Alles anzeigenIch versuche einen Anhänger zu kaufen - Drama in mehreren Akten.
In den Hauptrollen: Ein Mitarbeiter eines Anhänger-Herstellers (sehr erfahren in seiner Rolle, ich)
1. Aufzug
Ich beschließe einen neuen Motorradanhänger zu kaufen, nachdem ein Fuhrparkmitglied durch seine ausladenden Maße mit meinem alten, zuverlässigen Stema-Hängerchen nicht zurechtkommt. Nach einiger Recherche kontaktiere ich besagten Hersteller.
24.08. morgens rufe ich an und erkläre kurzerhand, dass ich diesen Anhänger, der im Internetz beschrieben wird, käuflich erwerben will. Mein Co-Hauptdarsteller kann nicht fassen, dass ich nicht handeln will, sondern einen festen Abholtermin ausmachen möchte und klären will, ob ich bar zahlen soll, oder besser überweisen. Mehrmals betont er, dass er mir da leider keinen Nachlass geben kann. Aber er würde mir ein Angebot schicken. Ich sage nochmal klipp und klar, was ich alles an Zubehör benötige und dass ich einen Abholtermin brauche. Es ist halt nicht um die Ecke. Er schickt das Angebot gleich per Mail raus, sagt er. Ich gebe ihm sicherheitshalber mal meine Mailadresse - er hätte nicht danach gefragt.
2. Aufzug
28.08., Vormittag. Gleich vier Tage später erhalte ich per Mail mein Angebot. Mein Co-Hauptdarsteller lässt erste Drama-Qualitäten durchblicken. Mit dürren 8 Worten inklusive Gruß- und Schlussformel wird mir ein Angebot zugesandt. Es enthält nur zwei Drittel des erbetenen Zubehörs. Ich rechne kurz die Geschwindigkeit hoch, in der dieser Deal ablaufen wird, antworte aber dennoch mutig und entschlossen, dass ich noch dies und das (wie besprochen) dazu möchte, er das bitte dazurechnen soll und mir dann bitte den Endbetrag nennen soll - ich überweise dann.
Am Samstag, den 28.08. passiert natürlich nichts mehr.
3. Aufzug
Aber am 30.08., dem Montag. Wieder erhalte ich eine sparsam formulierte Mail. In ihr steht, dass mein Zubehör 99 Euro kostet und er würde nach Bestelleingang die Rechnung fertig machen. Ich bin etwas verwirrt :wacko: . Er hätte das ja einfach auf das Angebot draufschlagen können und mir schicken können. Was soll ich mit der Information? Aber ich gebe noch nicht auf. Ich antworte kurz entschlossen, dass er das bitte tun möchte und ich würde den Anhänger gerne verbindlich bestellen. Außerdem, so schreibe ich, also nicht ganz so, brauche ich einen verf****en Abholtermin, weil ich nicht in den Tag hinein lebe, sondern alles, was ich anstelle, planen muss.
31.08., Mittagszeit. Ich erhalte Antwort. Eine leere Mail mit meinem Text als Zitat.
31.08., Nachmittag. Eine zweite Mail. Wortlos. Aber wieder mit einem Angebot
. Ich will doch nur kaufen, ist das denn so schwer :pinch: .
Epilog
Ich kapituliere
. Er ist einfach sehr talentiert in seiner Rolle. Wieder keine Silbe zum Abholtermin, keine Rechnung, nur ein neues (mit Wohlwollen) halbwegs vollständiges Angebot. Es soll nicht sein.
du solltest dir vieleicht ein andern hersteller aussuchen.
wenn die beim verkauf schon so fähig sind was erwartet dich erst in einem garantiefall.
