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PK 50 XL2 auf 125 ccm aufrüsten

  • Hallo geschätzte Gemeinde,

    oben genanntes Kraftfahrzeug, hausintern liebevoll "Mopete" genannt, soll von aktuell 112 ccm dann doch auf 125 ccm aufgerüstet werden, um schlussendlich dann doch als Leichtkraftrad zugelassen zu werden und somit dann doch endlich legal im öffentlichen Straßenverkehr betrieben zu werden. Ein entsprechender Führerschein ist seit 1985 vorhanden. Den Umbau des Tachos habe ich in den letzten Tagen bereits vollzogen.

    Nun wird es also allmählich ernst und ich mache mir Gedanken um das Motoren-Setup.

    Ein Ersatzmortor, sogar mit Elstart, ist vrhanden, so dass ich in den nächsten Monaten in aller Ruhe einen entsprechenden Motor zusammenbauen könnte, ohne auf die Nutzung der Mopete verzichten zu müssen.

    Es stellen sich verschiedene Fragen, die ineinandergreifen und von daher gründlich überlegt werden müssen. Zunächst sei jedoch vorweg geschickt, dass mechanische Bearbeitungen in Form von Fräsen, drehen, ausspindeln, schweißen (bei Alu müsste ich allerdings noch wieder ein wenig üben) und ähnlichem kein Problem darstellen. Wenngleich meine Kernkompetenz deutlich im Bereich von Viertaktern liegen, ist es mir dennoch gelungen, dass das aktuelle Setup auch schon sehr gut rennt und mir eine Menge Spaß bereitet.

    Darüber hinaus ist vorauszuschicken, dass der Einsatz überwiegend hier auf dem (flachen) Land mit gelegentlichen Fahrten nach Berlin rein erfolgt.

    Nun zu den Fragen bzw. Problemen, die ich sehe:

    Welche Wurbelkelle verwende ich? Diese Frage bezieht nicht nur den Hersteller ein (bevorzugen würde ich Polini), sondern eben auch den Hub. Bevorzugen würde ich Wellen mit 51 mm Hub, da ich ein Freund von Drehzahl, also tendenziell Kurzhubmotoren bin. Dies würde bedeuten, dass ich eine Bohrung von maximal 55,8 mm verbauen dürfte. Eine solche Kombi gibt es nach meiner bisherigen Recherche jedoch nicht. Somit würde ich zwei Systeme miteinander kombinieren müsste. Dies hat jedoch zur Folge, dass beim Aufbau als Drehschiebermotor die Steuerzeiten vermutlich nicht mehr so ganz zueinander passen, weil die Kolbenposition in Relation zu den Schlitzen vermöglicherweise anders sind, als der Drehschieber dies vorsieht. Von der Verwendung eines Spacers zur Anpassung des Verdichtungsverhältnisses mal ganz abgesehen. Wäre daher unter diesen Aspekten die Umrüstung auf Menbransteuerung angebracht? Davon verstehe ich tatsächlich zu wenig.

    Aber ist eine Membransteuerung in Bezug auf Leistung der effektievere Weg der Leistungssteigerung? Angestrebt ist ja duchaus eine hohe Leistung. Wenngleich vielleicht nicht unbedingt die maximal mögliche Leistung a la Renneinsatz. Ich habe zwar Wurzeln im Motorsport, aber es ist ja doch immer eine Frage des Aufwandes und der Kosten.

    Des weiteren würde ich es gut finden, wenn ich meinen Simoni-Auspuff weiter verwenden könnte. Wobei auch dies am Ende eine Kostenfrage ist.

    Eine CDI ist bereits vorhanden. Ich müsste mal nachmessen, ob das Polrad an dem Motor, den ich noch zu liegen habe bereits den 20er Wellenduchmesser hat. Bei Baujahr 1990 kann dies ja wohl sein, wenn ich richtig informiert bin.

    Weitere Fragen beziehen sich auf die Vergasergröße. Diesbezüglich habe ich nicht wirklich Peilung, was an Zweitaktern da so drangehört. Was ich weiß, ist, dass mein 1er Golf mit 1500 ccm mit 45er Webern sehr gut rennt.

    Ihr seht, dieses Projekt wird auch im weiteren Verlauf noch weitere Detailfragen aufwerfen, jedoch muss ja erst einmal das Grundkonzept erarbeitet werden. Bei der Auswahl der entsprechenden Wurbelkell muss ja final auch die Kolbenbolzenbohrung passen etc.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn ich mir diesbezüglich mit eurem Wissen (bitte kein Halbwissen) und euren Erfahrungen weiterhelfen würdet, da ich in der Suche nichts adäquates gefunden habe.

    Ach ja....final soll auch auf eine teilhydraulische Scheibenbremse für vorne umgebaut werden.