Ich empfinde es nicht als so dramatisch, wie es medial aufbereitet wird. Als die EU damals die Fahrzeug- und Führerscheinklassen einheitlich geregelt haben, wurde den Mitgliedstaaten die Möglichkeit gegeben das so zu regeln, wie es jetzt angedacht ist. Italien hat das beispielsweise von Beginn an so gehandhabt.
Ich bin so ein Gelegenheitsmotorradfahrer, von dem rassmo schreibt und halte mich aus gutem Grund von Motorrädern fern. Eine ET3 oder eine 200er PX kann ich aber gut bewegen (auch wenn letztere nicht darunter fiele). Mehr als 125er sind mit dem Entwurf aber nicht gemeint.
Von den Fakten her scheint mir das Risiko überschaubar. Eine 125er mit 120 zu fahren, wie das der Spiegel mit mahnend erhobenem Zeigefinger schreibt, ist eher nicht an der Tagesordnung. Ich saß erst kürzlich in Südtirol auf einer Beverley, nett bis 90, darüberhinaus eher naja. Und ich sehe es auch als Vorteil, wenn mehr HU-pflichtige Fahrzeuge unterwegs sind.
Ich wäre genauso dafür, die 50er bis 60 km/h zuzulassen. Das ist aber EU-weit anders geregelt und bis 27 Staaten die Verordnung in vereintem Willen neu gepinselt haben, vergehen ein paar Jahre.
In der Summe finde ich es gut bzw. weniger riskant als dargestellt. Dann müsste man eher so jemand wie mir, der vor 20 Jahren das letzte mal auf einer echten Maschine saß den Führerschein nehmen oder mir Praxis abverlangen.