SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von 125vnb6

    Sattel aufarbeiten:
    Nachdem mir der Sattel aber ganz gut gefallen hat, wollte ich den eigentlich behalten und auch auf aufarbeiten
    lassen. Da mir der GSF Sattler nicht richtig angesprungen war, weil er die Ansicht vertrat, die Satteldecke
    ist nicht mehr zu retten, musste ich selber aktiv werden. Als erstes war wieder das Reinigen der Teile angesagt.
    Alte poröse Satteldeckeneinlage rausgeschnitten. Wenn man selbst nicht über die Werkzeuge eines Sattlers
    verfügt, so gestalten sich Reparaturen an der Decke doch ein wenig schwieriger. Ich habe mich konzentriert
    die aufgegangenen Nähte von der Innenseite zu fixieren (kleben). Der äußere desolate Zustand sollte beibehalten
    werden. Die Satteldeckeneinlage, Sattelfedern mit Verbindungsplatte (leider ohne Befestigungsklammern) und
    die Federn gibt es als Ersatzteile im Nachbau zu kaufen. Die Federn habe ich mir bestellt, allerdings für den Preis
    sehr schlampige Ausführung. Die Haken der Federn waren gemein gefährlich und nachdem die an der Satteldecke
    reiben, musste ich alle händisch entgraten bzw. abrunden. Bei der Satteldecke habe ich dann eine selbstklebende
    Industriefilzeinlage in der Stärke von 7mm genommen und als dämpfende Zwischeneinlage Moosgummi in der Stärke
    von 2mm.


    GSF user Vesperazzo aus der Schweiz hat mir dann noch zwei orig. intakte Sattelfedern,einen Gepäckhaken und den Chokehebel
    zur Verfügung gestellt. Somit steht einem erneuten Einsatz nichts mehr im Wege. Die Feder gab es in verschiedenen Aus-
    führungen. Verchromt bzw. dunkel lackiert. Bei meinem Modell wären dunkle original verbaut gewesen, da es aber mit ziemlicher
    Sicherheit ein orig. Zubehörsattel der damaligen Zeit ist, war mir das egal. Die Satteldecke sollte eigentlich bündig vorne ab-
    schliessen, aber das Material ist über die lange Zeit geschrumpft, ist ja bei uns auch nicht anders ;)
    ...und wie ich dann fertig war, meldete sich mein Sattler er wäre doch daran interessiert den Sattel zu restaurieren....

    Jetzt fehlt mir nur noch ein orig. Haltebügel, dann wäre der Sattel vollständig.

    Natürlich werden auch fertige Satteln im Nachbau angeboten, die sind aber bis auf ein paar Ausnahmen, zum
    Vergessen, weil qualitativ einfach absolut schlecht gemacht. Wenn man Material und Zeit hochrechnet, dann hätte man mit ziemlicher Sicherheit einen gut gebrauchten Sattel um dieses Geld bekommen, aber nur wenn du solche Sachen
    einmal selbst gemacht hast, ist dir klar, warum ein Sattler für das Fertigen von solchen Geschichten einen sichtbaren
    Betrag verlangt.

    ptuser hätte mir bezüglich der Schraube für den Scheinwerfer schon ausgeholfen, ich habe es allerdings zum Anlass
    genommen und mir einen Schwung selbst bestellt. Sollte von Euch wer eine Scheinwerferbefestigungsschraube
    benötigen, dann kann er sich gerne bei mir melden, würde die Schraube zum selben Preis
    weitergeben (€ 0,50/Stk +Porto)
    Selbige Schrauben sind u.a auch bei der Polradabdeckung, Lüfterkranz Schmutzlappen etc. verbaut (dort auch in Kreuzschlitz
    ausführung).

    Scheiß Wetter, also dann.....

    .....ich fange gerne was an und lass mir dann immer sehr Zeit, aber die Dame ist mir letztes Jahr recht
    günstig beschienen worden und so habe ich momentan neben den 2 Vjatkas eben auch das LU Projekt
    laufen.
    Die Vorgeschichte ist vielleicht bekannt: Fahrzeug kommt aus Nizza und wurde in einer Hauruck-Partie
    von mir und einen Freund nach Wien und anschließend nach München geholt. Das Fahrzeug ist das letzte
    LU-Modell und man merkt es an der schlichten Ausführung. Die VN2 gilt als das Sparmodell dieser Baureihe.
    Piaggio war halt zum damaligen Zeitpunkt schon mehr in Richtung der 150ccm³ Modelle orientiert.

    Zum Fahrzeug selbst: Die LU stand für ihr Alter ganz gut da, wurde aber in typischer italienischer Manier vor
    Jahren überpinselt und natürlich auch ohne den Rost vorher zu entfernen ;)
    Motor war fest, allerdings nicht der klassische feste Kolben, sondern das Polrad war mit dem Lüfterkanal
    korrodiert. Links beim Herausholen aus dem Schuppen von Giovanni (gebürtiger Italiener in Nizza lebend)
    Gepäckbrücke von einer anderen LU, nicht mehr der originale Lichtschalter (Zubehörschalter von CEV)
    und der komplette Scheinwerfer vom damaligen Zubehör der Fa. Zenith. Abmeldebescheinigung und
    Kaufvertrag auf den letzten Fahrzeughalter und Besitzers lautend sind ebenfalls vorhanden.


    Für mich war eigentlich von Anfang an klar die bleibt wie sie ist!
    Heißt : wird zerlegt, alle Teile aufgearbeitet und ggf. schadhafte Teile durch Originalteile getauscht.
    Karosserie: der Ü-Lack so gut es geht entfernt und extreme Roststelle beseitigen, anschließend
    dauerhaft konservieren
    Motor: bleibt der original Motor unter Einbeziehung von Teilen aus der Schweitzer Edelschmiede "Bollag"

    Ein typischer Vorgeschmack, was einen erwarten muss wenn man so wie ich, ein Fahrzeug ohne genauere
    Inspektion, einfach blindlings kauft.


    ...so werden in Italien Satteln repariert! Die gebrochener Sattelfeder wurde einfach belassen.
    Man kann sich gut vorstellen, wie angenehm die letzten Ausfahrten waren ;)
    .....es sollte aber noch schlimmer kommen!
    vorderes Federbein hat auch schon deutlich bessere Zeiten erlebt, na ja beim Motor könnte man jetzt streiten, der
    soll ja eigentlich nur laufen, aber schön schaut auch anders aus......
    Man darf aber nicht meckern, hätte ich mich bezüglich Fahrzeugkauf ein wenig mehr eingelesen, dann wäre mir das
    alles nicht passiert bzw. hätte ich sicherlich den Fahrzeugpreis um € 3,50 runterhandeln können..

    und das schlimmste Fo´pa, dass mir passieren konnte. Ich habe was gekauft, mit verpönten braunen Sattel, somit
    muss ich mich jetzt auch in die Reihe der Eisdielenfahrer einreihen :+5

    Bei den Wideframes ist die Rahmennummer, in der Regel im Bereich der Vergaserklappe eingeschlagen.
    Leider war bei meiner VN2 dieser Bereich komplett verrostet und auch überlackiert. Meistens reicht
    es ja den Lack bzw. den Rost zu entfernen und die Rahmennummer wird wieder erkenntlich. In meinem Fall
    waren die Rostnarben aber so tief, dass ich sehr vorsichtig ans Werk gehen musste, um noch etwas zu retten
    bzw. sichtbar zu machen.

    Als Erstes habe ich mit Aceton den Ü-Lack entfernt und mit Rostdelete den Bereich der Rahmennummer
    eingestrichen und 24 Std. einwirken lassen. Rostdelete deswegen, weil es besser haftet als das dünnflüssige
    Pelox. Allerdings war das Ergebnis nach 24 Std. äußerst ernüchternd. Rostdelete hat bei weiten nicht die
    Kraft von Pelox und so bin ich am nächsten Tag umgeschwenkt und habe im halben Stunden Takt Pelox
    aufgetragen und Schichtweise den umgewandelten Rost abgetragen. Mittels Messingbürste bzw. Nassschleifpapier
    in der Körnung 800-1200. Dadurch kam ich schlußendlich dann doch noch zu den Zahlen

    nach ca. einem halben Tag Spielerei mit Pelox. Abwaschen und die Stellen polieren, dann Gott sei Dank die ersten Erfolge
    die Rahmennummer wird sichtbar. Man muss allerdings dazu sagen, wenn ich nicht die original Papiere hätte, würde man
    sich trotz allem schwer tun, die Fragmente noch zu entziffern. Aber nachdem die Rahmennummer bekannt ist, kann man
    es meiner Meinung nach doch ganz gut entziffern (ich hoffe der Tüv Prüfer auch). Auf dem Foto kommt es nicht so rüber,
    aber Buchstaben und Zahlen und auch der Stern sind strukturell erkennbar.

    Die Nummern von innen erkenntlich zu mach scheiterte leider auch, dafür sind die
    Zahlen anscheinend wenig stark eingeschlagen gewesen. Normalerweise sollte aufgrund der
    Stauchung des Materials die Rahmennummer spiegelverkehrt sichtbar werden beim Anschleifen.
    In meinem Fall leider nur blankes Metall. Wie gesagt, mit äußerster Vorsicht ans Werk gehen, sonst
    sind die Nummern schnell komplett unkenntlich. Daher auf maschinellen Einsatz besser verzichten.

    Es bestünde jetzt noch die Möglichkeit die Zahlen nach der Frey´schen Methode mittels Kupferchlorid erkennbarer zu machen,
    den Spaß hebe ich mir allerdings auf, wenn mir der Tüv die rote Karte geben sollte. Da das Zeug eigentlich im Handel offiziell
    nicht zu bekommen ist.

    na klar, gab´s die ohne Zündschloß!


    links deutsche Variante ohne Zündschloß und Blinker
    rechts österr. Variante ohne Zündschloß, ohne Blinker aber mit Lichthupe und Killschalter am Lenker (Lichtschalter)

    Der Tacho wird mittels dieses Bleches fixiert. Geklemmt (bzw. der Gegenanschlag) wird der Tacho lediglich über die Überwurfmutter der Tachowelle. Also als erstes Tacho "klemmen" und anschließend das Halteblech mit dem Lenkkopf verschrauben. Wenn es dann doch noch locker ist, musst halt die Überwurfmutter nochmals nachjustieren.

    @ptuser....du hast mal geschrieben, du hast Dir alte Rundkopf- Schlitzschrauben bestellt, da ist nicht zufällig
    eine für die Scheinwerferbefestigung dabei (DIN 86 M6*15)?

    na ja, die sollten schon halbwegs auf die richtige Länge abgelängt sein, damit alles reibungslos funktioniert!


    auch das Anbringen der Metallhülsen oder der Metallkabelbinder an den Bowdenzügen hat durchaus seine Berechtigung.