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Dichtungen - Papier oder Metall?

  • Hallo.

    Mein Zylinderfuss scheint nicht ganz dicht zu sein und meine Vespa markiert täglich Ihr Revier durch kleine Benzin-flecken auf dem Boden. Ich hab mir also ne neue Zylinderfussdichtung gekauft und mein Laden hatte nur noch eine aus Metall. Derzeit ist eine aus Papier verbaut.

    Daher meine Frage:

    1. Wann ist Papier besser geeignet? Wann Metall?
    2. Sollte ich speziell bei der Zylinderfussdichtung zusätzlich noch mit Dichtpaste arbeiten? Wenn ja, gibt's dazu Empfehlungen?

    Danke schonmal im Voraus!

  • Eine Vespa, die nicht sifft, ist leer. :D

    Papier zersetzt sich mit der Zeit und zu dick sollte die Dichtung ja auch nicht sein, wenn ich nicht irre.

    Wie viel sifft sie denn? Ein Fingerhut voll am Tag? Pro Woche? Weniger? Mehr?

    Beste grüße,

    Kai.

  • Ne, vorher war sie ja auch dicht, aber ich hab dann mal den Zylinder runtergebaut und seitdem ist sie eben nicht mehr ganz dicht. Ist aber ja auch kein große Sache. Mich interessieren nur Allgemein die Vor-/Nachteile von Papier und Metalldichtungen.

  • Ne, vorher war sie ja auch dicht, aber ich hab dann mal den Zylinder runtergebaut und seitdem ist sie eben nicht mehr ganz dicht.


    Und genau deshalb nimmt man Metalldichtungen, weil die beim Abbau nicht so scheisse kaputtgehen, wie die aus Papier. Also Metalldichtung rein und feddich. Paste würde ich da nicht unbedingt draufschmieren. Sollte auch so halten.

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • So oder so werden Dichtungen immer ersetzt, wenn der Zylinder runterkommt...

    als vliegen achter vliegen vliegen, vliegen vliegen achterna

  • Und genau das hab ich auch gemacht. Papierdichtung durch Papierdichtung ersetzt.
    Aber was eignet sich denn besser als Zylinderfussdichtung und wann nimmt man ganz generell was?

  • Tach,

    ich habe die Erfahrung gemacht bei einen Automatikroller, das eine Metalldichtung die Wärme von Zylinder zusätzlich auf das Gehäuse überträgt. Ob das jetzt Positiv oder Negativ ist kann ich nicht genau sagen. Würde mir aber vom logischen her sagen weniger Wärme am Zylinder ist doch eigentlich Positiv.

    Ich habe bei meiner Vespa die Papierdichtung zusätzlich mit Auspuffdichtmasse eingeschmiert. Natürlich ganz dünn und seitdem ist sie am Fuß total trocken. Ob es beim Zylinderkopf auch was bringt muss ich mal testen.

    Danke, Ciao

    Mark


    "Die Band, Elwood, die Band!" - "Die Band?" - "Die Band!?" - "DIE BAND!"

  • Ich habe bei meiner Vespa die Papierdichtung zusätzlich mit Auspuffdichtmasse eingeschmiert. Natürlich ganz dünn und seitdem ist sie am Fuß total trocken. Ob es beim Zylinderkopf auch was bringt muss ich mal testen.

    auspuffdichtmasse ist wie mörtel, trocknet aus und wird rissig

    Zitat pkracer:

    Die Methode des selbst Nachdenkens ist glaube ich nicht avantgardistisch, sondern im Gegenteil ein Relikt aus grauer Vorzeit - damals, bevor es Internetforen gab - und inzwischen total aus der Mode gekommen.


    Deloraz@chup4:
    du gehts mi in letzter zeit sowas von aufm sack! (und bevor da noch ne blöde meldung von dir kommt: ICH HAB SCHON HAARE DRAN!)

  • Papierdichtung (imprägniertes Papier)
    einfach billig, kann man zur Not selber herstellen (Dichtungspapier aus dem Mopedshop)
    Hält ewig wenn man es richtig macht (Extrembeispiel: 37 Jahre alte Fuffi mit nie geöffnetem Motor)
    Das Papier saugt sich mit Öl voll und quillt etwas (das ist normal und erwünscht und dichtet gut)
    Reicht völlig für Originalzylinder bis leichtesTuning (DR 75 etc.)

    Metalldichtung (Dünnes Alublech)Ich rede von der Originaldichtung mit umlaufender Sicke.
    Hält auch ganz gut
    Wichtiger Pluspunkt: Alu leitet Wärme sehr gut und diese Dichtung ist in dieser Hinsicht als Zylinderfußdichtung besonders für getunte Motoren
    m.E. zu bevorzugen.
    Das Alublech verformt sich beim Festziehen des Zylinders (die Sicke an der Oridichtung passt sich prima an).
    Nur ein späteres Nachziehen klappt nicht gut... wnn die Aludichtung mal undicht wird hilft nur erneuern.
    Bei der Papierdichtung hilft meiner Erfahrung nach das Nachziehen manchmal.

    Ich will Mrniceguy nich auffe Füsse treten, aber seine Erfahrungen am Plastezündplättchen sind m.E. nicht auf die Alten Vespas übertragen.

    Und eine Zylinderkopfdichtung brauchen die meísten Vespas nicht (außer einigen Tuningzylindern)
    Ganz platt formuliert und unsachlich gemeint, wenn man den Zylinderkopf durch Planen nicht dicht bekommt, sollte man ihn wegschmeißen oder es bleiben lassen.

    Hoffe dir mit den Infos gedient zu haben...

    4 Mal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel (July 24, 2012 at 22:47)

  • Moin,

    Jack: Mir ist klar das man die Platikmotoren nicht mit alten Vespamotoren vergleichen kann. Aber Wäreleitung bleibt Wärmeleitung...

    Das die Auspuffdichtmasse hart und brüchig wird ist mir noch nicht passiert. Kann nur aus eigenen erfahrungen sprechen.

    Trotzdem fine ich es gut das wirklich viele leute hier ihre eigenen Erfahrungen posten! Ob man diese Meinung teilt ist natürlich sein eigendes ding.

    Aber um mal vom off Topic zum Thema zurück zukommen, kann man also sagen Pro und contra für Metall zu Papier:

    Metall:
    -Leitet die Wärme auf das Motorgehäuse
    -Kann nur einmal angezogen werden, da die Dichtlippe zerdrückt wird
    -Dehnt sich bei Wärme aus und bei Kälte wieder zusammen

    Papier:
    -Leitet keine Wärme auf das Motorengehäuse
    -Dehnt sich durch Öl aus
    -Wurde original von Piaggio verbaut

    Bestimmt kann man die Punkte noch erweitern. Wenn jemanden noch was einfällt kann man das ja dazuschreiben. Vieleicht kann man das ja dann ins FAQ einfügen.

    Danke, Ciao

    Mark


    "Die Band, Elwood, die Band!" - "Die Band?" - "Die Band!?" - "DIE BAND!"

  • Also ich hatte bis vor ein paar Tagen ne Aludichtung,
    die hat vorne am ASS richtig rausgespritzt
    und deshalb hab ich jetzt nur Elring Dichtmasse bis 300 Grad, würde ich immer so machen!
    Auch mit Papier wars nie 100%ig Dicht, jetzt ists Dicht!