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LED-Rücklicht an Vespa PK 50 XL1 (Keine Batterie, 12V Zündung)

  • E-11 Kennzeichnung bezieht sich (soweit ich weiss) auf die gesamte Baugruppe "Rücklicht", also die Kombination von Grundkörper, Glas und eben Leuchtmittel - Du darfst auch nicht einfach irgendwelche Birnen verwenden, zumindest Leistung (W) und Bauform sind vorgegeben. Daher nützt E11 hier nix.

    Spannungspitzen beim Ein/Ausschalten des Scheinwerfers

    ... kommen Zustande, da ohne Batterie die Laständerung an der Lima sehr gross ist. Etwa wie beim Abschleppen. Hängt das Seil durch, darf man nur ganz langsam anfahren, sonst reißt das Seil. Ohne Batterie kennt der Stomkreis eigentlich nur stehenbleiben (Licht aus, 0 Watt) oder Vollgas (Licht an, ca. 45W). Das meinte ich mit "rauher Welt". Kennst du das Knacken im Radio, wenn du das Licht an/aus-schaltest? Das ist auch ne Spannungsspitze wg. Laständerung.
    Der Ausweg ist aber einfach und preiswert. Man begrenzt die Spannung mit einer sogenannten Zenerdiode und einem niederohmigen Widerstand. Bei der Selbstbauleuchte aus einzelnen LEDs, kann das gleich der Vorwiderstand sein.

    muss ich die halt immer doppelt einbauen

    Nein! Für die paar W baut man sich nen Gleichrichter selbst, bei einzelnen LEDs muss man ja eh' Löten. Und wenn das Eisen schon mal heiß ist, macht mans besser gleich richtig & selbst. Etwa so:

    Die genauen Werte, Besonders für den Vorwiderstand R1 und die Zenerdiode D5 ist abhängig von dem Spannungsbereich, den die Lichtmaschine liefert und von Anzahl und Art der LEDs. Kann ich aber mal gerne für konkrete Angaben durchrechnen. Ich würde für jede, zu ersetzende Birne, diese Schaltung auf ein Stückchen Lochraster Platine zusammenlöten und dann mit Heißkleber oder gar Epoxydharz versiegeln. Letzteres zum Schutz vor Feuchtigkeit und Vibration. Lochrastermaterial lässt sich auch gut an die Form zB des Gehäuses anpassen. Die Bauteile sind beim Elektroniker Eurer Wahl für kleines Geld erhältlich - richtig helle LEDs sind der Kostenfaktor.

    Falls Du Schüler bist, sprich doch mal deinen Physiklehrer auf dein Projekt an - zu meiner Schulzeit freute sich ein Lehrer über solches Extrainteresse an der Materie. Dann hat man jemanden, den man auch mal "vor Ort" fragen kann. :thumbup:

    Einmal editiert, zuletzt von erictronic (January 12, 2009 at 00:04)

  • Die genauen Werte, Besonders für den Vorwiederstand R1 und die Zenerdiode D5 ist abhängig von dem Spannungsbereich, den die Lichtmaschine liefert und von Anzahl und Art der LEDs. Kann ich aber mal gerne für konkrete Angaben durchrechnen.

    Das wäre toll!
    Es gibt bei unseren Reusen ja nur 6 oder 12 Volt... also einmal für den Spannugnsbereich 4-9 Volt und 10 - 15 Volt ? Würd ich jetzt mal schätzen.

    Biete nix mehr an...

  • Nein, ich bin kein Schüler mehr, sondern KFZ-Mechatroniker 1. Lj!

    Beim PKW ist das 12V Bordnetz so ca. 13,4V!

    Meine PK 50 XL1, hat 12V Bordspannung, LEDS sind 16 Stück verbaut, da steht irgendwas von 12V 1W/2W drauf, ich denk das is Fahrlicht und Bremslicht!

  • Erstmal danke für den ausfühlichen Beitrag 2-)

    Naja Bauteile könnt ich schon wie gesagt aus der Schule kriegen (fos Technik Electropraktikumabteilung :D ) aber ich finde das eine Mühlenschaltung schon Aufwand ist.

    Ich hätt jetzt einfach pro Blinker 4 oder 6 Leds genommen und halt die hälfte "falsch" rum eingelötet, wär glaub ich platz- und Geld technisch günstiger.

    Also für die Leds hab ich für 20stk (1.200mcd bei 120° abstrahlwinkel) ca. 3,50€ gezahlt und die leuchten schon echt gut :love:

    noch ne schlampige skitze wie ich das mein:

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  • Die antiparallel Schaltung braucht für die gleiche Helligkeit die doppelte Anzahl von LEDs, flackert und die LEDs sind eben nicht gegen Überpannungen geschützt. Das meinte ich mit "wenn schon selbst bauen, dann richtig". Bis auf die passende Zenerdiode und die superhellen LEDs habe ich für so etwas alle Bauteile in der Bastelkiste. Die Zenerdiode (12V, 3W) kostet beim Elektrodealer meiner Wahl 4,5 Eurocent (10ner Pack). Ein Gleichrichter (also D1-D4; gleich riecht er) nochmal 5 Eurocent. Wenn ich die "Birnenersatzschaltung" nur EIN mal ersetzen muss, weil die böse Überspannung zugeschlagen hat, wäre die Zener(Schutz)Diode schon bezahlt gewesen. Oder? :rolleyes:

    @Restaurations: Ich brauche die Nennspannung und -strom der LEDs. Und wie viele geplant sind.

    @Christoph S.: 13,4V ist wohl die Gasungsspannung eines 6 Zelligen Blei/Schwefelsäure Akkumulators. Also die Spannung, bei der nicht mehr geladen, sondern Knallgas erzeugt wird. Daher ist das so. Generelle Problematik: Bei der geringsten Spannung soll es schon mit voller Helligkeit leuchten, bei der höchsten Spannung nicht kaputt gehen. 16 LEDs, denke das sind 2 mal 8, denn 12V/8= 1,5V. Rote LEDs haben ca. 1,4V "Betreibsspannung". Wichtig bei LEDs ist aber der Strom, den muss man "regeln". Das macht der Vorwiderstand. (R=U/I)

    Meine Schaltung ist ein sogenannter Querregler. Am Vorwiderstand wird die Leistung verbraten, die für die LEDs nicht gebraucht wird. Die Alternative wäre eine Konstantstromquelle, das ist aber deutlich aufwendiger (finanziell, meine ich). Dazu benutzt man dann so eine dreibeinigen Spannungsregler 78xx. Der kostet >20 Eurocent pro Stück und braucht auch noch etwas drumherum.

    5 Mal editiert, zuletzt von erictronic (January 12, 2009 at 00:05)

  • Die antiparallel Schaltung braucht für die gleiche Helligkeit die doppelte Anzahl von LEDs, flackert und die LEDs sind eben nicht gegen Überpannungen geschützt.

    Das Flackern hätte mich nicht so gestört (an den vespen flackert doch jedes Licht :D ) aber das mit der Überspannung ist natürlich wahr.

    Falls es dir Hilft, die smd Leds haben (wie die meißten weißen hellen Leds) 3,4V 20mA

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  • Wo willst du die LEDs einsetzen? Doch nicht vorne im Scheinwerfer, oder? Für Blinker und Rücklicht würde ich eher gelbe bzw. rote LEDs nutzen, denn weisse LEDs sind eigentlich 2 LEDs in einem Gehäuse, ne blaue und ne gelbe bzw. ne blaue und ein gelber Leuchtstoff. Wenn du so etwas hinter ein farbiges Glas packst, verlierst Du sehr viel Helligkeit. Hier steht mehr dazu:

    Rote bzw. gelbe LEDs haben auch deutlich geringeren Spannungsabfall. Das heisst, man kann mehr in Serie betreiben.


    Für Tacho oder sonstige Beleuchtung ist weiss natürlich auch gut. Ich rechne mal laut (aber ohne Gewähr):

    Bei 12V kannst du max. drei LEDs in Serie hängen. 3x3,4V=10,2V
    Vorwiderstand sollte dann 10,2V/0,02A=510Ohm sein.
    Da es keine 510 Ohm Widerstände als Standard gibt, nimmt man einen 330 und einen 180 Ohm in Serie. 0,5 W Typen reichen.
    Zenerdiode 11V , mind. 1W. Damit bekommen die LEDs schlimmstenfalls 3,7V ab.
    Als Kondensator würde ich einen 100µF / 25V Elekrtolyt nehmen, wenns nicht flackern soll. Muss aber nicht sein.

  • Zb solche LEDs:

    BestNr 120 450

    5 in Serie brauchen 11V , aus den 10Stk. würde ich 2x meine Schaltung bauen und zusammen benutzen.

    Aber ich sags nochmal: StVO konform ist das sicher nicht! Tachobeleuchtung ist da sicher unkritischer. Interessant wäre der Kommentar eins Prüfers dazu.

  • Danke!
    10 Stück kosten 3,35 Euro?`Is ja voll billig das Zeuch :)

    Also ich habe vor die Leds in einer 50N als Bremslicht zu verbauen. Dieses Modell hat original überhaupt kein Bremslicht, von daher denke ich dass sich da niemand dran aufhängen wird - auch wenn die Geschichte nicht StVO ist!?
    PK und Spezial haben ja eh Bremslichter, da würd ich´s nicht machen...

    Biete nix mehr an...

  • Wo willst du die LEDs einsetzen? Doch nicht vorne im Scheinwerfer, oder? Für Blinker und Rücklicht würde ich eher gelbe bzw. rote LEDs nutzen, denn weisse LEDs sind eigentlich 2 LEDs in einem Gehäuse, ne blaue und ne gelbe bzw. ne blaue und ein gelber Leuchtstoff. Wenn du so etwas hinter ein farbiges Glas packst, verlierst Du sehr viel Helligkeit. Hier steht mehr dazu:

    Rote bzw. gelbe LEDs haben auch deutlich geringeren Spannungsabfall. Das heisst, man kann mehr in Serie betreiben.


    Für Tacho oder sonstige Beleuchtung ist weiss natürlich auch gut. Ich rechne mal laut (aber ohne Gewähr):

    Bei 12V kannst du max. drei LEDs in Serie hängen. 3x3,4V=10,2V
    Vorwiderstand sollte dann 10,2V/0,02A=510Ohm sein.
    Da es keine 510 Ohm Widerstände als Standard gibt, nimmt man einen 330 und einen 180 Ohm in Serie. 0,5 W Typen reichen.
    Zenerdiode 11V , mind. 1W. Damit bekommen die LEDs schlimmstenfalls 3,7V ab.
    Als Kondensator würde ich einen 100µF / 25V Elekrtolyt nehmen, wenns nicht flackern soll. Muss aber nicht sein.

    Mit in Serie meinst du in Reihe oder?

    aber bei der Wiederstandsrechnung kenne ich das so:
    3x3,4V=10,2V 12V-10,2V=1,8V 1,8V/0,02A=90Ohm

    Ja ich wollte es in die [lexicon='Lenkerendenblinker',''][/lexicon] tun (und ggf in den Tacho), ich hab aber bald andere (sehr kleine) Modelle (eig. Fiat seitenblinker) und deswegen nicht viel platz zur verfügung, deswegen und wegen dem großen abstrahlwinkel wollte ich die smds nehmen.

    Aber die Gleichrichter sind ne gute idee, die pack ich einfach ins Lenkrohr.

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  • Mit in Serie meinst du in Reihe oder?

    Ja richtig. Seriell/parallel ist eher Computerjargon. In Reihe ist elektrisch. :)

    ber bei der Wiederstandsrechnung kenne ich das so:
    3x3,4V=10,2V 12V-10,2V=1,8V 1,8V/0,02A=90Ohm

    Ne! LEDs sind eigentlich Dioden und haben ein rel. niedrigen Innenwiderstand. Die angegebene (Vorwärts-)Spannung gibt an, wann die Lichtausbeute maxi-/optimal ist. Der Vorwiderstand soll aber den maximalen Strom begrenzen (auf 20mA) damit die LED nicht kaputt geht. Wenn du eine LED direkt (ohne Rvor) an die Stromquelle anschließt, geht sie kaputt (früher oder später).
    Deine Rechnung ist eher was für Spannungsteiler, wenn man also Widerstände in Reihe schaltet und wissen möchte, wie viele Volt an einem Widerstand abfallen.

  • ah ok verstehe, aber trorzdem ist glaub ich bei dir der Wurm drin, das würde ja bedeuten das weniger Leds bei gleicher Spannung weniger Wiederstand bräuchten ?(

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