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Unfall in Italien

  • Hallo, ich weiß nicht ob das überhaupt ins Forum passt.

    Ich habe mir seit Sonntag in Italien eine LML Star 125 ausgeliehen. Für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Retro getunt, zuviel Chrom, aber schön schnell :)
    Den ersten Roller musste ich am ersten Tag zurückgeben, sprang nicht mehr an, der Besitzer meinte wahrscheinlich die Zündung.

    Mit der zweiten hatte ich dann einen Unfall. In einer Rechtsabbiegerspur (Einbahnstraße) kam mir in einer Kurve hinter einer Brücke plötzlich ein klappriger Fiat entgegen. Ich war in der Mitte der Spur, der Fiat auch, ich bin nach rechts ausgewichen aber trotzdem am Auto entlang geschrammt und gestürzt. Der Roller hat nur ein paar Kratzer, ich aber einen gebrochenen Fuß weil ich nur normale Schuhe und keine vernünftigen Stiefel anhatte.

    Die Unfallgegnerin hat ein kurzes Palaver auf italienisch gehalten und ist dann abgehauen. Zum Glück hat ein Zeuge das Kennzeichen notiert, die Polizia Municipale hat den Unfall aufgenommen und der Roller-Vermieter ist sehr kooperativ. Von seiner Seite habe ich erstmal keine Forderungen zu erwarten.

    Meine Frage ist nun, wie kann ich meinen Schaden ersetzt bekommen? Ich muss jetzt vorzeitig nach Hause fliegen, andere Flüge verfallen, ich muss viel Taxi fahren, und und und. Arztkosten sind erstmal von der Krankenkasse gedeckt. Habe schon nach einem auf Italien spezialisierten Anwalt geguckt, aber wenn ich auf dessen Rechnung sitzen bleibe, lohnt sich der Aufwand natürlich nicht.

    Hat jemand Erfahrung damit?

    Viele Grüße aus Perugia,

    schaltklaue

  • Ok danke.

    Ich scheue mich noch davor, die gegnerische Versicherung direkt zu kontaktieren, wie es der Zentralruf der Autiversicherer vorschlägt, weil sie mich sicher so billig wie möglich abspeisen wollen.

  • Ich habe jetzt über den Zentralruf der Autoversicherer die gegnerische Versicherung ermittelt. Die Polizei in Italien ist mir keine Hilfe, da sie am Telefon kein Wort Englisch sprechen. Nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt habe ich jetzt eine italienische Kanzlei beauftragt, die Abwicklung zu übernehmen. Die Kosten trägt die gegnerische Versicherung.

  • Der Fuss ist besser, danke der Nachfrage. Im Krankenhaus in Deutschland konnten sie doch keinen Bruch feststellen, er war nur schwer geprellt.

    Ich habe einen italienischen Anwalt beauftragt, der sehr gut Deutsch spricht. Er hat aber bisher nichts erreicht, obwohl ich vom Rollervermieter weiß, dass dessen Schaden bereits reguliert wurde. Die Unfallgegnerin wurde ermittelt, aber von der Polizei in Italien habe ich auch nie wieder etwas gehört.

    Da ich am Ende doch nur auf ein paar Taxifahrten sitzen bleibe (die Flüge hat mein Arbeitgeber übernommen), ist mir das mittlerweile fast egal.

    Ich habe immerhin zwei Dinge draus gelernt: 1. Immer gute Schutzkleidung tragen 2. Rechtsschutzversicherung abschließen.

  • Prima, freut mich zu hören..
    Tip..geh zum ADAC mit Krankenrückflug etc.. hat mir auch sehr geholfen..

    aus meiner Erfahrung weiss ich auch, das mit Italien kein Schmerzensgeld gibt etc.. machen nur die dummen deutschen für alle^^
    shit happens, frohe weihnachten :)

    Status: es ist nicht leicht........ ;)

  • Jetzt, mehr als ein Jahr nach dem Unfall, hat die gegnerische Versicherung ein Angebot vorgelegt. Sie würden natürlich nur einen Teil meiner Anwaltskosten übernehmen (die sich auf etwa 1000 Euro belaufen).