Vor Wochen hatte ich noch eine Bridgeport-Fräsmaschine.
Diese habe ich, wenn es hochkommt, in fast zehn Jahren keine zehnmal benutzt. Warum? Weil das Ungetüm einfach völlig ausgelutscht war und es jedes Mal ein Heidenaufwand war, sie einzurichten. Dazu kam, dass die Ersatzteilversorgung für'n Arsch war. Das hat mir einfach keine Freude bereitet. Ergo habe ich sie noch gewinnbringend verkaufen können.
Mir war aber klar, dass ich mir irgendwann wieder eine kleine, solide Fräse zulegen würde. Ich bin unter anderem gelernter Werkzeugmechaniker und habe an solchen Maschinen gelernt. Wenn man einmal Blut geleckt hat, dann kommt am Ende so etwas dabei heraus wie bei Scharnhorst und seinen Umbauten. 😁
Also habe ich mir eine gebrauchte Emco F3 samt Zubehör gekauft und sie vor ein paar Tagen abgeholt.
Die Maschine stammt aus erster Hand und wurde mit dem originalen Zubehör verkauft, das damals mitgekauft wurde. Teilweise wurden einige Sachen gar nicht benutzt. Das Backenfutter und das Gewindeschneidfutter sind praktisch neu und unbenutzt. Die originalen Maschinendokumente sind ebenfalls dabei. Laut Verkäufer wurde mit der Maschine ausschließlich Aluminium für seine Vorrichtungen bearbeitet.



Abladen musste ich den ganzen Bums natürlich auch noch. Dabei musste ich teilweise etwas kreativ werden, da kein Stapler vorhanden war. Creutzfeld wollte leider nicht mit seinem Stapler vorbeikommen. 😁





Dann stand sie natürlich erst einmal in der Werkstatt – allerdings noch auf der Palette. Kein Deckenkran vorhanden und für den Regalhubwagen hatte ich keine flachen Gabeln. Also war erneut etwas Improvisationstalent gefragt.
Ab hier sind es KI Bilder 




Ich habe sie dann erst einmal grob an ihren Platz gestellt. Das Abladen hat ohnehin schon deutlich länger gedauert als gedacht – für „mal eben schnell“ war das Ganze dann doch etwas zu aufwendig.

Was ich jetzt definitiv machen werde: Für meine Maschinen Untergestelle bauen, damit ich überall mit dem Hubwagen drunterkomme. Die Fräse zum Beispiel ist nahezu genauso breit wie ein Hubwagen. Da sie keine nach außen stehenden Füße hat, kommt man so schlicht nicht darunter. Bei der Bandsäge und der Abkantbank ist es genau das gleiche Spiel. Von meine Standbohrmaschine fange ich garnicht erst an.
Eventuell verbaue ich direkt diese umschaltbaren Rollen, bei denen die Maschine im Normalbetrieb auf Standfüßen steht und zum Rangieren angehoben werden kann. Dann lässt sich das Ganze bei Bedarf problemlos verschieben. Das muss ich mir noch überlegen – in vernünftiger Qualität sind die Teile allerdings nicht ganz günstig. 