Mädels,
ich habe mal das CAD geöffnet und etwas rum gemessen an den Teilen.
Mein Angst-Aufmaß von 2 mm auf der Aluplatte hätte ich mir sparen können... Die Lagerhülse hat einen Bund von 4 mm. Von der Trenneben des Gehäuses gemessen sollte sie 5 mm tiefer sitzen. Im CAD habe ich vorgesehen, daß der Bund 1 mm über die 12 mm starke Aluplatte übersteht. Wer jetzt rechnet, kommt auf 2 mm, die ich die Aluplatte abnehmen muß. Ich lach mich kaputt...:-).
Was soll's, besser so als anders rum. Ich habe mal wieder ein paar Innereien reingelegt. So soll das Lager der Eingangswelle hinkommen, wer die Automatik nicht kennt:
Natürlich liegt es nur auf, die Hülse hat ca. 1 Hundertstel Untermaß zum Aussenring.
Wenn man mal die Zwischenwelle einlegt, erkennt man, daß der Achsabstand zur Abtriebswelle hinhauen sollte:
Ich habe dann mal noch den Deckel aufgesteckt. Der Spalt, der Bleibt und im Bild durch das Endmaß abgestützt wird, ist im Wesentlichen die Strecke, um die ich die gegenüberliegende Lagerstelle der Zwischenwelle tiefer setzen muß im Deckel. Abzüglich halt der 2 mm der Aluplatte so grob. Genauer wird es dann mit Lagerdummies.
Im Deckel gesteckt..
...erkennt man dann, daß es kein Problem ist, den Dom zu kürzen um die rund 30 mm.
Also bis jetzt paßt noch alles. Nächste Woche drehe ich ein paar Lagerdummies, damit ich Zwischenwelle und Eingangsrad montieren kann. Dann werde ich die Aluplatte fertig bearbeiten, damit beide Wellen exakt zum liegen kommen, wie sie sollen.
Danach kann ich dann den Deckel umarbeiten und den Dom der Zwischenwelle auf das richtige Maß kürzen und wieder einen Lagersitz herstellen.
Somit komme ich Schritt für Schritt an den Punkt, wo ich Deckel und Gehäuse mit montiertem Getriebe probehalber wieder schließen kann.
Dann kann auch die exakte neue Position des großen Abtriebsrades auf der Abtriebswelle ermittelt werden und ich kann dementsprechend die Abtriebswelle umarbeiten.
Wenn dann das ganze Zeug wieder drin ist im Gehäuse, konstruiere ich die noch fehlende innere Welle der Eingangswelle aus, die den Wandler aufnimmt. Dann wäre mal das Gröbste erledigt.
Das wäre mal der Plan. Ob das alles genau in dieser Reihenfolge kommen wird, werden wir noch sehen.
Aber im Prinzip ist es jetzt einigermaßen überschaubar vom Restaufwand her. Aus meiner Sicht ist das Schlimmste vorbei, was das Getriebe angeht.
Und das Schöne ist, ich kann später tatsächlich durch Umstecken zwischen dem 50er und 125er Getriebe frei wählen, je nachdem, was rauskommt. Das wird spannend.
Mir kommt ganz gelegen, daß die letzte Welle für den Wandler ganz zum Schluß kommt. Deshalb kann ich die Überlegung Freilauf "ja oder nein" ganz nach hinten schieben und erst mal alles andere Im Getriebe fertig machen. Das habe ich ja letzten Samstag noch in Erwägung gezogen.
Für die Umarbeitung der Antriebswelle muß ich den Mitnehmer in zwei Teile trennen und im Anschluß die Antriebswelle hart überdrehen. Auch das Abtriebsrad muß ausgedreht werden. Ein Teil vom Mitnehmer wird auf die Welle geschweißt werden und der andere Teil hält dann über einen Seegerring das Stirnrad am Mitnehmer. Eigentlich im Weitesten so wie im Original.
Der Einstich für den Seegerring kommt halt im Bereich der Verzahnung zum Liegen, da wird es rattern und vielleicht wird ein Hartmetallplättchen nicht reichen. Mal sehen.
Ihr seht, ich bin gedanklich immer ein zwei Schritte weiter. Das hat sich bis jetzt bewährt, weil ich dann schon öfters mal rechtzeitig anders abgebogen bin, als ganz zu Beginn geplant.
Meine Vorstellungen im letzten November noch hatten ja ganz anders ausgesehen. Da war ich noch auf die Anschlußgeometrie des Langhubzylinders und der Kurbelwelle fixiert und daß ich das Polrad wieder an die gleiche Stelle bekomme wie im Original.
Über das Getriebe habe ich mir noch wenig Gedanken gemacht, weil ich mir sicher war, daß es irgendwie gehen wird.
Momentan sehe ich jetzt keine Stolpersteine mehr, nur noch Arbeit und bin deshalb völlig entspannt.
Kucken wir mal, wie es weiter geht. Dran bleiben, liebe Kolleginnen...:-)
Viele Grüße,
Paddy.
