).

    Echte Kugellager liegen aber eher bei 11,95 bzw. 13,95. Somit war ich mit den Dummys immer auf der sicheren Seite. Insbesondere weil als zusätzliche Luft ja noch die Gehäusedichtung die beiden Lagerstellen noch zusätzlich 0,4 mm Luft geben.

    Lief die Kurbelwelle mit Messingsdummy gerade so frei, hatte ich immer noch so einen halben Millimeter in der Hinterhand durch Dichtung und die geringere Breite der realen Kugellager.

    Als ich dann primärseitig ein echtes Lager eingesetzt hatte, rutschte die Kurbelwelle mit der Drehschieberwange einen Tick in Richtung Primär und hat dann in der großen Hälfte gestreift.

    Mit der 0,2 mm dicken Ausgleichsscheibe habe ich die Kurbelwelle dann wieder in Richtung Lima geschoben, und sie lief dann wieder frei.

    Auf der Limaseite war Platz genug für das Verschieben, weil ich ja die kleine Hälfte zuvor ausgespindelt hatte um ein paar Zehntel, damit ich im Falle eines Falles Platz habe.

    Das waren kurz zusammengefaßt alle notwendigen Arbeiten am Gehäuse, damit diese Fabbri da rein paßt.

    Das war jetzt zwar alles etwas aufwendig, aber hat ganz gut geklappt.

    Vielleicht ist es mit dieser Kurzzusammenfassung einigermaßen nachvollziehbar, was ich für ein Theater ich die letzten Wochen aufgeführt habe...:)

    Auf der Primärseite hat die Fabbri übrigens im Gegensatz zu normalen Kurbelwellen auch ein Lager mit 20 mm und nicht 17 mm.

    Deshalb mußte ich einen anderen Wellendichtring kaufen als normal, weil auch der Durchmesser für die Dichtlippe etwas größer ist.


    So, heute abend habe ich nicht viel gemacht. Ich habe heute die beiden angefertigten Flansche mitgenommen und den neulich bestellten sogenannten "Big Bore Krümmer", der als Spender für meine noch anzufertigenden Krümmer dienen soll.

    Ich habe mal den Bereich, den ich brauchen werde, mit etwas Zugabe abgesägt und von dem angeschweißten Flansch befreit. So wie jetzt die neuen Flansche grob draufgesteckt sind wird er ungefähr werden:

    Noch etwas zu lang, aber so ungefähr. Der Rest, der dahinter liegt, bleibt zum Basteln.

    Das in dem folgenden Bild zeigt, wie der aktuelle geworden ist vor fünf Jahren. Da war damals schon eine Anpassung notwendig, als ich von Kurzhub auf den 130er DR umgestiegen bin.

    Mit dem 135er Polini plus das um 8 mm längere Pleuel brauch es halt nun wieder einen neuen.


    So, und jetzt könnt ihr mich für verrückt halten, was ich noch gemacht habe. Aber darauf habe ich mich seit locker 2 Monaten gefreut. Technisch war das überhaupt nicht notwendig, aber für mich war es ein Ritual von "An Schönheit sterben", weil damit sämtliche Gehäuseanpassungen abgeschlossen sind und der Motor fertig ist zum Schließen.

    Genau deshalb habe ich mir das als letzte Arbeit am Gehäuse vorgenommen, einfach als Abschluß.

    Ihr erinnert euch an die Ape-spezifische Ölsabberausfräsung im Einlaß, die ich mit einem Alustopfen verschlossen habe, damit der Einlaß eine ungestörte Geometrie hat? Fantine als alter Ape-Schrauber mit Sicherheit.

    Die hatte ja noch ein Messingröhrchen, das ich als erstes entfernt hatte. Mein Schlußritual war, die Bohrung für das Messingröhrchen mit Alu abzustopfen. Komplett bescheuert und technisch völlig unnötig, aber ich wollte es einfach und hatte es mir fest vorgenommen.

    Alustopfen gedreht und eingeklebt:

    Halbe Stunde bei 80 Grad aushärten und anschließen überfräsen:

    Total dämlich, das kann man nicht mal sehen, dazu muß man sich quasi unter die Ape legen...lmao

    Aber egal, das hat mich total entspannt, das zu tun....klatschen-)


    So, ich denke, am Samstag kann ich hoffentlich den Motor schließen, ich melde mich.


    Gruß Paddy.

    Fantine Ja, ich schiebe die Kurbelwelle um 2 Zehntel Richtung Polrad, aber die kleine Hälfte hatte ich ja noch mal an einem Sonntag am Boden etwas ausgespindelt. Da hatte ich jetzt keine Angst, daß es eng wird.

    So, das Ganze war dann jetzt dann doch etwas nerviger als gedacht. Zuerst habe ich im Netz nach den Dimensionen einer 47er Ausgleichsscheibe gesucht. Nachdem die dann innen 37 sind und meine vorliegenden Scheiben innen 38 hatten, dachte ich mir, ich spare mir das Ausdrehen der Scheibe.

    Ich habe die große Hälfte wieder durchgegrillt, das Lager rausgeholt und eine Scheibe reingeworfen. Hälfte wieder in den Ofen, das Lager kurz mit Druckluft gekühlt und dann in den Sitz gesteckt. Geht nicht ganz runter...:-4

    Lager und Scheibe wieder raus, Hälfte abgekühlt und mit Dummy montiert:

    Dummy und Scheibe raus und das gemacht, was ich vorher hätte tun sollen. Genau hinschauen:-1....Piaggio hat an der Stelle, die ja ohnehin nur so eine dreiviertels Schulter hat, sinnigerweise wegen der Kerbwirkung mit einem Radius ausgespindelt. Dank des Radius' ging natürlich die Scheibe, die außen 46,85 hat, nicht bis auf den Grund...

    Also eine alte Vorrichtung umgearbeitet, einen Deckel gedreht und 4 Scheiben außen schrittweise überdreht, bis das gepaßt hat. Es waren zum Schluß außen glaube 45,8 oder so:

    Mit Dummy geprüft und es hat dann gepaßt:

    Große Hälfte wieder gegrillt und Scheibe plus Lager rein, Lager und Scheibe gingen auf Anschlag:

    Spannender Augenblick, Endmaß 1,7 ging nicht in die Nut, 1,6 hatte Spiel.

    Dann den 1,7er Seegerring auf der Diskus auf beiden Seiten etwas über gehobelt auf in Summe 1,65:

    Dann ging der Ring gerade so rein. Axialspiel hat das Primärlager jetzt quasi keines mehr. Finde ich gut.

    Mit dem Dummy auf der Limaseite hat es mit der 0,25er Auskesselung zur Kurbelwelle mit etwas Axialspiel der Kurbelwelle gepaßt, die plane Seite des Dummys zur Kurbelwelle hat die Kurbelwelle dann gebremst.

    Dann wollte ich es genau wissen, wie es mit einem Lager ist. Ich hatte ja noch das 12er Ausschußlager, bei dem ich den Innenring ausgehont hatte zum Schiebesitz.

    Das habe ich dann am Außenring auf der Drehbank abgezogen, bis dort ebenfalls ein Schiebesitz war. Damit konnte ich dann die finale Lagerung mit Lagern durch simulieren komplett über Schiebesitze.

    Mit dem Digitalhöhenreißer habe ich dann gemessen, verbeibendes Axialspiel der Kurbelwelle zwischen den Lagerschultern 0,15 mm.

    Dann war ich zufrieden, mit der Dichtung kommen ja noch 4 Zehntel dazu, also ausreichend Luft. Ich habe keinen blassen Schimmer, was an der Stelle in einem originalen und unversehrten Gehäuse normal ist an Axialluft.

    Weil der Lagersitz auf der Limaseite nicht mehr soviel Überdeckung hat, habe ich dann die Hälfte auf 90 Grad gebracht und den Außenring mit etwas Schraubensicherung blau benetzt und gefügt. Das sollte jetzt einigermaßen sicher sein und mit Wärme trotzdem wieder demontierbar.

    Tja, das war das letzte Lager, der Motor ist bereit für die Montage. Ein schönes Bild, finde ich. Das neue 12er Lager und der restaurierte Wedisitz:

    Schöner Schluß zu der endlosen Geschichte mit dieser Kurbelwelle. Da war jetzt ja alles dabei. Ewig warten auf die nicht lieferbare DRT-Welle mit 53/105. Hoffen auf die von SIP zu Ende Dezember versprochene SIP-Alternativwelle mit 53/105.

    Dann entnervtes Ausweichen auf eine der drei nur in Italien zu kriegenden Alternativen und mit der dann so ziemlich jede auch nur denkbare Anpassung dafür am Gehäuse vornehmen müssen.

    Egal, jetzt paßt alles und ich freu mich wie ein kleines Kind. Eine 51/97 kann jeder in einen Ape-Motor verbauen, diese Fabbri hat mir jetzt schon einiges an Geduld abverlangt...

    Chris hat ziemlich am Anfang mal geschrieben "...die Kurbelwelle bleibt ein feuchter Traum...".

    Ätsch..:P...Von wegen, ich habe eine und sie ist einbaufertig! klatschen-)

    Jetzt mal kucken, vielleicht kann ich den Motor dann am Wochenende in aller Ruhe zu machen und dann endlich die Kopfdichtung ausmessen und auf finale Dicke schleifen.

    Viele Grüße,


    Paddy.

    Automaticadett Danke für die Tips! Dann werde ich das mal so beherzigen.


    Tja, heute habe ich die Welle nochmal zur Kontrolle vom lieben Kollegen im Meßraum gegenmessen lassen. Wenn es dann mal in den Mikrometerbereich geht, ist es kein Fehler, jemand hinzu zu ziehen, der das jeden Tag macht und etwas weniger grobmotorisch ist.

    Welle hat die 5 Mikrometer plus wie ich ebenfalls gemessen habe. Dann hat er mir noch ein etwas idiotensichereres Innenmeßgerät zusammen gesteckt und auf 20 genullt. Lager hat 5 minus.

    Ergo muß für den Übergangssitz der Innenring ebenfalls auf 5 plus, also in Summe ein Hundertstel größer. Da war es ganz gut, daß ich schon etwas geübt habe, wieviel man zustellen darf. Nach dem 3. Zustellen hatte ich es:

    Dann habe ich mal die beiden Hälften bei 95 Grad in den Ofen und alle Lager gesetzt bis auf das limaseitige 20x47x12.

    Dann die Fabbri in das Primärlager gesteckt zur Probe und es kratzt natürlich ganz leicht....Klar...:-4

    Hab dann mal die Drehschieberseite etwas angemalt und man sieht es an der Rippe:

    Wenn man genau hinsieht (wahrscheinlich auf dem Bild kaum zu erkennen), auf dem Grund der umlaufenden Nut hat es teilweise rote Spuren:

    Innerhalb der Rippe ist nix an der Wange. Fabbri hat da zugunsten des etwas breiteren Drehschiebers die Toleranzen voll ausgereizt. Das Lager hat ja so 5 Hundertstel weniger als 14 und die Lagerluft kommt noch dazu, mein Dummy hat genau 14.00. Das reicht halt...Mit Dummy hat es nicht gekratzt...

    Naja, dann mal in der Scheibenkiste gewühlt und eine kleine Scheibe mit 0,2 gefunden, die ich zum Testen auf den Innenring legen konnte:

    Die war innen 21 oder so, aber damit zwischen Innenring und Anlageschulter der Fabbri lief die Welle frei. Dann weiter gekramt und es hat tatsächlich Ausgleichsscheiben mit 46,9 für den Außenring, weil es natürlich sinnvoller ist, am Außenring zu unterlegen:

    Ich habe dann mal den neuen Seegerring wieder rausgemacht und gemessen, der hat so 1,7:

    Wenn ich das Lager nun nochmal rausmache und den Außenring unterlege, wird es knapp werden, daß der Seeger wieder einrastet. Hab mal ein 1,9er Endmaß reingehalten, was ja dann so das Theoretische Maß wäre (Seeger plus Ausgleichsscheibe mit 0,2), das ging gerade so in die Nut:

    Also theoretisch würde der Ring noch einschnappen mit zwei Zehntel unter dem Außenring, aber das glaube ich nicht. Ich grill morgen nochmal das Gehäuse, entferne das Lager wieder, lege die Ausgleichsscheibe rein und mache das Lager wieder rein.

    Ich gehe dann davon aus, daß ich den Seegerring auf der Diskus um 5 Hundertstel dünner schleifen muß, dann sollte es passen.

    Dann sehen wir weiter, ob das dann limaseitig noch paßt. Mein Dummy für das 12er Lager auf der Limaseite ist ja auf einer Seite eben, auf der anderen Seite ist er um 0,25 ausgekesselt. Die Gehäusedichtung ist 0,4mm.

    Damit sollte ich dann eine Vorstellung kriegen, ob es paßt.

    Schon lustig, was bei dem Motor so alles angepaßt werden muß...Ich bin schon gespannt. Die Ausgleichsscheibe werde ich wohl etwas ausdrehen müssen, deren Innendruchmesser könnte 1-2 mm im Durchmesser kleiner sein. Die Kugeln werden zwar nicht verdeckt, aber es reicht ja, wenn die Scheibe den Innendurchmesser des Außenrings hat.

    Bis morgen,

    Gruß Paddy.

    Danke Kollegen!

    Es geht ja so langsam in Richtung "Schließen des Gehäuses".

    Ich habe heute mal die ganzen Dummys rausgemacht, den einen etwas zu tief eingeschraubten Stehbolzen rausgemacht und mit Schraubensicherung neu positioniert und mal die Dichtflächen etwas gerichtet.

    Also der Typ, von dem Fantine diesen Motor gekriegt hat, der ist/war glaube ich in der Forstwirtschaft tätig und hat für das Spalten des Motors auf berufstypische Hilfsmittel zurück gegriffen....

    Den raus gebrochenen Wedi-Sitz auf der Zündungsseite kennt ihr ja schon. Was auch immer er da gemacht hat, um das zu bewerkstelligen.

    Vor den ersten Spaltversuchen hat er von den, keine Ahnung, 13 Schrauben oder so nur etwas mehr als die Hälfte entdeckt und dann mal mit Beil und Spaltkeil gestartet...

    Ich habe heute mal die beiden Hälften mit zwei verschiedenen 3-Kant-Ölsteinen und etwas 800er Papier auf der Richtplatte versucht, das Schlimmste auszubügeln. Anbei mal ein paar Impressionen, sofern man es auf den Bildern erkennt, wohl gemerkt nach dem Egalisieren:

    Besser kriege ich das nicht hin. Erst dachte ich, ich benutze wie bei der XL2 so einen chicen Dichtungssatz von BGM mit eingelassener Silikonschnur beidseitig, aber das würde glaube ich nicht reichen.

    Ich werde eine normale Papierdichtung nutzen und beidseitig Dichtmasse verwenden. Wenn ich bei den Flächen auf Dichtmasse verzichten würde, könnte ich gleich ohne Ablaßschraube fahren oder müßte auf Fettschmierung umstellen...lmao

    Ich habe zwar schon gesehen, daß das alles etwas in Mitleidenschaft gezogen ist, so genau hatte ich mir das gar nicht angeschaut.

    Egal, jetzt hone ich nächste Woche mal das Limaseitige Lager und dann setze ich das zusammen.

    Normal hätte ich jetzt meine Dichtmasse benutzt, die schon eine Weile offen ist. Aber ich kaufe besser eine Neue für das Gehäuse hier.

    Wird schon werden.


    Gruß Paddy.

    Glaubt mir, ich hätte zuweilen gerne meine Ape im Stall.

    Aber der Stall, den ich dann letztlich zu meinem zweiten Wohnzimmer mit allen Annehmlichkeiten umgebaut hatte, war von Anfang an nur für maximal Zweiräder als Schraubobjekte konzipiert. Selbst wenn ich wöllte, wäre es bautechnisch mittlerweile schlecht realisierbar...

    Aber man soll ja niemals nie sagen....

    Aber zurück zum Thema Kurbelwelle. Ich habe etwas gegoogelt, wollte es ursprünglich komplizierter machen, habe mich dann aber für die verhältnismäßig simple Version eines Kurbelwelleneinziehwerkzeug entschieden, die man so unter dem Markennamen Egig kaufen kann.

    Natürlich wurde meines schöner und natürlich komplett aus Edelstahl und natürlich technisch besser. Bei dem käuflichen Teil (offenbar nur verzinkt, wie popelig...) baut man den Zug über eine Mutter auf. Meine Variante kann natürlich sowohl (SW 27) als auch betrieben werden.

    Dazu habe ich einen 8 mm Schwengel aus VA mit VA-Schrauben quer in die Zughülse verschieblich eingesetzt. Weiter habe ich ein feines Gewinde mit 20x1 und kann bei Bedarf die Reibung zwischen Zug- und Druckhülse minimieren mit einem Axialdrucklager, das einfach eingesetzt werden kann.

    Mit dem Lager sollte dann auch eine größere Überdeckung allein mit dem Schwengel gezogen werden können, ohne einen Schlüssel nehmen zu müssen.

    Der Gewindedorn hat wie bei dem käuflichen Werkzeug an jedem Ende eine Schlüsselweite, damit er auf das Polradgewinde geschraubt werden kann und an den Enden ist jeweils einmal M12x1,5 für 20er Konus und einmal M10 für 19er Konus.

    In Verwendung habe ich in meinem Fuhrpark ja beides:

    Chic, gell? klatschen-)


    So, jetzt muß ich mal vielleicht erklären, warum ich aus dem Lima-Lager so eine Baustelle mache.

    Mein erster Motor war der aktuell verbaute Ape-Motor vor 5 Jahren. Was macht man so, man schaut auf Youtube nach Videos, wie man so einen Motor zerlegt und wieder zusammensetzt, weicht ggf. leicht davon ab, weil man es nicht anders kann oder es einem nicht so ganz gefällt.

    Alles soweit in Ordnung, nur hat mich der Preßsitz an der Limaseite damals kolossal gestört.

    Ich bin Maschinenbauer und technisch gesehen ist das komplett daneben als Loslager, so wie Piaggio das realisiert hat. Zieht man die Welle vorher in die kleine Hälfte, gibt es beim Zusammenbau entweder Zug oder Druck auf die Kurbelwelle, je nach dem, wie weit man die KW ins Lager gezogen hat und wo das Lager liegt. In der Regel kriegt sie Zug.

    Und dieses rund eine Hundertstel Überdeckung ist halt eine Preßpassung, fertig. Technisch ist das einfach scheiße. Da gibte es die tollsten Dinger wie "Setzschlag" und so Zeug, den glaube ich Piaggio sogar selber irgendwo in einer Anleitung mal beschrieben hat. Oder es bleibt halt mit der Spannung so in der Hoffnung, das setzt sich dann irgendwie im Betrieb.

    Es ist halt kein Loslager und die Kurbelwelle ist eigentlich nichts, was man stauchen oder ziehen sollte.

    Deshalb hatte ich bei meinem selber gebastelten Automatikmotor auch eine ETS-Lagerung gemacht. Mag sein, daß das andere Nachteile hat, aber es ist ein vernünftiges Loslager.

    Bei meinen anderen Vespas habe ich durch abziehen des Limaseitigen Sitzes einen Schiebesitz verwirklicht. Auch eine klar definierte Sache.

    Ich kenne halt beruflich einige seltene Ausfälle, bei denen ein Schiebesitz eines Innenrings von einem Rillenkugellager in Mikroschritten mitgedreht und den wellenseitigen Lagersitz beschädigt hat.

    Das Problem ist halt, einen richtigen Schiebesitz, bei dem man von Hand das Lager drauf schieben kann, sind halt mind. 1 Hundertstel Luft im Durchmesser, eher 2.

    Bei den ganzen Wellen, die ich bisher verbaut habe in der Orange, Olive und in der XL2 von meinem Schwager ist das eigentlich egal. Die kosten so knapp 200 Euro oder so.

    Bei diesem Motor wollte ich eigentlich auch eine ETS-Lagerung bzw. irgendeine Zylinderrollenlagerung machen, aber der 20er Stumpf gepaart mit der Reduzierung der Lagerbreite auf 12 mm wegen der Reparaturhülse für den Wedisitz war das nicht mehr möglich ohne weiteres.

    Es gibt keine Lager mit 12 mm Breite und zylinderförmigen Wälzkörpern. Mit einem 25er Stumpf ala DRT- oder SIP-Welle hätte es da Möglichkeiten gehabt.

    Hätte der Lagersitz weiterhin 14 mm, hätte es auch Lösungen gegeben. 12 mm Breite und 20 mm Innendurchmesser gibt es einfach nix...

    So, nun bin ich wieder in dem Dilemma mit einem Rillenkugellager auf der Limaseite und einer teuren Kurbelwelle, deren Lagersitz ich nicht kaputt machen will, ich aber auch kein Lager mit 0,01 Überdeckung auf die Welle machen werde aus den beschriebenen Gründen.

    Ich habe mich nach ewig langem Überlegen nun dafür entschieden, mich an die Empfehlung von Lagerherstellern zu halten für Loslager.

    Die Empfehlen letztlich eine Übergangspassung. Dadurch sitzt der Innenring hinreichend fest und das Durchdrehen ist sehr unwahrscheinlich, aber es können auch Spannungen abgebaut werden.

    Leider kann man eine Übergangspassung nicht so ganz einfach montieren, das stockt halt doch ordentlich und bei der ganzen Montage der kleinen Hälfte mit Dichtung, einfädeln Nebenwelle und Verzahnung und so weiter dann doch etwas hinderlich.

    Also brauche ich nun doch ein Einzugswerkzeug. Und das habe ich jetzt gebastelt.

    Die Kurbelwelle hat 50 Mikrometer Übermaß, das Lager 50 Untermaß. Ich hone das neue Lager nun nächste Woche um ein Hundertstel auf und dann liege ich im Korridor der Lagerhersteller für ein haltbares Loslager. Das kriegst du dann von Hand nicht geschoben.

    Und dann nagel ich den Motor zusammen...lmao

    So, jetzt wisst ihr, warum ich um den limaseitigen Lagersitz mit einem Rillenkugellager so eine Aufriß mache. Das kommt halt raus, wenn ein Ingenieur zuviel Zeit zum Nachdenken hat...Der wird zum Bedenkenträger...lmao


    Gruß Paddy.

    :)

    Ja, Jürgen. Der Motor ist fast fertig. Es fehlt ja nicht mehr viel.

    Und es ist der erste Schaltmotor, den ich ohne selbstauferlegten Zeitdruck zusammenbaue. Da mache ich mir viel mehr Gedanken dazu, was alles sinnvolles dazu notwendig ist.

    Es macht einfach voll die Laune...klatschen-)

    Und das ganze Ape-spezifische Werkzeug kann man nicht kaufen. Da macht es umso mehr Spaß, so Zeug zu basteln...

    Morgen wird denke ich meine Kurbelwelleneinziehwerkzeug fertig. Das könnte man zwar kaufen, aber ich hatte Lust drauf.

    Aber es neigt sich tatsächlich dem Ende zu und es ist noch kalt. Da die Ape nicht durch die Tür in meine beheizte Werkstatt paßt, fällt der Motortausch gerade flach.

    Also kann ich die Zeit mit edlem Gebastel überbrücken und mir viel zuviele Gedanken machen über die sinnvollste Art der Kurbelwellenlagerung und die Montage derer...lmao


    Gruß Paddy.

    Fantine Nee, ist im Prinzip alles wie gewohnt.

    Normalerweise haben die SF-Kurbelwellen ja auf der Primärseite einen Schiebesitz auf der Kurbelwelle zum Innenring des Lagers.

    Die Fabbri hat an der Stelle keinen 17er Sitz, sondern einen 20er Sitz. Und nicht Untermaß, sondern ein halbes Hundertstel Übermaß.

    Genau gleich wie auf der Limaseite. In dem Zustand müßte man die Fabbri quasi auf beiden Seiten einziehen.

    Mit dem Aufhonen des Primärseitigen Lagers habe ich jetzt mal den gewohnten Zustand hergestellt. Kurbelwelle hat Schiebesitz im Kugellager auf der Primärseite und wird durch das festgeschraubte Ritzel gesichert.

    Das Zündungsseitige Lager habe ich auch mal aufgehont, aber nur das Ausschußlager. EInfach mal zum Testen meiner Hinvorrichtung.

    Ich bin momentan noch am Überlegen, ob ich das Zündungsseitige Lager ebenfalls aufhone und dort einen Schiebesitz auf der Losalagerseite realisiere (habe ich bisher bei meinen Vespas so gemacht), oder ob ich die Kurbelwelle mit einziehe Zündungsseitig.

    Es gibt für beides ein Für und ein Wider...

    Meine Kurbelwelle sieht ganz normal aus. Ich konnte jetzt beide Lager aufstecken, Limaseitig das Ausschußlager, Primärseitig das finale Lager mit dem Polyamidkäfig:

    Man sieht jetzt auch das um 2 Millimeter schmälere Lager auf der Polradseite. Das neue Lager für die Polradseite ist heute von SC gekommen, diesmal ohne Schleifspuren:

    Ob ich das jetzt aushone oder ich die Kurbelwelle einziehe, weiß ich noch nicht. Es bleibt erstmal so. Ich hoffe, es ist jetzt etwas verständlicher.


    Am Samstag habe ich ja probe montiert. Männer, ich habe keine Ahnung, wie ich meinen aktuell verbauten Ape-Motor damals zusammengebaut habe, ohne Amok zu laufen....

    Ich hatte keinen Montageständer, keine Lagerdummys, weniger Hilfsmittel und der Motor lag ständig auf irgendwelchen Holzklötzen rum.

    Jetzt alles bella mit meinem Montageständer. Dachte ich.

    Ihr müßt wissen, zu Beginn hatte die Ape eine kurze Hauptwelle wie eine Vespa und auch ein Kugellager im Gehäuse an der Stelle, wo das Differential sitzt, bzw. bei einer Vespa die Bremsankerplatte.

    Diese Hauptwelle wurde dann mit einer kurzen Welle verlängert, damit die Kraft ins Differential übertragen wird.

    Bei den moderneren Api ist die Hauptwelle am Stück (hab ich euch ja schon abgelichtet). Nur daß das zweite Lager der Hauptwelle neben der Nadelhülse in der kleinen Hälfte ein vollnadeliges Lager im Diffgehäuse ist.

    Heißt, bei der Montage des Motors fädelst du die Schaltwelle in die Schaltklaue und dann hängt die Hauptwelle in einem großen Loch schräg drin:

    Da wirst du wahnsinnig, weil die Hauptwelle überhaupt keine Ausrichtung hat. Die hängt halt da und stößt überall an. Da reichen irgendwie zwei Hände nicht...

    Ich habe mich dann an meinen ETS-Conversion-Lagerdummy mit 25x47x12 erinnert, der ohne die DRT-Kurbelwelle ja obsolet ist, und den dann eingesetzt. Damit ging es dann, nur kriegst du den Dummy nicht mehr aus dem Loch, wenn die kleine Hälfte montiert ist.

    Deshalb habe ich mir heute eine Mischung aus Lagerdummy und Montagehilfe gemacht:

    Außen 47, innen 25 und hinreichend lang, daß ich ihn gezogen kriege, wenn die Motorhälften zusammen sind und es an die Montage des Differentials geht.

    So sieht es dann aus:

    Mit Hauptwelle:

    An dem Einstich und dem Rändel dann bequem zu entfernen und durch seine Länge eine schöne Führung der Hauptwelle, solange die kleine Hälfte noch nicht montiert ist. Und man kann noch bequem an der Hauptwelle drehen, damit die Räder ineinander greifen.

    Ich werde echt alt, das sind so Details, die wußte ich überhaupt nicht mehr. Vermutlich habe ich damals ohne Ende geflucht...

    Schon alles etwas speziell im Vergleich zu einem normalen Vespa-Motor...

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,

    danke für die Rückmeldung!

    So, die Fabbri hat halt auf der Kulu-Seite keinen Schiebesitz. Zuerst wollte ich sie mit etwas Leinwand auf der Maschine bearbeiten, aber dann fiel mir der Preis wieder ein...^^

    Dann habe ich gedacht, warum eigentlich nicht das deutlich günstigere Gegenstück anpassen?

    Also eine Vorrichtung gemacht. Außen wird das Lager über den Außenring fixiert, der Innenring wird über O-Ringe gehalten und mit einem ebenfalls auf 47 ausgedrehtem Deckel kann ich das spannen.

    Dann etwas Meßwerkzeug gerichtet und gehont:

    Die Vorrichtung ist so ausgedreht, daß das Lager mit ihr zur Probe gesteckt werden kann:

    Das war jetzt ein altes Lager zur Probe. Ich habe auch mein neues Ausschußlager ausgehont, das eigenlich auf die Limaseite soll. Das 12er.

    Das wurde zwar irgendwann vorm Verpacken "electronically tested", aber irgendwie gingen die tiefen Schleifspuren da durchs Netz...lmao

    SC ist da ja völlig unkompliziert. Da machst du ein Bild und schickst es denen per Mail, dann entschuldigen die sich vielmals und stecken sofort ein Neues in den Briefumschlag ohne Umschweife. Finde ich top.

    Wobei ich das neue wohl eher nicht honen werde, sondern tatsächlich einziehen, wie vorgesehen. Der Motor wird ja hoffentlich etwas kräftiger wie meine anderen und da ist es vielleicht besser, wenn das kein Schiebesitz wird Richtung Polrad. Vor allem bei dem schmäleren Lager.

    Ich mach mir wohl ein Einzugswerkzeug.

    Morgen hone ich dann das neue Kulu-seitige Lager auf Schiebesitz und dann kommt die Vorrichtung zu den ganzen anderen. 17er Durchmesser kann ich auch damit machen, habe den O-Ringdurchmesser extra so ausgewählt.

    Durch die O-Ringe bleibt der Dreck weg von den Kugeln und kann einfach mit Bremsenreiniger ausgespült werden.

    Das Kulu-seitige Lager habe ich aus Versehen mit Polyamidkäfig gekauft. Ich denke mal, das sollte kein Problem sein.

    Bei der Probemontage am Samstag habe ich noch gemerkt, daß die Schaltwelle unten einen ziemlich rauen Sitz hat, den habe ich noch etwas abgezogen:

    Im Apeforum hatte einer Probleme mit dem Lösen einer ausgenudelten Kupplung. Durch das Differential kann man keinen Schlagschrauber ansetzen. Er hat es dann so gelöst, daß er den Sicherungsring runtergedengelt hat, damit die Kupplung auseinander springt.

    Das war dann für mich der Weckruf.

    Deshalb habe ich mir mein ein Haltewerkzeug gekauft und so modifiziert, daß es auch in den Motor paßt und mit den inneren Klauen den Kupplungskorb halten kann.

    Wegen dem Ölleitblech brauchte es eine Fase und zwei äußere Lappen mußten weg, weil die sonst an den Bolzenköpfen für das Differential angestanden hätten:

    Fase:

    Lappen weg:

    Ergebnis:

    Jetzt paßt es sowohl für Primär, als auch für Kupplungskorb:

    Es werden immer mehr Vorrichtungen und Spezialwerkzeuge...Ich muß den ganzen Scheiß endlich mal sauber zusammenfassen und ordentlich verstauen. Momentan liegt in und an jeder Ecke etwas, zuhause und im Geschäft...


    Gruß Paddy.

    Meine Tochter macht jetzt den AM-Führerschein.

    Theoretisch könnte sie ja dann mit meiner Automatik fahren, aber ich tendiere dazu, eine alte moderne Wespe zu kaufen (ET, LX).

    Die modernen sind einfach zuverlässig, wenn sie gut durchgecheckt sind. Ich würde meine PK-Automatik nie hergeben, aber es ist halt so eine Sache.

    Wenn alles paßt, so zuverlässig wie eine andere alte Vespa. Wenn mal was ist, wird es halt spannend....

    Gruß Paddy.

    JayKuDo Ja klar...

    Nicht viel passiert. Habe gestern noch eine kleine Aufnahme gemacht, damit ich den vor 5 Jahren gelaserten Krümmerflansch, der die Verbindung zum Sito geben wird, ebenfalls auf die 32 ausdrehen kann und kurz auf der Diskus überschliffen:

    Wenn der Krümmer fertig ist, müssen ja die Dichtflächen nochmal abgezogen werden, weil das sicher nicht eben bleiben wird nach dem Schweißen. Aber so sieht es besser aus. Spielerei halt...

    Ja, und dann habe ich gerade mal die Hauptwelle zerlegt und die DRT-Klaue montiert. Witzigerweise habe ich mit den der DRT beigelegten Scheiben ein strenges Zehntel Luft. Das werde ich so lassen und muß jetzt nicht dickere Seegerringe auf Maß schleifen.

    Das Ape-Getriebe ist sehr gut erhalten, die Kanten sind praktisch nur etwas glänzend. Das geht ins Lager, es gibt ja noch den aktuellen Motor mit Ape-Getriebe und wer weiß, was ich mit dem nochmal mache. Ersatzteile hat es ja. Es blieb ja noch eine nagelneue Schaltklaue ebenfalls übrig, die beim PK-Getriebesatz dabei war.

    So, darf ich vorstellen, eine Ape-Hauptwelle mit einem nagelneuen PK-Getriebe plus nagelneuer Nebenwelle und nagelneuer DRT-Schaltklaue:

    Prinzipiell jetzt für euch wahrscheinlich nix außergewöhnliches, aber für mich ist es schon etwas besonderes.

    Ich habe abendelang mit dem Ape-Getrieberechner alle möglichen Szenarien durchgespielt, teils mit viel Spekulation bzw. versuchter Extrapolation des aktuellen Setups.

    So kam dann letztlich diese Kombi gepaart mit der 2.34er Primär heraus. Und letztlich wäre ja dann auch die Weiterverwendung des Ape-Getriebes nicht so einfach geworden gepaart mit der 53/105er Fabbri. Irgendwie wäre es gegangen, indem ich nur einen Teil im Getriebe aufgedoppelt hätte, aber ich glaube, die Entscheidung war jetzt letztlich kein Fehler.

    Ob das dann bis ins Detail sinnhaft war, werden wir sehen. Ich rechne mal damit, mit DRT-Ritzeln noch etwas zu spielen.

    Morgen bin ich vormittags mit der Tochter unterwegs, wenn ich noch Lust habe, stecke ich den kompletten Motor mal zusammen und prüfe auf Kollisionen.

    Und ggf. montiere ich mal den Zylinder inklusive Dichtungen und messe dann am Sonntag mal die Quetschzone.

    Dann kann ich die Kupfer-Kopfdichtung auf Endmaß schleifen und dann wäre der Motor glaube ich dann weitestgehend montagefertig, wenn ich nix vergessen habe. Aber das werde ich dann schon merken. Es eilt ja nicht...

    Die Bohrung, wo das Messingröhrchen als Ablauf im Einlaß war, möchte ich noch von außen zugießen, aber das ist mehr so Kür. Von innen ist es ja mit Alu abgestopft und bereits bearbeitet.


    Gruß Paddy.

    Wird gemacht, Fantine ...:)

    So Männer,

    das war heute eigentlich komplett bescheuert, aber es hat Spaß gemacht.

    Der Lasermensch meines Vertrauens tut mir immer gerne mal einen Gefallen, aber ich nehme das nur in Anspruch, wenn es wirklich nicht anders geht. Schließlich muß seine Maschine laufen und Geld verdienen und nicht für Paddy Krümmerflansche schneiden.

    Meine CAD-Daten wären ja fertig gewesen und mit Aufbereitung und Rüsten wären das vermutlich kaum mehr als 15 Minuten gewesen, aber ich habe es dann selber gemacht, zweieinhalb Stunden.

    Und ohne Witz, zwei Drehbänke und zwei Fräsmaschinen versaut und wieder putzen müssen...lmao

    Also, erst ein Stück 10er Flachmaterial runter gesägt, seitlich und die Flächen gefräst und auf der Fräsmaschine erst die Langlöcher, dann die 30er Bohrung gesetzt und auf 32 gespindelt:

    Dann einen Dorn gedreht auf der großen Drehbank und dann auf der Kleinen in der Spannzange außen auf 78 überdreht:

    Dann auf dem Teilapparat die 30 Grad viermal gefräst und dann den 25er Radius gekurbelt:

    Komplett krank. Die Fräsmaschine mit dem Teilapparat war dann die vierte Maschine (die Materialsäge nicht mitgezählt). Die habe ich dreckig verlassen und muß sie morgen putzen.

    Ich habe dann noch am Bandschleifer das Ding etwas verrundet und im Anschluß entgratet.

    Das Bohrbild ist etwas verschoben, deshalb die Langlöcher Durchmesser 9, 2mm lang:

    Ausgerichtet fluchtet der Innendurchmesser wunderschön mit dem 32er Auslaß:

    Blöd nur, daß da jetzt das Krümmerrohr reinkommt und das Ganze dann wieder etwas verjüngt...lmao

    Egal, der Flansch paßt sehr schön und ist die Basis für meinen angepaßten Krümmer.

    Im Prinzip hätte ich den angeschweißten Flansch von dem BGM-Krümmer auch mit etwas Feilen passend bekommen, aber das hätte dann die Schnittstelle zum Sito nicht getroffen.

    Dann wäre das Geschnippel und Gebiege losgegangen. So muß ich nur den Krümmer von seinem Flansch befreien, das Rohr hoffentlich nur passen absägen und die beiden Flansche verschweißen.

    Hoffentlich, aber wir werden sehen.

    Heute kam noch SIP mit der Schaltklaue:

    Jetzt kann ich die Hauptwelle mit dem neuen PK-Getriebe bestücken und ausdistanzieren.

    Ich hatte so eine Idee, diese knackige Schaltklaue nicht mit der mitgelieferten stärkeren Feder zu verwenden, sondern mit der etwas weicheren Originalen.

    Dazu habe ich vor ein paar Tagen den Vespaschrauber meines Vertrauen ( Volker PKXL2 ) um seine Meinung gebeten und er meinte auch, daß das nicht völlig verkehrt wäre. Danke nochmal, Volker.

    Ich will die Schaltung zwar etwas präziser und besser rastend, aber nicht ganz so hart. Mit der Kombi nehme ich die knackigere Geometrie der DRT mit, bring die Schaltkräfte aber nicht ganz so hoch. Ich denke, das wird ein ganz guter Kompromiß.

    Ja, jetzt mal sehen, ob ich morgen die Hauptwelle fertig mache. Ich kann morgen abend nicht so lange bleiben und für meine spezielle Ausdistanziermethode brauche ich ja die Diskusschleifmaschine im Geschäft. Wenn nicht, dann halt wann anders.

    Gruß Paddy.

    Ich konnte es nicht lassen, mal kurz anprobiert:

    Sieht schon etwas peinlich aus mit dem Felgensilber...lmao

    Aber was viel wichtiger ist, paßt das mit dem Anlasserkranz:

    Ja, es paßt. Aber das Polrad kommt mit der Fabbri um ca. 0,5 mm weiter draußen zum Liegen.

    Mit der alten Schlampenkurbelwelle war das Ritzel fast mittig. Aber das reicht...

    Dafür gibt es zum Polini entsprechend auch 0,5 mm mehr Platz:

    Was jetzt da drin steckt, ist der alte originale Anlasser von der XL2 meines Schwagers, er hat einen neuen aus dem Zubehör bekommen. Kann sein, daß ich einen neuen kaufen werde. Nach über 30 Jahren...

    Bei der Ape ist es halt so eine Sache. Wenn da der Anlasser zickt, hast du ein Problem... Anschieben alleine geht praktisch nur im Rückwärstgang mit einem Bein nach hinten abstoßen. Und glaubt mir, Spaß ist anders...

    Und den alten restaurieren volles Programm mit Lager, Kohlen, Freilauf, Wendel...Naja.

    Wahrscheinlich lege ich den auf Lager zu dem anderen alten Originalen von der Ape. Die hat, als sie 21 war, auch einen Neuen bekommen...

    Ist wie mit der ZGP. Jetzt wo fast alles neu ist und in dem Motor doch recht viel Arbeit steckt, tu ich mich da etwas schwer...

    Mal sehen. Morgen fräse ich vielleicht den Krümmerflansch. Im CAD ist er fertig.

    Gruß Paddy.