SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Fantine Ja, ich schiebe die Kurbelwelle um 2 Zehntel Richtung Polrad, aber die kleine Hälfte hatte ich ja noch mal an einem Sonntag am Boden etwas ausgespindelt. Da hatte ich jetzt keine Angst, daß es eng wird.

    So, das Ganze war dann jetzt dann doch etwas nerviger als gedacht. Zuerst habe ich im Netz nach den Dimensionen einer 47er Ausgleichsscheibe gesucht. Nachdem die dann innen 37 sind und meine vorliegenden Scheiben innen 38 hatten, dachte ich mir, ich spare mir das Ausdrehen der Scheibe.

    Ich habe die große Hälfte wieder durchgegrillt, das Lager rausgeholt und eine Scheibe reingeworfen. Hälfte wieder in den Ofen, das Lager kurz mit Druckluft gekühlt und dann in den Sitz gesteckt. Geht nicht ganz runter...:-4

    Lager und Scheibe wieder raus, Hälfte abgekühlt und mit Dummy montiert:

    Dummy und Scheibe raus und das gemacht, was ich vorher hätte tun sollen. Genau hinschauen:-1....Piaggio hat an der Stelle, die ja ohnehin nur so eine dreiviertels Schulter hat, sinnigerweise wegen der Kerbwirkung mit einem Radius ausgespindelt. Dank des Radius' ging natürlich die Scheibe, die außen 46,85 hat, nicht bis auf den Grund...

    Also eine alte Vorrichtung umgearbeitet, einen Deckel gedreht und 4 Scheiben außen schrittweise überdreht, bis das gepaßt hat. Es waren zum Schluß außen glaube 45,8 oder so:

    Mit Dummy geprüft und es hat dann gepaßt:

    Große Hälfte wieder gegrillt und Scheibe plus Lager rein, Lager und Scheibe gingen auf Anschlag:

    Spannender Augenblick, Endmaß 1,7 ging nicht in die Nut, 1,6 hatte Spiel.

    Dann den 1,7er Seegerring auf der Diskus auf beiden Seiten etwas über gehobelt auf in Summe 1,65:

    Dann ging der Ring gerade so rein. Axialspiel hat das Primärlager jetzt quasi keines mehr. Finde ich gut.

    Mit dem Dummy auf der Limaseite hat es mit der 0,25er Auskesselung zur Kurbelwelle mit etwas Axialspiel der Kurbelwelle gepaßt, die plane Seite des Dummys zur Kurbelwelle hat die Kurbelwelle dann gebremst.

    Dann wollte ich es genau wissen, wie es mit einem Lager ist. Ich hatte ja noch das 12er Ausschußlager, bei dem ich den Innenring ausgehont hatte zum Schiebesitz.

    Das habe ich dann am Außenring auf der Drehbank abgezogen, bis dort ebenfalls ein Schiebesitz war. Damit konnte ich dann die finale Lagerung mit Lagern durch simulieren komplett über Schiebesitze.

    Mit dem Digitalhöhenreißer habe ich dann gemessen, verbeibendes Axialspiel der Kurbelwelle zwischen den Lagerschultern 0,15 mm.

    Dann war ich zufrieden, mit der Dichtung kommen ja noch 4 Zehntel dazu, also ausreichend Luft. Ich habe keinen blassen Schimmer, was an der Stelle in einem originalen und unversehrten Gehäuse normal ist an Axialluft.

    Weil der Lagersitz auf der Limaseite nicht mehr soviel Überdeckung hat, habe ich dann die Hälfte auf 90 Grad gebracht und den Außenring mit etwas Schraubensicherung blau benetzt und gefügt. Das sollte jetzt einigermaßen sicher sein und mit Wärme trotzdem wieder demontierbar.

    Tja, das war das letzte Lager, der Motor ist bereit für die Montage. Ein schönes Bild, finde ich. Das neue 12er Lager und der restaurierte Wedisitz:

    Schöner Schluß zu der endlosen Geschichte mit dieser Kurbelwelle. Da war jetzt ja alles dabei. Ewig warten auf die nicht lieferbare DRT-Welle mit 53/105. Hoffen auf die von SIP zu Ende Dezember versprochene SIP-Alternativwelle mit 53/105.

    Dann entnervtes Ausweichen auf eine der drei nur in Italien zu kriegenden Alternativen und mit der dann so ziemlich jede auch nur denkbare Anpassung dafür am Gehäuse vornehmen müssen.

    Egal, jetzt paßt alles und ich freu mich wie ein kleines Kind. Eine 51/97 kann jeder in einen Ape-Motor verbauen, diese Fabbri hat mir jetzt schon einiges an Geduld abverlangt...

    Chris hat ziemlich am Anfang mal geschrieben "...die Kurbelwelle bleibt ein feuchter Traum...".

    Ätsch..:P...Von wegen, ich habe eine und sie ist einbaufertig! klatschen-)

    Jetzt mal kucken, vielleicht kann ich den Motor dann am Wochenende in aller Ruhe zu machen und dann endlich die Kopfdichtung ausmessen und auf finale Dicke schleifen.

    Viele Grüße,


    Paddy.

    Automaticadett Danke für die Tips! Dann werde ich das mal so beherzigen.


    Tja, heute habe ich die Welle nochmal zur Kontrolle vom lieben Kollegen im Meßraum gegenmessen lassen. Wenn es dann mal in den Mikrometerbereich geht, ist es kein Fehler, jemand hinzu zu ziehen, der das jeden Tag macht und etwas weniger grobmotorisch ist.

    Welle hat die 5 Mikrometer plus wie ich ebenfalls gemessen habe. Dann hat er mir noch ein etwas idiotensichereres Innenmeßgerät zusammen gesteckt und auf 20 genullt. Lager hat 5 minus.

    Ergo muß für den Übergangssitz der Innenring ebenfalls auf 5 plus, also in Summe ein Hundertstel größer. Da war es ganz gut, daß ich schon etwas geübt habe, wieviel man zustellen darf. Nach dem 3. Zustellen hatte ich es:

    Dann habe ich mal die beiden Hälften bei 95 Grad in den Ofen und alle Lager gesetzt bis auf das limaseitige 20x47x12.

    Dann die Fabbri in das Primärlager gesteckt zur Probe und es kratzt natürlich ganz leicht....Klar...:-4

    Hab dann mal die Drehschieberseite etwas angemalt und man sieht es an der Rippe:

    Wenn man genau hinsieht (wahrscheinlich auf dem Bild kaum zu erkennen), auf dem Grund der umlaufenden Nut hat es teilweise rote Spuren:

    Innerhalb der Rippe ist nix an der Wange. Fabbri hat da zugunsten des etwas breiteren Drehschiebers die Toleranzen voll ausgereizt. Das Lager hat ja so 5 Hundertstel weniger als 14 und die Lagerluft kommt noch dazu, mein Dummy hat genau 14.00. Das reicht halt...Mit Dummy hat es nicht gekratzt...

    Naja, dann mal in der Scheibenkiste gewühlt und eine kleine Scheibe mit 0,2 gefunden, die ich zum Testen auf den Innenring legen konnte:

    Die war innen 21 oder so, aber damit zwischen Innenring und Anlageschulter der Fabbri lief die Welle frei. Dann weiter gekramt und es hat tatsächlich Ausgleichsscheiben mit 46,9 für den Außenring, weil es natürlich sinnvoller ist, am Außenring zu unterlegen:

    Ich habe dann mal den neuen Seegerring wieder rausgemacht und gemessen, der hat so 1,7:

    Wenn ich das Lager nun nochmal rausmache und den Außenring unterlege, wird es knapp werden, daß der Seeger wieder einrastet. Hab mal ein 1,9er Endmaß reingehalten, was ja dann so das Theoretische Maß wäre (Seeger plus Ausgleichsscheibe mit 0,2), das ging gerade so in die Nut:

    Also theoretisch würde der Ring noch einschnappen mit zwei Zehntel unter dem Außenring, aber das glaube ich nicht. Ich grill morgen nochmal das Gehäuse, entferne das Lager wieder, lege die Ausgleichsscheibe rein und mache das Lager wieder rein.

    Ich gehe dann davon aus, daß ich den Seegerring auf der Diskus um 5 Hundertstel dünner schleifen muß, dann sollte es passen.

    Dann sehen wir weiter, ob das dann limaseitig noch paßt. Mein Dummy für das 12er Lager auf der Limaseite ist ja auf einer Seite eben, auf der anderen Seite ist er um 0,25 ausgekesselt. Die Gehäusedichtung ist 0,4mm.

    Damit sollte ich dann eine Vorstellung kriegen, ob es paßt.

    Schon lustig, was bei dem Motor so alles angepaßt werden muß...Ich bin schon gespannt. Die Ausgleichsscheibe werde ich wohl etwas ausdrehen müssen, deren Innendruchmesser könnte 1-2 mm im Durchmesser kleiner sein. Die Kugeln werden zwar nicht verdeckt, aber es reicht ja, wenn die Scheibe den Innendurchmesser des Außenrings hat.

    Bis morgen,

    Gruß Paddy.

    Danke Kollegen!

    Es geht ja so langsam in Richtung "Schließen des Gehäuses".

    Ich habe heute mal die ganzen Dummys rausgemacht, den einen etwas zu tief eingeschraubten Stehbolzen rausgemacht und mit Schraubensicherung neu positioniert und mal die Dichtflächen etwas gerichtet.

    Also der Typ, von dem Fantine diesen Motor gekriegt hat, der ist/war glaube ich in der Forstwirtschaft tätig und hat für das Spalten des Motors auf berufstypische Hilfsmittel zurück gegriffen....

    Den raus gebrochenen Wedi-Sitz auf der Zündungsseite kennt ihr ja schon. Was auch immer er da gemacht hat, um das zu bewerkstelligen.

    Vor den ersten Spaltversuchen hat er von den, keine Ahnung, 13 Schrauben oder so nur etwas mehr als die Hälfte entdeckt und dann mal mit Beil und Spaltkeil gestartet...

    Ich habe heute mal die beiden Hälften mit zwei verschiedenen 3-Kant-Ölsteinen und etwas 800er Papier auf der Richtplatte versucht, das Schlimmste auszubügeln. Anbei mal ein paar Impressionen, sofern man es auf den Bildern erkennt, wohl gemerkt nach dem Egalisieren:

    Besser kriege ich das nicht hin. Erst dachte ich, ich benutze wie bei der XL2 so einen chicen Dichtungssatz von BGM mit eingelassener Silikonschnur beidseitig, aber das würde glaube ich nicht reichen.

    Ich werde eine normale Papierdichtung nutzen und beidseitig Dichtmasse verwenden. Wenn ich bei den Flächen auf Dichtmasse verzichten würde, könnte ich gleich ohne Ablaßschraube fahren oder müßte auf Fettschmierung umstellen...lmao

    Ich habe zwar schon gesehen, daß das alles etwas in Mitleidenschaft gezogen ist, so genau hatte ich mir das gar nicht angeschaut.

    Egal, jetzt hone ich nächste Woche mal das Limaseitige Lager und dann setze ich das zusammen.

    Normal hätte ich jetzt meine Dichtmasse benutzt, die schon eine Weile offen ist. Aber ich kaufe besser eine Neue für das Gehäuse hier.

    Wird schon werden.


    Gruß Paddy.

    Glaubt mir, ich hätte zuweilen gerne meine Ape im Stall.

    Aber der Stall, den ich dann letztlich zu meinem zweiten Wohnzimmer mit allen Annehmlichkeiten umgebaut hatte, war von Anfang an nur für maximal Zweiräder als Schraubobjekte konzipiert. Selbst wenn ich wöllte, wäre es bautechnisch mittlerweile schlecht realisierbar...

    Aber man soll ja niemals nie sagen....

    Aber zurück zum Thema Kurbelwelle. Ich habe etwas gegoogelt, wollte es ursprünglich komplizierter machen, habe mich dann aber für die verhältnismäßig simple Version eines Kurbelwelleneinziehwerkzeug entschieden, die man so unter dem Markennamen Egig kaufen kann.

    Natürlich wurde meines schöner und natürlich komplett aus Edelstahl und natürlich technisch besser. Bei dem käuflichen Teil (offenbar nur verzinkt, wie popelig...) baut man den Zug über eine Mutter auf. Meine Variante kann natürlich sowohl (SW 27) als auch betrieben werden.

    Dazu habe ich einen 8 mm Schwengel aus VA mit VA-Schrauben quer in die Zughülse verschieblich eingesetzt. Weiter habe ich ein feines Gewinde mit 20x1 und kann bei Bedarf die Reibung zwischen Zug- und Druckhülse minimieren mit einem Axialdrucklager, das einfach eingesetzt werden kann.

    Mit dem Lager sollte dann auch eine größere Überdeckung allein mit dem Schwengel gezogen werden können, ohne einen Schlüssel nehmen zu müssen.

    Der Gewindedorn hat wie bei dem käuflichen Werkzeug an jedem Ende eine Schlüsselweite, damit er auf das Polradgewinde geschraubt werden kann und an den Enden ist jeweils einmal M12x1,5 für 20er Konus und einmal M10 für 19er Konus.

    In Verwendung habe ich in meinem Fuhrpark ja beides:

    Chic, gell? klatschen-)


    So, jetzt muß ich mal vielleicht erklären, warum ich aus dem Lima-Lager so eine Baustelle mache.

    Mein erster Motor war der aktuell verbaute Ape-Motor vor 5 Jahren. Was macht man so, man schaut auf Youtube nach Videos, wie man so einen Motor zerlegt und wieder zusammensetzt, weicht ggf. leicht davon ab, weil man es nicht anders kann oder es einem nicht so ganz gefällt.

    Alles soweit in Ordnung, nur hat mich der Preßsitz an der Limaseite damals kolossal gestört.

    Ich bin Maschinenbauer und technisch gesehen ist das komplett daneben als Loslager, so wie Piaggio das realisiert hat. Zieht man die Welle vorher in die kleine Hälfte, gibt es beim Zusammenbau entweder Zug oder Druck auf die Kurbelwelle, je nach dem, wie weit man die KW ins Lager gezogen hat und wo das Lager liegt. In der Regel kriegt sie Zug.

    Und dieses rund eine Hundertstel Überdeckung ist halt eine Preßpassung, fertig. Technisch ist das einfach scheiße. Da gibte es die tollsten Dinger wie "Setzschlag" und so Zeug, den glaube ich Piaggio sogar selber irgendwo in einer Anleitung mal beschrieben hat. Oder es bleibt halt mit der Spannung so in der Hoffnung, das setzt sich dann irgendwie im Betrieb.

    Es ist halt kein Loslager und die Kurbelwelle ist eigentlich nichts, was man stauchen oder ziehen sollte.

    Deshalb hatte ich bei meinem selber gebastelten Automatikmotor auch eine ETS-Lagerung gemacht. Mag sein, daß das andere Nachteile hat, aber es ist ein vernünftiges Loslager.

    Bei meinen anderen Vespas habe ich durch abziehen des Limaseitigen Sitzes einen Schiebesitz verwirklicht. Auch eine klar definierte Sache.

    Ich kenne halt beruflich einige seltene Ausfälle, bei denen ein Schiebesitz eines Innenrings von einem Rillenkugellager in Mikroschritten mitgedreht und den wellenseitigen Lagersitz beschädigt hat.

    Das Problem ist halt, einen richtigen Schiebesitz, bei dem man von Hand das Lager drauf schieben kann, sind halt mind. 1 Hundertstel Luft im Durchmesser, eher 2.

    Bei den ganzen Wellen, die ich bisher verbaut habe in der Orange, Olive und in der XL2 von meinem Schwager ist das eigentlich egal. Die kosten so knapp 200 Euro oder so.

    Bei diesem Motor wollte ich eigentlich auch eine ETS-Lagerung bzw. irgendeine Zylinderrollenlagerung machen, aber der 20er Stumpf gepaart mit der Reduzierung der Lagerbreite auf 12 mm wegen der Reparaturhülse für den Wedisitz war das nicht mehr möglich ohne weiteres.

    Es gibt keine Lager mit 12 mm Breite und zylinderförmigen Wälzkörpern. Mit einem 25er Stumpf ala DRT- oder SIP-Welle hätte es da Möglichkeiten gehabt.

    Hätte der Lagersitz weiterhin 14 mm, hätte es auch Lösungen gegeben. 12 mm Breite und 20 mm Innendurchmesser gibt es einfach nix...

    So, nun bin ich wieder in dem Dilemma mit einem Rillenkugellager auf der Limaseite und einer teuren Kurbelwelle, deren Lagersitz ich nicht kaputt machen will, ich aber auch kein Lager mit 0,01 Überdeckung auf die Welle machen werde aus den beschriebenen Gründen.

    Ich habe mich nach ewig langem Überlegen nun dafür entschieden, mich an die Empfehlung von Lagerherstellern zu halten für Loslager.

    Die Empfehlen letztlich eine Übergangspassung. Dadurch sitzt der Innenring hinreichend fest und das Durchdrehen ist sehr unwahrscheinlich, aber es können auch Spannungen abgebaut werden.

    Leider kann man eine Übergangspassung nicht so ganz einfach montieren, das stockt halt doch ordentlich und bei der ganzen Montage der kleinen Hälfte mit Dichtung, einfädeln Nebenwelle und Verzahnung und so weiter dann doch etwas hinderlich.

    Also brauche ich nun doch ein Einzugswerkzeug. Und das habe ich jetzt gebastelt.

    Die Kurbelwelle hat 50 Mikrometer Übermaß, das Lager 50 Untermaß. Ich hone das neue Lager nun nächste Woche um ein Hundertstel auf und dann liege ich im Korridor der Lagerhersteller für ein haltbares Loslager. Das kriegst du dann von Hand nicht geschoben.

    Und dann nagel ich den Motor zusammen...lmao

    So, jetzt wisst ihr, warum ich um den limaseitigen Lagersitz mit einem Rillenkugellager so eine Aufriß mache. Das kommt halt raus, wenn ein Ingenieur zuviel Zeit zum Nachdenken hat...Der wird zum Bedenkenträger...lmao


    Gruß Paddy.

    :)

    Ja, Jürgen. Der Motor ist fast fertig. Es fehlt ja nicht mehr viel.

    Und es ist der erste Schaltmotor, den ich ohne selbstauferlegten Zeitdruck zusammenbaue. Da mache ich mir viel mehr Gedanken dazu, was alles sinnvolles dazu notwendig ist.

    Es macht einfach voll die Laune...klatschen-)

    Und das ganze Ape-spezifische Werkzeug kann man nicht kaufen. Da macht es umso mehr Spaß, so Zeug zu basteln...

    Morgen wird denke ich meine Kurbelwelleneinziehwerkzeug fertig. Das könnte man zwar kaufen, aber ich hatte Lust drauf.

    Aber es neigt sich tatsächlich dem Ende zu und es ist noch kalt. Da die Ape nicht durch die Tür in meine beheizte Werkstatt paßt, fällt der Motortausch gerade flach.

    Also kann ich die Zeit mit edlem Gebastel überbrücken und mir viel zuviele Gedanken machen über die sinnvollste Art der Kurbelwellenlagerung und die Montage derer...lmao


    Gruß Paddy.

    Fantine Nee, ist im Prinzip alles wie gewohnt.

    Normalerweise haben die SF-Kurbelwellen ja auf der Primärseite einen Schiebesitz auf der Kurbelwelle zum Innenring des Lagers.

    Die Fabbri hat an der Stelle keinen 17er Sitz, sondern einen 20er Sitz. Und nicht Untermaß, sondern ein halbes Hundertstel Übermaß.

    Genau gleich wie auf der Limaseite. In dem Zustand müßte man die Fabbri quasi auf beiden Seiten einziehen.

    Mit dem Aufhonen des Primärseitigen Lagers habe ich jetzt mal den gewohnten Zustand hergestellt. Kurbelwelle hat Schiebesitz im Kugellager auf der Primärseite und wird durch das festgeschraubte Ritzel gesichert.

    Das Zündungsseitige Lager habe ich auch mal aufgehont, aber nur das Ausschußlager. EInfach mal zum Testen meiner Hinvorrichtung.

    Ich bin momentan noch am Überlegen, ob ich das Zündungsseitige Lager ebenfalls aufhone und dort einen Schiebesitz auf der Losalagerseite realisiere (habe ich bisher bei meinen Vespas so gemacht), oder ob ich die Kurbelwelle mit einziehe Zündungsseitig.

    Es gibt für beides ein Für und ein Wider...

    Meine Kurbelwelle sieht ganz normal aus. Ich konnte jetzt beide Lager aufstecken, Limaseitig das Ausschußlager, Primärseitig das finale Lager mit dem Polyamidkäfig:

    Man sieht jetzt auch das um 2 Millimeter schmälere Lager auf der Polradseite. Das neue Lager für die Polradseite ist heute von SC gekommen, diesmal ohne Schleifspuren:

    Ob ich das jetzt aushone oder ich die Kurbelwelle einziehe, weiß ich noch nicht. Es bleibt erstmal so. Ich hoffe, es ist jetzt etwas verständlicher.


    Am Samstag habe ich ja probe montiert. Männer, ich habe keine Ahnung, wie ich meinen aktuell verbauten Ape-Motor damals zusammengebaut habe, ohne Amok zu laufen....

    Ich hatte keinen Montageständer, keine Lagerdummys, weniger Hilfsmittel und der Motor lag ständig auf irgendwelchen Holzklötzen rum.

    Jetzt alles bella mit meinem Montageständer. Dachte ich.

    Ihr müßt wissen, zu Beginn hatte die Ape eine kurze Hauptwelle wie eine Vespa und auch ein Kugellager im Gehäuse an der Stelle, wo das Differential sitzt, bzw. bei einer Vespa die Bremsankerplatte.

    Diese Hauptwelle wurde dann mit einer kurzen Welle verlängert, damit die Kraft ins Differential übertragen wird.

    Bei den moderneren Api ist die Hauptwelle am Stück (hab ich euch ja schon abgelichtet). Nur daß das zweite Lager der Hauptwelle neben der Nadelhülse in der kleinen Hälfte ein vollnadeliges Lager im Diffgehäuse ist.

    Heißt, bei der Montage des Motors fädelst du die Schaltwelle in die Schaltklaue und dann hängt die Hauptwelle in einem großen Loch schräg drin:

    Da wirst du wahnsinnig, weil die Hauptwelle überhaupt keine Ausrichtung hat. Die hängt halt da und stößt überall an. Da reichen irgendwie zwei Hände nicht...

    Ich habe mich dann an meinen ETS-Conversion-Lagerdummy mit 25x47x12 erinnert, der ohne die DRT-Kurbelwelle ja obsolet ist, und den dann eingesetzt. Damit ging es dann, nur kriegst du den Dummy nicht mehr aus dem Loch, wenn die kleine Hälfte montiert ist.

    Deshalb habe ich mir heute eine Mischung aus Lagerdummy und Montagehilfe gemacht:

    Außen 47, innen 25 und hinreichend lang, daß ich ihn gezogen kriege, wenn die Motorhälften zusammen sind und es an die Montage des Differentials geht.

    So sieht es dann aus:

    Mit Hauptwelle:

    An dem Einstich und dem Rändel dann bequem zu entfernen und durch seine Länge eine schöne Führung der Hauptwelle, solange die kleine Hälfte noch nicht montiert ist. Und man kann noch bequem an der Hauptwelle drehen, damit die Räder ineinander greifen.

    Ich werde echt alt, das sind so Details, die wußte ich überhaupt nicht mehr. Vermutlich habe ich damals ohne Ende geflucht...

    Schon alles etwas speziell im Vergleich zu einem normalen Vespa-Motor...

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,

    danke für die Rückmeldung!

    So, die Fabbri hat halt auf der Kulu-Seite keinen Schiebesitz. Zuerst wollte ich sie mit etwas Leinwand auf der Maschine bearbeiten, aber dann fiel mir der Preis wieder ein...^^

    Dann habe ich gedacht, warum eigentlich nicht das deutlich günstigere Gegenstück anpassen?

    Also eine Vorrichtung gemacht. Außen wird das Lager über den Außenring fixiert, der Innenring wird über O-Ringe gehalten und mit einem ebenfalls auf 47 ausgedrehtem Deckel kann ich das spannen.

    Dann etwas Meßwerkzeug gerichtet und gehont:

    Die Vorrichtung ist so ausgedreht, daß das Lager mit ihr zur Probe gesteckt werden kann:

    Das war jetzt ein altes Lager zur Probe. Ich habe auch mein neues Ausschußlager ausgehont, das eigenlich auf die Limaseite soll. Das 12er.

    Das wurde zwar irgendwann vorm Verpacken "electronically tested", aber irgendwie gingen die tiefen Schleifspuren da durchs Netz...lmao

    SC ist da ja völlig unkompliziert. Da machst du ein Bild und schickst es denen per Mail, dann entschuldigen die sich vielmals und stecken sofort ein Neues in den Briefumschlag ohne Umschweife. Finde ich top.

    Wobei ich das neue wohl eher nicht honen werde, sondern tatsächlich einziehen, wie vorgesehen. Der Motor wird ja hoffentlich etwas kräftiger wie meine anderen und da ist es vielleicht besser, wenn das kein Schiebesitz wird Richtung Polrad. Vor allem bei dem schmäleren Lager.

    Ich mach mir wohl ein Einzugswerkzeug.

    Morgen hone ich dann das neue Kulu-seitige Lager auf Schiebesitz und dann kommt die Vorrichtung zu den ganzen anderen. 17er Durchmesser kann ich auch damit machen, habe den O-Ringdurchmesser extra so ausgewählt.

    Durch die O-Ringe bleibt der Dreck weg von den Kugeln und kann einfach mit Bremsenreiniger ausgespült werden.

    Das Kulu-seitige Lager habe ich aus Versehen mit Polyamidkäfig gekauft. Ich denke mal, das sollte kein Problem sein.

    Bei der Probemontage am Samstag habe ich noch gemerkt, daß die Schaltwelle unten einen ziemlich rauen Sitz hat, den habe ich noch etwas abgezogen:

    Im Apeforum hatte einer Probleme mit dem Lösen einer ausgenudelten Kupplung. Durch das Differential kann man keinen Schlagschrauber ansetzen. Er hat es dann so gelöst, daß er den Sicherungsring runtergedengelt hat, damit die Kupplung auseinander springt.

    Das war dann für mich der Weckruf.

    Deshalb habe ich mir mein ein Haltewerkzeug gekauft und so modifiziert, daß es auch in den Motor paßt und mit den inneren Klauen den Kupplungskorb halten kann.

    Wegen dem Ölleitblech brauchte es eine Fase und zwei äußere Lappen mußten weg, weil die sonst an den Bolzenköpfen für das Differential angestanden hätten:

    Fase:

    Lappen weg:

    Ergebnis:

    Jetzt paßt es sowohl für Primär, als auch für Kupplungskorb:

    Es werden immer mehr Vorrichtungen und Spezialwerkzeuge...Ich muß den ganzen Scheiß endlich mal sauber zusammenfassen und ordentlich verstauen. Momentan liegt in und an jeder Ecke etwas, zuhause und im Geschäft...


    Gruß Paddy.

    Meine Tochter macht jetzt den AM-Führerschein.

    Theoretisch könnte sie ja dann mit meiner Automatik fahren, aber ich tendiere dazu, eine alte moderne Wespe zu kaufen (ET, LX).

    Die modernen sind einfach zuverlässig, wenn sie gut durchgecheckt sind. Ich würde meine PK-Automatik nie hergeben, aber es ist halt so eine Sache.

    Wenn alles paßt, so zuverlässig wie eine andere alte Vespa. Wenn mal was ist, wird es halt spannend....

    Gruß Paddy.

    JayKuDo Ja klar...

    Nicht viel passiert. Habe gestern noch eine kleine Aufnahme gemacht, damit ich den vor 5 Jahren gelaserten Krümmerflansch, der die Verbindung zum Sito geben wird, ebenfalls auf die 32 ausdrehen kann und kurz auf der Diskus überschliffen:

    Wenn der Krümmer fertig ist, müssen ja die Dichtflächen nochmal abgezogen werden, weil das sicher nicht eben bleiben wird nach dem Schweißen. Aber so sieht es besser aus. Spielerei halt...

    Ja, und dann habe ich gerade mal die Hauptwelle zerlegt und die DRT-Klaue montiert. Witzigerweise habe ich mit den der DRT beigelegten Scheiben ein strenges Zehntel Luft. Das werde ich so lassen und muß jetzt nicht dickere Seegerringe auf Maß schleifen.

    Das Ape-Getriebe ist sehr gut erhalten, die Kanten sind praktisch nur etwas glänzend. Das geht ins Lager, es gibt ja noch den aktuellen Motor mit Ape-Getriebe und wer weiß, was ich mit dem nochmal mache. Ersatzteile hat es ja. Es blieb ja noch eine nagelneue Schaltklaue ebenfalls übrig, die beim PK-Getriebesatz dabei war.

    So, darf ich vorstellen, eine Ape-Hauptwelle mit einem nagelneuen PK-Getriebe plus nagelneuer Nebenwelle und nagelneuer DRT-Schaltklaue:

    Prinzipiell jetzt für euch wahrscheinlich nix außergewöhnliches, aber für mich ist es schon etwas besonderes.

    Ich habe abendelang mit dem Ape-Getrieberechner alle möglichen Szenarien durchgespielt, teils mit viel Spekulation bzw. versuchter Extrapolation des aktuellen Setups.

    So kam dann letztlich diese Kombi gepaart mit der 2.34er Primär heraus. Und letztlich wäre ja dann auch die Weiterverwendung des Ape-Getriebes nicht so einfach geworden gepaart mit der 53/105er Fabbri. Irgendwie wäre es gegangen, indem ich nur einen Teil im Getriebe aufgedoppelt hätte, aber ich glaube, die Entscheidung war jetzt letztlich kein Fehler.

    Ob das dann bis ins Detail sinnhaft war, werden wir sehen. Ich rechne mal damit, mit DRT-Ritzeln noch etwas zu spielen.

    Morgen bin ich vormittags mit der Tochter unterwegs, wenn ich noch Lust habe, stecke ich den kompletten Motor mal zusammen und prüfe auf Kollisionen.

    Und ggf. montiere ich mal den Zylinder inklusive Dichtungen und messe dann am Sonntag mal die Quetschzone.

    Dann kann ich die Kupfer-Kopfdichtung auf Endmaß schleifen und dann wäre der Motor glaube ich dann weitestgehend montagefertig, wenn ich nix vergessen habe. Aber das werde ich dann schon merken. Es eilt ja nicht...

    Die Bohrung, wo das Messingröhrchen als Ablauf im Einlaß war, möchte ich noch von außen zugießen, aber das ist mehr so Kür. Von innen ist es ja mit Alu abgestopft und bereits bearbeitet.


    Gruß Paddy.

    Wird gemacht, Fantine ...:)

    So Männer,

    das war heute eigentlich komplett bescheuert, aber es hat Spaß gemacht.

    Der Lasermensch meines Vertrauens tut mir immer gerne mal einen Gefallen, aber ich nehme das nur in Anspruch, wenn es wirklich nicht anders geht. Schließlich muß seine Maschine laufen und Geld verdienen und nicht für Paddy Krümmerflansche schneiden.

    Meine CAD-Daten wären ja fertig gewesen und mit Aufbereitung und Rüsten wären das vermutlich kaum mehr als 15 Minuten gewesen, aber ich habe es dann selber gemacht, zweieinhalb Stunden.

    Und ohne Witz, zwei Drehbänke und zwei Fräsmaschinen versaut und wieder putzen müssen...lmao

    Also, erst ein Stück 10er Flachmaterial runter gesägt, seitlich und die Flächen gefräst und auf der Fräsmaschine erst die Langlöcher, dann die 30er Bohrung gesetzt und auf 32 gespindelt:

    Dann einen Dorn gedreht auf der großen Drehbank und dann auf der Kleinen in der Spannzange außen auf 78 überdreht:

    Dann auf dem Teilapparat die 30 Grad viermal gefräst und dann den 25er Radius gekurbelt:

    Komplett krank. Die Fräsmaschine mit dem Teilapparat war dann die vierte Maschine (die Materialsäge nicht mitgezählt). Die habe ich dreckig verlassen und muß sie morgen putzen.

    Ich habe dann noch am Bandschleifer das Ding etwas verrundet und im Anschluß entgratet.

    Das Bohrbild ist etwas verschoben, deshalb die Langlöcher Durchmesser 9, 2mm lang:

    Ausgerichtet fluchtet der Innendurchmesser wunderschön mit dem 32er Auslaß:

    Blöd nur, daß da jetzt das Krümmerrohr reinkommt und das Ganze dann wieder etwas verjüngt...lmao

    Egal, der Flansch paßt sehr schön und ist die Basis für meinen angepaßten Krümmer.

    Im Prinzip hätte ich den angeschweißten Flansch von dem BGM-Krümmer auch mit etwas Feilen passend bekommen, aber das hätte dann die Schnittstelle zum Sito nicht getroffen.

    Dann wäre das Geschnippel und Gebiege losgegangen. So muß ich nur den Krümmer von seinem Flansch befreien, das Rohr hoffentlich nur passen absägen und die beiden Flansche verschweißen.

    Hoffentlich, aber wir werden sehen.

    Heute kam noch SIP mit der Schaltklaue:

    Jetzt kann ich die Hauptwelle mit dem neuen PK-Getriebe bestücken und ausdistanzieren.

    Ich hatte so eine Idee, diese knackige Schaltklaue nicht mit der mitgelieferten stärkeren Feder zu verwenden, sondern mit der etwas weicheren Originalen.

    Dazu habe ich vor ein paar Tagen den Vespaschrauber meines Vertrauen ( Volker PKXL2 ) um seine Meinung gebeten und er meinte auch, daß das nicht völlig verkehrt wäre. Danke nochmal, Volker.

    Ich will die Schaltung zwar etwas präziser und besser rastend, aber nicht ganz so hart. Mit der Kombi nehme ich die knackigere Geometrie der DRT mit, bring die Schaltkräfte aber nicht ganz so hoch. Ich denke, das wird ein ganz guter Kompromiß.

    Ja, jetzt mal sehen, ob ich morgen die Hauptwelle fertig mache. Ich kann morgen abend nicht so lange bleiben und für meine spezielle Ausdistanziermethode brauche ich ja die Diskusschleifmaschine im Geschäft. Wenn nicht, dann halt wann anders.

    Gruß Paddy.

    Ich konnte es nicht lassen, mal kurz anprobiert:

    Sieht schon etwas peinlich aus mit dem Felgensilber...lmao

    Aber was viel wichtiger ist, paßt das mit dem Anlasserkranz:

    Ja, es paßt. Aber das Polrad kommt mit der Fabbri um ca. 0,5 mm weiter draußen zum Liegen.

    Mit der alten Schlampenkurbelwelle war das Ritzel fast mittig. Aber das reicht...

    Dafür gibt es zum Polini entsprechend auch 0,5 mm mehr Platz:

    Was jetzt da drin steckt, ist der alte originale Anlasser von der XL2 meines Schwagers, er hat einen neuen aus dem Zubehör bekommen. Kann sein, daß ich einen neuen kaufen werde. Nach über 30 Jahren...

    Bei der Ape ist es halt so eine Sache. Wenn da der Anlasser zickt, hast du ein Problem... Anschieben alleine geht praktisch nur im Rückwärstgang mit einem Bein nach hinten abstoßen. Und glaubt mir, Spaß ist anders...

    Und den alten restaurieren volles Programm mit Lager, Kohlen, Freilauf, Wendel...Naja.

    Wahrscheinlich lege ich den auf Lager zu dem anderen alten Originalen von der Ape. Die hat, als sie 21 war, auch einen Neuen bekommen...

    Ist wie mit der ZGP. Jetzt wo fast alles neu ist und in dem Motor doch recht viel Arbeit steckt, tu ich mich da etwas schwer...

    Mal sehen. Morgen fräse ich vielleicht den Krümmerflansch. Im CAD ist er fertig.

    Gruß Paddy.

    Danke liebe Kollegen!

    heute hatte ich das Polrad und die ZGP dabei. Die ZGP kam ins Sprudelbad.

    Die sieht ganz ordentlich aus, besonders lange ist die glaube ich nicht im Einsatz gewesen. Momentan überlege ich noch, eine neue Cross-ZGP noch zu bestellen und die hier als Ersatz aufzuheben.

    Das wäre dann zwar Luxus pur, weil im aktuellen Motor ist ja auch eine verbaut, die ich 2020 als NOS-Teil gekauft hatte. Aber gut, was soll's. Mir gefällt es, wenn so ein Motor komplett getauscht werden kann und nicht Teile hin und her verwendet werden müssen.

    Dann habe ich das Polrad mal gestrahlt, den Zahnkranz auf seine um 2,5 mm versetzte Stelle geklebt, in den Ofen und dann nochmal gestrahlt.

    Jetzt gehöre ich zu denen, die es etwas albern finden, gestrahlte Alugußteile mit Felgensilber anzublasen, aber weil am Polrad nun auch blanke Stahlteile waren, habe ich es halt doch gemacht. Sieht auf dem Bild etwas dunkel aus, aber das Ding leuchtet komplett peinlich hellsilber...:P

    Naja, man sieht ja nicht viel davon...Das Ding ist schon ein gewaltiger Klöpper mit den langen Schaufeln. Jetzt eher nicht so das bevorzugte Polrad bei Tunern, hätte ich gesagt...lmao

    Am Umfang hat es ja für die Anpassungen an den Polini ungefähr 3 Gramm verloren...:D

    Das Polrad selber, das ich auch von Fantine habe, ist in einem sehr guten Zustand. Am Konus war halt etwas Passungsrost und weil ich gerade eine Kurbelwelle für 420 Euro gekauft habe, dachte ich, ich mach den etwas sauber.

    Ich habe ja so eine Schlampe mit Pleuel, die für alles herhalten muß (die alte Kurbelwelle, die original in der Ape drin war). Der habe ich in zwei Schritten etwas Läppaste auf den Konus geschmiert, erst 400er, dann 1000er. Dann den Konus etwas abgezogen:

    Auf dem zweiten Bild sieht man es glaube ich nicht, deshalb habe ich es etwas künstlich aufgehellt:

    Im Konus sollte man jetzt das Tragbild sehen können. Sieht nicht schlecht aus, es trägt auf einem recht großen Anteil und ist jetzt ohne Passungsrost.

    Das Paket SIP mit der DRT-Klaue war heute noch nicht da, dafür das von SC mit viel Kleinkram und den beiden Krümmern.

    Der Kleine ist wirklich zu klein und der größere wird wohl der Spender werden:

    Ich brauche halt echt nur die rechten 12 cm oder so. Nichtmal den Flansch kann ich nehmen, der muß weg und ich mache einen, der genau zum Polini paßt.

    Der einzelne, gelaserte Flansch, der da auf dem Lappen liegt, ist einer von 3, die ich 2020 mal lasern habe lassen. Der kommt an die Verbindung zum Sito.

    Wenn der Motor zusammen ist, mache ich den Auspuff mal von der Ape weg und schraube ihn an den neuen Motor, um den Krümmer anfertigen zu können. Aber das dauert noch etwas.

    Den anderen, etwas zu kleinen Krümmer schicke ich nicht zurück. Zum Basteln ist der OK und auf die 20-25 Euro kommt es nicht drauf an bei dem Projekt.

    Ich habe aufgehört zu rechnen, was der Spaß bis jetzt gekostet hat...lmao

    Wenn die Schaltklaue heute gekommen wäre, hätte ich morgen die Hauptwelle fertig machen können. Aber naja, was soll's...

    Gruß Paddy.

    Fantine Den rausgekochten Ring, der geklebt war, hatte ich ja noch tatsächlich, aber durch das Ausspindeln auf 42 war halt überhaupt nicht mehr ersichtlich für mich, wo das Ganze ablandet. Und auf Bildern der Vespas konnte ich das auch nicht wirklich erahnen.

    Aber der Hinweis von Volker PKXL2 war gold wert und es hat geklappt.

    Erstmal habe ich den Spacer auf die Vorrichtung gespannt und 3 Zehntel abgedreht. So wird das jetzt und die Steuerzeiten sind dann so, wie ich geschrieben hatte mit 8,6 in Summe.

    Irgendwann muß man sich halt festlegen. Jetzt kann ich dann mal den Zylinder montieren mit richtigem Drehmoment, eine Nacht sitzen lassen und dann dann die Quetschzone messen.

    Dann habe ich die Hülse gedreht, Bund auf 1,65 mm wie geplant, damit mit Kleber ungefähr die 1,7 mm rauskommt.

    Alles relativ genau, den Bund auf 46,95 mm und am 42er Durchmesser (der eigentlich 42,05 ist) genau auf 42,00 mm. Gerade soviel Spiel, daß es nicht frißt (Alu auf Alu ist nämlich scheiße).

    Dann mal einen 2er Bohrer durch die Sickerbohrung gesteckt und die krumme Achse angezeichnet:

    Das dann ausgerichtet und mit einem 5er Fräser runtergestochen und noch einen Freistich innen angedreht:

    Die Hülse hat jetzt 7,5 mm Länge ab Lagerschulter, also ein 3 Zehntel mehr als bei Volker.

    Im Bereich 42er Durchmesser habe ich noch zwei kleine Einstiche gemacht als Kleberinge.

    Gefügt sah das so aus:

    Dann dünn Kleber aufgetragen und mit 5 Kilo Last in den Ofen bei 80 Grad, 30 Minuten. Innen mußte ich etwas Kleber aus der Ecke holen, der rausgequollen ist und außen habe ich es gelassen. Man sieht schön, wie der Kleber durch den Klebespalt gewandert ist:

    Nach der Kleberei lag ich dann ungefähr auf dem Niveau wie mit der 1,7er Scheibe als Unterlage, einen Tick weniger. Also mit Lagerdummys im Gehäuse dann quasi auf null.

    Deshalb habe ich mir den Lagerdummy auf einer Seite um 3 Zehntel ausgekesselt, damit ich quasi die Dichtung simulieren kann, die ja 4 Zehntel hat:

    Hab dann mal das Lager genommen, das in der XL2 drin war an der Limaseite und den Höhenunterschied von Innenring und Außenring gemessen. Bei dem Lager (das natürlich schon gelaufen war) und bei zwei anderen waren da 5-8 Hunderstel und die Lager selber waren keine 14, sonder 13,95.

    Will damit sagen, axial Luft hat es nachher genug mit Lagern anstatt Dummys und mit der Gehäusedichtung.

    So, dann der spannende Moment. Mal die schöne Cross-Lima von Fantine genommen und es paßt:

    Die Lima ist übrigens serienmäßig masselos, alle Spulen in Reihe und meine Ape ist auf Cross umgestrickt und ich habe 120 W Vollwellengleichspannung und komplettes Batterie-Bordnetz.

    Hatte ich schonmal erwähnt, ich weiß, aber ich liebe diesen Umbau immer noch...klatschen-)

    Ja, dann mal mit der ausgekesselten Seite des Dummys zur Fabbri montiert, dreht sich wunderschön und endlich ist die kleine Hälfte komplett einbaufertig:

    Überhaupt bin ich jetzt glaube ich durch mit der ganzen Bastelei an den Gehäusen, sofern jetzt nichts mehr unerwartet kommt.

    Der Lima-Lagersitz kommt mir etwas gestreßt vor mit etwas wenig Dampf auf der Passung. Das neue 12er Lager werde ich wohl mit ein paar Tropfen Schraubensicherung am Außenring versehen (nicht das harte Geschütz Loctite Welle/Nabe).

    Beide Sendungen, von SC und SIP sind verschickt und dann geht es mal weiter.

    Quetschzone mache ich erst mit richtigen Lagern, nicht mit den Dummys.

    Soweit mal,

    Gruß Paddy.

    Volker PKXL2 , du bist ein Schatz, danke!

    Ich habe ja noch nicht so viele Motoren gemacht und habe das überhaupt nicht mehr im Kopf, daß das tatsächlich mehr oder weniger bündig mit dem Lager ist.

    Dann werde ich mich daran orientieren, vielleicht so 7,5 minus oder so. Ich muß das Ding in einer Aufspannung innen und außen irgendwie fertig drehen und so weit ausspannen, daß ich zur Anprobe im eingespannten Zustand die kleine Hälfte draufstecken kann irgendwie, mal sehen.

    Nach innen kommt ja dann noch meine Bundstärke von 1,7 minus Klebespalt dazu. In den Bund muß ja noch irgendwie noch eine Ausfräsung rein, damit die Sickerbohrung für das Öl weiter geführt wird.

    Ich frage mich immer, ob da wirklich soviel durchsickert...

    Wegen den ganzen Anpassungen an meinem Motorgehäuse habe ich gestern abend mal spaßeshalber im Netz so nach den ganzen Gehäusen gekuckt, die man so kaufen kann mit entsprechend anderer Geometrie für große Zylinder und Kurbelwellen, rein aus Interesse, was bei denen so anders ist als im Originalgehäuse.

    Manche haben sogar 2 Sickerbohrungen, also muß da schon was dran sein...

    Gestern abend habe ich noch einen Haufen Teile bestellt, das sollte dann nächste Woche alles kommen. Ich habe bestimmt wieder etwas vergessen...lmao


    Gruß Paddy.

    Liebe Kollegen,


    ich hätte noch eine Bitte. Falls jemand von euch gerade eine kleine Hälfte rumliegen hat und eine Schieblehre.

    Mir fehlt ein Maß, und zwar die Länge des Wedi-Sitzes von der Anlageschulter des Lagers an gemessen. Ich habe mal eine ingenieursmäßige Skizze angefertigt, worin man hoffentlich mit "x" erkennen kann, was ich meine:

    Bei mir ist das ja weg. Auf das Zehntel kommt es ja nicht an und ich kann das auch grob ins Blaue festlegen, ohne die originale Position des Wedis zu wissen, es reicht ja, wenn auf der Zündungsseite nichts kollidiert und die Dichtlippe irgendwo sinnhaft auf dem Wellenstumpf sitzt, aber wenn ich die originale Position wüßte, würde ich mich daran anlehnen.

    Vielen lieben Dank,


    Gruß Paddy.

    Ja, auf der Kupplungsseite war das bei mir immer so ein Übergangssitz...

    Ich wollte ja ursprünglich auch ein Rollenlager auf der Limaseite, aber dazu bräuchte ich tatsächlich die 14 mm Lagerbreite, was wegen der Reparaturhülse für den Wedisitz nicht geht.

    Deshalb das 12er Lager.

    So, es hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mal die Lagergasse gemessen heute morgen.

    Tatsächlich ist zwischen den Dummys, wenn ich beidseitig einen 14er einsetze, nur 45,2 mm Platz.

    Die Kurbelwelle, alt oder neu Fabbri, hat aber 45,5. Also kein Wunder, daß sich das Ganze erst drehen läßt, wenn ich den 12er Dummy mit 1,7 unterlege. Mit den resultierenden 13,7 bin ich dann auf Null.

    Ich habe keine Ahnung, was die Lagergasse im Original hat ohne Dichtung, aber so ist es jetzt halt mal bei dem Gehäuse.

    Ich denke, ich werde schon so Richtung null gehen ohne Dichtung, aber das bedeutet, meine Reparaturhülse bekommt tatsächlich inklusive Klebespalt halt nur 1,7 mm Bundhöhe.

    Das ist ja kein Problem, dann drehe ich auf 1,65 mm und dann paßt das. Axialluft ist dann die Dichtungsstärke.

    Da an der Primär das Festlager sitzt, rutscht die Fabbri halt in Richtung Polrad. Und da ist es zwischen Wange und Kurbelgehäuse axial echt eng...

    Ich habe mich dann daran erinnert, daß mein Ausdrehkopf, obwohl er glaube ich aus der Zeit der Befreiungskriege stammt, tatsächlich auch eine Plandrehfunktion hat:

    Ich habe dann das Gehäuse aufgespannt und mal wieder aufgefangen (das Auffanggerät stammt ebenfalls aus dieser Zeit...lmao)

    Dann mal in 0,05 Schritten das Kurbelgehäuse um 0,35 mm abgesetzt:

    So, jetzt ist es mir egal, was noch kommt, die Fabbri hat genug Luft. Fühlerlehre sagt so 0,6 zwischen Wange und Kurbelhaus mit dem 12er Lager und 1,7 mm unterlegt.

    Mit Dichtung wird das ja eher größer. Aber wenn der Scheiß da gestreift hätte, wenn das Ganze mal warm wird, hätte ich mich in den Arsch gebissen...


    Gruß Paddy.