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Bremse schleift nach Wechsel der Bremsbacken

  • Schönen Guten Morgen zusammen,

    derzeit restauriere ich meine 50s. Mittlerweile baue ich mein Goldstück wieder zusammen. Leider habe ich ein paar Probleme mit den Bremsen. Ich habe die [lexicon='Bremstrommel',''][/lexicon] sandstrahlen und lackieren lassen. Vom Lack habe ich sie wieder befreit (innen). Leider sind jetzt mehrere Probleme aufgetreten.

    1. Nachdem ich die Bremstrommelen aufgesteckt habe kann ich den Bremshebel deutlich wenig weit drücken oder ziehen als vorher.
    2. Nachdem ich die Bremstrommelen aufgesteckt habe und die Trommel drehe kann ich ein deutliches Schleifgeräusch hören. Das Schleifen höre ich allerdings nicht bei der gesamten Umdrehung der Trommel sondern nur an bestimmten Stellen. Freilich kann ich mich auch täuschen, ich glaube aber, dass sich das Schleifgeräusch etwas verschiebt. Damit meiner ich, dass ich an der Bremsankerplatte keinen Platz ausmachen kann an dem die Trommel immer schleift.

    Jetzt zu meiner Fragen: Kann ich versuchen die Bremsbacken etwas abzuschleifen? Bringt mich das bei meiner Problemlösung weiter? Was könnte ich noch tun?

    Ich freue mich über jeden Hinweis und wünsche euch schon mal einen guten Start in die Woche.
    Schöne Grüße
    Replika_Projekt

  • Hallo Replika,

    du kannst vorsichtig die Kanten von den neuen Bremsbacken brechen, da passiert nichts.
    Und für die Hinterradbremse gleich den Sitz der Einstellschraube überprüfen, ob sie nicht vielleicht den Zug komplett straff hält. Falls ja, die Spannung rausnehmen, bis es nicht mehr schleift und dann von Zeit zu Zeit, bzw. Bedarf nachstellen.

  • Würde die Züge etwas lösen und die Trommeln auf der Bremslauffläche mit feinem Schmiergel etwas bearbeiten und auch die Beläge der Bremsbacken sowie ggfls. die Kanten brechen. Ist klar, dass wenn Du neue Beläge drauf hast, sich der Bremspunkt (je nach dem, wie stark die Züge gespannt sind) dann verändert bzw. verkürzt.

    Wenn das obige nicht helfen sollte, dann kann man die Trommeln auch ausdrehen lassen oder sich gleich neue besorgen, dann nach Jahren laufen die ja auch ein und können mit neuen Belägen etwas "eiern", was dann zum partiellen Schleifen führen kann. Und wieso sind die Trommeln auch von innen lackiert worden? Da hat Lack doch gar nichts verloren!

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • 1. ist wohl kein Problem, sondern ganz natürlich. Der Hebelweg wird halt kürzer, weil bei neuen Bremsbelägen mehr Belagstärke vorhanden ist und die Beläge deshalb schon nach kürzerem Hebelweg an der Trommel anliegen.

    2. Du kannst die Reibfläche in der [lexicon='Bremstrommel',''][/lexicon] mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband mit Schleifpapier bekleben, dann die [lexicon='Bremstrommel',''][/lexicon] wieder aufstecken und von Hand drehen. Dann sollten die Beläge soweit abgeschliffen werden, dass sie im Ruhezustand nicht mehr an der Trommel schleifen.

    Wenn die Bremse aber beim Betätigen im Fahrbetrieb ruckelt, ist die betreffende Trommel unrund und sollte innen ausgedreht werden.

    Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten. Das mit dem abbrechen der Kanten traue ich mich erst mal nicht. Dafür werde ich gleich mal das mit dem Doppelseitigen Klebeband ausprobieren.

    pkracer:
    Nur noch mal für mich als Vespaschrauber mit "überschaubarer" Erfahrung:
    Ich klebe mir doppelseitiges Klebeband in die Innenseite meiner [lexicon='Bremstrommel',''][/lexicon]. Auf diese Klebband bringe ich ein Schleifpapier an. Dann setzte ich die Trommel wieder auf und drehe sie von Hand. Ich bin mir noch etwas unsicher wielange ich die Trommel drehen soll.
    1. Drehe ich sie so lange bis ich keine Schleifgeräusche mehr höre. Danach entferne ich das Klebeband wieder und reinige die Innenseite der Trommel.
    oder alternativ:
    2. Drehe ich sie ein wenig und teste zwischenzeitlich immer wieder ob der gewünschte Ergebnis eingetreten ist.

    Im zweiten Fall müsste ich das Klebeband vermutlich mehrfach rein und wieder raus machen. Dafür würde ich vielleicht den optimalen "Abschleifpunkt" erreichen.

    Im ersten Fall würde ich vielleicht etwas zu viel abnehmen?

    Besten dank schon mal für dein/euer Feedback.
    Replika_Projekt

  • Sowohl 1. als auch 2. geht, wobei 1. länger dauern kann ;)

    Mit "Kanten brechen" meint man übrigens nicht tatsächlich das brechen der Kanten Deiner neuen Beläge. Du nimmst eine Feile oder grobes Schmirgelpapier und machst die Kanten an Deinen neuen Belägen etwas rund, mehr nicht.

    Grüße
    Zapper

    Suche: Derzeit nix
    --
    Wenn du es baust, wird er kommen.
    Falsch ist wahr, wenn Falsches (welches wahrlich falsch ist) wahr ist.

  • Hallo Zapper,

    Der Hinweis was Kanten brechen heißt ist Gold Wert. Da hätte ich ziemlich alt ausgesehen mit tatsächlich abgebrochenen ecken.
    Erst mal schleif ich mit der Trommel. Die Backen sind ja schon drin das passt so schön.

  • Hallo Zapper,

    Der Hinweis was Kanten brechen heißt ist Gold Wert. Da hätte ich ziemlich alt ausgesehen mit tatsächlich abgebrochenen ecken.
    Erst mal schleif ich mit der Trommel. Die Backen sind ja schon drin das passt so schön.

  • Der Hinweis was Kanten brechen heißt ist Gold Wert. Da hätte ich ziemlich alt ausgesehen mit tatsächlich abgebrochenen ecken.


    Und wenn man Dir jetzt sagt, dass Du das Kolbenfenster im Zylinder putzen sollst ,was würdest Du dann machen? Sidolin streifenfrei und einen Putzlappen holen? (Sorry, musste jetzt sein... :D )

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • Zitat

    Und wenn man Dir jetzt sagt, dass Du das Kolbenfenster im Zylinder putzen sollst ,was würdest Du dann machen? Sidolin streifenfrei und einen Putzlappen holen?

    Danke. Leute zum Lachen zu bringen ist Gold wert.