Getriebeölwechsel

  • Beschreibung des korrekten Getriebeölwechsels und seiner Begleitumstände

    Warum regelmäßiger Ölwechsel?

    Trotz Getriebeöl bildet sich Abrieb im Getriebe. Durch die Getriebeentlüftungsschraube (dient der Druckentlastung) besteht eine Verbindung zur Aussenwelt und durch die Temperaturwechsel nimmt Öl auch Feuchtigkeit auf und altert.
    Ist das der Fall, kann das Öl seine Aufgabe, Verschleiß zu mindern etc. nicht mehr erfüllen. Ganz im Gegenteil, ein mit Unrat beladenes Getriebeöl schadet dem Getriebe, den Lagern, der Kupplung und den mit ihm in Berührung kommenden Wellendichtringen.
    Mit regelmäßigen Ölwechsel spült man mit dem Öl die darin enthaltenen Verunreinigungen hinaus.


    Vorbemerkung:
    Die Getriebeölmenge ist von Motor zu Motor verschieden und von den darin eingebauten Getrieben abhängig. Das Getriebe wird grundsätzlich nur bis zur Einfüllöffnung befüllt (Ausnahme: manche sehr alten Rollermodelle). Getriebeöl kommt oft in Universalfläschchen mit meist 250 ml Inhalt. Dieser ist auch für andere Roller und Mopeds gedacht und bedeutet nicht zwangsläufig, daß der Inhalt komplett eingefüllt werden muß.


    Der Getriebeölwechsel:

    • Motor warmfahren und 5-10 min stehen lassen
    • Fahrzeug auf ebene Fläche stellen (wichtig!)
    • sauberes Auffanggefäß unter die Getriebeölablaßschraube stellen
    • Öleinlaßschraube & -Ablaßschraube entfernen und Öl ablaufen lassen
    • Ölablaßschraube unter Verwendung einer neuen Papierdichtung wieder einschrauben
    • Getriebeöl einfüllen bis Höhe Öleinfüllöffnung
    • Öleinfüllschraube unter Verwendung einer neuen Papierdichtung wieder einschrauben


    Hinweise:

    • Ein Ölwechsel empfiehlt sich nach Herstellervorschrift, manche legen aber den Ölwechselintervall eigenverantwortlich auf jährlich oder alle 5000 km fest.
    • es ist gesetzlich vorgeschrieben, Altöl einer sachgerechten Entsorgung zuzuführen.
    • es ist empfehlenswert, das aufgefangene Altöl genau in Augenschein zu nehmen und auf Metallspäne und Metallflitter, sonstige Partikel (Kickstarteranschlagggummi, Wellendichtringmateial, Kupplungsbelagmaterial etc.) und Benzingeruch zu untersuchen.
    • Bitte immer die vorgesehenen Dichtungen aus Papier verwenden, niemals solche aus Kupfer oder Aluminium - das Anziehen der Öleinlaß- und Ablaßschraube soll mit Gefühl geschehen und dabei wird auch die Papierdichtung schön dichtgequetscht. Die Schrauben aus hartem Stahl sitzen im Getriebegehäuse aus weichem Aluminum. Die Papierdichtung verhindert hier auch, daß man beim Festschrauben zu schnell das Gewinde herausreisst.
      Eine Dichtung aus hartem Kupfer z.B. müßte man so fest ziehen, daß das Gewinde extrem darunter leidet (Kupferdichtungen werden z.B. in stählernen Ölwannen an Autos verwendet).

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