den Zustand vorher find ich jetzt nicht SO ausschlaggebend. Du kaufst ein altes Fahrzeug, meistens hat das gelebtes Leben hinter sich, fertig.
Die Frage ist, WIE man wieder aufbaut. Wenn man dabei Gewinn erwirtschaften möchte (und das möchte der Verkäufer offensichtlich, da dort mehr als ein Rahmen rumsteht), ist es kaum möglich, das Fahrzeug original (mit original Teilen) aufzubauen. Alte Teile aufarbeiten kann Tage dauern, das ist nicht wirtschaftlich (Tacho überholen, Schrauben neu beschichten, alte Schalter überholen, Motor glasperlstrahlen - da fallen 1000 Kleinigkeiten an)
Drüber spachteln, Felgensilber, Originales gegen billige Repro-Teile ersetzen, grottig schlechte Weißwandreifen (einmal damit bei nasser Fahrbahn unterwegs und du weißt, was ich meine) und das ganze in einer zeitgemäßen Hipster-Farbe wird immer noch gern gekauft, weil man "schon immer mal eine alte Vespa haben wollte". Heißt ja nicht, dass der Roller nicht fährt oder für den Alltag nicht zu gebrauchen ist - den wirklichen Liebhabern stellt sich aber das Nackenhaar bei der Vorstellung, in so einen "Blender" viel Geld zu versenken. (ist aber meiner Erfahrung nach z.B. im Bereich Düsseldorf und München ein weit verbreitetes Vespa-Phänomen
)
Die Leute, die sich die Mühe machen, einen Roller pedantisch zu restaurieren, machen das in der Regel für sich selber, denn die Stunden, die da reinfließen, werden einfach nicht bezahlt.
Wenn du dir mal eine ordentliche Restaurationsgeschichte durchlesen willst, lies mal hier rein: der scheunenfund einer vespe bj. 69: eine heisse tour durch die gegend. bilder in schwarz/weiß festgehalten!teil 2 - seite 7 - optik & restaurationen - vespaonline | das vespa forum für blechroller
(leider fehlen inzwischen die bilder, seh ich gerade
)