SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Hallo Nick,

    ja, die Anschlußmaße werden auf einen normalen SF-Zylinder gemacht. Ich bleibe traditionell unterwegs und die Auswahl ist riesig.

    Auf den letzten Bildern sollte man den Anschluß grob angezeichnet erkennen. Eine perfekte Abstimmung ist für mich zweitrangig, ein Vespamotor ist aus Sicht eines idealen Motors ohnehin eine Katastrophe.

    Leistung steht nicht im Vordergrund, nur die Ersatzteilsicherheit für die nächsten Jahre und der Spaß am Umbau.

    Der Motor kriegt eine Piaggio-Standardmembran in die geänderte Öffnung, einen 19.19er SHB und zum Schluß einen Sito. Damit muß er klar kommen, fertig.

    Grobe Schnitzer bei der Gestaltung schließe ich aus, brech mir aber auch keinen ab mit z.B.: letztes Quäntchen an idealer Vorverdichtung. Der Motor hat moderate Steuerzeiten nachher und soll nur Drehmoment bringen.

    Kupplung will ich früh schließen lassen, kein Zwiebacksäge.

    Ich weiß, den ganzen Bandwurm zu lesen ist schwierig und es braucht etwas Muße. Da hier viele wohl im Forum nur mit dem Telefon unterwegs sind, kann ich nachvollziehen, daß das komplette Verfolgen schwierig ist. Aber es ist im Prinzip alles erklärt.

    Fortsetzung folgt.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Hallo Michael,

    freut mich, daß dir mein Bericht gefällt.

    Wegen dem "allgemeinverständlich", meinst du so metallbearbeitungsspezifische Begriffe wie "Auffangen" oder "Antasten"? Puh, wenn es das ist, tue ich mich aber echt schwer...:-) Da gibt es glaube ich nichts wirklich allgemeines dafür, jeden Fall ist mir nix bekannt. Ich versuche mich zu bessern.

    Also, zu dem Auffangen der Fußmitte (im Prinzip die Koordinaten des Mittelpunkts ermitteln) habe ich die Schweißpopel entfernt und den Ori-Zylinder auf Unterlagen gestellt.

    Dann bin ich mit dem Auffanggerät rein auf Fußhöhe, habe das Zentrum ermittelt und X/Y abgenullt.

    Dann bin ich mit dem Kantentaster an die Spannplatte, habe mir zwei Stellen in X und Y rausgesucht und jeweils angetastet.

    Jetzt kann ich jederzeit, egal welche Zwischenschritte meine Bohrung für den Zylinderfuß hat, immer an der Spannplatte antasten, die notierten Koordinaten verfahren und bin im Zentrum der großen Bohrung.

    Das Auffanggerät ist etwas störrisch, wenn der aufzufangende Durchmesser von Spültaschen und Schweißraupen unterbrochen ist...:-).

    Ich habe ja heute doch noch etwas gefräst, die Rippe aus dem Membrankasten grob raus, zwischen Membrankasten und Dichtfläche des Zylinderfußes etwas freigeräumt.

    Dann habe ich anstatt der Spannvorrichtung den Tisch montiert und sie waagrecht drauf genommen.

    So konnte ich den Bereich eben fräsen auf etwas mehr als das neue Außenmaß der neuen Dichtfläche.

    In dem Bereich sind halt gut 2 cm aufgeschweißt, das Eck gab es vorher gar nicht...

    So werde ich am Montag mal weiter machen, so grob an die finale Form. Dann sehe ich, wo noch etwas drauf muß.

    Aber die neuen Stehbolzen hätten jetzt schon Fleisch zum setzen, aber das werde ich gegen Schluß machen.

    Jetzt mal so grob der Zylinder und Spültaschenbereich, dann kommt Membrankasten.

    Ich taste mich langsam ran.

    Gruß Paddy.

    Nachtrag:

    Ich denke, ich weiß jetzt, wie ich es mache.

    Hab gerade mein Auffanggerät in der Originalzylinder gehalten, ich komme mit dem Tastarm locker unter die Kanäle und damit nahe genug an den Fuß.

    Heißt, ich muß nur etwaige Überstände des bisherigen Auftragens in den Überströmertaschen etwas tiefer setzen auf der Fräsmaschine und dann kann ich den nochmal stecken.

    Sollte der unten aufsitzen, weil die Dichtfläche jetzt schon fast zwei mm tiefer sitz, muß ich ihn halt auf Fräsunterlagen aufsetzen.

    Dann kann ich problemlos den Durchmesser auffangen und die Referenz an der Spannplatte anfahren.

    Dank der Digitalanzeige ein Kinderspiel. Praktisch ein lokales Koordinatensystem.

    Dann kann ich künftig in der Bohrung machen, was ich will, ich weiß immer die Mitte.

    Manchmal muß man einfach mal anfangen, der Rest kommt als Idee so nach und nach, hehe...:-)

    So, und jetzt mach das mal ohne Spannvorrichtung, wenn du das Gehäuse direkt an die Maschine spaxst, das geht einfach nicht...

    Gruß Paddy.

    Kollegen,

    heute bin ich erst spät dazu gekommen, etwas zu machen.

    Nachmittags habe ich mir das gestrahlte Gehäuseteil der Sfera geschnappt und habe noch etwas probiert. Noch ein bißchen an den Parametern gespielt, dann habe ich losgelegt mit dem Vespagehäuse.

    Beide Gehäusehälften gut zusammengeschraubt, blöderweise sensible Stellen nicht abgedeckt (die Perle halten echt gut, spricht für das AlSi5) und los.

    Ein- zweimal hatte ich einen Knoten in der Drahtförderung, aber harmlos.

    Das Bad hat durch das Automatikschild immer recht gut ausgesehen, der AlSi5 verbindet sich echt gut mit dem Guß, wenn mal gestartet ist.

    Während dem Schweißen dachte ich, wenn es sich jetzt noch nicht verzogen hat, dann sicher nicht mehr.

    Also bin ich von meinem guten Vorsatz abgewichen, behutsam aufzuschweißen in vielen Schritten und habe den großen Wurf (teilweise fehlt ja echt viel für einen normalen Smallfram-Zylinder) auf einmal gemacht.

    Ich habe allerdings immer wieder die Seiten gewechselt und das Gehäuse ringsum einigermaßen gleichmäßig mit Hitze beaufschlagt.

    Kein Vorwärmen, nichts. Einfach drauf los. Und eher zuviel drauf, wegfräsen ist ja easy mit meinen Vorrichtungen auf der alten Maho.

    Danach habe ich das Ding im Heizraum langsam im verschraubten Zustand abkühlen lassen:

    Nach einer dreiviertel Stunde etwas habe ich das kleine Gehäuse abgeschraubt und mit der Dichtfläche auf die Anreißplatte gelegt. Praktisch überhaupt kein Verzug!

    Ich war erstaunt. Also habe ich dann vorsichtig die Perlen von den Stellen entfernt, auf denen das Gehäuse auf meiner Vorrichtung aufliegt, den Tisch von der Fräsmaschine gebaut und das Gehäuse auf die Maschine genommen.

    Dann habe ich einfach mal drüber gehobelt und die Fläche ca. 1,5 mm abgesetzt (final zwischen 5 und 6 mm sind notwendig beim 105er Pleuel).

    Ich bin soweit mal zufrieden:

    Also MIG, zumindest jetzt so, wie ich mein Schweißgerät umgebaut habe, ist jetzt nicht total verkehrt für so etwas. Klar, WIG wäre die feinere Sache und es gäbe nicht soviele Perlen, aber zumindest mit dem AlSi5 Draht in 0,8 tut das ganz ordentlich.

    Und bei der Mege, die aufgetragen werden muß, ist die automatische Drahtzufuhr ja schon ein Segen.

    Auf der Seite, die an einer normalen die Primärseite ist, ist jetzt zuviel und auf der ZGP-Seite fehlt noch ein bißchen.

    Ich werde am Montag das Gehäuse einfach mal so, wie es ist komplett ringum fräsen, damit ich genau sehe, wo noch was fehlt und dann gehe ich in die zweite Runde zum Schweißen.

    Ich werde wohl dabei bleiben und soviel wie möglich im verschraubten Zustand zu schweißen und danach ebenso verschraubt abkühlen lassen, das hat sich denke ich bewährt. Ein zwei Stellen werden nur im geöffneten Zustand gehen, da schaue ich, daß es so wenig wie möglich wird.

    Jetzt freue ich mich auf Montag. Vielleicht kann ich da auch schonmal am Durchmesser was ausspindeln, mal sehen. Die Gewindelöcher der alten Stehbolzen werde ich mit einem Zweischneider in Z mal ausräumen.

    Füllen kann ich die dann aber nur vom Fußdurchmesser aus. Ich tendiere gerade dazu, am Montag den Fußdurchmesser mal in aller Ruhe aufzufangen und mir dann eine Referenz dazu an die Vorrichtung zu legen. Irgendwann ist nicht mehr viel da, den aufzufangen und wenn dann die Vorrichtung mal wieder runter muß, sehe ich alt aus.

    Ich denke mal, ich suche mir da zwei Kanten in X und Y an der Aluplatte aus, die gut angetastet werden können und notiere die Koordinaten zur Fußbohrung. Irgendwie so.

    Auf jeden Fall muß die Rippe im Membranbereich (im Original trennt die Membrankasten von dem Kanal für den Ölpumpenhebel) auch rausgefräst und auch dort einiges aufgetragen werden, damit der Standard-Piaggio-Membrankasten paßt.

    Und ein Schraubdom muß versetzt werden, aber das ist relativ harmlos. Stand jetzt müßte ich sogar die originale Dichtung zwischen den beiden Gehäusen nehmen können.

    Gruß Paddy.

    Hallo Nick,

    danke, ich bleibe natürlich dran. Und schnell aufgeben ist nicht meine Sache...:-)

    So die Damen,

    ich bin tatsächlich durchgekommen.

    Meine Variovorrichtung ist fertig! Und sogar den Dorn mit Konus für das Polrad hat es auch noch gereicht.

    Also, was habe ich jetzt.

    Ich habe eine Grundplatte mit dem Achsabstand der originalen Variomatik der PK 50.

    Zu den Komponenten Vario und Wandler, jeweils 50 und 125 Kubik habe ich Aufnahmen gedreht.

    Die Aufnahmen sind exakt so gedreht, daß die beiden Varios exakt gleich hoch sind und jede Vario zu ihrem Wandler so steht, daß der Riemen parallel zur Grundplatte läuft in der Stellung der kürzesten Übersetzung.

    Dazu habe ich Scheiben, mit denen ich die Aufnahmen noch 0,5 mm weise hochsetzen kann. Dann kann ich auch weitere Wandler oder Varios miteinbeziehen, sollten sie abweichen.

    Riemen sind ja beide da, der 125er und der 50er PK Riemen.

    Die Dummyriemenscheibe aus Polyamid ist um 10 mm ausgekesselt und kann ebenfalls mit Scheiben justiert werden.

    Ergo kann ich jetzt alle möglichen Kombis abtesten in ihren Extremlagen und die Übersetzung und Spreizung ausmessen.

    So fühle ich mich wohler und weiß vorher ziemlich genau, was mich erwartet. Mit der gegeben Sekundärübersetzung kann ich dann letztlich alles Notwendige ausrechnen.

    Den Dorn mit dem Konus kann ich jetzt im Teilapparat spannen, spätestens zum abfräsen der Nieten am HP4 Polrad wird der gebraucht. Und wer weiß, für was sonst noch.

    Nicht abgebildet ist meine Drahtförderrolle mit einem runden Einstich, die ist aber auch fertig und ich habe noch zwei Rohlinge.

    Jetzt werde ich mal was essen, dann spielt Union und wenn ich dann noch Lust habe, spiele ich mal mit den Varios und Wandlern. Aber vermutlich eher heute nicht mehr.

    Schön ist jetzt halt, daß ich sehr fundiert die Komponentenauswahl treffen kann, bevor ich Wellen und Aufnahmen für die Vespa spezifisch fertige und erst später merke, daß die Spreizung oder Übersetzung Mist ist.

    Bei einer solchen Konstruktion wie mein Motor, wo der Achsabstand fix ist und die Riemenauswahl begrenzt sicher ein deutlicher Vorteil.

    Wenn zum Beispiel klar wird, daß der Wandler seinen Außendurchmesser nicht komplett nutzt, kann ich auch auf den moderneren kleine Wandler passend zu der 107er Kupplung gehen und es fällt etwas Gewicht weg.

    Im Idealfall lande ich tatsächlich bei jüngeren 50er Komponenten, das sichert die Ersatzteillage ungemein und bietet eine riesige Auswahl an Ori, OEM und Tuningteilen, alles was das Herz begehrt und der Traum eines jeden PK Automatikfahrers, hehe...:-)

    Außerdem ist das 50er Zeug sowas von günstig, da kann man auch einfach mal eine Vario bestellen und es ist nicht viel Geld kaputt.

    Das 125er-Zeug ist tatsächlich meist etwas teurer und es hat weniger Auswahl. Zumindest kommt mir das so vor.

    Wenn die Entscheidung mal gefallen ist, welche Komponenten es werden, kann ich auf der Anreißplatte und dem Höhenreißer den Riemen dann peinlichst genau parallel zur Grundplatte ausrichten mit meinen Scheiben und kann dann direkt die axiale Position zwischen Wandler und Vario rausmessen.

    Das ist die Basis für die Getriebegehäusebearbeitung dann später für die Eingangswelle. Die axiale Position des Wandlers wird sich nach dem Polradbau ergeben haben.

    Mir gefällt das, das macht es dann völlig unkomliziert.

    Morge mache ich dann das, auf was ich Lust habe. Am Sferadeckel bißchen schweißen, ich weiß es noch nicht.

    Aber ihr werdet es erfahren.

    Auf jeden Fall habe ich für's erste alles beisammen und ich bin erst mal glücklich, daß alles bis jetzt geklappt hat.

    Gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    So,

    Paket ist da. Also der Riemen der 125er PK ist glaube ich zu breit für die Komponenten, die mir so vorschweben. Egal ob aus den 50er Piaggios oder den 125er Piaggios.

    Da geht die Vario geschätzt zu wenig auf einen kleinen Durchmesser. Den alten Riemen meiner Vespa habe ich schonmal aus dem lager geholt.

    Aaaber, wir werden es bald erfahren. Heute abend habe ich Aufnahmen für die beiden Varios und die beiden Wandler gedreht.

    Den Lehrling habe ich als letzte Tat vor seinem Weihnachtsurlaub einen Riemenscheibendummy aus Kunststoff drehen lassen.

    Wenn ich morgen die Aufnahmen noch so ablänge an der Befestugungsseite, daß die Riemenposition stimmt, brauche ich nur noch eine Platte mit dem Achsabstand und eventuell noch zwei Federn für die Varios (damit die auch per Feder auseinander gedrückt wird), dann kann ich alles wunderbar simulieren.

    Da bin ich echt gespannt, was da so an Übersetzung rauskommt. Ich muß die Gesamtübersetzung im Auge behalten. Der DR zieht meine Ape mit ihrer Vierteltonne Leergewicht mit Drehschieber, Sito und 19.19 ohne Probleme durch bis 60 mit meiner Drehmomentauslegung. Bei Primär 3.72, wobei das hier wenig Sinn macht zu erwähnen, eine Vespa hat andere Zahnrädchen und kein Diff nach der Primär. Wird meine neue Gesamtübersetzung zu lang, wird meine Wespe schneller als ich will. 70-75 Klamotten reichen dicke und das Getriebe der 125er Sfera liegt bei 9,42, das der PK 50 bei über 11.

    Wenn jetzt noch die Vario länger wird, wird das zu schnell vermutlich.

    Mein lieber Kollege aus dem Dreiradforum klopft mir bestimmt mal meine Daten der Ape in seine Rechner, damit ich die Drehzahl bei 60 weiß. Ich meine, er hat es sogar schon gemacht dieses Frühjahr, ich muß mal suchen. Das würde bei der Abschätzung für die V-max-neu der Wespe grob helfen. Auch wenn der Motor nun mit Membran ganz sicher etwas anders ist von der Charakteristik wie in der Ape.

    Die Riemenscheibe werde ich Variatorhülsenseitig noch etwas auskesseln, damit ich durch einlegen von Scheiben verschiedene Längen der Variatorhülsen simulieren kann.

    So mal der Plan.

    Ansonsten fehlt noch der Einstich in meine Drahtförderrolle (Stahl ist geschliffen). Dann habe ich das Meiste.

    Sollte morgen nachmittag dann alles fertig werden, ich hoffe, ich habe nichts vergessen.

    Dann gibt es auch wieder ein Bildchen von der Vorrichtung.

    Die kleine Kurbelgehäusehälfte des Sfera 125 Gehäuses habe ich gestrahlt, allerdings nur mit Korund.

    Den zweiten Gang wie am Vespagehäuse mit Glasperlen habe ich mir gespart, geht ja nicht um die Optik.

    Gefühlt ist der Guß etwas schlechter als das Vespagehäuse (ca. 10 Jahre liegen dazwischen), deshalb sollte das schweißen des Vespagehäuses kein Problem werden, wenn es am Sferagehäuse geht.

    Noch im Päckchen von SC waren ja noch eine Fußdichtung für den DR aus Alu zum ankritzeln und eine BGM Membran.

    Ich halte so eine Membran zum ersten mal seit über 20 Jahren in der Hand. Das letzte mal war es die meiner 50er Sfera.

    Die Geometrie beißt sich auf den ersten Blick etwas mit zwei Schraubaugen im Original-Membranbereich, aber irgendwie finde ich da eine Lösung. Winkel ändern, Ausrichtung, keine Ahnung.

    Deshalb habe ich das Ding ja vorab bestellt, um genau das zu sehen.

    Ansonsten schönes Ding mit großer durchgängiger Membranzunge pro Seite.

    Gestern habe ich noch etwas im Netz geforscht. Es gab Ende der 90er eine Änderung an der Variomatik bei Piaggio und die Kupplung wurde kleiner. Der Innendurchmesser sank auf 107 mm

    Das wird es wohl werden, damit wäre der Impact auf das Vespagehäuse nicht mehr so wild.

    Aber so wie ich das sehe, wenn ich den Ori-Wandler der Vespa anschaue, hat sich Mario schon was dabei gedacht, als er einen alten Wandler der Piaggioscooter beigelegt hat.

    Nämlich der wurde mit der Kupplungsänderung auf 107 mm auch kleiner.

    Der alte ist größer im Durchmesser und in der Ecke des Ori-Wandlers der Wespe.

    Aber wie gesagt, mit der Vorrichtung werden wir schlauer, welche Komponenten es denn werden.

    Vermutlich Kupplung nach 99 und Wandler vor 99, mal sehen. Aber anders lagern werde ich ihn wohl müssen, aber alles zu seiner Zeit.

    Die Vario der 125er bleibt trotzdem ein heißer Kandidat wegen dem größeren Innendurchmesser.

    Der hilft halt echt bei der Polradkonstruktion...

    Wenn die Zeit reicht, mache ich mit noch einen Dorn mit dem Konus der Schaltkisten-KW, aber das wäre Kür.

    Morgen gibt es noch Bilder.

    Aber hey, wenn man da nicht so bewandert ist, ist man erschlagen von den ganzen verschiedenen Wandlern, Varios und ihren technischen Varianten über die Jahre und Modelle.

    Vieles ist gleich, manches anders. Wenn man das nicht weiß, kommt man nur langsam durch das Dickicht. Aber es wird klarer...:-)

    Ich finde das Projekt immer noch cool, obwohl ich bisher nur ständig Vorrichtungen baue, Zeug kaufe und versuche einen Überblick zu kriegen, was alles noch relevant wird.

    Sehr unterhaltsam, auch wenn es bis jetzt schon eine Stange Geld gekostet hat, ohne daß überhaupt ein Span geflogen ist...:-)

    Wenn das hier fertig wird, rechne ich lieber nicht nach...:-)

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Also Männer,

    das ist schon etwas tricky.

    Der 125er Wandler ist innen größer, also ist da mehr möglich bezüglich Lagerung.

    Bei mir ist ja alles seitenverkehrt, deshalb tut ein größerer Durchmesser da einfach mal gut, wenn man offen bleiben will bei der Wellengestaltung.

    Andererseits ist auch die Kupplung größer.

    Und leider, wie ich gerade gemerkt habe, so groß, daß der Durchbruch für die Glocke im Getriebegehäuse der Vespa doch recht nahe an den Aufhängungspunkt des Stoßdämpfers kommt.

    Es geht noch auf den ersten Blick, auch wenn der Bereich 5 mm Wandstärke neu bekommen soll.

    Aber schön ist anders.

    Im Wandlerbereich ist die Vario auch größer im Durchmesser, was mir entgegen kommt, weil ich die Wandlerhülse ausdrehen will, um mehr Durchmesser auf meinen Polradadapter zu bekommen.

    Gerade tendiere ich so dazu:

    -Vario 125er

    -Wandler und Kupplung 50er

    -Getriebe 125er

    Ich habe jetzt den ganzen Käse mal grob vermessen für meine Vorrichtung für den Riemen. Und zwar will ich die so machen, daß ich alles kombinieren kann.

    Wandler und Vario für 50er habe ich von Mario freundlicherweise ja bekommen und das für die 125er kam ja heute mit dem Getriebe.

    Für den Wandler mit Kupplung wollte der gute Mann 25 Euro, also wäre nicht viel kaputt, wenn es ein 50er Wandler wird und ich eine 50er Kupplung mit Glocke noch kaufen muß.

    Das Projekt wird ohnehin teuer und Irrtümer und unnötig ausgegebenes Geld werden noch ein paar mal kommen, da habe ich mal keine Bedenken.

    Also, jetzt erst mal die Vorrichtung.

    Paket von SC mit PK 125er Riemen und dem Rest kommt auch morgen, dann habe ich genug zum hin und her überlegen und messen.

    Oder einfach mal anfangen mit aufschweißen und fräsen, je nach Lust und Laune.

    Ich berichte...

    Gruß Paddy.

    Soo, Kollegen,

    die beiden letzten Vorrichtungen für die Bearbeitung sind fertig:

    Die große ist jetzt komplett abgebohrt, Grundplatte ringsum mit 13 Löchern perforiert in 45 mm Abstand, damit sie in allen nur erdenklichen Positionen auf den Tisch genommen werden kann.

    Die kleine für die ZGP hat einen Dorn. Somit kann ich mit der Platte darunter direkt auf den Tisch oder wahlweise ohne Platte in den Teilapparat. mal sehen, was sich anbietet, so bin ich offen.

    Das 125er Sfera-zeug ist auch gekommen:

    Das hat jetzt den Vorteil, daß ich mir nun eine Vorrichtung noch machen kann, bei der ich wie schon beschrieben die Einbausituation von Vario und Wandler simulieren kann.

    Allerdings muß ich zugeben, daß Mario nicht ganz unrecht hat.

    In einer PN hat er darauf hingewiesen, daß die Masse der 125er Komponenten doch ganz ordentlich ist.

    Der Wandler schenkt sich nicht viel zu dem Wandler, den mit Mario in seinem Paket vor einigen Wochen zusammen mit zwei Vario geschickt hat, aber die Kupplung ist schon recht geräumig.

    Ich nehme das jetzt mal so hin, behalte aber im Hinterkopf, daß an der Stelle zumindest ein Wandler mit einer 50er Kupplung auch nicht verkehrt wäre.

    Wenn ich ehrlich bin, sollte ich jetzt so eine Garnitur mit Getriebe noch von einer 50er haben, damit ich entscheiden kann. Immerhin nimmt das Einfluß auf die späteren, doch recht aufwendigen Änderungen am Getriebegehäuse der Vespa.

    Jetzt mach ich mal die Riemenvorrichtung und dann sehen wir weiter. Über Weinachten habe ich ja mit dem Motorgehäuse zu tun. Zum Getriebe komme ich dann Anfang nächstes Jahr, bis dahin brennt noch nix an.

    Mehr Auswahl gibt es aber sicher auc bei der 50er.

    Was aber positiv ist, bei dem ganzen Zeug ist auch der kleinere Kurbelgehäusedeckel dabei.

    Den werde ich morgen mal strahlen und ihn für Schweißversuche verwenden.

    Dessen Gußlegierung kommt der der Vespa sicher sehr nahe, er hat eine eben Dichtfläche, etc.

    An dem kann ich das Schweißen und den etwaigen Verzug ausgiebig testen.

    Soweit mal der Stand.

    Auf jeden Fall ist es schön, etwas in den Händen zu halten, das macht die weiteren Überlegungen viel einfacher. Solide sieht das ganze aus.

    Das einzige ist halt, die Übersetzung werde ich nicht kürzer kriegen vermutlich, eher nur länger von der Stange.

    Bei der 50er würde man mit einer kürzeren starten und hat dann im Zubehör für längere recht viel Auswahl, so wie ich das bisher gesehen habe...

    Gruß Paddy.

    Kollegen,

    gerade BGM-Membran für Piaggio 50 -180 Kubik, Keilriemen für PK 125 und Fußdichtung für den DR bestellt zum grob ankrizzeln.

    Feinangepaßt sollen die Überströmertaschen dann schon mit abtuschiertem Anschluß werden, es geht nur mal um das Grobe und die maximal Ausladung in Richtung ZGP.

    Langsam müßte ich alles beisammen haben für die ersten Schritte.

    Wenn ich dann mal zum Probestöpseln komme, schraube ich die kurzen Stehbolzen rein und steck den 112er Malossi drauf zum Testen, das sollte reichen zum beurteilen.

    Gruß Paddy.

    Ja, ich nutze einen Klappcomputer...:-)

    Sonst würde ich das nicht so ausführlich berichten natürlich.

    So, Bilder habe ich keine, aber ich kann berichten, daß die Vorrichtung für die ZGP-Bearbeitung und das Ausspindeln des Kupplungsbereich so gut wie fertig ist. Morgen will ich noch ein paar der Gehäusegewinde des Getriebebereichs übertragen zum Spannen, dann ist die fertig.

    Ein Rohlich aus VA ist gedreht für eine Transportrolle für mein Schweißgerät mit halbrunder Nut, die noch eingedreht werden muß.

    Der Verkäufers des Getriebes für die Sfera/ET4 hat seine Kohle bekommen und ich habe schon eine Trackingnummer.

    Es kommen nun:

    -vollständiges Getriebe

    -das dazugehörige Motorgehäuse

    -Wandler mit Kupplung und Kupplungsglocke

    -ein paar Varioteile

    Wenn alles klappt, werde ich sicher den Wandler mit Kupplung neu kaufen, den Variator sowieso.

    Aber es geht jetzt mal darum, das alles maßlich zu fixieren und der preis war in Ordnung.

    Wenn das Zeug da ist, kann ich die Achsabstände ausmessen und das ganze entsprechend im Vespagehäuse positionieren.

    Und ich sehe dann auch, wie ich die Abtriebsachse der Vespa umarbeiten muß, damit sie das letzte Rad des ET4 -Getriebes aufnehmen kann.

    Die Zwischenwelle plane ich irgendwie unverändert zu positionieren, dann wäre da schonmal Standard in Verwendung.

    Die Eingangswelle muß ich mir halt irgendwie stricken, weil ja die Kupplungsglocke am anderen Ende zum liegen kommt.

    Die Kupplungsglocke muß ja verdrehfest zu der Welle werden und ihre Verzahnung werde ich nicht nutzen können. Aufnahme dann im Durchmesser größer und irgendwie, keine Ahnung...:-)

    Mal sehen. Da wird mir schon was einfallen.

    Ich werde wohl nicht drum herum kommen, etwas neues Alu in das Vespagehäuse einzubauen und mit neuen Lagerstellen zu versehen. Das wird interessant werden.

    Ja, letzte Arbeitswoche, da ist noch viel los und nach Feierabend ist die Zeit dann knapp.

    Schaun wir mal, ob ich alles durchbringe.

    Im Zweifelsfall Freitag halt Open End...

    Jetzt freue ich mich auf das Getriebe, endlich die Teile in Händen halten und nicht nur Bilder.

    Dann wird alles hoffentlich konkreter.

    Gruß Paddy.

    "Ich für mich würde eben denken, dass spätestens wenn Du alle Zahnräder und alle Mechaniken und den Variator etc. vom originalen Roller rauswirfst, dass dann von diesem Automatikmotor nichts über bleibt. Zylinder und Kolben willst Du ja auch ersetzen."

    Überschrift des Beitrags:

    "Standardkomponenten für normale Smallframe in einem PK 50 XL Automatikmotor..."

    Ja, du hast recht. Es bleibt nur die Hülle übrig. Genau das war die Aufgabe. Alles, was es nicht mehr zu kaufen gibt, durch Standard-Massenware aus dem Großserienregal zu ersetzen.

    Bis jetzt bin ich noch voll in der Zielbeschreibung...:-)

    Gruß Paddy.

    Oje...

    Schau mal, ich komme aus einer Maschinenbaubranche, die Stückzahlen zwischen 5000 und 250000 in Serie produziert.

    Lassen wir mal dahingestellt, wo ich arbeite.

    Ich kenne die Regeln, ab wann sich etwas lohnt, in Serie zu fertigen. Je kleiner die Serie, desto höher die Kosten pro Teil. Insbesondere, wenn formfallende Teile im Spiel sind, deren Werkzeugkosten auf die Gesamtstückzahl umgelegt werden müssen.

    Bei rein spanender Fertigung sind es eher die Rüstkosten.

    So.

    Mit dem Hintergundwissen ist es mir z.B.: schleierhaft, warum Sinalco noch diesen 75 ccm Zylinder für die Automatik anbietet. Davon werden jedes Jahr weniger verkauft. Selbst der Preis, der ja zugegebenermaßen deutlich über dem eines Tuning-Zylinders für eine normale Smallframe liegt (nebenbei, die Preise sind schon fast obszön günstig, 100 Euro plus für Zylinder und Kolben nebst Kopf bei einem DR 102 z.B.)

    Daß Sinalco den noch anbietet, kann nur daran liegen, daß die Werkzeuge dafür schon ausgenudelt sind (kann ich bestätigen, ich habe den Zylinder genau betrachtet), aber bezahlt.

    Wahrscheinlich wird der mittlerweile in Asien auf dem verlagerten Werkzeug gegossen und bearbeitet.

    Das nimmt man als Cash-Cow so mit, solange es geht.

    In ein paar Jahren wird es den nicht mehr geben, wenn das Werkzeug vollends am Arsch ist.

    Analog dazu der noch erhältliche FHBB 16.12. Der 16.14 lohnt sich schon nicht mehr zu fertigen.

    Es technisch machen zu können ist das eine, es wirtschaftlich darstellen zu können, ist das andere.

    Kein Anbieter, der am Ende des Tages nicht drauf zahlen will, konstruiert und fertigt etwas, was keiner haben will. Angebot und Nachfrage.

    Und keine Sau fährt die Automatik und es werden immer weniger...

    Und ob sie jemals ein Standing erreicht, daß ein Classic-Parts Hersteller damit Geld verdienen könnte, unwahrscheinlich. Oder willst du 800 Euro für einen neuen Variator zahlen für deine 80er? Neee.

    1300 für einen FHBB in deiner Größe? Neee.

    Zumindest noch nicht.

    Ergo: Ich springe auf den Zug der Massenartikel für Smallframe und Scooter auf und bin alle Sorgen los.

    Zumindest solange, wie es noch genug Publikum gibt, die solche Teile kaufen. Irgendwann reißt das auch ab, aber viieeel später. Ich bin nur ein Mitesser der vielen Scooter- und Smallframefahrer

    Meine Automatik wird noch 20 Jahre locker laufen, wenn mein Umbau klappt, egal was kaputt geht. Deine eher nicht, wenn was größeres kaputt geht.

    Außerdem sollte der Schub bis 50 Sachen so einige Schaltvespatuner zur Verzweiflung bringen, aber das ist pure Kindlichkeit aus den Mofazeiten, die ich mir erhalten habe...:-)

    Und um wieder zu deiner Intention zu kommen, daß ich Teile für andere Automatikfahrer fertigen könnte.

    Ich denke mit meinen Erläuterungen zur Wirtschaftlichkeit der Herstellung ist alles gesagt. Kein Mensch will draufzahlen, dafür daß er kostbare Zeit verwendet...

    Wenn, dann nur als Hobby und ein Hobby kostet Geld und bereitet Freude.

    Teile herstellen mit negativer Kostenbilanz nicht...

    Also geh davon aus, daß dieser Umbau, sollte er klappen (und ich gebe so schnell nicht auf), ein Unikat bleiben wird.

    Aber, so mache ich es auch grundsätzlich bei der Ape und unserem Forum, ich zeige alle meine Schritte auf, dokumentiere mit Bildern, berichte Rückschläge und zeige, was möglich ist.

    Auch wenn nicht viele meine Möglichkeiten haben, dies zu tun.

    Dann kann jeder für sich entscheiden, ob es was für einen selber wäre, sei es auch nur ein Detail davon.

    Einfach so als Ideegeber, der Spaß am Hobby und am Schreiben hat. Und den es freut, wenn andere gespannt mitlesen.

    Und wenn mal einer eine Frage hat, beantworte ich sie sehr gerne.

    Diesen Motor nachbauen wird kein Mensch, da bin ich mir sehr sicher...Viel zu aufwendig für so ein Mauerblümchen wie die PK 50 Automatik, an die ich mein Herz verloren habe...:-)

    Viele Grüße,

    Paddy.

    P.S.: Ich habe meine ganzen durchgeknallten Umbauten an der Ape ebenfalls im Forum dokumentiert. Die Kollegen hatten Spaß daran und nahmen das eine oder andere mit für sich. Und wenn es nur die Unterhaltung war...

    Auch das ist das Hobby...

    Hmm,

    die Frage ist natürlich berechtigt, lieber Kollege.

    Vielleicht muß man tatsächlich zunächst mal deine Frage genau durch denken und beantworten:

    Es bleibt:

    - das Originalkleid des Automatikmotors mit all seinen Anlenkungspunkten zur Karosserie

    - es bleibt die schrullige Anordnung von Polrad und Vario auf einer Seite

    - es bleibt das Hinterrad an seiner Position

    - es bleibt letztlich die etwas eigentümliche Optik einer Vespa PK Automatik

    Ja, die Frage ist berechtigt. Eingangs hatte ich das Ziel formuliert, das nach wie vor steht.

    Das Ziel ist es, einen Motor aufzubauen, der nur durch Lösen der Befestigungsschrauben und Aushängen der Züge 1:1 austauschbar ist, bei dem aber letztlich alle wesentlichen Komponenten, die einem Verschleiß unterliegen, aus dem Piaggio-Regal (und natürlich passendes Zubehör von anderen Anbietern) als Neuware zu beziehen sind.

    So oder so ähnlich müßte die Zielformulierung in meinem ersten Beitrag lauten.

    Und dann kommt letztlich genau das raus, was ich vorhabe.

    Ich habe lange über das Vorhaben nachgedacht und was das sinnvollste wäre, den Charakter dieser sehr liebgewonnenen Kiste maximal zu erhalten und gleichzeitig nicht bangen zu müssen, irgendwann mal nicht mal mehr gebrauchte Teile zeitnah zu bekommen.

    Dazwischen habe ich die Kiste etwas optimiert und wenn ich gewährleisten könnte, daß das immer so bleibt, würde ich das garnicht machen.

    Wie easy die Beschaffung aller auch nur erdenklichen Teile nach Herzenslust ist, sehe ich an meiner Ape. Das hat mich immer unsäglich gestört, daß das bei meiner Wespe überhaupt nicht der Fall ist, teilweise für kein Geld der Welt.

    Die Variorollen drehe ich selber, wenn der Variator selber mal ausgelutscht ist, dann war es das mit Neuteilen.

    Zuerst dachte ich auch an einen anderen Motor, aber alle moderne Massenmotoren sind einfach komplett anders aufgebaut. Da müßte man signifikant an die Peripherie um den Motor ran bzw auch an den anderen Motor selber.

    Wenn du das Ganze ein paar Jahre hin- und herdrehst im Kopf, kommst du immer auf genau das, woran ich gerade dran bin. Naja, zumindest ich, aber ich bin manchmal auch etwas kompliziert...:-)

    Es ist schlicht die einfachste Lösung, unabhängig von dem Mangel der Automatik zu sein und gleichzeitig ihren Charakter so wenig wie möglich zu ändern.

    Ich bleibe bei Piaggio, ich habe sogar teilweise Gleichteile zu meiner Ape, idealerweise kommt die Ori-Riemenabdeckung wieder drauf, alles drumherum bleibt beim Alten.

    Du hast selber eine Automatik, also kennst du die Rahmenbedingungen um den Motor drum herum.

    Jetzt such mal im Netz nach Scootermotoren, die da auch annähernd drin Verwendung finden könnten, ohne daß das nacher nicht mehr nach PK Automatik aussieht und vor allem daß das komplett reversibel ist durch den Rücktausch des Ori-Motors.

    Ich habe nichts gefunden.

    Aber ich bleibe dabei, die Frage hat absolut ihre Berechtigung.

    Und einen weiteren Grund muß ich natürlich noch nennen:

    Es reizt mich einfach, diesen absolut beknackten Aufwand zu betreiben, weil es offenkundig noch niemand so gemacht hat. Alleine das macht mir Spaß.

    Ich brauche solche Aufgaben, sonst wird mir langweilig...:-)

    Wenn das ganze Ding nachher von außen einfach so aussieht, als wäre nichts anders, dann habe ich eine Woche ein Dauerlächeln im Gesicht und frage mich, was ich danach mache...:-).

    Einfach ein ziemlich krankes Hobby...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Ach, und Nachtrag.

    Vorher bin ich am zweiten, noch montierten Automatikmotor von Mario vorbei gelaufen.

    Ich habe ja kürzlich erwähnt, daß so Schritt für Schritt die Automatik-typischen Merkmale wegfallen.

    Bei dem montierten Motor ist mir aufgefallen, daß an der Stelle, wo ich den Topf für die Kupplung in das Gehäuse einlassen werden muß, ja auch der Gashebel sitzt. Das hatte ich an den blanken Gehäusen so nicht mehr auf dem Radar.

    Damit fällt dieses lustige Detail auch noch weg. Ich habe mich schon drauf gefreut, eine aufwendige Hebelage zu bauen, damit ich einen SHB über dieses einzigartige Konstrukt ansteuern kann.

    Das entfällt jetzt auch...Bin mal gespannt, ob der Ori-Gaszug hoch zum SHB reichen wird, könnte gehen.

    Sonst ist es nicht mehr wie geplant Plug and Play, der neue Motor...

    Gruß Paddy.

    Hah,

    nachdem ich meine jüngsten Überlegungen gestern abend geschrieben habe, bin ich noch etwas auf die Suche gegangen.

    Siehe da, bei Kleinanzeigen Sfera-Gehäuse, Getriebe, Wandler mit Kupplung und Vario gefunden.

    Habe schon überwiesen und sollte das Paket nächste Woche kriegen.

    Dann wird es etwas konkreter. Ergo sollte ich mir die Vorrichtung noch machen können, die Spreizung bei gegebenem Achsabstand durch das PK-Gehäuse mit den Vario/Wandlerteilen der Sfera/ET4 und einem 125er Automatikriemen (den muß ich bestellen) und alternativ mit einem 50er Automatikriemen (da sollte der alte noch auf Lager bei mir sein).

    Außerdem kann ich die Achsabstände im Sfera-Gehäuse ausmessen mir den Neuaufbau des Vespa-Getriebes mit Sfera/ET4 Teilen überlegen.

    Somit bin für alles offen künftig. Auch wenn natürlich die Verwendung eines neuen Getriebes etwas mehr Arbeit am Getriebegehäuse der Automatik bedeutet.

    Jetzt bin ich schon gespannt. Bisher habe ich nur anhand von Bildern im Netz rumgeraten, wie es werden könnte.

    Mit den Teilen wird alles sehr konkret und kann dann einigermaßen auch in geometrische Auswirkungen gegossen werden.

    Juchu!

    Gruß Paddy.

    P.S.: einen schönen Projekttisch habe ich mir auch schon neben der Fräsmaschine aufgebaut für die Teile, Vorrichtungen, etc.

    Die Wespe steht jetzt mitten in der Werkstatt, dann kann man auch mal kurz messen am Objekt selber...

    Hmm,

    ich habe mir ja so angewöhnt, immer mal so ein zwei Schritte voraus zu denken zur Ideenfindung und um Korrekturen in mein Vorhaben rechtzeitig einfliessen lassen zu können.

    Der Gedanke, ob bei der eingeschränkten Riemenauswahl wohl der Variator und der Wandler als 125er Komponenten die volle Spreizung erreichen, hat ja bereits die Idee reifen lassen, ins Getriebe gleich eine moderne Übersetzung einzubauen.

    Wenn ich jetzt schon geistig am Gehäuse rumspindeln und perforieren bin, wäre es der richtige Zeitpunkt, diese Entscheidung zu treffen.

    Ich denke, ich sehe das mal so vor als übernächsten Schritt.

    Kurz zur Begründung (ausnahmsweise mal aus technischer Sicht und nicht aus Sicht der Ersatzteilsicherheit).

    Laut Bedienungsanleitung hat die 50er PK im Getriebe eine Gesamtübersetzung von 11,64.

    Wenn ich mir jetzt eine ET4 anschaue, die liegt bei 9,42, also schon eine Ecke länger (Faktor 0,8).

    Wenn jetzt aufgrund von dämlichen geometrischen Gegebenheiten die Vario/Wandler-Kombi mit den zur Verfügung stehenden Riemen in dem Bereich nicht seine volle Spreizung erreicht, kann ich schnell in einer Gegend ablanden, wo ich mit der kurzen Ori-Übersetzung im Getriebe bei einer Gesamtübersetzung lande, die kürzer ist als meine derzeitige mit dem PK Variator und seinem Wandler.

    Das wäre ein Desaster. DR 130 mit max. 50 km/h übersetzungsbedingt zum Beispiel. Dann fährst du wirklich mit 40 die Eiger Nordwand hoch (zum Vergleich, der von mir gebaute Motor auf der Ape mit dem DR, wie gesagt stark auf Liefergrad bei unteren und mittleren Drehzahlen ausgelegt, schiebt die Vierteltonne plus Fahrer mit entsprechender Übersetzung bei moderater Drehzahl bis 60 laut Tacho, nicht auszudenken, wie das bei kürzerer Übersetzung in dem kleinen 80 Kilo-Mädel aus Pontedera wäre,...).

    Geht gar nicht, wenn der Motor in der Wespe drin ist, mach ich den nicht mehr auseinander, um das später nochmal zu ändern. Danach will ich nur noch am Wandler und der Vario spielen.

    Meine Entscheidung steht nun fest, ins Getriebe kommen auch Zahnräder von der Stange.

    Ich schau mal, ob ich ein gebrauchtes Getriebe einer Sfera oder ET4 kriege irgendwoher, die haben die gleich kleinen Räder ungefähr.

    Dann bin ich zwar zunächst mal geriebeseitig länger als gewollt unterwegs, aber es gibt ja noch den Unsicherheitsfaktor Vario mit käuflichen Riemenlängen.

    Schlimmstenfalls begrenze ich die Vario etwas, falls die Spreizung doch größer ausfällt, als gedacht.

    Die PK hat anscheinend eine Spreizung von 3,2 gemäß BA.

    Wie gesagt, großartig schneller als jetzt soll sie nicht laufen. Derzeit stehen knapp über 60 auf der Uhr, 70 reichen locker im Prinzip, viel schneller will ich gar nicht.

    Wenn ich jetzt ein ET4 oder Sfera Getriebe mit Gehäuse finde, kann ich die Achsabstände messen und das entsprechend so vorsehen, wenn ich dann mal bei der Kupplungsglocke bin.

    Langsam wird es echt spannend, Kollegen. Solche Überlegungen braucht man bei einem Schaltroller nicht führen...

    Ich kann es kaum noch erwarten, anzufangen...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Nochmal Offtopic.

    Weil ich zu nix Größerem gekommen bin, habe ich den Wickelgasgriff für die Ape fertig gemacht. Ein neues Umlenkröhrchen bestellt, um einen Ansatz mit Einstich erweitert, den Kopf des Gasgriffs umgearbeitet, damit das Röhrchen entnehmbar ist, geklebt, gestrahlt und lackiert.

    Die Fertigstellung dieses kleinen Projekts (der 21er Gaser plus den Gasgriff dazu) mußte ich jetzt einfach abschließen, auch wenn das erst im Frühjahr verbaut wird.

    Jetzt ist der Kopf frei für den Vespa-Motor über die Weihnachtsferien.

    Ich hänge mal Bilder an, weil den Reaktionen bei meinem Einwurf neulich entnahm ich, daß euch solche aufwendigen Sachen gefallen...:-).

    Hat Spaß gemacht und sieht absolut original aus, weil es von der Lenkerverkleidung verdeckt wird. Alle wesentlichen Abmaße sind gleich.

    Der Vollständigkeit halber noch der zweiteilige Trichter zum Verschrauben für den ausgedrehten Gaser um ausgedrehten Lufi-Gehäuse:

    Und natürlich der Gaser selber:

    Lustig, gell?

    Gruß Paddy.

    Fantine:

    Nee, die etwas glänzende Oberfläche durch das zweistufige Strahlen irritiert, wenn man das Gehäuse der Automatik nicht kennt.

    Auf dem Bild in Beitrag 28 ist das Gehäuse mit dem ZGP-Bereich zur ersten Spannplatte gespannt, allerdings mit montiertem kleinen Getriebedeckel. Die Bilder davor waren ohne den kleinen Deckel.

    Das dritte Bild im letzten Beitrag mit Bildern zeigt das große Gehäuse mit der Dichtfläche zur Spannvorrichtung, damit der ZGP-Bereich bearbeitet werden kann.

    Ich weiß, etwas verwirrend die ganzen Vorrichtungen und das Gehäuse, das nicht so oft in dem Zustand nackt hier im Forum zu sehen ist. Es kennt ja kaum jemand näher, wer keine Automatik hat.

    Und selbst dann nackt und in dem Zustand...

    Wenn ich tatsächlich einen anderen Getriebesatz brauche (nach meinen gestrigen Überschlagungen könnte das durchaus sein, weil grundsätzlich die Spreizung der 125er Vario mir eigentlich ganz gelegen käme, aber die wohl mit den verfügbaren Riemen nicht vollkommen ausgeschöpft werden kann.

    Die Hinterradachse würde natürlich an Ort und Stelle bleiben und nur auf ein Zahnrad eines Scootergetriebesatz umgearbeitet werden. Im Idealfall würde sich nur die Position der Zwischenwelle ändern. Das meinte ich mit "Einschwenken" auf den richtigen Achsabstand.

    Ich müßte halt neue Lagerstellen für die Zwischenwelle schaffen.

    Die Gesamtsekundärübersetzung besteht ja bei der Automatik wie auch bei den moderneren Scootern aus einem zweistufigen Stirnradgetriebe.

    Wenn es dumm läuft, muß ich den verfügbaren Riemenlängen geschuldet auch die Position der Eingangswelle des Getriebes, sprich die Achse des Wandler ändern. Dann wäre es aber wieder vorbei mit der Ori-Riemenabdeckung.

    ich werde das nur herausfinden, wenn ich eine Riementriebsimulationsvorrichtung baue, die den Variator und Wandler aufnimmt und einen verstellbaren Achsabstand bietet.

    Die stelle ich dann mal auf den Ori-Achsabstand ein und schaue, was von der maximalen Spreizung übrigbleibt.

    Dann sehen wir weiter.

    Scheiße, wird das komplex....Ich glaube mittlerweile, in dem Getriebegehäuse bleibt echt nix wie es war...

    Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr, jetzt ziehen wir's durch, hehe...:-)

    Das ist wohl der Preis für ein absolutes Unikat...Aber dafür kann man dann auch die letzten Zahnräder auch von der Stange kaufen...

    Gruß Paddy.

    Hallo Henning,

    ich glaube, bei deinem Text ist was abgerissen, ich lese unter dem Link nur "3mm Schweißdraht..."

    Aber egal.

    Der Hintergrund, warum ich das so ganz gemütlich ordentlich mache, weil ich der festen Meinung bin, daß das Projekt schon etwas abgefahren ist und es absolut davon abhängt, ob es klappt, wenn man es sauber durchplant und relativ genau macht.

    Da kommt soviel zusammen und es bleibt kein Stein auf dem anderen. Wenn ich jetzt nicht sauber starte, wird das bestimmt nix.

    Naja, und die Vorrichtungen erleichtern das ganze sehr. Auf ständiges Ausrichten hätte ich keine Lust, da wäre man verleitet, auf einmal 1 Kilo Alu drauf zu schweißen und nur einmal zu spannen.

    Nur um dann doch festzustellen, daß man nochmal schweißen muß.

    Dann lieber gleich so und ich muß mich nicht ärgern, wenn irgendwo doch ein Lunkerchen ist oder etwas übersehen worden ist.

    Ich will lieber kurz rüber zum Schweißgerät, etwas draufsetzen, wieder kurz bearbeiten, ob noch was fehlt, etc.

    Dann denke ich, wird das etwas präziser. Nur so ein Gefühl, mal sehen.

    Ja und halt meine ständig wiederholte Story mit dem axialen Aufbau. Ohne die Vorrichtungen kriege ich das nie hin, daß ich das im Rahmen halte und eine vernünftige Basis für die neue Position der Standard-ZGP und das zusammengesetzte Polrad schaffe.

    Wenn das mal steht, denke ich wird halt noch die Durchdringung im Getriebe eine interessante Sache.

    Der Rest sollte machbar sein.

    Gerade versuche ich abzuschätzen, auf welche Gesamtübersetzung ich mit der Sfera-Vario und dem Automatik-Getriebe der 50er komme.

    Wenigsten grob sollte ich das vorher wissen. Ich will weder, daß die Kiste nachher großartig schneller als 70 fährt, noch, daß sie 45 fährt und wegen dem DR ständig das Männchen macht.

    Bin mal gespannt, wo ich da lande.

    Eventuell muß ich die Übersetzung im Getriebe auch ändern.

    Wobei diese Panzerzahnräder schon einen Charme haben. Sehr wuchtig...:-).

    Ansonsten muß ich da auch noch ran. Dann kämen aber neue Achsabstände dazu, etc....

    Dazu müßte ich dann tatsächlich eine Geriebgehäuse einer Sfera haben, um die Achsabstände zu messen und die dann im CAD neu einschwenken im Vespagehäuse...

    Kommt Zeit, kommt Rat.

    Gruß Paddy.