Erfahrungen mit Riefen auf der Drehschieberdichtfläche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Erfahrungen mit Riefen auf der Drehschieberdichtfläche

      hallo Leute, bei dem Motor den ich gerade neu aufbauen will ist die Drehschieberdichtfläche voll mit Riefen.
      Ist das nur noch was für Membran oder doch einen Versuch wert?
      Bilder
      • 00001.jpg

        188,03 kB, 1.280×960, 409 mal angesehen
      • 00002.jpg

        181,4 kB, 1.280×960, 440 mal angesehen
      • 00004.jpg

        171,9 kB, 1.280×960, 430 mal angesehen
      • 00006.jpg

        152,5 kB, 1.280×960, 369 mal angesehen
      • 00011.jpg

        173,5 kB, 1.280×960, 419 mal angesehen
      Roller-aus-Blech.de
    • RE: Erfahrungen mit Riefen auf der Drehschieberdichtfläche

      Salü,
      um's kurz zu machen:
      Vergiß es

      Herzlichst
      Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill
      Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht Es ist Nacht in Baskerville
    • RE: Erfahrungen mit Riefen auf der Drehschieberdichtfläche

      Original von jack O'Neill
      Salü,
      um's kurz zu machen:
      Vergiß es

      Herzlichst


      bissl pauschal, oder?

      kommt auf die Tiefe der Riefen an

      habe selbst nen PK Motor der Riefen drin hatte, damals war auch die Überlegung bei mir ob der wohl noch geht oder nicht

      auf gut Glück zusammengebaut und gehofft

      schnurrt wie ein Kätzchen, hat volle Leistung und bläst nicht zurück

      mit großem Zylinder kannst natürlich schon wieder etwas anders aussehen, da der natürlich auch eine höhere Vorverdichtung hat

      mein 75er DR läuft allerdings einwandfrei

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alexhauck ()

    • @baron
      Was hastn verbaut?
      Sollte ich es machen müssen, so würde ich wohl den Polini 19.19 nehmen.
      Was hälstn davon?
      Haste vlt. n Bild vom Resultat deiner Fräsarbeiten?

      @alex
      an der oberen Kante in der rechten Ecke ist die tiefste Stelle
      Die Riefen sind durchaus fühlbar, messbar vlt. auch, aber nicht mit meinen Mitteln.
      Da sollte ne 100er Klasse rein, vlt. sollte ich erst mal einen 50er versuchen.
      Ich hatte den Motor vor der Demontage kurz laufen.
      Nicht eingestellt und mit einem tierisch gefressenem!!! 50er Kolben hat er Gas angenommen, nicht besonders gut, aber dennoch.
      Roller-aus-Blech.de
    • Das ist doch kein Problem-mach das mit Kaltmetall wieder glatt und hab Spaß mit Deinem 100er Satz....
      Ist durchaus nicht übertrieben, dass das ohne große Probleme zu retten ist.

      Wer hier schreibt-vergiss es, hat wahrscheinlich noch nicht mal nen Motor auseinander gehabt. :baby:
    • Servus shova,

      hab den Polini Membranansaugstutzen verbaut samt 19.19er Gaser und bin gerade am abdüsen, so wie er orginal bedüst war hat es mich gleich die erste Zündkerze gekostet an der Ampel^^
      Bin sehr zufrieden, vor allem mit dem Stutzen, endlich keine Probleme mehr mit Falschluft.
      Rennwelle hatte ich schon vorher verbaut, die verträgt sich sehr gut mit der Membran, besser natürlich noch Lippenwelle.
      Ich häng mal n Fräsbild an, ist alles noch sehr moderat....

      mfg
      Bilder
      • Bild.jpg

        137,3 kB, 1.200×900, 355 mal angesehen
      • Bild 042.jpg

        149,83 kB, 1.200×900, 364 mal angesehen
      • Bild 043.jpg

        132,63 kB, 1.200×900, 335 mal angesehen
      www.vespa-schmiede.de
    • Gute Arbeit! :)
      Ich habe noch ne Mazzu hier, die würde dann reingehen.
      Wieso hastn bei Bild1 so weiträumig gefräst?
      Hätte es nicht genügt, den Übergang etwas kürzer zu halten?
      Roller-aus-Blech.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anzeige ()

    • Original von elbochos
      Das ist doch kein Problem-mach das mit Kaltmetall wieder glatt und hab Spaß mit Deinem 100er Satz....
      Ist durchaus nicht übertrieben, dass das ohne große Probleme zu retten ist.


      Was würdestn da für Kaltmetall nehmen?
      Das grosse Problem dürfte das Einschleifen werden.
      Habs nicht so mit Schleifen (zu faul :D )

      Fürs Anpassen müsste dann wohl ein Nu Lager rein, da vermutlich die Welle rein und raus und rein muss... !?

      PS: Die Fläche ist nur mit Riefen versehen. Es sind zum Glück :rolleyes: keine Stücke herausgebrochen
      Roller-aus-Blech.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Anzeige ()

    • Wo genau meinst du jetzt?
      Den Überströmer hab ich an den Zylinder angepasst und ansonsten hab ich eben nochwas weggenommen, damit Gemisch an der Kurbelwellenwange vorbeiströmen kann.

      mfg
      www.vespa-schmiede.de
    • Zur not gehts auch mit Epoxydharz-das sollte in den vorhandenen Rillen allemal die nötige Festigkeit finden-dann sparst Du Dir schon bissi Schleifarbeit.

      Wenn Du aber eh auf Membran umbauen willst, dann tu das-dann kannst Du die Welle gleich lippen.

      Gruß
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elbochos ()

    • Ich will nicht auf Membran umbauen,
      ich will das Gehäuse retten!


      Was ist denn von den Artikeln zur Rettung zu halten?

      1) Stabilit (mein Favorit)
      - Temperaturbeständig bis 80°
      - spaltfüllend!!!
      - nicht restelastisch sondern hart!
      - sehr gut zu verarbeiten, da in den ersten Minuten eine sehr gute Kontrollierbarkeit der Festigkeit gegeben ist.

      2) Spachtan-M (aus der Tube)
      - Eigenschaften siehe Bild
      - habe keine Erfahrungen mit

      3) Weicon 2K Knetmetallrollen (Titanium, Alumium, ...)
      - Temperaturbeständig bis 120°
      - schlecht an der Stelle zu verarbeiten (viel! Schleifarbeit)
      - restelastisch
      Bilder
      • 00003.jpg

        319,27 kB, 1.280×960, 241 mal angesehen
      • out.jpeg

        100,32 kB, 617×625, 257 mal angesehen
      • out.jpeg

        437,39 kB, 1.213×1.753, 263 mal angesehen
      Roller-aus-Blech.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Anzeige ()

    • Weicon Titan-wäre mein Favorit. Auch wenn viel Schleifarbeit, aber das Zeug ist einfach super.
      Habe damit schon Motorgehäuse, Vergaser und sogar einen Zylinder repariert, welcher beim ÜS-Fräsen ne recht dünne Haut von 2/10mm bekommen hat :D

      Der Aufwand lohnt sich, das Weicon wird Dich nicht enttäuschen und dauerhaft da bleiben, wo es hin soll.

      Gruß
      Daniel
    • Ich kann mich mit der Knetrollengeschichte dort nicht anfreunden.
      Ich bin selbst ein Freund davon, aber an der Stelle ... kann ich mir nicht vorstellen, wie das in die feinen Riefen kommen soll und wie ich das sauber runtergeschliffen bekommen soll.

      Ich glaube, das Metall aus der Tube fällt weg, da es sich wie Metall bearbeiten lässt (was an dieser Stelle nicht gerade ein Vorteil sein dürfte)

      Welche Temperaturen herrschen denn eigentlich an dieser Stelle?
      Roller-aus-Blech.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Anzeige ()

    • erstmal guten Tach
      Wer hier schreibt-vergiss es, hat wahrscheinlich noch nicht mal nen Motor auseinander gehabt.

      Was'n das für ne Anmache ?
      Wer das schreibt muß wohl in seiner Baumarktabteilung Umsatz machen.

      Für die Membran spricht: Die schraubst du drauf und fährst sofort weiter. Du läßt das Gehäuse wie es ist und verbesserst sogar die Funktion ! Du rettest das Gehäuse in seinem Ist-Zustand !

      Für das Kaltmetall spricht: Wenn du hinreichend Erfahrung in der Freihandbearbeitung von eigentlich maschinell plangefrästen, plangedrehten oder präzisiongespindelten Metallflächen wie der Einlaßdichtfläche hast, dann kannst du dich ja hier verlustieren. Diese Fläche ist auf 2/100 mm genau, und zwar radial sowie axial zur Kurbelwellendichtfläche, das kann kein Mensch so genau per Hand schleifen, auch wenn er in seiner Abschlußprüfung ne 1 hatte.
      Ich hab es mehrmals versucht während meiner 8 jährigen Tätigkeit im Formen und Sondermaschinenbau - auch unter Zuhilfenahme von CNC-Fräse; Meßgeräten etc., aber diese Sisiphusarbeit ist den Aufwand und das Geld nicht wert. Sicher kann man Kaltmetall nehmen, um zweitrangige Stellen zu flicken, why not, aber hier im Herzen des Motors mit einer metallpulvergefüllten Spachtelmasse herumzusutschen, da soll dir derjenige, der solche Ratschläg erteilt, mal eine Garantie geben !
      Solche klugen Ratschläge erteile ich jedenfalls nicht aufgrund der Fotos. Woher nimmt er die Garantie, daß der 100er Satz dann überhaupt richtig funzt - kann er eine Kompressionsprüfung per Ferndiagnose durch Bildbetrachtung durchführen ?
      RESPEKT, NOBELPREIS, APPLAUS !

      Stabilit Express ist übrigens ein Methacrylatkleber, der ist nicht hart sondern hat eine Restelastizität und ist sogar thermoplastisch !
      Du mußt mal überlegen, welchen Belastungen eine solche Kaltmetallreparatur ausgesetzt ist : Hitze, Vibrationen, chemische Belastung durch Benzin und Öl, all das fördert nicht die Alterungsbeständigkeit deiner Reparatur ! Das würd ich erst gar nicht nehmen.

      Ich würde eine Methode wählen, die dauerhaft und zuverlässig den Defekt behebt und die Funktion wiederherstellt. Du willst den Roller ja auch noch schneller machen. Umso mehr würde ich auf Sicherheit wert legen, und ein Klecks Spachtelmasse an dieser Stelle ist ein Unsicherheitsfaktor. Stell dir vor, du heizt da so richtig schön über dir Landstraße. Die Reparatur hält seit zwei Jahren und du denkst gar nicht mehr dran. Ein LKW hängt dir im Nacken, dem du nicht schnell genug bist. Da kackt deine verpachtelte Dichtfläche ab, weil du der Mühle das letzte rausholst. Entweder die Kurbelwelle zermahlt das zu Staub (und die Kompression und somit die Leistung entfällt urplötzlich, oder die Brocken geraten zwischen Kolben und Zylinderlauffläche. EGAL, jetzt kann dir auch elbochos nicht mehr helfen, weil dir jetzt der Motor verreckt und der LKW dich zu Hackfleisch macht.

      Aloha
      Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill
      Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht Es ist Nacht in Baskerville
    • hi,
      danke für deine ausführliche Ausführung!
      Eine Garantie erwarte ich von niemandem!
      Die Entscheidung werde natürlich ich selbst treffen.

      Lass uns nicht auf die Geschichte mit dem bösen LKW eingehen, ich hätte schon Lust drauf, aber lieber wann anders, oder auf Opel-Fahrer ... (wie der Typ gestern X( )

      Ich kann nicht so gut schleifen, das steht fest!

      Was spricht denn gegen das Stabilit?
      Das würde ich spaltfüllend auftragen und womit abschleifen?
      Selbst wenn das nen Abflug macht, dann müsste das zerbröselen, so dünn wie das aufgertragen ist.
      Da lacht sich die Kurbelwelle doch einen über das bissl harten Kleberrrest oder bin ich da auf dem Holzleimweg?

      Nichtsdestotrotz, ich wäre trotzdem sehr dankbar! wenn die Diskussion hier an dieser Stelle noch nicht nicht am Ende angelangt ist

      PS: wenn ich müde werde, dann fräs ich halt auf Membran
      Roller-aus-Blech.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Anzeige ()

    • Die Sache ist nur, dass ich es mit Kaltmetall gemacht habe, die Kiste tiptop läuft (zwar erst seit ca. 9000 km) aber sie läuft und zwar nicht schlecht.

      Ich mag mich jetzt auch nicht Seitenweise auslassen.

      Anmachen werde ich hier auch niemanden-kann nur vermitteln, was bei mir geht/ging und was nicht. Da ich weiss, dass es funktioniert, habe ich nur diese Pauschalaussage als nicht der Wahrheit entsprechend hingestellt.

      Gruß
      Daniel
    • jepp, das Titanium vom Conrad für ca 9-10 Euro.

      Spritbeständigkeit ist an dieser Stelle sehr von Vorteil, weil ja das Gemisch vom ASS da reinströmt ins Kurbelgehäuse weiterdüst und auf dem Weg dorthin u.U. Deine mit nicht Kraftstoffresistenden Materialien an der Drehschieberdichtfläche wegfrisst. ;)

      Edit sagt, dass Du das Weicon schön fluffig kneten sollst, dann mit einem Spachtel schön über die Dichtfläche ziehst, die du vorher noch mit Querrillen oder mehreren kleinen, nicht zu tiefen!!! Bohrungen versehen hast. Dann legst Du die Motorhälfte für ca. 3 Stunden in den Backofen bei 60° C. Lässt sie dann weitere 6 Stunden bei Raumtemperatur liegen und schleifst dann mit feinem Schmiergel vorsichtig die Dichtfläche, und zwar so, das Du nichts vom Metall wegnimmst, sondern nur das überstehende Weicon.

      Fertig ist die Geschichte.

      Gruß
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elbochos ()