..so nachdem ich einige Anfragen eingeholt habe bezüglich Tank schweißen und ich mir mehrere Absagen eingehandelt habe, habe ich das
Ganze selber in die Hand genommen.
Wie gesagt es ist natürlich machbar, allerdings auch eine sehr undankbare Arbeit, wo vor allen der Arbeitsaufwand nicht wirklich absehbar ist,
bis das Ganze dicht ist. An gewerbliche Tanksanierer "Oldtimerwerkstätten" braucht man sich da in der Regel nicht wenden, die eingeholten
Kostenvoranschläge fingen bei knapp €300 an. Teuerster war €440.--. Für einen Rollertank also nicht wirklich relevant.
Ich bin ein sehr mangelhafter Schweißer und habe auch nicht die Möglichkeit, von daher musste ich mir etwas anderes überlegen.
Ich stieß dann auf verschiedene Ausführungen mit Epoxy- Harzen und entschied mich dieses einmal zu probieren (mehr als in die Hose gehen
kann es ja nicht..) Ein Ersatztank wäre sicher zum Auftreiben gewesen, aber wie gesagt meiner ist O-Lack und somit wollte ich Ihn erhalten
....und wie am Anfang schon gesagt es ist eine Russin und daher darf man auch russisch ans Werk gehen
Tank wurde mit Pelox an der Unterseite entrostest und auch an den Lochränder im Inneren des Tankes, danach sauber und ordentlich
gespült (wichtig da Pelox in Holräumen bzw. auch bei Tanksanierungen nicht angewendet werden soll), danach getrocknet (Heißluftfön)
an den großen Löcher habe ich dünnmaschiges Metallgewebe von innen angepunktet und habe die Stellen mit Flüssigmetall großzügig
verschlossen. Das ging auch ganz gut von Innen mit einem groben Pinsel. Danach habe ich die verschlossen Stellen noch zusätzlich mit
einem Zweikomponeten Harz überzogen. Ebenfalls wieder abtrocknen lassen und danach mit Rostschutzgrundierung den Tankunterteil
lackiert.
Momentan wird der Tank innen entrostet mit Zitronensäure (Fdox habe ich mir nicht getraut einzusetzen). Ich fahre mal eine dreitages
Kur mal sehen wie nachher alles ausschaut. Nach 24 Std habe ich heute mal die Zitronensäure gewechselt und mal mit der Spax-Methode
den groben Dreck entfernt bzw. mal rausgespült. Tank ist nach wie vor dicht und man kann an der Innenseite bereits das blanke Metall erkennen.Neue Mischung und nochmals 48 Std volles Programm dann sollte eigentlich das Gröbste überstanden sein.
Anschließend werde ich den Tank, so wie es pornstar vorgeschlagen hat, mit Por 15 versiegeln.
Das Versiegeln ist dann mit Abstand die nervigste Arbeit, aber von der wird abhängen ob das Ganze dann längerfristig dicht ist
oder nicht. Nachdem bekanntlich nichts für die Ewigkeit ist, bin ich schon zufrieden wenn er die nächsten 5 Jahre hält..
Materialkosten mit Versiegeln bei knapp € 70 (man ist bereits bei der Variante bei den Kosten von einem Ersatztank)
Tanksieb war ebenfalls original verbaut, da gibt es ebenfalls von den Simson Moperl einen günstigen Ersatz für
knapp € 2,00 (muss allerdings für einen 60mm Stutzen sein !!!)
Nachdem aber ein Tank immer nur so gut funktioniert wie sein Benzinhahn, habe ich mich diesem auch gleich mal angenommen.
Modell orig: KP-12 (es sollte auch ein KP-15 passen)
Nachdem Reinigen und Zerlegen auf Funktion geprüft
Dichtung Wassersack leider porös und undicht (Masse 28mm außen und 16mm innen) da muss man auf eine Alternative zurückgreifen, ich
habe da nicht passendes gefunden. Ersatzdichtung wäre vom Wassersack Trabbi (Masse 28mm außen und 24mm innen)
Das Innenmaß ist nicht so wichtig, aber das Außenmaß muss unbedingt 28 mm haben (Gehäuse Wassersack hat 27,7mm).
An der Verschraubung mit dem Tank ist eine Fiberdichtung (Innendurchmesser 14mm o. 15mm Außen mind. 21 mm)
Sollte der Benzinhahn am Hebel selbst undicht sein, dann ist es blöd, da da drinnen eine Korkdichtung verbaut ist und
man auch einen spez. Schraubendreher benötigt um die Verschraubung zu lösen (ansonsten passen da die Korkdichtungen
der Ever Best benzinhähne).
Alternativ gibt es auch Nachbauhähne aus russ. Produktion (im Auktionshaus etc.)und da ist um ca. € 15 nicht´s verhaut
meiner wird noch zusätzlich mit einem Steigrohrsieb versehen, damit ich ggf. nicht die ablösende Beschichtung im Filter des
Wassersackes habe ![]()
..so das war es mal wieder, es sollte aber klar sein Tanks werden normalerweise geschweißt, dass was ich hier mache ist Pfusch
auf etwas höheren Niveau und der Ausgang noch ungewiss von Haltbarkeit mal ganz zu schweigen........
