Unrealistisch? Unfinanzierbar? Utopisch? in keinster Weise!
Mich interessiert seit eingiger Zeit das Bedingungslose Grundeinkommen nach Götz Werner:
Auf Werners Seite gibt es auch ein FAQ wo Fragen zum BGE kurz beantwortet werden. Wer ausführliche Antworten sucht, dem lege ich sehr sein Buch "Einkommen für alle" ans herz
Viele Videos über ein BGE gibt es z.B. unter:
Nach Werner soll jeder Bürger ein Grundeinkommen, welches an keinerlei Bedingung geknüpft ist, erhalten. Es muss so hoch sein, dass man ein menschenwürdiges Leben auch ohne weitere Erwerbsarbeit führen kann. Das wird sich so um die 1000€ heutiger Kaufkraft drehen, für Kinder weniger, Rentner evtl mehr. Gleichzeitig werden alle Steuern die bisher erhoben werden aufgelöst. Einzig eine "Konsumsteuer" wird auf jedes Produkt erhoben (ca 50%).
Das führt dazu, dass Menschliche arbeit für den Arbeitgeber wesentlich günstiger wird (Stichwort: Lohnnebenkosten), und das Produkt wird während seiner Wertschopfung nur so viel teuerer wie tatsächlich Arbeit oder Material hinzugefügt wird -> es kommt wesentlich viel billiger beim Verkäufer an, und wird durch die Konsumsteuer, je nach Produkt, auf ein ähnliches Niveau wie heute angehoben.
Dadurch, dass der Bürger so nicht mehr arbeiten muss, kann er im wahrsten Sinne tun und lassen was er will. Wenn er bisher einer stumpfen Arbeit nachging, so kann er einfach kündigen, und sich seiner Familie widmen, oder einer Arbeit nachgehen, die ihn selbst mehr fordert, oder mehr freude bereitet, auch wenn die Bezahlung schlechter sein sollte.
Was tut der Arbeitgeber wenn er feststellt dass aus seiner Firma plötzlich alle abhauen? Ganz klar, er muss seine Arbeit schmackhafter machen. Er muss dafür sorgen, dass das Arbeitsumfeld und der Lohn stimmen.
Aber es wird doch dann immernoch viele Arbeitslose geben!? Aber das ist es aber doch gerade, worauf die Menschheit seit hunderten von Jahren hinarbeitet. Es werden Maschinen, Roboter usw entwickelt, damit der Mensch nicht mehr selbst die stumpfsinnige "Drecksarbeit" machen muss! Deshalb darf das Einkommen auch nichtmehr an die Arbeit gekoppelt sein.
Und wer meint, das sei ungerecht, dass arbeitende und faulenzende Leute fast gleichviel Geld in der Tasche haben, der sollte sich wohl wirklich schnell für ein Bedingungsloses Grundeinkommen einsetzen. Denn dann besitzt dieser eher einen Arbeitsplatz, der nur dem Einkommen dient; ein Einkommensplatz also. Und ein Einkommensplatz ist nur selten befriedigend.
Laut Umfragen antworten die meisten Bürger auf die Frage, ob sie auch weiterhin zur Arbeit (evtl anderer Arbeitsplatz) gehen würden mit "JA", sagen aber dass die anderen das vermutlich nicht tun würden!
Und die den ganzen Tag in der Hängematte vor sich hindösenden "Faulenzer" sind mit Sicherheit nicht zu beneiden. Denn mit solch einer großen Antriebslosigkeit ist Sucht und Krankheit auch schnell herbeigeführt. Um was sollte man denn die Arbeitsunwilligen beneiden...
Diese Traumvorstellung vieler rührt nur daher, dass man sich jeden Tag zu einer nicht erfüllenden Tätigkeit aufrafft, nur um die Familie ernähren zu können. Sobald es einem Freigestellt ist, arbeiten zu gehen, werden wohl die Meisten auch wieder produktiv tätig werden. Ob das nun Erwerbsarbeit oder Kulturarbeit ist, ist ja dann egal.
Und die reichen Erben a la Paris Hilton: Narürlich bekommen auch die das BGE! Doch die 1000€ verpuffen bei den diesem Menschenschlag meistens eh binnen einiger Stunden. Und mit den 48-50% "Konsumsteuer" die auf alle Produkte erhoben wird, zahlen gerade die Vielausgeber sehr viel in den gemeinsamen Topf ein.
Das größte Problem ist, dass das Grundeinkommen ersteinmal von den Bürgern gedacht werden kann. Die Finanzierbarkeit ist im übrigen das kleinste Problem.
So das wars erstmal!
Gruß David