Beiträge von JU61

    hey,


    Du hattest alles zerlegt schreibst Du,


    kann es sein dass Dein Motor "Falschluft" zieht und so nicht genügend treibstoff bekommt.


    Sind alle Dichtungen ganz dicht?


    Das mit dem Cock ist ein guter Tipp, was Du auch mal machen kannst, ist kurzfristig den Luftfilter zuhalten und gasgeben, sollte sie an immer noch nicht hochdrehen holt sich der Motor woanderst "Luft" oder mit der Kompession stimmt was nicht.

    Hey,


    hast Du schonmal nach deinem Luftfilter geschaut, ob er sauber ist bzw. funktioniert der Choke einwandfrei, nicht das da was "klemmt" oder hängt ?
    Damit Dein Motor vorallem wenn er warm wird auch Luft und nicht nur Sprit bekommt,

    Hey,


    Pfeil auf dem Kolben zeigt zum Auslass.


    Vielleicht ne dumme Vermutung, aber bei deinen Ansaugversuchen haste die Zündkerze eingeschraubt gehabt?



    Kein Sprit in den Motor:


    Kommt überhaupt Sprit im Vergaser an?
    Wenn nein, ist in der Regel der Tank verdreckt und dieser Dreck hat dann den Benzinhahn zugesetzt. Dann bleibt Dir nur diesen auszubauen und zu reinigen. Dabei wenn nötig gleich neue Dichtungen einbauen oder einen neuen Benzinhahn.
    Bei dieser Aktion auch gleich mal das Innere Deines Tanks auf Rost prüfen.


    Schau ,mal hier in diesem Thread:
    vespa läuft nicht richtig, tank verschmutzt, vergaser jedoch top

    "Wo sollte das preislich mit neuem Hahn und Ein- wie auch Ausbau liegen?"


    Neuer Hahn muss nicht zwangsläufig sein, wenn der alte nur versifft ist kannst Du den zerlegen und reinigen wie Deinen Vergaser auch.


    Einen neuen Hahn für eine 50N bekommste in der "elektronischen Bucht" so ab ca. 13.-€ oder bei SIP oder, oder, oder !


    Und wenn Du Glück hast, dann kostet dich der Ausbau des Benzinhahnens in der Werkstatt einen Unkostenbeitrag in die Kaffeekasse.


    Vielleicht findet sich ja einer in Köln, der so einen Schlüssel hat und Dir hilft.

    Hey,


    „Warum sollte ich das eine Werkstatt machen lassen? Von dem Geld könnte ich mir ja eher das Werkzeug kaufen. Oder ist das irgendwie schwierig?“


    Schwierig ist relativ.


    Es ist nicht schwierig aber etwas „fummelig“ mit dem Schlüssel im Tank die Mutter zu lösen, da man nicht wirklich viel sieht.


    So ein Schlüssel für die Mutter des Benzinhahn ist ein Werkzeug das man ausschließlich nur für diesen Zweck braucht und nicht all zu oft benötigt, darum eventuell zu jemandem gehen der sowieso einen hat.

    Hey,


    noch ein Tipp:
    hast Du einen neueren Benzinrasenmäher zuhause wenn ja, dann baue von dem den Tank ab und entleere ihn. Der Tank ist in der Regel aus Kunststoff, so dass der innen normalerweise "sauber" ist.
    Anschließend steckst Du den Benzinschlauch vom Vespatank ab (Tank ausbauen) und schließt den Rasenmähertank an (bei mir hat der Schlauchdurchmesser gepasst), nun etwas Mischung (nicht viel, weil Du jetzt keinen Benzinhahnen hast) in den Tank. Nun sollte der "Sprit" ungehindert zum Vergaser laufen und von dort in den Zylinder gelangen.


    Wenn es so funktioniert, dann ist das Sieb im Vespatank oder der Benzinhahnen so versifft, dass nicht genügend durchkommt und ich wünsch Dir viel Spaß beim ausbauen.
    Einfacher ist es, wenn Du den ganzen Tank zu einer Vespawerkstatt bringst und die den Ausbau machen läßt.

    Hey,


    ist die neue Zündkerze nass? Eventuell abgesoffen?


    Benzinhahn zu, Zündkerze raus die Vespa etliche male mit dem Kickstarter durchtreten damit der ganze "Rotz" rausgeblasen wird.


    Das was jetzt kommt kannst Du auch ohne Vergaser machen.
    1. die Zündkerze vorheizen (mit einer Kerze, Bunsenbrenner usw.) (Handschuhe anziehen)
    2. mit einer kleinen Spritze, (passenden dünnen Schlauch, ca. 10cm auf die Spritze) etwas (wirkich wenig) Mischung durch das Zündkerzenloch in den Verbrennungsraum einspritzen.
    3. jetzt die gut heise Zündkerze einschrauben (Handschuhe nicht vergessen) Zündkerzenstecker drauf, und die Vespa ein paar mal antreten, sie sollt jetzt zumindest einige Male "tuckern".


    Läuft sie kurz und rund an, dann sollte die Zündung eigentlich stimmen.
    Hast Du Fehlzündungen, oder sie stottert, liegt es wohl an der Zündung.
    Tut sich gar nichts könnten es auch kaputte Kolbenringe sei (Kompression prüfen ist in diesem Fall kein Fehler)


    Jedoch am Wahrscheinlichsten liegt es wie schon erwähnt am Unterbrecherabstand, oder am Unterbrecher selbst, bzw. Zündzeitpunkt.

    Hey,


    Bio - Entkalker ist in der Regel Zitronensäure und den bekommst Du im Super- oder Drogerie- oder Baumarkt sowohl flüssig als auch in Pulverform.


    Säuren lösen verschiedenste Ablagerungen, darunter auch sehr gut Kalk, jedoch kein Fett oder Öl.
    Säuren greifen viele Metalle an, also danach gut mit Wasser spülen.


    Fette bzw. Öle beseitigt man mit Laugen oder Tensiden (z.B. Spülmittel / Waschpulver) oder mit z.B. Nitrocellulose (NC)-Verdünnung, oder mit Bremsenreiniger.


    Ich habe z.B die Vergaserteile in eine Blechdose, Wasser und Spülmittel rein, danach die metallenen Vergaserteile (kein Kunststoff, keine Dichtungen).
    Das ganze bis zum sieden (kochen) gebracht und dann den Kocher ausgemacht.
    Danach solange in der "Lauge" liegenlassen, bis Du die Teile von Hand herausnehmen kannst.
    Wenn möglich anschließend mit Druckluft ausblasen, gut trocknen lassen nochmal kontrollieren ob alles sauber ist und wieder zusammenbauen.

    Das man die Anschlüsse nicht löten kann ist absoluter Quatsch!



    So ist es!



    Hey,
    Tipps zum Entlöten,


    versuch mal die gelötete Stelle mit einem feinem Schleifpapier oder einer Nagelfeile anzuschleifen um die Oxidschicht zu entfernen (besserer Wärmefluss ins Lot).
    Dann reinigs Du wieder mit feinem Schleifpapier die Lötspitze um Verunreinigungen, bzw. die Oxidschicht zu entfernen (Wärmefluss).


    Ein Lötkolben mit 100W ist schon ok., besser ist jedoch eine gute Lötstation mit Temperaturregler, wenn Du keine hast, vielleicht kennst Du jemand.


    Bei der Lötstation stellst Du die höchste Stufe ein, und nimmst die größtmögliche Spitze (abhängig von der Lötspitzenauswahl, der Lötstelle und den umliegenden Bauteilen), damit Du punktuell den größten und schnellsten Energieeintrag (Hitze) hast, um das „Lot“ zu schmelzen und nicht das Du die gesamte Platte langsam erwärmst.


    Hilfreich ist eine Entlötpumpe um des überschüssige flüssige Lot zu entfernen, aber dazu musst Du es ja erst einmal flüssig bekommen.
    Wann ein „Lötzinn“ schmilzt ist in erster Linie von der Legierung abhängig, da diese den Schmelzpunkt bestimmt.
    Weichlöten geht bis 450 Grad Celsius

    Zu dem Schmelzpunkt für Weichlote (Lötzinn) bzw. das Löten selbst, schaust Du am Besten mal bei Wikipedia ist sehr informativ.

    Ich wünsch Dir viel Erfolg!

    Hallo zusammen,


    ich lese schon einige Zeit mit und bin begeistert über die überaus hilfreichen Beiträge, Anregungen und Tipps die man hier im Forum bekommt.


    Meine neue „Liebe“ ist schon in die Jahre gekommen, hat die eine und andere „Kampfspur“ des Lebens schon hinter sich und sah anfangs doch sehr verwahrlost aus.


    Eine 50 Spezial, Bj.1972 ist es die einige Jahre unter einer Plane im Freien verbracht hat.


    Die Substanz ist noch ganz ordentlich und mit den klasse Informationen und Hilfestellungen im Forum wird sie sich auch wieder der Straße erfreuen.


    Zurzeit ist sie komplett zerlegt und Schritt für Schritt steht die Restauration an.


    Sicherlich wirft das noch die eine oder andere Frage auf und ich freue mich auf hilfreiche Antworten.


    Des Weiteren vertreibe ich mir meine Freizeit noch mit einer Harley Street Bob, so dass die Vespa eine gelungene Ergänzung für mich ist.