Was kann ich für mein Geld erwarten?

  • Moin moin!


    Wie schon im Vorstellungsthread geschrieben, bin ich seit knapp einem Jahr auch "infiziert" und kann jetzt auch endlich (wegen diverser Gehaltserhöhungen und Überstunden) mal etwas Geld zur Seite legen und mir dann irgendwann demnächst was schickes gönnen (hoffe ich zumindest).
    Folgendes:


    Mein Budget hab ich so auf 800 bis maximal 1000 € gerechnet, die ich zusammenbekommen sollte. In welche Richtung sollte ich mich da Vespatechnisch mit den Vorgaben


    -Modell egal
    -älter wäre schön
    -50ccm
    -fahrbereiter, guter bis sehr guter technischer Zustand
    -optischer Zustand nicht so wichtig (solange nicht alles nur noch vom Rost zusammengehalten wird)


    orientieren?


    Im Internet findet man ja alles mögliche mit Preisen und Zuständen "von bis" und eventuell könnt ihr mir hier ja dabei helfen, die Auswahl zumindest etwas einzuschränken :)


    Danke schonmal und Gruß

  • Mit dem Budget wird es wohl auf eine PK 50 rauslaufen - davon gab es 3 Baureihen: PK S inkl. Lusso (1983 bis 1985/86), PK XL (1986 bis 1989/90) und PK XL 2 (1990 bis 1996/97). Von Automatikmodellen würde ich persönlich abraten.


    Preislich gilt in der Regel je älter, desto teurer. Besondere Vor- oder Nachteile gibt es bei den einzelnen Modellen eigentlich nicht, da Motor und Fahrwerk weitestgehend identisch sind. Da muss dann dein optischer Geschmack entscheiden. Ab PK XL sind Plastikmatten statt Trittleisten auf den Trittbrettern verbaut, darunter bildet sich bedingt durch Staunässe gerne unbemerkt Rost. D. h. der restliche Roller kann noch top aussehen, aber die Trittbretter völlig weggegammelt sein. Weitere rostige Schwachstelle ist häufig die hintere Federbeinaufnahme am Rahmen unter dem Tank. Die kann man leider nur genau inspizieren, wenn der Tank ausgebaut ist. Ob ein Verkäufer das bei einer Besichtigung zulässt, ist fraglich.


    Grundsätzlich ist ein guter Blechzustand immer deutlich wichtiger, als ein laufender Motor oder dessen Laufleistung. Fahrzeuge im Originallack sind zu bevorzugen, weil sich darunter keine Spachtelorgien verstecken können.

    Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.

  • Hallo Stu1981,


    herzlich willkommen im Forum.


    Es ist relativ schwer, auf Deine Frage eine genaue Antwort zu geben. Prinzipiell kannst Du alles und nichts erwarten. Es hängt immer davon ab, was der andere will und was Du bereit dafür bist, auszugeben.


    Mein Vorschlag: Mach Dich auf die Suche nach Vespae, die Dir gefallen und schau, was die Leute dafür wollen. Vergleiche ein bisschen die Preise / Zustände und versuch zu handeln.
    Tendenziell ist ab Frühling die Nachfrage höher, weil auf einmal alle "Dolce Vita" wollen :-)


    Aber gut, ich will mal trotzdem versuchen, Dir eine halbwegs zufriedenstellende Antwort zu geben.


    Für ein PK Modell mit 50ccm wirste je nach Zustand wohl irgendwas zwischen 500 und 900 Euro auf den Tisch legen. Drüber und drunter natürlich alles möglich :-)
    Ältere Modelle gehen ganz gerne schnell in die Richtung 1.200 bis 2.000 Euro, je nach Zustand und Beliebtheit halt.


    Als Einsteigermodell empfiehlt sich daher eine PK 50 (S, XL 1/2). Wichtig sollte sein: Fahrbereit, ohne Durchrostungen, mit Papieren und Schlüsseln.
    Schau Dir die Vespa vorher an und suche an den typischen Stellen nach Rost. Wenn möglich, mach ne Probefahrt.


    Wenn Du was gefunden hast, mach Bilder, stell sie hier rein und wir werden gerne versuchen, Dich bei Deiner Entscheidung zu unterstützen :-)


    Gruß, Manuel


    Edit: na super, ich war zu langsam mitm Tippen....pkracer war schneller :-)

    Es gibt keine Probleme - es gibt nur Herausforderungen

  • Na, da hab ich doch schonmal ein paar Anhaltspunkte, wunderbar :)


    @ pkracer: Stimmt, das mit den Matten und dem Rost drunter hatte ich gelesen und werde auf jeden Fall drauf achten. Und guter Blechzustand ist wichtiger als ein funktionierender Motor? Dann hab ich glaub ich 'nen ordentlichen Denkfehler gemacht. Wäre ein Austauschmotor oder 'ne Motorreparatur denn preislich günstiger als eine vernünftige "Blechausbesserung"?
    Ich bin da bis jetzt eigentlich vom Beispiel meines ersten Autos (uralter Corsa B, gekauft für 300 €) ausgegangen. Der hatte zwar reichlich Roststellen und der Motor hat nach einiger Zeit gut "genadelt", lief aber ohne größere Probleme. Ein Austauschmotor hätte mich für den incl. Einbau (hätte ich machen lassen müssen, da Schrauberkenntnisse gleich Null) locker das zwei- bis dreifache vom Anschaffungspreis gekostet.


    @ Hollaender: Ja okay, der Threadtitel ist nicht ganz so "glücklich" gewählt, aber mir ist auf die Schnelle kein besserer eingefallen ;)
    Allgemein werde ich mich wohl nach den Empfehlungen hier richten und verstärkt nach 'nem PK50-Modell suchen. Spätestens wenn ich da was gefunden habe, melde ich mich hier wieder. Auf meine Anzeige bei eBay hatte sich bisher leider nur einer gemeldet, der mir eine "komplett restaurierte V50 Spezial im Originalzustand" von 1974 angeboten hatte. Als er mir dann seine Preisvorstellung geschrieben hatte, war das Thema aber durch, selbige lag doch deutlich über meinem Budget ;)


    Danke für die Antworten auf jeden Fall schonmal.


    Gruß,
    Stefan

  • Die Motoren sind sehr simpel aufgebaut und speziell 50er Originalteile gebraucht spottbillig. Bebilderte Anleitungen gibts auch reichlich im Internet. Wenn du nicht gerade 2 linke Hände und 10 Daumen hast, sollte eine Reparatur in Eigenregie bei Bedarf kein Problem darstellen.


    Blechreparaturen sind hingegen für die meisten Leute mangels Schweißfähigkeiten nicht selbst zu machen. Zudem sind von Laien ausgeführte Spachtel- und Lackierarbeiten meistens grottiger Pfusch. Und da die Kosten für die fachgerechte Instandsetzung der Karosserie meist einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellen, sollte karosserieseitig beim Kauf eben möglichst alles in Ordnung sein.

    Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.

  • Ah, okay, dann muss ich da also umdenken. Bin bis jetzt davon ausgegangen "Motor = wichtig+kompliziert einzubauen = teuer". Sollte mich dann vielleicht doch auf die Suche nach Anleitungen machen, ob ich mir sowas zutrauen würde. So ganz ungeschickt bin ich handwerklich nicht, habe eben nur noch nie selbst was an irgendwelchen motorisierten Sachen rumgeschraubt.