Ein weiteres Problem ist das Kolbenbolzenlager - 12 mm bei der Welle mit 43 mm Hub, 15 mm bei der Welle mit 51 mm Hub. Um einen Kurzhubzylinder bzw. Kolben mit einer Langhubwelle zu fahren, bräuchte man also ein Conversionkolbenbolzenlager als Adapter. Solche Lager gibts grundsätzlich, allerdings weiß ich nicht, ob auch in der hier benötigten Größenkombination.
Beiträge von pkracer
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Quetschkante würde ich bei ca. 1,3 mm lassen, wenn es zuverlässig bleiben soll.
Dabei handelt es sich um den Abstand zwischen Kolben und Zylinderkopf. Zur Ermittlung des Maßes der Quetschkante nimmst du Lötzinn, zwirbelst das zusammen, steckst es durch das Zündkerzenloch, so dass es auf dem Kolben aufliegt. Dann drehst du das Polrad einmal rum und nimmst das Lötzinn wieder raus. Durch die Drehung des Polrades wurde es zwischen Kopf und Kolben auf das Maß des Abstandes der beiden Teile zusammengedrückt. Wenn du jetzt mit einem Meßschieber die Dicke des Lötzinns misst, weißt du wie groß deine Quetschkante ist bzw. wie viel du noch vom Kopf abplanen kannst.
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1.300 halte ich für diesen Zustand für völlig überzogen. "In mühevoller Arbeit restauriert" - kann ich mir vorstellen, dass das Schleifen des offensichtlich nicht sparsam angewendeten Spachtels mühevoll war.

Ernsthaft - die gerissene dicke Spachtelschicht am Trittbrett lässt nichts Gutes für den Rest des Fahrzeugs ahnen. Für den Preis bekommst du auch ehrliche Roller im O-Lack, die vielleicht ein paar Kratzer haben, aber dafür siehst du was du kaufst und musst nicht darauf hoffen, dass da Rostlöcher nicht einfach nur zugespachtelt wurden. Leider fehlen Bilder vom Unterboden usw..
Aufgrund der 9" Räder ist es definitiv kein deutsches Modell, die hatten nämlich immer 10" Räder. Wenn keine deutschen Papiere dabei sind, wäre das ein weiterer Preisminderungsgrund.
Mir ist vollkommen klar, dass der Verkäufer das Ding früher oder später zum aufgerufenen Kurs an irgendeinen Ahnungslosen wird verkaufen können, aber mir wäre das Geld dafür zu schade. Wie gesagt, zu dem Preis bekommt man ehrlichere Fahrzeuge als diesen Blender. Im GSF waren in den letzten Tagen immer mal wieder O-Lack Roller in der Preisklasse zu finden.
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Die 600 Euro sind ein absolut üblicher Preis, wenn die Werkstatt da ran soll, um die Mängel zu beheben. Auf der Rechnung dürften dann ca. 200 - 250 Euro auf Material entfallen, der Rest ist Arbeitslohn. Der Motor muss ausgebaut werden, gereinigt, zerlegt, Teile ersetzt werden, wieder zusammengebaut, eingebaut und eingestellt werden. Das dauert nun mal seine Zeit und eine Stunde deutscher Handwerkskunst hat ihren Preis.
Ist die Frage, ob du dir die Erledigung der Arbeiten selbst zutraust. Anleitungen zum Selbermachen gibts zur genüge, natürlich sollte eine gewisse Grundausstattung an Werkzeug vorhanden sein. Der Kostenaufwand für daneben auf jeden Fall benötigte Spezialwerkzeuge hält sich mit max. 30 Euro in Grenzen. Wenn du nicht zwei linke Hände und 10 Daumen hast, wäre es sicher auch in Eigenregie machbar.
Evtl. findet sich auch ein kompetenter Rollerfahrer in deiner Nähe, der aus Langeweile oder reiner Barmherzigkeit eine Motorüberholung zum Sozialtarif (und ohne zweijährige Gewährleistung auf Handwerksleistungen) anbietet, Materialkosten werden aber dennoch anfallen.
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Nicht im Leerlauf, sondern schon bei erhöhter Drehzahl. Ob es jetzt genau 5.000 sein müssen, oder ob es auch 4.738 oder 3.972 U/min tun, sei mal dahingestellt.

Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, die Einstellung so vorzunehmen, dass der [lexicon='Zündzeitpunkt',''][/lexicon] in einem häufig gebrauchten Drehzahlbereich korrekt ist. Bei einer originalen V50 wird das wohl regelmäßig Vollgas sein.

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Steht doch eigentlich auch verständlich erläutert in den Anleitungen zum Zündung einstellen. Anscheinend aber nicht verständlich genug...
Nochmal gaaaanz langsam und von Anfang an:
Du machst eine Markierung an beliebiger Stelle auf dem Polrad, am besten möglichst nah an der Außenkante.
Zündkerze raus, Kolbenstopper rein. Polrad gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis der Kolben am Stopper anschlägt und das Polrad deshalb nicht mehr weiter drehbar ist. Schauen, wo die eben angebrachte Markierung des Polrades steht, an dieser Stelle am Motorgehäuse ebenfalls eine Markierung setzen.
Polrad im Uhrzeigersinn wieder bis auf Anschlag an den Stopper drehen. Nochmal schauen, wo jetzt die Markierung des Polrades steht, auch an dieser Stelle am Motorgehäuse eine Markierung machen.
Die exakte Mitte zwischen den beiden Markierungen ist der OT, diesen ebenfalls markieren. Die beiden ersten Markierungen am Motorgehäuse werden jetzt nicht mehr benötigt.
Jetzt misst du den Umfang des Motorgehäuses in dem Bereich, wo du die Markierungen gemacht hast. Idealerweise nimmst du dazu die kreisrunde Dichtkante des Motorgehäuses, auf der das Polrad sitzt. Diesen Umfang teilst du durch 360. Dadurch weißt du, wieviel cm oder mm des Umfangs einem Grad entsprechen.
Die gewünschte Gradzahl zur Zündeinstellung (z. B. 17° vor OT) kannst du jetzt auch markieren, indem du den eben ermittelten mm-Wert für ein Grad z. B. mit 17 multiplizierst. Dabei könnte dann z. B. sowas wie 25,5 mm rauskommen. Du gehst jetzt von der OT-Markierung am Gehäuse 25,5 mm entgegen des Uhrzeigersinns am Kreisumfang entlang und machst dort die 17° Markierung.
Dann startest du den Motor und hältst die Blitzpistole/Stroboskoplampe auf das Polrad, natürlich die Induktionsklemme ums Zündkabel nicht vergessen.
Im Blitzlicht sieht es jetzt so aus, als ob das Polrad steht. Dabei musst du schauen, ob die Markierung auf dem Polrad genau mit der 17° Markierung auf dem Gehäuse fluchtet, d. h. beide Markierungen genau zusammen stehen.
Wenn sie nicht fluchten, musst du das Polrad abnehmen und die Zündgrundplatte drehen. Dann Polrad nochmal montieren und nochmal blitzen. Solange wiederholen, bis die beiden Markierungen fluchten.
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Beim Zweitaktmotor spielen zahlreiche Komponenten zusammen, wenn du eine davon änderst, störst du das Gesamtgefüge und musst den Rest an die geänderten Gegebenheiten anpassen. Beim Zylindertausch/Hubraumerweiterung also mindestens Bedüsung des Vergasers und Zündeinstellung.
Wenn du meinst, einfach nur den Zylinder ändern zu können, weil es stressfreier ist, wird der richtig große Streß dich schneller einholen, als dir lieb ist. Bevorzugt auf der Autobahn, die Risiken dabei dürften unschwer vorstellbar sein.
Oder kurz gesagt: Ohne Arme keine Kekse.
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Am einfachsten wäre es dennoch mit der Hubraumerweiterung auf 75 ccm. Das ist ganz exakt genauso illegal wie ein 50 ccm Polini mit dem Unterschied, dass da auch merklich was passiert. In Verbindung mit einem unauffälligen Originalauspuff (ggf. mit dickem Krümmer) sind da die 60 km/h locker drin. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die 50 ccm "Tuning"zylinder legal wären, weil nur 50 ccm. Sobald du mit Autoführerschein ein Zweirad schneller als 50 km/h fährst, bist du ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, ganz egal wieviel Hubraum für die Mehrleistung sorgt.
Im Fall der Fälle bist du mit dem 50er Polini Zylinder genauso dran wie mit 75 ccm, ein bißchen illegales oder halblegales Tuning gibt es ganz einfach nicht, weil JEDE Änderung, die zu technischen Abweichungen von der Betriebserlaubnis führt, dieselbe erlöschen lässt.
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Wenn jetzt noch ein paar Leute betonen, wie unglaublich selten die Dinger sind, ist der Topiceröffner sicher bald davon überzeugt, dass sein Exemplar mindestens 2.000 Euro wert sein muss. :pinch:
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Die Sparversion der PK 50 S hieß PK 50, hatte kein Handschuhfach, keine Blinker, keine Hupe (dafür Fahrradklingel), kein Fern- und Bremslicht, keine Kontrollleuchten für Blinker und Fernlicht in der Lenkerabdeckung, ein kleineres Rücklicht ohne Kennzeichenbeleuchtung und 6V Elektrik (statt 12 V) mit kontaktloser Zündung. In Deutschland war dieses Modell seinerzeit nur in rot erhältlich. Inzwischen recht selten in unverbasteltem Originalzustand inkl. Lack zu finden.
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Zu beachten ist noch, dass das Ersatzbeinschild ein Loch für das Zünd-/Lenkschloss hat, was bei Verwendung an der Special geschlossen werden sollte.
Grund ist, dass das Teil wohl aus der "vergessenen Fabrik" in Hyderabad/Indien stammt, von wo aus nach Wiederentdeckung vor ca. 2 Jahren containerweise NOS Teile nach Europa verschifft wurden, die jetzt hier verkauft werden. In Indien gab es das Modell "PL 170", das ein nach vorne weiter herausstehendes Zünd-/Lenkschloss wie PK hatte, das mit einer Metallkaskade im PK S Design abgedeckt wurde.
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Seksi, immerhin waren das mal knapp 800 DM...

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Versuchen, den inzwischen recht ansehnlichen Projektestau der vergangenen Jahre zumindest ein klein wenig zu lichten.
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Ganz nach deinem Geschmack und Geldbeutel. Entweder entrosten (es gibt zahlreiche zielführende Methoden -> Suchfunktion des Forums oder auch google, da auch andere Zweiräder gelegentlich rostige Tanks haben - die Methoden sind die gleichen, egal ob Roller, Mofa oder Motorrad) oder neuen Tank kaufen.
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Fleckig wird es mit Bremsenreiniger nur, wenn man nicht ordentlich damit arbeitet. Das liegt aber nicht am Bremsenreiniger, sondern daran, dass dann eben nicht der ganze Dreck weggespült wurde. So gesehen das Gleiche wie beim Fensterputzen - der eine produziert Schlieren, der andere nicht. Wenn Flecken vorhanden sind, sind das eher Korrosionsspuren, z. B. durch Streusalz.
Und dass man den Motoblock nicht polieren könnte bzw. er dunkel und stumpf wird, ist ebenfalls falsch. Siehe z. B. hier. Sicher ist so ein poliertes Motorgehäuse pflegeintensiver als ein unbearbeitetes, d. h. man kommt nicht drum herum, gelegentlich mal nachzupolieren, wenn der Glanz dauerhaft erhalten bleiben soll. Klarlack drüber als Abhilfe ist ein hartnäckiges Gerücht, aber funktioniert nicht, weil er gelblich wird bzw. abblättert.
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PK 125 S hat einen 19er Vergaser, P 125 ETS, PK 125 XL und XL 2 haben 20er Vergaser.
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Wozu soll er den Kolben in Öl einlegen? Saugt der sich dann mit Öl voll?

Es reicht, wenn du die Laufbahn im Zylinder vor dem Einbau mit dem Finger mit 2 Taktöl einreibst. Dann mit einer Hand die Kolbenringe zusammendrücken, mit der anderen Hand gleichzeitig den Zylinder aufschieben.
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Nur um klugzuscheißen: 2.54 ist original PK 125, 2.86 ist original PK 80.
Bei den erwähnten körperlichen Voraussetzungen würde ich aber auch die 2.86er empfehlen. Feinjustierung ggf. mit DRT Ritzeln.
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