SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von rassmo

    Kann da was passieren? Ansonsten muss ich noch weng Benzin nachtanken ohne Öl...

    Das ist schon ein deutliches Mißverhältnis. Ob was passiert? Sicher weiß man es erst hinterher. In jedem Fall dürfte es mehr rauchen und event. schlechter laufen. Rein theoretisch ist die Kühlung durch Sprit weniger was ich persönlich vernachlässigen würde. Da du aber offensichtlich bereits ohne Probleme gefahren bist seh ich kein Problem.
    Machen kannst du m.E.n. dreierlei.
    1. Sprit ablassen, entsorgen und richtige Mischung tanken.
    2. Sprit ablassen und mit genau der gleichen Menge Sprit verdünnen. Dann hast du zwar immer noch zuviel Öl drin aber das ist vernachlässigbar.
    3. Nachtanken und die passende Ölmenge für den nachgetankten Sprit dazugeben. Z.B. 3 L Benzin nachgetankt, 60ml Öl dazu. Dann wird die Mischung, im Laufe der Jahre :D, richtig.

    Ja nach Lust zum Schrauben würde ich 2. oder 3. bevorzugen.

    Es ist ein 75DR mit 15/14er Vergaser verbaut. Mein Problem: Ich bekomme den Vergaser nicht vernünfzig eingestellt. Die Drehzahl reagiert auf beide Schrauben.


    Das sollte sie auch.
    Mit der einen Schraube regulierst du die Stellung des Gasschiebers weshalb sich beim Drehen logischweise die Drehzahl ändert.
    Mit der zweiten, seitlich mit weißem Kopf, veränderst du das Gemisch/Luft-Verhältnis. Dadurch ändert sich ebenfalls die Drehzahl.
    Dreh die seitliche Schraube rein und denn 1,5 Umdrehungen wieder raus. Dann hast du erstmal die Grundeinstellung. Jetzt regulierst du die Leerlaufdrehzahl mit der Schraube oben drauf. Alle sonstigen Düsen im Vergaser sind hoffentlich fest.

    Da über 50ccm also zulassungspflichtig stellen sich mehrere Fragen:
    1.) Schon mal in Deutschland zugelassen? Wenn ja wann das letzte Mal?
    2.) Hat die Papiere der Vorbesitzer verloren oder einer der Vorvorbesitzer?
    Die Daten einer bereits in Deutschland zugelassenen Vespa sind gespeichert. Je nach Zulassungstelle brauchst du eine eidesstattliche Versicherung desjenigen der die Papiere verloren hat und einen lückenlosen Nachweis über sämtliche Besitzerwechsel seit dem Zeitpunkt.

    Du brauchst eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Polizei oder Zulassungsstelle, wonach das Fahrzeug nicht gestohlen gemeldet oder wegen technischer Mängel zwangsstillgelegt wurde. Wie stressig das weitere Verfahren wird, hängt von deinen Angaben und der Zulassungsstelle ab. Günstig wäre, wenn das Fahrzeug schon mal in Deutschland zugelassen war, die Papiere aber vor ca. 10 Jahren verloren gegangen sind. Dann wird die Zulassungsstelle ggf. eine sogar notariell beglaubigte eidesstattliche Versicherung des Vorbesitzers über den Verlust der Papiere fordern und ein sog. Aufbietungsverfahren durchführen, was 6 Wochen dauert. Dann bekommst du einen Auftrag für den TÜV zur Durchführung einer § 21 Abnahme. Der TÜV führt diese Abnahme durch und stellt ein Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis aus. Daraufhin stellt die Zulassungsstelle neue deutsche Papiere aus.

    Das ist so in etwa das worst case Szenario. Kostenpunkt +/- 200 Euro, bis du das Fahrzeug mit Kennzeichen versehen hast und damit fahren kannst. Hängt aber wie gesagt alles von der Zulassungsstelle und da evtl. auch noch von der Laune der Sachbearbeiterin ab. Genaueres kann man deshalb nicht sagen.

    vielen Dank für die hilfreichen Infos. Müsste der laufende Motor irgendwann absterben wenn ich den Benzinhahn schließe und dieser dicht ist bzw. gibt es ne Möglichkeit die Dichtheit des Benzinhahns vor Ausbau des Vergasser verlässlich zu prüfen?

    Ja, müßte nach geraumer Zeit absterben und das ist gleichzeitig auch der Test.
    Ansonsten gibt es noch eine Möglichkeit die hier beschrieben ist. Klick einfach auf den Link.

    ein wirksamer "Notbenzinhahn" und auch beim Austausch des Bauteils nützlich ist so ein Ding:
    Abklemmzange

    Und im übrigen verwende ich den OT Meßuhr nicht, weil ich hier auf oberwichtig machen will, sondern weil sie mir eben auf der Veterama vor 20 Jahren für billich Geld über den Weg lief und ich damit klarkomme.

    Dann sag das doch auch so und stell es nicht, zumindest ich hab es so verstanden, als die einzig richtige Methode dar.


    Und allein schon wie fest du den Kolbenstopper reindrehst, das kann schon mehrere zehntel mm ausmachen.
    Und das kann von Moped zu Moped sich signifikant unterscheiden. Da braucht die Zylinderkopfdichtfläche 0,1 mm tiefer zu sitzen oder das Zündkerzengewinde etwas ausgelutschter zu sein...

    Natürlich ändert sich der Anschlagpunkt je nachdem wie fest du den Stopper reindrehst, wie das Kerzengewinde ist etc. Solange du allerdings zwischen den beiden Anstoßpunkten den Stopper nicht rausnimmst liegt der OT in der Mitte zwischen den beiden Markierungen.
    Aber natürlich darf jeder das machen wie er will.

    Mir ist schon klar das du es auf genau die Umstände beziehst. Allerdings glaube ich nicht das das die Lösung des Problems ist da ansonsten sämtliche User die ihren Roller im Sommer bei schönem Wetter (Hochdruck) abdüsen und einstellen spätestens beim nächsten Tiefdruckgebiet die gleichen Probleme wie du haben müßten.
    Genausogut könntest du sagen in 1000m Höhe habe ich x Gramm weniger also liegt es daran. Auch wird die Luft kälter und ändert dadurch die Verbrennung, die Kühlung wird verbessert etc.

    Wenn ich das jetzt richtig folgere wird das Gemisch mit steigender Höhe immer fetter und mit fallender Höhe immer magerer. Wenn ich also bei 1000 m mit 'ner 72er HD und 38er ND die gefühlt perfekte Einstellung hatte und ich weiter unten mit noch magerem Gemisch wieder Probleme bekomme, müßte ich es eigentlich anfetten um den Höhenunterschied auszugleichen, richtig?

    Woran machst du das fest? Wenn es sich auf den Luftdruck bezieht dann kannst du das ja einfach testen. Bei einem Tiefdruckgebiet müßte der Roller laufen und bei einem Hochdruckgebiet stottern.
    Und bei deinen Mitfahreren hätte sich logischweise der gegenteilige Effekt bemerkbar machen müssen. Im Tal perfekt laufend, auf dem Berg Probleme.