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Beiträge von Scharnhorst

    Fantine Dir sei dank! Sonst hätte ich einen schnöden Nachbau-XL2-Kupplungsdeckel kaufen müssen. Und ja, die Ensat-Hülsen sind echt eleganter und für so eine Anwendung technisch besser als Helicoil.

    JayKuDo Klar, bei mir gibt es überall Bienen. Meine Tochter macht zwar gerade den AM-Führerschein schon, aber sie fährt ja seit sie 5 ist oder so in der Ape mit:

    In der Ape:

    Und die Neueste künftige Mitfahrerin gab es neulich beim Kaufland:

    Die wartet aber noch geduldig, sie kommt in die Ape, wenn der neue Motor drin werkelt...

    Die Ape ist ja von außen völlig harmlos mit Plüschbienen und komplett original auf den ersten Blick. Während viele ihre Api tiefer legen, wenn auch nur ein DR 102 verbaut ist, steht meine noch mit ihrem Sturz hinten wie der Storch mit X-Beinen im Salat....lmao

    So, heute habe ich mal nach einigen anderen Dingen endlich mal den Zylinder, den neuen ASS und den Motorträger montiert. Mir gefällt es:

    Auch der Wedi auf der Limaseite ist drin in dem reparierten Wedisitz.

    Dann habe ich mal den Auslaß mit meinem Deckel abgedichtet, das Druck-Fummel-Gerät am ASS angeschlossen und eine Zündkerze eingeschraubt.

    Da ich ja nur eine minimalste Überschneidung von Einlaß und Spülkanälen habe (ein Grad oder so), muß sich bei geöffnetem Drehschieber der Druck an den Kolbenringen vorbei erst mal in den Brennraum vorarbeiten.

    Es hat dann aber ganz langsam immer nachgelassen, wenn der Druck komplett verteilt war.

    Gefunden habe ich nur eine leichte Leckage an der Zündkerze. Das war dann der Punkt, an dem der Paddy beschlossen hat, das Ganze zu ignorieren, bevor er in Panik verfällt und den ganzen Motor mit Spülmittel einsaut.

    Nettes Experiment für mich und mit dem Equipment jetzt sicher etwas, was bestimmt auch sinnvoll ist und ich wiederholen werde, aber situativ bewerten werde.

    Die Bewertung war an dieser Stelle für mich abgeschlossen und ich erachte meinen Motor soweit mal als i.O..

    Ich bin ja jetzt an dem Punkt, daß ich von dem drehbaren Motorständer auf den anderen Ständer wechseln könnte, in dem ich das Differential montieren kann.

    Zuvor wollte ich nochmal schauen, ob es noch was zu tun gibt, was in dem etwas kleineren und handlicheren Ständer gemacht werden kann/muß.

    Also seit langem mal wieder die Haube drauf. Da muß ich noch etwas ran:

    Am ASS und am Auslaß muß noch etwas weg. Sie dürfte auch noch etwas tiefer kommen. Ich laß das Differential jetzt nochmal weg und paß die Haube noch vollends an, ggf. mach ich sie oben noch etwas warm, um sie etwas tiefer zu drücken.

    Vielleicht schweiße ich den neuen Krümmer ebenfalls noch in dem Montageständer, weil der Auspuff wird auf dem Motorträger montiert, das ist ja jetzt ebenfalls möglich.

    Die nächsten Tage soll es wärmer werden, vielleicht schraube ich mal den Auspuff weg und mache ihn sauber, daß ich die Krümmergeschichte angehen kann.

    Wir werden sehen. Langsam wächst aber auch in mir die Spannung, wie der Motor laufen wird.

    Ich berichte,


    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,

    ich hatte mir am Mittwoch noch ein Teststück gedreht, eine Seite mit 7,5 mm und eine Seite mit 7,6, die Wandstärke etwas angelehnt an das, was am Motorgehäuse so an Wandstärke ist.

    Ich wollte einfach ein Gefühl dafür kriegen, welcher Durchmesser sinnvoll ist. Meine bisherigen Ensat-Hülsen habe ich noch nie in einen Schraubdom eingedreht, wo die Wandung etwas dünn ist.

    Die 7,5er Seite schien mir OK, was ja dem Paßhülsendurchmesser entspricht, der ohnehin schon auf den ersten Millimetern im Gehäuse an den zwei entsprechenden Domen gesetzt ist.

    Das Ding schneidet sich ja etwas rein, also müssen nachher die Späne ausgeblasen werden.

    Hat dann soweit geklappt mit dem Motor auf den Kopf gestellt wegen der Späne:

    Endlich ist er drauf, der Kupplungsdeckel, alle Schrauben halten:

    Die Stehbolzen habe ich dann auch gleich gesetzt noch mit Loctite. Jetzt muß ich mal sehen, was ich noch weiter montiere am Wochenende, habe noch etwas anderes Programm.

    Im Prinzip kann ich ja das Meiste vollends anmontieren, mir fällt gerade nichts ein, wofür ich nicht alles da hätte.

    Mal sehen.

    Gruß Paddy.

    Im Südwesten nicht viel Neues...

    Der Motorhalter ist fertig. Er hat teilweise etwas Sprühnebel, weil ich manchmal kurz nach dem Ofen schon drüber geblasen habe, da war das Ding halt noch recht warm. Egal, sieht nachher keiner, Hauptsache die Bohrungen stimmen wieder.

    Die Scheiben am Diff habe ich auch noch angeblasen (Felgensilber, was sonst...lmao). Nach dem Strahlen war zwar der Rost weg, aber auch die restliche gelbe Chromatierschicht.

    Der liebe Kollege schaut mal, ob es im Labor noch irgendwo einen Gummikorken gibt, der nicht in den ASS reinfällt. Mal sehen.

    Morgen noch, dann zwei Tage frei plus Wochenende. Da werden dann hoffentlich die Ensat da sein und ich kann weiter machen.

    Gruß Paddy.

    So,

    den Motorträger habe ich in der Mittagspause gestrahlt und dann grundiert und lackiert. Trocknet die Nacht im Ofen.

    Gestern hatte ich ja noch Nachschub an M6 Ensat Gewindeeinsätze bestellt und heute abend mal dafür was gedreht, damit ich sie leichter montieren kann.

    Zuvor habe ich den Blinddeckel, dessen Bohrungen ich schon etwas länger für den größeren Bolzenabstand des Polinis gefräst hatte, in das 4-Backenfutter genommen und einen runden Einstich eingedreht. Jetzt paßt ein O-Ring rein:

    Damit kann ich den Auslaß schön einfach dicht abschließen. Jetzt fehlt nur noch ein größerer Korken für den ASS. Ich war ja zu doof, die richtige Größe zu bestellen...lmao

    Ja, jetzt wegen den Ensat-Fummels. Erstmal eine einfache Bohrbuchse für den 7,5er Bohrer. Damit kann ich dann leichter senkrecht die Gewindereste ausbohren. Wenn der Motor so kopfüber hängt und das gepaart mit der windschiefen Dichtfläche des Kupplungsdeckels, das kriegt man ohne Führung nicht gerade gebohrt:

    So sollte es gehen und gerade werden. Die Paßhülsen haben ja auch 7,5, also die ersten paar Millimeter der Bohrung auch.

    Ich habe ja schon ein paar von den Ensats verbaut und da gilt das Gleiche. Sie sollten senkrecht angesetzt werden, bis der Gang mal greift und das Ding mal die Richtung hat.

    Ich habe eine Weile überlegt und dann kam das heraus:

    Rundmaterial mit 10er Bohrung. Eine Zylinderkopfschraube mit 9,8 Durchmesser am Kopf und zwei Bundmutter mit 9er Schlüsselfläche.

    Die habe ich beide ebenfalls auf 9,8 überdreht, damit gibt es in der 10er Bohrung am Schraubenkopf und an den Muttern eine schöne Führung.

    Die untere Bundmutter habe ich auf 7,3 oder so angedreht, damit sie in die Bohrung findet.

    Jetzt kann ich eine Ensat aufschrauben und mit den beiden Muttern als Anschlag einschrauben. Mit aufgesetzter Hülse wird das ebenfalls senkrecht:

    Dann sollte das vernünftig funktionieren, senkrecht zur Dichtfläche werden und nachher sauber halten. Damit sollten die beiden kurzen und kritischen Gewinde an den Paßhülsenbohrungen Geschichte sein.

    Wenn ich das jetzt nicht richtig mache und irgendwann mal an die Kupplung ran sollte, würde ich mir in den Arsch beißen, das nicht vernünftig gerichtet zu haben...

    Bin gespannt, wie morgen der Motorträger aus dem Ofen kommt.

    Gruß Paddy.

    Nachtrag, ich habe mal nach deinen Beiträgen geschaut, weil du mir irgendwie bekannt vorgekommen bist.

    Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, war dein letzter Wunsch der Polini 130 mono. Der und der Polini 130 Racing sind Zylinder, die mehr oder weniger ohne Veränderungen auf das Motorgehäuse gesteckt werden können.

    Die Dichtfläche und die Überströmeranschlüsse sind weitestgehend an die originale Dichtfläche angelehnt. Die zeichnen sich auch durch kleinere Überströmer seitlich am Zylinder aus, was bedeutet, daß sie mit keiner Peripherie ins Gehege kommen wie Polrad, die umlaufende Dichtrippe des Polrads und ggf. einem Anlasserkranz auf dem Polrad.

    In diese Kategorie fallen einige, moderatere Langhubzylinder. Ein DR 130 z.B.. Auch ein Malossi 136 MK. Das erkennt man eigentlich recht schnell, wenn man die Überströmer und ihre Anschlüsse zum Motorgehäuse anschaut.

    Diese Machart von Zylindern ist darauf ausgelegt, daß sie einfach und unkompliziert steckbar sind.

    Dann gibt es die Kategorie von Zylindern, die etwas mehr Änderungen brauchen, ich habe es ja schon angesprochen. Da werden Änderungen am Motorgehäuse fällig.

    Die zeichnen sich dann durch ausladendere Überströmer aus, die dann mit der Peripherie kollidieren. Diese Kategorie fängt in der Regel bei 58 mm Bohrung an, gibt es aber teilweise schon mit 57er Bohrung. Nach oben geht es dann halt entsprechen weiter, bis die Bohrung langsam den Stehbolzen zu nahe kommt...lmao

    Und da gibt eben auch einen Polini 130, den EVO Alu. Deshalb habe ich so blöd gefragt.

    Zurück zu deiner Frage, falls du den Vergleich zu dem VMC 58 und dem Polini 130 mono gemeint hast, die beiden kann man eigentlich nicht vergleichen.

    Der Mono gehört zu der von mir beschriebenen "Einstiegsklasse" in die Langhubwelt, der VMC 58 gehört zu den Zylindern, die einem etwas mehr Arbeit abverlangen, die aber auch etwas mehr Erfahrung und Möglichkeiten zur Bearbeitung erfordern.

    Nicht daß ich hier der große Profi bin, sicher nicht, aber ich habe schonmal einen der einfachen Kategorie auf meine Ape gesteckt und gehe nun einfach eine Stufe weiter.

    Das ist eine Reihenfolge, die ich für sinnvoll halte. Ich denke für dich als Einsteiger wäre es auch von Vorteil, erst mal mit einem "steckbaren" der ersten Kategorie zu beginnen.

    Der Hunger nach mehr und die Fähigkeiten dazu kommen dann von alleine.

    Gruß Paddy.

    P.S.: Ich hoffe, die lieben Kollegen können meine grobe Klassifizierung der Zylinderarten so mit unterschreiben. Ggf. gerne ergänzen oder korrigieren, wenn ich was vergessen oder unterschlagen habe.

    Ich meine, im GSF haben die sich dem mal angenommen.

    Ich weiß jetzt nicht, welchen Polini 130 du meinst. Den VMC gibt es glaube ich mit 58 und 60 mm Bohrung.

    Ich hatte mir ein paar Grauguß-Klöpper mal so angeschaut im Netz und da habe ich auch ein bißchen über den gelesen.

    Ich habe mich für den Polini Evo 135 Grauguß entschieden.

    Der VMC ist jetzt nicht so komplett unterschiedlich zu dem Polini, wenn ich nicht irre. Große Überströmer (das heißt Gehäuse eventuell planen und die Rippe des Lüftungskanals einebnen oder mit längerem Pleuel und Spacer), großer Auslaß. Der Experte mag jetzt vielleicht noch Details finden, mit was die sich wirklich großartig unterscheiden, kochen tun sie alle nur mit Wasser.

    Details weiß ich nicht mehr, war letztes Jahr, als ich über den im GSF gelesen habe.

    Ist auf jeden Fall kein nur "Draufsteck-Zylinder", ein bißchen was muß schon abgeändert werden.

    Lies mal im GSF, die machen immer gerne zu allen möglichen Zylindern einen komplette Beitrag. So detailliert zerlegt wird hier im VO jetzt selten ein Zylinder.

    Falls der Evo 135 Polini eine Alternative wäre, im Polini-Shop Deutschland ist er einiges günstiger als bei den beiden Läden, die mit "S" anfangen.

    Da ist dann schon die Frage, ob 10 Euro mehr nicht ein Polini wert wären, aber das mußt du entscheiden.

    Falls du im GSF auch über den Beitrag zum Guß Evo stolperst, die anfänglichen Transportschäden sind behoben, der kommt heute mit dem Schutz um den Fuß, wie er im Beitrag etwas später erklärt wird. Also nicht erschrecken zu Beginn. Polini hat reagiert.

    Gruß Paddy.

    Hallo zusammen,

    nach dem Gewindefrust habe ich heute doch mal den Zylinder ordnungsgemäß montiert mit Drehmoment, damit ich messen kann, wieviel von meiner selber gemachten Kupferdichtung noch runter muß.

    Erstmal die beiden Dichtungen vollends angepaßt. Daß an der Standarddichtung was weg mußte, war ja klar. Habe ja die Überströmertaschen etwas angepaßt. Aber selbst die Polinidichtung mußte angepaßt werden:

    Mein Zylinderkopf liegt die ganze Zeit auf dem "Projekttisch" neben der Espressomaschine. Wenn jemand ebenfalls einen bodenlosen Siebträger hat, der kennt vielleicht die haardünnen Spritzer, die bei Kanalbildung im Puck neben raus spritzen können.

    Der Polinikopf hatte ein paar "Kaffee-Flecken"...lmao

    Keine Anhnung, ob man die winzigen Spritzer Espresso erkennen kann...

    Dann mal voll GSF-mäßig Lötzinn auf den Kolbenboden geklebt:

    Im Polini Beipackzettel steht empfohlen zwischen 1,3 und 1,4. Die Dichtung hatte ich etwas höher gelassen und ich ging davon aus, daß da noch 3 Zehntel runter müssen. Aber man muß auch mal Dusel haben:

    An meiner Kupferdichtung habe ich dann nur noch mit einem 400er die Kanten gebrochen und gut ist.

    Dann mal die restlichen Schrauben vom Kupplungsdeckel abgenommen. In der anderen Bohrung mit dem Zentrierhülsensitz ist das wirksame Gewinde 8 mm lang:

    Die Schrauben haben 25 mm Länge und das Loch ist bis zum Grund 30 mm. Wo der Deckel runter war, hat man es gesehen, das Gewinde ist komplett kaputt. Ich hatte alle nochmal nachgeschnitten zum sauber machen, dabei habe ich vielleicht das schon etwas angegriffene vollends gewürgt.

    Dann ist mir noch eingefallen, daß ich an der Olive im Lenker auch Gewindeeinsätze gesetzt habe, aber die Guten von Ensat. tatsächlich hatte ich noch eine in M6:

    Die Paßhülse hat 7,5, also reicht es, wenn ich die Bohrung mit 7,6 etwas nachsetze:

    Ich habe gerade noch ein paar bestellt, dann mache ich beide Bohrungen mit Zentriehülsensitz und dann fängt dort das Gewinde ab der Dichtfläche an wie in den restlichen 4 Löchern.

    Den Motor habe ich nach unten gedreht, die Hauptwelle muß man halt gegen verrutschen sichern, weil sie sonst aus ihrem Lager rutscht im Gehäuse:

    So oder noch etwas geneigt kann ich da gut Späne machen, da passiert nix.

    Gruß Paddy.

    So liebe Kollegen,

    gestern Abend habe ich die Hauptwelle noch kurz in die Spannzange genommen und den Wedisitz mit Schleifflies abgezogen. Die liegt ja auch schon eine Weile rum. War so ein bißchen Flugrost drauf. Jetzt ist es wieder schön blank.

    Dann habe ich heute morgen mal den Motorträger etwas gerichtet. Den hat mir damals Fantine netterweise zu dem Konvolut dazu gepackt mit dem Hinweis, daß die Löcher zum Motor etwas ausgenudelt sind und ich mal schauen kann, ob das rettbar ist:

    Der Träger war wohl mal etwas lose und es ist nicht gleich aufgefallen. Dann hat sich das etwas eingearbeitet:

    Ich habe dann mal von der Schraubenseite grob reingebrutzelt und von der anderen Seite mit einem 7er Fräser durchgebohrt, damit mal die Richtung wieder stimmt.

    Dann von der anderen Seite, die auf den Gehäusedomen aufliegt und mir wichtiger war, etwas mehr geschweißt und überfräst. Zum Spannen ist das Ding übrigens scheiße...

    Das ist die Seite, wo die Schrauben bzw. Muttern hinkommen, da reicht es so. Jetzt kann ich den Träger nächste Woche strahlen und lackieren:

    Eigentlich sollte der mit den Gehäuseschrauben gleich an den Motor, aber ich habe jetzt ohne ihn zusammen gesetzt. Dann müssen die 3 Schrauben halt nochmal raus. Auseinander fallen wird der Motor vermutlich deshalb nicht.

    Der Schreiner sagt: "Der Leim, der rausläuft, hebt nix..."...

    Ich habe mit der Dichtmasse wegen der etwas gelittenen Dichtfläche jetzt nicht gegeizt. Innen wird es auch etwas Überstand geben, aber das ist mir wurscht.

    Das Dirco HT Zeug läßt sich ja nach dem Aushärten einfach wegrubbeln.

    Dann habe ich die Kupplung nochmal zerlegt und den Korb eingesetzt, nix schleift. Also kann ich Primärritzel und Kupplung montieren. Dann habe ich erstmal blöd gekuckt und habe tatsächlich eine alte Kurbelwelle angeschaut, weil ich es nicht geblickt habe.

    Die Fabbri hat keine Nut am Gewinde:

    Ich habe dann den Lappen am Sicherungsblech etwas abgefeilt und so geformt, daß der Lappen noch etwas in die Nut vom Ritzel reinragt und danach mit Loctite das Primärritzel zusätzlich gesichert.

    Das neue Werkzeug hätte ich schon lange kaufen sollen:

    Tja, dann Kupplung rein und den Kupplungdeckel montiert. Ich hatte so schöne neue Schrauben bestellt und was passiert? Ein Gewinde ist ausgerissen:

    Linke obere Schraube. Das ist eine von zwei Bohrungen, die bei diesem Motor und Kupplungsdeckel üblicherweise mit Paßhülsen ausgestattet sind, damit der Deckel sauber fluchtet (Ölpumpenantrieb).

    Diese Hülsenlänge fehlt an der Gewindetiefe, bei der anderen hat es gehalten. Kommende Woche muß ich das Helicoil-Zeugs mitbringen und dann mache ich gleich beide Gewinde, auch das noch Intakte für eine Hülse, das ebenfalls etwas weniger Gewindelänge hat.

    In dem Motor braucht es ja diese Zentrierung nicht. Kupplungsdeckeldichtungen habe ich noch zwei.

    Naja, irgendwas ist immer. Ich kann den Motor im Ständer ja so drehen, daß die Kupplungsöffnung nach unten hängt und die Späne runter fallen, dann wird das kein Problem. Ist halt nervig.

    Aber der Motor ist jetzt zu. Ich mache das immer etwas ungern. Ständig denke ich, daß ich was vergessen habe, dann das Gepampe mit der Dichtmasse, das Gewurschtel mit der Kurbelwelle, etc.

    Mal sehen, ob ich morgen den Zylinder montiere, damit ich das finale Maß der Kopfdichtung ermitteln kann. Wenn ich Lust habe.

    Gruß Paddy.

    Ich hoffe doch auch, Nick50XL ...

    Bin ja auch schon gespannt. Letztens habe ich mir noch einen kleinen Testtank bestellt, um den Motor dann im Ständer in Betrieb nehmen zu können.

    Das will ich auf jeden Fall vor dem Einbau noch machen, nicht daß ich dann erst merke, daß der Anlasser die Kompression nicht packt.

    Es ist momentan aber noch ungemütlich kalt in der Scheune, deshalb darf der Einbau ruhig noch ein paar Tage warten...

    Gruß Paddy.

    Danke Kollegen,

    Fantine ich wollte noch ein Bild machen, unter welchem Winkel ich mit dem Dremel da rangekommen wäre, weil das Motorgehäuse des Dremels auch an der oberen Kante der Öffnung für den Kupplungsdeckel angestanden wäre.

    Leider habe ich jetzt schon den Primärkorb drin, dann ist mir wieder eingefallen, daß ich es vergessen habe.

    Ich mußte ja einen selber gemachten Werkzeughalter mit 12 mm Durchmesser schon exzentrisch ausmagern, bei dem Dremel mit seinem 4-5 cm Motordurchmesser wäre die Bearbeitung eher einem Kollateralschaden an der Lagersitzumfassung gleich gekommen an der Stelle der größten Exzentrizität.

    Zuerst habe ich einen Dorn aus Kunststoff gedreht und den Lagersitz auf ein Hundertstel Überdeckung abgezogen:

    In der Schublade habe ich einen kleinen Vollhartmetallmeißel gefunden mit 6 mm Durchmesser, geschliffen für einen Inneneinstich. Den habe ich etwas umgeschliffen, daß er als Außendrehmeißel verwendet werden kann:

    Die exzentrische Ausmagerung habe ich dann in beiden Richtungen noch etwas erweitert, weil der Meißel länger als Senker ist und ich etwas mehr Spielraum in Z haben wollte:

    Die Geschichte war dann nicht mehr ganz so knapp wie bei der Fase und ich habe dann sogar mit der Maschine gespindelt, Vorschub in Z allerdings von Hand:

    Ich habe dann die komplette Exzentrizität beseitigt, jetzt ist die Fase auch wieder komplett gleichmäßig.

    Danach mal den Lagerdummy und den Korb montiert, jetzt hat es Luft nicht nur für die Federn, sondern auch für das genietete Blech:

    Ich habe dann noch mit einer der 0,2 mm Ausgleichscheiben, die ich neulich überdreht hatte, dann noch das Spiel rausgenommen und den Seegerring kurz überschliffen, damit er spielfrei in die Nut ging:

    Und jetzt ist der Korb drin und alles bella. Ich habe den dann gleich montiert, weil das Gehäuse vom Ofen noch warm war und ich nur kurz den Innenring mit dem Fön anblasen mußte. Jetzt war der Korb auch schön zu fügen.

    So, das wäre erledigt.

    Tja, letztlich war das jetzt hoffentlich das Ende einer Kaskade von Dingen, die angepaßt werden mußten, weil ich unbedingt die 53/105er Fabbri wollte.

    Mit 53 mm Hub mußte ich das Kurbelgehäuse spindeln und vorher die Wand aufdoppeln. Deshalb ging das Apegetriebe nicht mehr und ich brauchte ein PK-Getriebe,

    Wegen dem PK-Getriebe mußte ich die sehr lange Primär wählen, damit die Gesamtübersetzung im 4. Gang noch paßt. Und zuguterletzt mußte ich wegen dieser Primär die Ungenauigkeiten aus Pontedera beseitigen und etwas Platz für einen Korb schaffen, der nie für eine Ape vorgesehen war eigentlich....

    War ja letztlich meine Entscheidung mit der 53er Welle und ich habe mir das selber eingebrockt...Aber es hat Spaß gemacht.

    Jetzt nagel ich den Motor am Samstag mal zusammen und schau mal, was da sonst noch kommt...lmao


    Gruß Paddy.

    Vielen Dank, Kollegen!

    Fantine die Primär ist eigentlich gar nicht so das Problem. Für einen Preis von 70 oder 80 Euro (ich weiß es nicht mehr genau) ist das schon in Ordnung, daß das Blech jetzt nicht auf das Zehntel genau konzentrisch genietet ist.

    Ich muß das vielleicht nochmal versuchen zu erklären. Die komplette bearbeitete zylindrische Außengeometrie des Lagersitzes, die letztlich gewährleisten soll, daß die topfförmige Geometrie des Primärkorbes nicht am Gehäuse streift, haben die Helden in Pontedera einen halben Millimeter exzentrisch zum Lagersitz bearbeitet.

    Dadurch ist die äußere Zylinderwand des Lagersitzes (letztlich seine Umfassung) außermittig zum Primärlager und somit zum Primärkorb.

    Da reicht jetzt jede kleinste Abweichung des Primärkorbes, daß er am Gehäuse streift.

    Als ich die Primär wieder demontiert hatte, habe ich die Stelle sehr gut identifizieren können, wo die Feder gestreift hat, nämlich an der Fase.

    Diese Fase habe ich mit der etwas bastlerischen Aktion jetzt erstens konzentrisch nachbearbeitet und zweites etwas vergrößert.

    Da ich aber mit meinem selber gebauten Drehwerkzeug nur die 45 Grad Geometrie entsprechend konzentrisch nachsetzen konnte, aber den kleinen zylindrischen Anteil nicht, der halt noch falsch gefertigt blieb, haben jetzt zwar die Federn genug Platz, aber das Blech am Primärkorb steht quasi am äußersten Punkt der außermittigen Geometrie am Gehäuse noch an.

    Und genau diesen letzten zylindrischen Rest der falsch bearbeiteten Geometrie muß ich nun auch noch konzentrisch zum Lagersitz nachbearbeiten.

    Dafür muß ich mir noch einen kleinen Meißel schleifen.

    Bei einer längeren Primär, bei der die Ruckdämpfungsfedern radial weiter außen sitzen, wäre der Verarbeitungsfehler aus Pontedera vermutlich kein Problem, aber bei der 2,34er Primär sitzen die Federn schon weit innen.

    Wenn ich den halben Millimeter Fehler aus Pontedera nun ebenfalls noch wegdrehe, dann ist vermutlich alles bestens. Ziemlich sicher sogar.

    Ich bin schon gespannt auf das nächste Motorgehäuse, das mir in die Finger kommt, ob da die Vögel ebenso geschlampt haben wie hier.

    SC-Päckchen ist da. Neues Primärlager und ein Satz Kupplungsdeckelschrauben. Und nachdem der Brötchengeber meiner lieben Frau partout kein Blutdruckmeßgerät entbehren kann, mußte ich halt bei SC was in den Warenkorb legen.

    Ich habe ja versprochen, den Motor abzudrücken. Mich interessiert das jetzt auch:

    Das Ding hat glaube ich 40 Euro oder so gekostet, das kann man schonmal anschaffen. Leider war der Paddy zu doof, bei der Auswahl des Korkens sich daran zu erinnern (man hätte ja auch einfach 6 Stufen runter in den Stall gehen können und messen...), wie große er den ASS tatsächlich gemacht hat:

    Der Korken verschwindet im ASS....lmao

    Das der Flansch noch etwas nachbearbeitet werden muß an den Löchern war ja klar bei dem Riesenauslaß des Polini, aber den Korken gab es auch eine Nummer größer...

    Naja, mal schauen, ob die Labormaus im Geschäft mir da einen größeren Korken ausleihen kann.

    Bin gespannt, ob das dann bei mir auch dicht ist.

    Morgen versuche ich das Gehäuse vollends zu richten und dann kann ich hoffentlich am Samstag den Motor zusammen bauen.

    Gruß Paddy.