Fantine Nee, ist im Prinzip alles wie gewohnt.
Normalerweise haben die SF-Kurbelwellen ja auf der Primärseite einen Schiebesitz auf der Kurbelwelle zum Innenring des Lagers.
Die Fabbri hat an der Stelle keinen 17er Sitz, sondern einen 20er Sitz. Und nicht Untermaß, sondern ein halbes Hundertstel Übermaß.
Genau gleich wie auf der Limaseite. In dem Zustand müßte man die Fabbri quasi auf beiden Seiten einziehen.
Mit dem Aufhonen des Primärseitigen Lagers habe ich jetzt mal den gewohnten Zustand hergestellt. Kurbelwelle hat Schiebesitz im Kugellager auf der Primärseite und wird durch das festgeschraubte Ritzel gesichert.
Das Zündungsseitige Lager habe ich auch mal aufgehont, aber nur das Ausschußlager. EInfach mal zum Testen meiner Hinvorrichtung.
Ich bin momentan noch am Überlegen, ob ich das Zündungsseitige Lager ebenfalls aufhone und dort einen Schiebesitz auf der Losalagerseite realisiere (habe ich bisher bei meinen Vespas so gemacht), oder ob ich die Kurbelwelle mit einziehe Zündungsseitig.
Es gibt für beides ein Für und ein Wider...
Meine Kurbelwelle sieht ganz normal aus. Ich konnte jetzt beide Lager aufstecken, Limaseitig das Ausschußlager, Primärseitig das finale Lager mit dem Polyamidkäfig:
Man sieht jetzt auch das um 2 Millimeter schmälere Lager auf der Polradseite. Das neue Lager für die Polradseite ist heute von SC gekommen, diesmal ohne Schleifspuren:
Ob ich das jetzt aushone oder ich die Kurbelwelle einziehe, weiß ich noch nicht. Es bleibt erstmal so. Ich hoffe, es ist jetzt etwas verständlicher.
Am Samstag habe ich ja probe montiert. Männer, ich habe keine Ahnung, wie ich meinen aktuell verbauten Ape-Motor damals zusammengebaut habe, ohne Amok zu laufen....
Ich hatte keinen Montageständer, keine Lagerdummys, weniger Hilfsmittel und der Motor lag ständig auf irgendwelchen Holzklötzen rum.
Jetzt alles bella mit meinem Montageständer. Dachte ich.
Ihr müßt wissen, zu Beginn hatte die Ape eine kurze Hauptwelle wie eine Vespa und auch ein Kugellager im Gehäuse an der Stelle, wo das Differential sitzt, bzw. bei einer Vespa die Bremsankerplatte.
Diese Hauptwelle wurde dann mit einer kurzen Welle verlängert, damit die Kraft ins Differential übertragen wird.
Bei den moderneren Api ist die Hauptwelle am Stück (hab ich euch ja schon abgelichtet). Nur daß das zweite Lager der Hauptwelle neben der Nadelhülse in der kleinen Hälfte ein vollnadeliges Lager im Diffgehäuse ist.
Heißt, bei der Montage des Motors fädelst du die Schaltwelle in die Schaltklaue und dann hängt die Hauptwelle in einem großen Loch schräg drin:
Da wirst du wahnsinnig, weil die Hauptwelle überhaupt keine Ausrichtung hat. Die hängt halt da und stößt überall an. Da reichen irgendwie zwei Hände nicht...
Ich habe mich dann an meinen ETS-Conversion-Lagerdummy mit 25x47x12 erinnert, der ohne die DRT-Kurbelwelle ja obsolet ist, und den dann eingesetzt. Damit ging es dann, nur kriegst du den Dummy nicht mehr aus dem Loch, wenn die kleine Hälfte montiert ist.
Deshalb habe ich mir heute eine Mischung aus Lagerdummy und Montagehilfe gemacht:
Außen 47, innen 25 und hinreichend lang, daß ich ihn gezogen kriege, wenn die Motorhälften zusammen sind und es an die Montage des Differentials geht.
So sieht es dann aus:
Mit Hauptwelle:
An dem Einstich und dem Rändel dann bequem zu entfernen und durch seine Länge eine schöne Führung der Hauptwelle, solange die kleine Hälfte noch nicht montiert ist. Und man kann noch bequem an der Hauptwelle drehen, damit die Räder ineinander greifen.
Ich werde echt alt, das sind so Details, die wußte ich überhaupt nicht mehr. Vermutlich habe ich damals ohne Ende geflucht...
Schon alles etwas speziell im Vergleich zu einem normalen Vespa-Motor...
Gruß Paddy.
