SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Vielen Dank, Volker!

    Menzingers und dein Beitrag zeigen mir, daß ihr noch Interesse habt und gelegentlich mitliest. Das freut mich sehr!

    Auch die Zustimmung von mehreren lieben Kollegen zu dem Video hat mich gefreut!

    Danke.

    Ergänzend zu meinen Ausführungen möchte ich noch erklären, warum ich letztlich wieder bei dem Originalgetriebe der PK gelandet bin, obwohl ich mich schon durch die ganzen Sekundärverzahnungen der modernen Scooter gewälzt habe und auch schon eine engere Wahl getroffen hatte.

    Ich hätte mit einem Scootersekundärgetriebe eine unheimliche Auswahl gehabt und natürlich auch eine problemlose Ersatzteilversorgung.

    Die Verwendung eines solchen Getriebes wäre im Prinzip die Krönung gewesen für dieses Projekt.

    Daß man ohne weiteres neue Lagerstellen generieren kann, habe ich euch ja gezeigt. Das wäre problemlos auch mit anderen Achsabständen gegangen, die Position der Zwischenwelle wäre halt eine andere gewesen. Alles kein Problem. Um das sicher zu stellen, hatte ich ja das Sferagetriebe gekauft. Aus dem hätte ich die Achsabstände rausgemessen und entsprechend in meinem Getriebgehäuse die Lagerstellen dazu generiert.

    Jetzt kommt das große "Aber"! Das Problem ist die Wandlerlagerung.

    Die ersten Generationen der Wandler in den 90ern hatten innen auf beiden Seiten ein Rillenkugellager mit einem Innendurchmesser von 15 mm und die Getriebeeingangswelle war durchgängig ebenfalls 15 mm stark.

    Die Wandlerbaugruppe aus der Sfera 125 auf dem ersten Bild ist so ein Wandler dieser Generation.

    Damit wäre es einigermaßen solide geworden. Lediglich die relativ kurzen Lagerabstände innerhalb des Getriebes sind nicht so schön, aber für eine 125er Sfera mit glaube ich 9 PS hat das immerhin gereicht.

    Auch eine Sfera NSL 50 hat so einen Wandler.

    Irgendwann gab es einen Evolutionsschritt, bei dem die ganzen Wandler auf die Kombination große Nadelhülse getriebeseitig und kleines 12x24x6 mm RiKuLa Kupplungsseitig umgerüstet wurden.

    Irgendwann vor 20 Jahren oder so.

    Das Problem ist, daß man solche Wandler mit beidseitigen 15mm Lagern halt ebenfalls nur noch gebraucht findet und dann komme ich vom Regen in die Traufe mit der Ersatzteilversorgung.

    Den Wandler aus der Sfera mit 15er Lagern hätte ich ja nehmen können, aber es gibt halt auch keine Kupplungen mehr für diese Wandler. Dann bin ich genau bei den begehrten Ersatzteilen für die PK Automatik: Kupplungsbeläge. Weiter hat die Gegendruckfeder für so einen Wandler einen anderen Durchmesser und ist ebenfalls nicht mehr so einfach von der Stange zu kaufen.

    Und eben diese Gegendruckfeder könnte noch ein Problem werden, weil sie ein wichtiger Bestandteil der Abstimmung ist mit den Gewichten in der Malossi-Vario zusammen, wenn man meinen Traktormotor sinnvoll über den Riemen auf die Straße bringen will.

    Gegendruckfedern für die aktuellen Wandler gibt es zuhauf und die sind teilweise bei den Varios als Beigabe dabei. Von Mario habe ich schon 3 verschiedene, bei dem Malossi-Wandler war eine dabei und natürlich noch die, die in meiner neu gekauften Wandlereinheit integriert ist.

    Mir bringt die größte Sekundärgetriebabstufungsauswahl nichts, wenn ich den Dampf in den unteren Drehzahlen des DRs nicht auf die Zahnflanken im Getrieb bringe...:-)

    Und eben diese neuen Durchmesserverhältnisse mit 12/17 mm sind halt extrem ungünstig, wenn man den Wandler auf der falschen Seite verbauen will.

    Eine Eingangswelle von einem Scooter kann man überdrehen auf 15 mm, kein Problem, aber auf 12 mm runter wird das echt mickrig.

    Alternativ kann man an der Stelle des 12x24x6 Lagers im Wandler ein Lager 15x24x5 verbauen, was ich sogar kurz in Erwägung gezogen habe.

    Aber das ist ein Dünnringlager und kriegt den vollen Zug des Riemens ab. Und schon das 12x24x6 Lager ist ein Bautteil, das bei modernen Scootern dem Verschleiß unterliegt. Schon ohne, daß daran ein DR 133 mit einer Membranansaugung mit geräumigem Querschnitt daran zerrt.

    Das Dünnringlager hätte das nicht lange mitgemacht. Alternative wäre noch ein Gleitlager gewesen, aber dann hätte ich auf der Welle wieder einen Lagerinnenring gebraucht, der dann ebenfalls die Welle geschwächt hätte.

    So kam es schließlich, daß ich von dem Gedanken an ein Scootergetriebe wieder abgekommen bin. Die Auswahl an Übersetzungen wäre gigantisch gewesen und ich hätte mir den Betriebspunkt meiner Vespa frei wählen können.

    Aber einen alten Wandler nur noch als über 20 Jahre altes Gebrauchtteil zu verbauen wäre Blödsinn gewesen. Dann lieber bei den Zahnrädern auf PK Automatikteile setzen. Die gibt es zwar auch nur gebraucht, aber die gehen nicht kaputt. Nicht wegen einem DR 133.

    Der Nachteil ist jetzt halt, ich kann nur zwischen zwei Übersetzungen wählen, die noch dazu recht weit auseinander liegen. Durch Mario habe ich ja dankenswerterweise beide möglichen in einem Topzustand vor mir liegen.

    Noch dazu habe ich es so gemacht, daß sie beide ohne Probleme in meiner Konstruktion verbaubar sind.

    Aber durch den großen Durchmesser des Eingangsrades und seiner Hohlwelle umschiffe ich die ganze Lagerproblematik des Wandlers, weil ich die rausschmeiße und dessen Lagerung auf einen sehr soliden Durchmesser bringe innerhalb des Eingangsrades und der entsprechenden Nadelhülse im Getriebedeckel.

    Ein weitere Preis neben der geringen Auswahl an Getriebeübersetzungen, den ich für diese Entscheidung zahlen muß, ist die etwas komplizierte Konstruktion mit dem Flansch, den ich zum Gegenhalten der frei drehbaren Wandlerwelle brauche. Bei einem Scooter und einem Wandler mit innerer Lagerung reicht es, wenn ich das Hinterrad festhalte. Das geht bei mir nicht mehr.

    Aber das ist ja lösbar, dieses Problem.

    Wenn ich daran denke, mit welchem Aufwand ich das Getriebegehäuse auf den Kopf gestellt habe, ist das harmlos.

    So, ich hoffe, ich konnte mit den letzten beiden Beiträgen etwas Klarheit in meine Gedankengänge bringen, die mich zu der nun vorliegenen Lösung geführt haben und warum ich letztlich wieder bei dem Originalgetriebe gelandet bin. Wenn auch axial an einer anderen Position innerhalb des Gehäuses.

    Das hat mich viele Abende gekostet in Summe, bis die Entscheidung gereift ist, Ich hatte schon Sekundärgetriebe im Warenkorb, hatte dann aber doch nicht bestellt, weil mich das Dünnringlager im Wandler abgeschreckt hatte.

    Zwischendurch habe ich mir sogar kurze DRT-Primärgetriebesätze aus der Schalt-SF angesehen, ob ich damit die erste Stufe hätte abdecken können. Gesucht hatte ich ein möglichst großes Primärrad, um eine frei drehbare Welle durchzukriegen. Das war alles nix.

    Übrigens ist diese Entscheidung für ein PK Automatikgetriebe verhältnismäßig spät gefallen, die Aluglocke in ihrer Größe, Position und auch der 70 mm Ansatz innerhalb des Gehäuses, den ich letztlich weggespindelt habe, waren alles Geometrien, die bis zuletzt beide Möglichkeiten offen gelassen haben.

    Die Verwendung eines PK-Getriebes oder das Getriebe eines Scooters.

    Aber das ist ja jetzt durch und es geht weiter.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Da bin ich jetzt echt gespannt, wo der Fehler ist.

    Ich habe nochmal nachgedacht und den Schaltplan wiederholt angeschaut. Keine brennende Birne aus beiden Stromkreisen (Gleich- und Wechsel-) muß im Bereich Regler-ZGP mit der Masse zu tun haben.

    Sonst fällt mir partout nix ein, wo eine gleichzeitige Fehlfunktion beider ihren Ursprung haben könnte.

    Die Schaltpläne, die ich kenne mit dem 5 Pin Regler, Wechselstromkreis fürs Fahrlicht und Batterie, versorgen alle den Blinkgeber über den Regler.

    Der Anlasserstrom kommt direkt von der Batterie und auch das Starterrelais wird über Zündschloß und Starterknopf aus der Batterie heraus angetriggert.

    Also wäre das auch logisch, daß der Anlasser geht.

    Hupe und Bremslicht müßten ebenfalls funktionieren, weil die in den mir vorliegenden Plänen wieder den Strom von der Batterie bekommen ohne Umweg über den Regler.

    Nur das die Batterie nicht mehr nachgeladen wird.

    Ohne, daß du es erwähnt hast, vermutlich funktioniert die Tankanzeige ebenfalls noch, oder? Die müßte eigentlich auch über die Batterie gespeist werden.

    Wenn es eine Ape wäre, würde ich noch behaupten, daß der Scheibenwischer ebenfalls gehen müßte.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Vielen Dank, lieber Kollege!

    So, heute habe ich ja nix gemacht und ich hoffe drauf, daß morgen das Flüssigaluminium kommt.

    Ich habe gerade einfach mal ein paar Bilder gemacht, damit es etwas verständlicher wird, was als nächstes kommt.

    Es gibt ja nicht soviele Vespa Automatik-Spezialisten hier und ich bin mir auch nicht so sicher, wieviele Schaltvespafahrer schon detaillierter sich mit dem Scootergedöns befaßt haben.

    Deshalb ziehe ich hier kurz den Vergleich zwischen Scooter und meinem Konstrukt zur besseren Verständnis.

    Ich hatte mir ja zu Beginn des Projekts ein 125er Sferagetriebe gekauft inklusive dessen Wandler und Vario. Einfach zum etwas spielen und als Gedankenstütze.

    Weil ich immer davon rede, daß bei mir das ganze Scooterzeugs auf der falschen Seite ist, habe ich die Bilder "in Fahrtrichtung" aufgenommen.

    Auf dem ersten Bild sieht man die Eingangswelle in das Sferagetriebe. Auf der Welle ist im Getriebe das erste Stirnrad der Sekundärübersetzung.

    Außen ist sie entsprechend lang und schließt mit einer Verzahnung ab. Alles fest verbunden.

    Die Wandlerbaugruppe selber ist ein fester Verbund mit den Kupplungsbacken, die eben durch Fliehkraft nach außen gehen und dann die Kupplungsglocke mitnehmen:

    Die Wandlerbaugruppe hat innen Wälzlager und dreht frei auf der Eingangswelle. Von außen kommt dann die Kupplungsglocke und die ist dann fest mit der Eingangswelle verbunden.

    Dreht sich durch den Riemen die Wandlerbaugruppe schnell genug, ensteht durch die Fliehkraftkupplung ein fester Verbund zwischen Wandler und Eingangswelle und es geht los (hier übrigens meine neue Kupplungsglocke, die geht vom Durchmesser her nicht drüber, aber egal).

    So, bei der PK ist das alles etwas anders. Abgesehen davon, daß die Wandlerfunktion ins Getriebe verlagert ist, ist die Aufgabenstellung eigentlich die gleiche. Die Kupplungsglocke ist fest mit dem ersten Zahnrad verbunden und bei Kraftschluß geht es los.

    Bei der PK ist die Eingangswelle im Prinzip eine Hohlwelle, die innen eine Verzahnung hat und außen einen Flansch, an den die Originalkupplungsglocke geschraubt ist:

    Das sternförmige Teil in dem Flansch fliegt noch raus, das ist für den PK-typischen Freilauf, aber mal egal., den hat kein moderner Scooter.

    So, an diesen Flansch muß nun die Kupplungsglocke befestigt werden. Das muß noch gemacht werden, aber es geht nur mal ums Prinzip. Die Glocke drehe ich noch aus und es wird ein Adapter eingeschweißt.

    Wie man sieht, ist die Orientierung genau gleich wie bei dem Sferagetriebe, nur eben auf der rechten Seite.

    So, und jetzt muß die gleiche Funktion wie beim Scooter gewährleistet werden. Heißt, die Wandlerbaugruppe muß sich frei drehen können. Solange, bis die Kupplung schließt.

    Jetzt kommt meine Wandlerwelle ins Spiel, die es eben noch zu konstruieren gilt. Die wird drehbar gelagert in dem Hohlrad von Bild 3 und 4, muß natürlich dicht abschließen und muß die Wandlerbaugruppe fest aufnehmen.

    Die beiden Lager im Wandler werden unnötig:

    Die beiden Lager fliegen raus und es wird ein fester Verbund zwischen meiner noch zu fertigenden Wandlerwelle und dem Wandler hergestellt.

    Frei drehen bis zur Kraftschlußdrehzahl kann er ja dann mit seiner drehbar gelagerten Wandlerwelle in dem hohlen Eingangsrad.

    Auch hier sieht man wieder, die Orientierung der Wandlerbaugruppe ist identisch zur Scooteranordnung, aber eben auf der rechten Seite und nicht links wie bei einer Sfera.

    Die Lager zu entfernen und fest auf der drehbaren Welle zu befestigen hat einen einfachen Grund. Erstens gibt es da hohle Stirnrad der PK es her und zweitens ist die Lagerauswahl in dem Wandler darauf abgestimmt, daß auf der Kupplungsseite das kleinere Lager sitzt mit nur 12mm Innenringdurchmesser.

    Die Nadelhülse hat glaub 17 mm oder so.

    Das geht bei einem Scooter, weil dort der größere Durchmesser auf der Getriebeseite ist und die Welle sich nach außen verjüngt.

    In meinem Falle wären auf der Getriebeseite nur 12 mm etwas putzig für den DR 133, der mal an dem Wandler zerren soll.

    Also fliegen die Lager raus und ich kann deutlich größer werden.

    Dann wird das auch stabil.

    Ich werde den Wandler auch mit einer selbstsichernden Polradmutter anschrauben auf die neue Welle.

    Aber da kommt genau mein Problem ins Spiel, das ich einen Beitrag vorher versucht habe, zu erklären.

    Die neue Welle wird frei drehbar sein und ich muß sie gegenhalten müssen, um die Mutter anziehen zu können.

    Un das wird das konstruktive Kunststück werden. Ich brauche einen Druckflansch mit einem Formschluß zur Welle, den ich dann wahrscheinlich mit einem Lochmutterschlüssel anheben werde, damit die Zentrale M12 Mutter festgezogen werden kann.

    Ich hoffe, ich habe das einigermaßen rüberbringen können, was die nächsten Schritte sind. Ich tu mich halt wesentlich einfacher, weil ich das Zeug direkt vor der Nase habe. Kompliziert ist es eigentlich nicht, nur technisch etwas gaga umzusetzen.

    Eben weil halt das ganze Scooterzeugs sonst auf der anderen Seite sitzt.

    Deshalb waren ja auch der eine oder andere Kunstgriff an der Variomatik notwendig, wer sich noch daran erinnert.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Bin bei dem geplanten Setup jetzt nicht der richtige Ansprechpartner, aber zu der Kupplung kann ich auch meinen Senf dazu geben.

    Bei der Ape ist ein 102er Setup sehr verbreitet und die wenigsten machen sich Gedanken über eine andere Kupplung und fahren die Ori über tausende Kilometer mit gesteckten 102 Kubik und einem Leergewicht von fast einer viertel Tonne.

    Klar, die Übersetzung ist etwas kürzer und die Kupplung muß nicht ganz so lange den Schließvorgang überbrücken, aber an die Grenzen kommt sie nicht.

    Ich würde mir bei 75 Kubik und den paar Kilo Leergewicht keine Sorgen um die Kupplung machen.

    Mein Kupplung in der Ape hat der Vorbesitzer runtergenudelt und ich habe ein "verstärkte" drin, was auch immer das heißt bei Apemania. Die kämpft bei mir aber auch mit Langhub plus dem hohem Leergewicht.

    Ich würde mir bei 75 Kubik, egal welchen Herstellers, mal wirklich keine gesonderten Gedanken um die Kupplung machen...Die Ori kommt da glaube ich nicht an ihre Grenzen...

    Gruß Paddy.

    Danke Toni,

    solche Themen ermöglichen manchmal, sich auf etwas zurück zu besinnen, was wir alle in der Schule mal gelernt haben und durch das Internet etwas unter die Räder gekommen ist.

    Ein paar Sätze schreiben, über die man bezüglich Inhalt und Formulierung etwas nachdenkt und man gleichzeitig mehr oder weniger offen seine freie Geisteshaltung darlegt.

    Aufsätze mußte jeder schreiben, gleich welcher Schulart.

    Das widerum ist der Vorteil des Internets, es gibt auch Mitleser wie dich, womit das nicht ganz verhallt...

    Ein bißchen alte Schule, etwas Subtilität.

    Wenn man so will, einen Bogen spannen zwischen dem Alten und dem Neuen, damit nicht alles nur noch in den "Internetjargon" abdriftet.

    Umgangsformen gewahrt werden, etc.

    Und konkret bei mir, ich habe Spaß daran, scharfe Kritik subtil zu verschleiern...:-)

    Und jetzt geht mal in euch und erahnt die Resonanz solcher Beiträge im GSF...


    So, aber genug der Philosophie, jetzt ein forumsmäßiges Postulat von mir, ich finde SHB Gaser echt Käse. Diese beknackten Zink-gaser sind optimiert irgendwie auf Spritverbrauch und Abgaswerte. Ich drehe durch, wenn ich einen Gaser ohne Nadel vor mir habe, dessen komische Nebendüsengemischaufbereitung ein absolutes Stochern im Nebel ist, gepaart mit dem ganzen gaserinternen "Falschluftzumischungen und -abmagerungen" via Löcher und Cutout.

    Wenn es irgend geht, bau ich so einen Scheiß nicht in meinen Motor.

    So, jetzt bin ich wieder im fachlichen Modus!


    Viele Grüße,

    Paddy.

    Fantine,

    ich hatte eine einigermaßen gesittete Kinderstube! Da lernt man, nicht sofort das auszusprechen, was man denkt...:-).

    Du kennst mich, es braucht eine Weile, bis ich die Fassung verliere...:-)

    Ich weiß leider nicht mehr genau, wer es war, aber jemand hat hier erwähnt, daß diese Ankündigung auch im GSF für einen "länglichen" Beitrag gesorgt hat.

    Über das GSF stolper ich eigentlich nur über die Google-Suche, ich bin weder angemeldet, noch suche ich direkt darin.

    Aber den Beitrag habe ich durchgelesen. In Foren merkt man schon deutlich, wer vom Telefon aus schreibt und wer von einem Rechner mit großem Bildschirm und vernünftiger Tastatur. Das liegt einfach an den Grenzen, die man auf einem Telefon hat.

    Teilnehmer mit Telefonen verzichten jetzt systembedingt eher mal auf die gesamtheitliche Erscheinung ihres Beitrag, völlig ohne jede Wertung. Ich kann das nachvollziehen als Benutzer eines Klappcomputers.

    Aber dort hat man zuweilen das Gefühl, daß es noch eine andere technische Möglichkeit gibt, sich an einem Forum zu beteiligen, die noch zusätzliche Einschränkungen mit sich bringt. Ich habe jetzt keine konkrete Vorstellung, wie diese weitere Möglichkeit sich im Detail gestaltet, aber sie scheint signifikanten Einfluß auf die Gestaltung vieler Beiträge zu haben.

    -Nicht komplett durchgängig, aber durchaus auffällig ist der höhere Anteil an Kraftausdrücken. Die scheinen dort irgendwie eine besondere Lobby zu haben. Das gepaart mit dem oft sparsamen Satzbau könnte vermuten lassen, daß ein großes Augenmerk darauf liegt, für ein möglichst breites Bildungsspektrum verständliche Worte zu finden

    -In vielen Beiträgen schwingt so ein bißchen durch, daß der sich als interessierter Laie darstellende Fragende einer Vielzahl an unheimlich kompetenten Antwortenden gegenüber sieht, die ohne jede Frage über jeden Zweifel erhaben sind und mit einer geradezu hühnenhaften Bestimmtheit ihm eine unumstößliche Antwort geben. Die fachlich große Distanz zwischen Fragesteller und Antwortendem wird eindeutig geklärt allein durch die Formulierung. Und zwar vehement.

    Beziehung Alpha-Tier zu Rudelmitglied untersten Ranges könnte da im weitesten Sinne Pate stehen.

    -die eben genannten "Alpha-Tiere" und Experten sind in Sachen Selbstreflexion eher so unterdurchschnittlich unterwegs. Ich habe da schon Sachen gelesen (ich kann leider kein Beispiel verlinken, ich würde es gerne. Es sind immer nur Fundstücke, deshalb bitte meine Aussage hier nicht für das GSF verallgemeinern, darauf lege ich Wert!), die einfach rein physikalischer Blödsinn sind. Und diese Thesen werden ebenfalls mit einer Bestimmtheit vorgetragen, die schon mal den einen oder anderen Fragesteller auf die falsche Spur bringen könnten.

    Das wäre mal der so von mir in einer nicht repräsentativen Breite beobachtete GSF-interne Habitus einiger Weniger.

    Extern in Richtung VO ist bei dem Antwortbeitrag zu unserer Aprilscherznummer ein deutlich ausgeprägtes Überlegenheitsgefühl jedweder Art deutlich zu erkennen.

    Witzigerweise habe ich das Gefühl, daß dort deutlich mehr auf den Aprilscherz reingefallen sind als bei uns. Aber das ist nur mein Gefühl...

    So, nun bin ich Ingenieur und kein Verhaltensforscher für Primaten. Es wäre interessant, wie ein solcher diese Dinge einordnen würde. Aus meiner sehr eingeschränkten Sicht der Dinge läßt sich da was ableiten, aber dieses Urteil traue ich mir nicht wirklich zu. Zumindest mal nicht, um es hier zu formulieren, das wäre bei meiner Ausbildung höchst unseriös.

    Deshalb schließe ich jetzt mal ab, weil es außerhalb meiner Kompetenz liegt, die Unterschiede unserer Foren und deren Mitglieder zu ergründen.

    Soweit mal die Analyse. Was mich persönlich getroffen hat, ist die Postulation im GSF, daß wir in der technischen Expertise hinterherhinken.

    Nun ist es nunmal so, daß die technische Expertise, gleich welcher Art, immer ungleich verteilt ist in einem Forum. Der eine ist besser in Elektrik, der andere besser beim Motor, ich vielleicht bei der Lösung von besonderen Aufgaben wie mein Motorumbau und bei der mechanischen Bearbeitung.

    Und bei der einen oder anderen Grundlage bezüglich Zweitaktmotoren sehe ich persönlich bei mir doch noch etwas Distanz zu den "Experten" im GSF. Aber das ist jetzt meine persönliche Befindlichkeit.

    Ich denke, wir bei VO bilden einen gesunden Durchschnitt bei der technischen Expertise und ergänzen uns gegenseitig. Nur halten wir uns nicht für die Götter der Roller.

    Ein bißchen Demut ist angesagt...

    Fantine: verbale Zurückhaltung schließt nicht aus, daß man die eigentliche Botschaft subtil integriert...:-)

    Gruß Paddy.

    Es gibt ein paar Stellen, die sind schlecht zu lackieren.

    Wenn du ein Handschuhfach hast, wirst du in schlecht erreichbaren Ecken vielleicht noch Rückstände des Originallacks finden, wenn sich der Nachlackieren nicht so viel Mühe gegeben hat.

    Und natürlich in den hinterletzten Ecken der Karrosse unterm Sitz. Vielleicht auch mal mit einem kleinen Spiegel in die Ecken linsen.

    Die "Farbproben" auf der Lüfterabdeckung und am Lenker würde ich mal nicht als Indizien ansehen...

    Gruß Paddy.

    Ich hatte mal eine NSL gegen meine DKW RT 250 H getauscht.

    Die DKW war allerding in einem jämmerlichen Zustand und in Einzelteilen.

    Der neue Besitzer der NSL hatte somit einen wenn auch nicht sonderlich hübschen, aber sehr zuverlässigen fahrbaren Untersatz und bei mir ging eine zweijährige Restauration los...

    Und das ist jetzt kein Aprilscherz...

    Also bitte nicht ganz so übel über die NSL herziehen, durch sie bekam ich meine DKW.

    Gruß Paddy.

    Zwei Fragen, Marco:

    1.: lädt die Batterie? Sprich, geht die Gleichspannung gemessen an den Polen der Batterie mit höherer Drehzahl in Richtung 14 Volt und etwas darüber und hat bei stehendem Motor eine übliche Spannung von keine Ahnung 12,7 - 13,1 Volt?

    2.: Meß mal Durchgang zwischen Reglergehäuse zu Masse, ob der auch zuverlässig mit der Karosseriemasse verbunden ist.

    Beide internen Schaltungen im Regler, der beknackte Halbwellengleichrichter für die Gleichspannungsseite und die noch beknacktere Spannungseinhegung des Wechselspannungskreises gehen intern auf das Reglergehäuse und sollten nicht vernünftig bzw. garnicht funktionieren, wenn der Massekontakt des Gehäuses mau ist.

    Ich suche nach Schnittmengen beider Kreise.

    Gruß Paddy.

    P.S.: Die Spannungseinhegung der Wechselspannungseite verblödelt übrigens eigentlich nicht abgerufene Energie, wenn ich nicht irre.

    Heißt, der Regler müßte gut warm werden, wenn die Energie der Wechselspannung für das Fahrlicht nicht abgenommen wird.

    Wenn der kalt bleibt, wäre es auch ein Indiz dafür, daß er aufgrund eines fehlenden Anschlusses nicht arbeiten kann. Ob jetzt nun Masse direkt oder die Leitung vom der ZGP des gemeinsamen Massepunktes, ergo das schwarze Kabel vom Rundstecker.

    Bei der Elektrik der Ape TL6T bin ich wirklich durch, aber bei den Wespen gibt es glaube ich eine größere Varianz.

    Fantine hatte glaub eine XL2 ohne Batterie (ich hätte gesagt, das Kaws Schaltplan zu der gehört), du aber von einem Anlasser erzählt hast.

    Das würde deine Elektrik wieder näher an die meiner TL6T rücken (auch an meine XL1) und dann wäre der Schaltplan eher nicht der Richtige und dann müßten deine Blinker und das Bremslicht über die Batterie laufen, das Licht ja nicht.

    Dann genügt es vermutlich nicht, nur an einer Stelle die Spannung zu messen.

    Wenn nun also alle Birnen beider Stromkreise (Wechsel und Gleich) nicht funktionieren, spräche das tatsächlich eher für Masse, weil die von beiden Stromkreisen benutzt wird.

    Ich schau mal in meine Pläne und grübel noch etwas.

    Falls ich etwas falsch zusammengefaßt habe, bitte korrigiert mich.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Vielen Dank, liebe Kollegen!

    Ich bin tatsächlich auch echt froh, daß es sich wieder dreht, war ja schon ein etwas größerer Eingriff in die Struktur und nicht ganz alltäglich...:-).

    Aber irgendwie mußte es ja gehen...

    So, das Flüssigaluminium ist noch nicht gekommen, vielleicht wird das Samstag noch was.

    Auf jeden Fall habe ich gestern abend noch etwas nachgedacht und auch heute ein paar Ideen für die Gestaltung der Wandlerwelle zu Papier und dann ins CAD gebracht.

    Wie das halt so ist, reift das ganze während dem Entwurf immer mehr und es kanalisiert sich.

    Im Prinzip hat die Wandlerwelle eine simple Aufgabe, die Umstände drum herum machen das ganze etwas tricky.

    Die Welle selber muß einfach den Wandler aufnehmen und sich mit ihm frei im Eingangsrad drehen können.

    Sobalt die Fliehkraftkupplung schließt, hört die Relativbewegung des Eingangsrades zur Wandlerwelle auf und die beiden bilden eine feste Verbindung.

    Unter Last wird die Lagerung zwischen den beiden Bauteilen nur statisch beansprucht ohne Relativbewegung.

    Die Nadelhülse und das kleine Kugellager im Wandler werden unnötig, es genügt eine feste Verbindung zwischen Welle und Wandler.

    Etwas Käse wird es dann mit der Lagerung. Die hohle Eingangsverzahnung hat Übermaß (ein Zehntel).

    Das läßt sich nicht mit Innenringen und Nadelkäfigen aus dem Katalog abdecken.

    Das ist das erste. Ich tendiere momentan zu einer selber gedrehten Lagerhülse aus Bronze, die auf meine komplett neu gedrehte Wandlerwelle geklebt wird, angepaßt und mit Schmierwendel versehen.

    Das kriegt man hin.

    Das zweite Problem ist, ich muß mir noch was Intelligentes ausdenken, wie ich die Welle gegenhalte beim Anziehen der Befestigungsmutter. Das Ding kann ja frei drehen.

    Habe schon ein zwei Ideen, die muß ich aber noch ins CAD klopfen um beurteilen zu können, was die bessere Lösung ist.

    Und natürlich habe ich die Einschränkung, die Welle nicht zu schwach werden zu lassen.

    Aber das wird. Wäre ja zu schön gewesen, wenn das so einfach gewesen wäre. Stand jetzt werden es 3-4 Drehteile, die an vielen Stellen sehr präzise sein müssen, damit der Rundlauf so genau wie möglich wird.

    Die Welle selber, dann mind. zwei Zentrierbuchsen für den Wandler auf der Welle und noch einen kleinen Flansch mit Verdrehsicherung zur Welle.

    Ja, und die Bronzebuchse halt noch.

    Irgendwie so, ich habe übers Wochenende ja auch noch ein bißchen Zeit für CAD.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Ja, die meinte ich, Toni.

    Gibt es auch ohne Verkupferung. Wichtig ist letztlich, daß die Gewindesicherung durch eine Geometrieabweichung im Gewinde kommt und nicht durch einen Bremseinsatz aus Kunststoff.

    Dichtungen nehme ich gerne die aus reinem Aluminium mit einer umlaufenden Alusicke, die dann sich entsprechend von der Form her anpaßt. Mit denen hatte ich beste Erfahrungen bei der Ape.

    Aber da hat jeder so seine Erfahrung.

    Gruß Paddy.

    Es gibt auch selbstsichernde Muttern, deren Gewinde am Ende etwas verformt ist (nicht die mit dem Kunststoffeinsatz).

    Die benutze ich gerne. Davon gibt es auch Varianten mit Flansch.

    Schraubensicherung am Krümmer bin ich jetzt nicht so sicher, ob das nicht eher bloß das Gewissen beruhigt.

    Immerhin löst man mit Loctite gesicherte Schrauben dadurch, daß man die Schraubensicherung erhitzt und der Kleber thermisch zerstört wird.

    Also mehr oder weniger der Dauerzustand am Krümmer.

    Gruß Paddy.

    Ich habe mich im GSF mal durchgewälzt, einer hat sogar meinen Beitrag komplett zitiert....:-).

    Mit etwas mentalem Abstand eigentlich ganz amüsant zu lesen, in Summe ähnlich lang...

    Schon ein bißchen eine eigene Welt...:-)

    Nachdem einer oder mehrere sich sicher waren, daß die technische Expertise im GSF doch deutlich höher ist, habe ich beschlossen, wenn mein Automatikmotor nach dem doch etwas länglichem Umbau mal laufen sollte, dort drüben mich anzumelden und den Link zu meinem Beitrag zu setzen.

    Und zwar genau an die Stelle, wo ein werter Kollege im GSF bei einem ähnlichen Vorhaben praktisch dort gescheitert ist, wo mein Umbau eigentlich erst so losgeht...:-).

    Über etwas Aufschweißen, ein paar Löcher bohren ist der nämlich nicht hinaus gekommen.....

    Aaaahhh... :P

    Gruß Paddy.

    P.S.: Es ist nicht Marcos Umbau, nicht falsch verstehen. Der pausiert nur und hat echte Chancen, fertig zu werden!

    So liebe Kollegen,

    Sekundärgetriebe hake ich für mich mal geistig ab. Ich habe heute noch das Stirnrad ausgedreht und den Einstich für den Seegerring gemacht auf der Welle.

    Noch die Dummys etwas gangbarer gemacht.

    Die "Abtriebswelle vollständig" als steckbare Baugruppe sieht jetzt so aus:

    Das Ganze ins Gehäuse gestöpselt:

    Es läuft alles, hat Flankenspiel, alles bella.

    Der Mitnehmer mit den vier Flügeln ist auf Maß gepreßt, aber noch nicht verschweißt. Der liebe Kollege, der mir das mit Zusatz für harte Materialien in WIG schweißen kann, hat gerade Urlaub.

    Aber das juckt nicht, weil das Ding ist fest mit den 2 Hundertstel Überdeckung und das Festschweißen kann man jederzeit nachholen.

    Zum Thema Umstecken zwischen 50er und 125er Getriebe muß ich lediglich die andere Zwischenwelle stecken und auf der Abtriebswelle den Seegerring lösen und das Stirnrad tauschen aus der 125er.

    Das geht allerdings noch nicht, dafür muß ich das Stirnrad ebenfalls noch auf die 23,35 ausdrehen.

    Da ich aber beschlossen habe, erstmal mit dem 50er Getriebe zu starten, lassen ich das noch im Originalzustand (ist ja selten genug das Teil).

    Ausgedreht ist das dann schnell.

    Alle Drehgeschichten habe ich mit weichen Backen gemacht, die ich immer vorher angepaßt habe. Somit läuft die Verzahnung immer exakt zur Bohrung und es eiert nix.

    Voila, das Getriebe ist fertig und bis auf eine Seegerringzang werkzeuglos tauschbar, hehe...:-)

    Nur den Deckel kann ich noch nicht draufstöpseln, weil ich ja bei der zweiten Aussparung am vergangenen Samstag abgebrochen habe. Der Deckel steht auf den Flügeln des Mitnehmers auf.

    Mein "Flüssig-Aluminium" sollte morgen kommen, dann gieße ich das aus und kann am Samstag fertig spindel.

    Also, fassen wir zusammen:

    -Getriebe fertig

    -umsteckbar zwischen beiden verfügbaren Sekundärübersetzungen

    So, nun geht es an die Wandlerwelle, die in der Bohrung des Eingangsrades laufen wird. Die muß ich jetzt auskonstruieren und im Anschluß drehen.

    Vorher muß ich noch die Lager ziehen an der Wandlereinheit, weil die ja bei mir entfallen. Die drehbare Lagerung des Wandlers verlagert sich bei mir in das Eingangsrad und in die noch verblieben Nadelhülse im Getriebedeckel.

    Ich bin sehr zufrieden. Ein weiterer Meilenstein ist abgehakt und es kann weiter gehen. War etwas aufwendiger, ging aber doch ganz gut in Summe und eigentlich in Anbetracht des Aufwands doch einigermaßen flott.

    Schaun wir mal, was wir am Samstag so alles treiben. Bis dahin sollte Gas zur Verfügung stehen, das Flüssigaluminium bearbeitbar sein und auch eine neue Riemenabdeckung von SIP gekommen sein.

    Luftleitblech könnte ich umarbeiten. Langweilig wird es nicht, eher entspannt.

    Gruß Paddy.