tigerarmy, vor allem der letzte satz bringt mich dazu, mich direkt mal anzuschließen. 
1. sh. tiger: damals waren alte vespas und lambrettas im straßenbild noch mehr oder weniger normal – jedenfalls nicht soo selten, dass nicht der eine oder andere rücksichtslos an seinem rahmen rumgecuttet hätte.
und man hatte fast auf jeder fahrt jemanden zum grüßen (im gegensatz zu jetzt. zumal der gegrüßte oft zu überrascht ist, um zurückzuwinken). jedenfalls musste kurz nach dem autoführerschein eine 50N her – damals aus zeitungsinserat vom netten opi gekauft – für 400 DM. die wurde dann später gegen ne 50 special getauscht, der auch gleich mal ein 102 DR verpasst wurde. aus zeit- und geldmangel wurde die irgendwann verkauft (in der irrigen meinung, sich für etwa das gleiche geld ja irgendwann wieder eine kaufen zu können). dann blieb es erstmal beim autofahren – bis mich vor etwa 5 jahren die leidenschaft wieder stärker denn je gepackt hat. nach langem rumgesuche und einem fehlkauf habe ich den jetzigen roller gefunden (wie sich rausstellte, einer, der auch "damals" schon in meiner ehemaligen heimat rumfuhr und dort nicht unbekannt war), gekauft, repariert, restauriert und nach meinen vorstellungen hergerichtet.
2. 50N erstserie baujahr 1963 – grund: siehe oben. hätte aber auch ne "normale" 50N genommen. oder ne special.
3. schwer zu sagen. ich finde, (schalt)rollerfahren macht einfach einen riesenspaß – das geräusch ist die sahne obendrauf. ich finde immer noch selten den kürzesten weg von A nach B, weil man dann ja so schnell wieder vom roller muss. daher wird vor dem nachhausekommen gerne noch ein ehrenründchen gedreht.
dass sich die leute oft die köpfe verdrehen, nehme ich gerne in kauf. lustig isses ja schon – der grund für's vespafahren ist es aber nicht (s.o.). das gefühl, wenn man auf gleichgesinnte trifft, ist auch schön. da kann man sich gleich endlos unterhalten, selbst wenn man sonst aus ganz unterschiedlichen welten kommt. manchmal ist das gefühl aber auch einfach angst – wenn man mal wieder von einem verkehrsteilnehmer übersehen wurde. aber der adrenalinkick danach hat auch was. 
4. meine hat fast die längste geschichte, die ne fuffy haben kann ;). teilweise kenne ich sie – und habe sie kennenlernen müssen. allein beim lack abtragen – was da so alles hervorkam: dunkelgrün (teilweise direkt abwaschbar!), metallic-lila … das lässt tief schließen auf die psyche, fachkenntnis und pflege der vorbesitzer. ;). die geschichte der vespa an sich kenne ich natürlich auch relativ gut.
5. es gibt keinen. aber man KANN es machen und wenn man sich infiziert hat, wird es einen nicht mehr loslassen. das schöne ist auch, dass man sich irgendwann (zumindest wenn man hilfe hat – danke an tigerarmy, ich sage nur: "es werde licht") alle möglichen reparaturen zutraut und im traum nicht mehr daran denkt, jemals wieder eine werkstatt aufsuchen zu müssen. ansonsten finde ich den ganzen vespa-retro-bla-bla hype eher nervig (nicht nur wegen der teilweise abartigen preisentwicklungen). wer etwas "trendiges" sucht, soll eben ein ed hardy shirt kaufen (komisch – kaum ein ed hardy-träger hat selber tattoos ... ) – oder nen "retro"-roller – denn zum schrauben hat man dann je eh keine lust. aber genau das macht u.a. den unterschied aus – eine alte vespa ist ein gefährt, dass man manchmal besser versteht, als die eigene freundin (manchmal ist es sogar andersrum), und nicht ein "kultiges" gefährt, was einen glanzvoll von der eisdiele zur sushibar trägt.