Für das kleine Nadellager gibts verschiedene Varianten. Die einfachste wäre, eine Mutter auf das Lager aufzuschweißen, dann nimmst du ein Flacheisen mit einem Loch und legst es über die Dichtflächen der kleinen Motorhälfte. Durch das Loch steckst du eine lange Schraube, auf die schon eine Mutter aufgedreht ist. Jetzt drehst du die Schraube in die angeschweißte Mutter und drehst an der zuvor aufgedrehten Mutter. Diese stützt sich gegen das Flacheise ab und zieht so das Lager samt angeschweißter Mutter aus der Gehäusehälfte. Aber bitte nicht auf die Idee kommen, das Lager auszudrücken, indem du ohne aufgelegtes Flacheisen die Schraube nur gegen das Motorgehäuse innerhalb des Lagers abstützt, dann sprengst du garantiert ein ca. 50 Cent großes Stück aus dem Gehäuse.
Alternative ist, das Lager mit Dremeltrennscheibe komplett zu pulverisieren und stückchenweise zu entnehmen oder die Lagerschale so bearbeiten, dass du nur die Nadeln entnehmen kannst. Dabei nicht die komplette gebördelte Kante des Lagers entfernen. Dann versuchst du, eine Mutter so ins Lager zu friemeln, dass sie noch auf Zug darin hält, indem sie sich von innen gegen die restliche Bördelkante des Lagers abstützt, ggf. eine entsprechend befeilte Unterlegscheibe zur Blockade mit einbauen. Jetzt kannst du mit der oben beschriebenen Flacheisenmethode das Lager rausziehen.
Der Tannenbaum ist dagegen Kindergarten: Die Kupplungshaltemutter aufschrauben, dann diese mit daran hängendem Tannenbaum und Motorgehäuse in den Schraubstock einspannen und an der Motorhälfte ziehen, ggf. mit Gummihammer nachhelfen. Wichtig ist, dass nur die Mutter eingespannt ist.
Bei allen Methoden ist es hilfreich, die Lagersitze mit dem Heißluftfön o. ä. vorher richtig zu erhitzen.