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Beiträge von 125vnb6

    Mag schon sein!

    Der DR ist bekannt, dass er so manches beim Zündzeitpunkt mitmacht, ohne das großartig ein Schaden am Motor entsteht.

    Ich stelle, wenn ich lustlos bin auch gerne mal die Zündung anhand der Werksmarkierungen ein. Heißt aber dann noch lange nicht, dass es passt sondern lediglich das es halbwegs funktioniert.

    Mir ist dabei auch bewusst, dass ich hier schlampig agiere, deswegen würde ich so etwas auch niemanden empfehlen!

    Diese Werksmarkierungen sind grobe Ansätze zur Zündungseinstellung.

    Wer es richtig macht, findet den OT und ermittelt dann mittels Gradscheibe den richtigen Zündzeitpunkt und blitzt bei erhöhten Standgas ab. Dabei kannst Dir dann mal genauer anschauen wie exakt die Markierungen fluchten. In der Regel hast da schon mal Abweichungen von bis zu +/- 2°! Ist einfach auch den Fertigungstoleranzen geschuldet.

    Die "statische" Zündung mit fixen Zündzeitpunkt ist immer als Kompromiss zu sehen, da einfach für alle Drehzahlbereiche (zuzüglich Anspringverhalten) der selbe Zündzeitpunkt gegeben ist. Im Gegensatz zum variablen Zündungen wo bei steigender Drehzahl, der Zündzeitpunkt selbständig von früh auf spät geregelt wird.

    Nachdem sich bei einer längeren Übersetzung die Motordrehzahl im Fahrbetrieb reduziert, macht es eben auch logischerweise Sinn den Zündzeitpunkt ein wenig in Richtung früh (mehr Vorzündung) zu verschieben! Damit erreichst du einen etwas verbesserten Verbrennungsgrad über dein Drehzahlband und auch geringfügig etwas mehr Drehmoment.

    In seinem aber auch in deinem Fall kann es durchaus sein, dass die vermeintlichen 19° Werkseinstellung in Wirklichkeit dann ggf. 20,21,22 ° Vorzündung entsprechen, dann wäre das durchaus in Ordnung.


    Ohne Prüfstandsmessung wirst du unter Garantie keinen nennenswerten Unterschied merken, da die "Verbesserung" mit dem Hintern kaum spürbar ist.

    Es soll aber auch Leute geben, die auf vorgegebene Zündzeitpunkte pfeifen und ihre Zündungen nach Gehör einstellen und sich dabei am sogenannten Klingeln des Motors orientieren um die Leistung ihrer Motoren absolut auszugeizen.

    .......würde ich einem Laien aber jetzt auch nicht unbedingt anraten, dazu bedarf es auch der nötigen Erfahrung!

    Ja die Zündeinstellung passt so. Bei meiner ist sie, wenn sie auf der Markierung steht bei 19° vor OT.

    Sehe ich anders!

    Bei DR135 und originaler Übersetzung sind die 19° korrekt.

    Wenn er aber die Übersetzung verlängert hat wie ich gelesen habe, dann sollte auch die Zündung verstellt werden in Richtung 22° vor OT

    Man muss aber auch dazu sagen, dass das in den meisten Fällen der Tod der 80ccm³ Motoren mit ihrem "dezenten" Stecktuning war.

    Übersetzung wurde nicht geändert. Im Soziusbetrieb bzw. Stadtverkehr die Gänge bis ans Limit ausgedreht und dann noch zwecks Reduzierung des Massenträgheitsmoment das ominöse HP4 - Polrad am Motor in Kombination mit irgendeinen Spaßauspuff.

    Da denke ich nicht mal großartig nach !

    Eine neue ZGP von BGM kostet knapp € 90 und die beiden Teile ohne Arbeitszeit um die € 50 (oder auch mehr)

    ....du bist ja der Verfechter der original Ducati Teile ;)

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    .....und dann würde ich mir nochmals das HP4 genauer überlegen!

    Es hat Dir im Vorfeld Tanatos eh schon durch die Blume auch gesagt, dass er das HP4 nicht unbedingt so prickelnd findet und dem schließe ich mich an.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das einfach drauf geschraubt hast ohne abzublitzen bzw. Rundlauf zu prüfen und einfach drauflos genagelt bist.

    Zum HP4 ist folgendes zu sagen!

    Das ist ein Polrad welches ursprünglich an der italienischen PK-HP4 verbaut war. Die sogenannte Sportvariante der PK mit Aluzylinder und kürzerer Übersetzung.

    Dort hat der ganze Zauber mit seinen 50cm³ einen Sinn gemacht, denn die hatte wahrlich einen guten Abzug und es passte zur Motorcharakteristik !

    In den 90er Jahren als die Tuning Szene noch nicht über das Potenzial von leichteren CNC gefrästen Polrädern verfügte, hat man diese Polräder dann importiert und es wurde eine zweite Nut für PX nachträglich gestochen.

    Es gab aber von Anfang an geteilte Meinungen. Die einen waren begeistert, die anderen haben sich in der Regel die Zündung oder gar den Motor geschrottet.

    Meistens passte auch der Zündzeitpunkt in keinster Weise mit dem angegebenen Verstellbereich überein.

    Als dann die Originalpolräder ausgingen wurden Repros nachproduziert die dann noch mieser waren (da haben sich dann zeitweise auch die Magneten gelöst).

    Ich glaube du wärest gut beraten wieder zurück zu rüsten auf das originale Polrad.

    Und nun? Warum kommt der Motor nun nicht auf Drehzahl?

    was glaubst was die Spannabhebende Rotation deines Polrades an deiner ZGP bewirkt hat?

    Da hat dein Polrad die Funktion einer Drehbank übernommen und somit passen die Abstände zum Magneten nicht mehr!

    Das ist das Phänomen besagter HP4 Polräder. Aufgrund der zweiten "gestochenen" Nut für PX (welche nachträglich erfolgte) unterliegen diese Polräder einer extremen Fertigungstoleranz. Noch schlimmer sind die ominösen Nachbau HP4, da lösten sich gerne mal die Magneten und der Konus war unterirdisch!

    Das da was schleift hätte aber auffallen müssen nach der Montage, wenn man mal per Hand, ohne eingeschraubter Zündkerze das Polrad gedreht hätte.

    Es gibt in den diversen Shops meines Wissen nach Spacer, die hier ggf. Abhilfe schaffen könnten.

    Meistens hatte es aber auch einen Grund warum man sich von seinem HP4 getrennt hat.

    Ich persönlich kann diesen Polrad gar nichts abgewinnen. Es ändert sich dadurch die komplette Motorcharakteristik einer PX ins Negative.

    Beim Lenker tippe ich jetzt mal auf die österreichische Variante der späteren 12 Volt Anlagen mit 4 fach - Blinkeranlage, da war dann sehr wohl ein Zündschloss serienmäßig verbaut.

    .....in Deutschland gab es diese Variante nicht, außer bei den Elestart-Modellen, da

    war am Lenker Zündschloss und Ladekontrollleuchte verbaut.

    Soll heißen, die Vespa könnte auch ursprünglich aus A kommen bzw. zumindest einen österreichischen Lenker bekommen haben. Ich glaube, dass es auch bei den Schweitzer - Modellen ein Zündschloss gab. Zumindest hatten die auch den deutlich schöneren Glasscheinwerfer mit Fernlicht.

    Das es ein italienisches Modell ist, glaube ich eher nicht. Die Italiener hatten bei diesem Baujahr einen 3-Gang Schaltung und kein Bremslicht.

    Ansonsten wie es der "Mentzinger" schrieb. Da sind typische Verkaus-Restaurationen wie sie auch von anderen Läden gerne angeboten werden. Ungefähr in der gleichen Preisspanne und mit jeder Menge Repro-Teilen.