SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Da hast du vollkommen recht, wenn man voraussetzt, daß es sich bei einer Wespe um ein wertvolles historisches Gut handelt, sollte man es gar nicht anfassen.

    Das wäre das Pendant zur Archäologie. Die lassen sogar manche Dinge im Boden für unsere Nachfahren.

    So.

    Nun bewegen wir uns halt nunmal etwas dazwischen und sind in der Realität gefangen. Aktuell erscheint es absolut opportun, den Lack auf Teufel komm raus zu erhalten, aber bei der Technik ertappen wir uns dann schon, das eine oder andere der Bequemlichkeit des 21. Jahrhunderts anzupassen.

    Da wird aufgrund des O-Lacktrends das Blech nur mit rosthemmenden Ölen eingeschmiert, der Motor aber auf kontaktlose Zündung umgestellt und eventuell sogar noch stärker verändert.

    Wo ist denn da die Grenze? Schon bei einem neuen Gaszug aus dem Zubehör oder erst beim Anpassen der Überströmtaschen für einen anderen Zylinder?

    Ist eine Vespa noch original, wenn der Lack mit Museumshandschuhen angefaßt wird, aber am Motor geändert wird?

    Also aus meiner Sicht kann Volker den Lack etwas auffrischen mit 1000er Schleifpapier und polieren, jedwede Änderung an der Technik ist da eher unter Bilderstürmerei einzuordnen.

    Die stellt das Original mehr auf den Kopf als ein paar Mikrometer entfernter "O-Lack".

    Oder man bleibt pragmatisch und stellt eine alte Vespa nicht auf die gleiche Stufe mit einem Bodenfund nahe des Vesuv.

    Was ist denn mit einer Vespa, an der geschweißt werden muß? Stell ich die in die Ecke, damit der "O-Lack" durch das Schweißen nicht verbrennt, weil sie statisch nicht mehr sicher ist ohne Schweißen?

    Es bleibt letztlich jedem selber überlassen, wie er mit seiner Kiste umgeht und ich begrüße es, wenn es mit Bedacht gemacht wird.

    Aber nun den Trend "O-Lack" soweit zu überreizen, daß dessen Oberflächenbehandlung die Geister scheidet, ich weiß nicht...

    Meine Meinung.

    Gruß Paddy.

    Leute,

    ich denke ja immer etwas voraus an die nächsten Schritte.

    Gefühlt suche ich seit Wochen eine sinnhafte Lösung zur Integration von Scooter-Getrieben in meiner Spezialanfertigung.

    Abgesehen davon, daß es etwas schwierig ist, die Lagerstellen im Wandler so zu stricken, daß die Lager noch einigermaßen haltbar erscheinen (dafür hätte ich eine Lösung, wenn auch aufwendig) bei gleichzeitig vertretbarem Durchmesser der Getriebeeingangswelle, habe ich das Problem, daß das erste Rad eines Scootergetriebes einfach eine kleine Zähnezahl hat und dementsprechend einen kleinen Fußkreis der Verzahnung.

    Das schränkt eine vernünftige Montierbarkeit von der Getriebeseite aus deutlich ein. Die Welle müßte zwischen den Lagerstellen auf einen mickrigen Durchmesser von 12 oder so schrumpfen, mal noch nicht geklärt, wie das Rad demontierbar drehfest auf der Welle dann zum Liegen kommt.

    Andere Radpaare von der Stange, die in einer Stufe eine Übersetzung von 2,8 bis 3,4 oder so bringen und gleichzeitig einen großen Fußkreis am kleineren Rad haben, finde ich nicht wirklich.

    Ergo muß ich wohl an dieser Stelle etwas unflexibel auf die Räder aus dem PK-Automatikgetriebe zurückgreifen.

    Ich muß mal Mario fragen, ob er mir ein Getriebe aus der 80er hat, die zumindest laut Bedienungsanleitung etwas länger übersetzt ist, damit ich doch noch etwas Auswahl habe.

    Aber die Entscheidung auf das PK-Getriebe zu gehen, ändert die Konstruktion dramatisch. Ich kann durchaus wieder auf eine Konstruktion gehen, die nur bei der PK zu finden ist. Der Wandler läuft in einer Hohlwelle. Die Hohlwelle trägt auf der Außenseite die Kupplungsglocke und innen das erste Rad.

    Das macht vieles einfacher...

    Um den ganzen Scheiß mit der inneren Lagerung des Wandlers muß ich mir keine Gedanken mehr machen, ich hau die Lager raus und setze den Wandler auf der Welle fest.

    Hohlwelle zu Wandlerwelle muß ich halt entsprechend abdichten zueinander.

    Alles in Allem erscheint mir das als beste Lösung unter den gegebenen Umständen und ich sehe Licht am Ende des Tunnels.

    Letztlich sind diese ganzen Schwierigkeiten einfach dem geschuldet wie vieles bei dem Projekt, daß das ganze Vario-Gelumpe bei Scootern links sitzt und bei der PK rechts.

    Die verbesserte Konstruktion der Eingangswelle ab Ende der Neunziger bei den Scootern ist genial und hat vieles verbessert, aber es spuckt mir bei der Verwendung der Teile auf der rechten Seite des Motors unheimlich in die Suppe.

    Aber einfach die Lager rausklopfen und gut ist eine vertretbare Modifikation an Standardkomponenten.

    Bin noch auf Kurs.

    Morgen Schweißversuche,

    Gruß Paddy.

    Sehr schön, bin gespannt und freue mich auf das Ergebnis!

    Und wegen dem Lack aufrischen. Ich denke mal, daß so oder so in einigen Jahren irgendein anderer Trend sein wird, der egal was heute mit den Kisten gemacht wird, als Sünde darstellt.

    Wie lange ist jetzt der Altlack den so richtig in? Wartet mal 10 Jahre, was dann ist. Das weiß man doch nicht wirklich...

    Aber auf jeden Fall ein schönes Mädchen, das du da hast!

    Gruß Paddy.

    Danke...:-)

    Und du mit deiner Autosignatur erkennst auf dem Bild ein Teil eines Fahrrads....Ohne Worte...

    Und komm mir jetzt nicht mit: "aber meine Kinder haben Fahrräder...".

    Vom Fahrrad meiner Tochter weiß ich nur, daß ich keinen Adapter zum Aufblasen brauche und den gleichen Reifenfüller wie für Kraftfahrzeuge brauche. Und weiß-rosa ist es glaube ich.

    Punkt.

    Gruß Paddy.

    Bauschaum, Alder...:-)

    Mein Nachbar kommt immer mit seinen Akkufahrrädern zum Reifenaufblasen zu mir. Bin immer ganz erstaunt, was da heute so an Fahrräder geschraubt wird. Es gibt sogar Scheibenbremsen und Federung! An einem Drahtesel, wohlgemerkt!

    Zu hart...Das ging alles irgendwie an mir vorbei diese Entwicklung, bin da auf dem Stand von 89 hängen geblieben was Fahrräder angeht...

    Aber so eine Bremse hatte damals tatsächlich das Geländefahrrad meines älteren Bruders auch schon. Das fiel mir dann auch ein, als du das Bild angehängt hast.

    Gruß Paddy.

    Großer Gott,

    wie soll man denn auf so einen Scheiß kommen? Und ich kuck das Bild sogar noch ein paar Minuten an und hirne, was das an einer Schaltwespe so sein könnte so als Automatik und Apefahrer...Seit meinem 15. Lebensjahr hatte ich Gottseidank keine Verwendung mehr für ein Fahrrad.

    Na wenigstens der Fragesteller offenbar auch nicht...Ich hau mich weg...

    Gruß Paddy.

    Also ich habe da jetzt echt lange mitgelesen und nach dem deutlich besseren Bild habe ich meine Meinung dazu, wenn mich das Bild nicht trügt.

    Das Ende des Gewindes ist soo verdengelt, daß der sich ergebende Durchmesser am Gewindeende (oder Anfang, wie man es nimmt) größer ist als der Kerndurchmesser des Gewindes.

    Dann kann dein Schneideisen nicht drauf finden.

    Feil mal ringsum eine Fase mit 45 Grad dran, die dann an der Stirnseite um die 6 mm Durchmesser hat.

    Wenn es dann nicht geht, hast du vermutlich noch nie ein Aussengewinde geschnitten.

    Gruß Paddy.

    P.S.: Schraub zum Drauffinden die beiden Griffe aus dem Schneideisenhalter, dann hast du mehr Gefühl zum Reinfinden in den Gang.

    Irgendwie gehen wird es vermutlich auch ohne. In der 3. Welt würde das auch sicher niemand kümmern.

    Gegenfrage: Würde es dich nicht stören, wissend so herumzufahren?

    Und allzu sehr solltest du die Schraube später nicht mehr festziehen, dem Schraubauge fehlt ja jetzt die Auflage/Gegenlager, sonst kommt das als nächstes und wird unter Umständen nicht so glimpflich abreissen...

    Meine Meinung: Ich würde das abgefallene Teil anschweißen lassen, vor allem, wenn du es noch hast. Dann ist das sauber und fertig.

    Gruß Paddy.

    Ich habe schon öfters mal gelesen, daß man "ordentlich" deaktivieren sollte.

    Ob das jetzt ein Weltuntergang ist, wenn man einfach kein Öl reinleert in den Öltank, kann ich jetzt nicht beurteilen.

    Solange keine Falschluft gezogen wird, denke ich, ist das Problem überschaubar. Aber da ja alles noch so ist wie bisher, kommt da sicher keine Falschluft ins Kurbelgehäuse. Bisher ist bei mir nichts gewesen und ich fahre jetzt ca. 1000 km einfach so.

    Ich hebe mir eine sinnhafte Deaktivierung für den nächsten Motorausbau auf, wenn ich vernünftig dran komme. Wegen Mischung tanken bau ich den Motor nicht aus.

    Und wenn mein Motorumbau klappt, kommt der mit Getrenntschmierung ohnehin auf Lager wie er ist.

    Gruß Paddy.

    Ich habe meine von 2009 bis 2013 gefahren und habe sie dann bis Anfang 2019 nicht mehr bewegt, sie stand nur bei mir in der Werkstatt im Warmen.

    Als meine Tochter gemeint hat, sie würde gerne auch mal mit der Vespa mitfahren und nicht nur Ape, habe ich gemerkt, daß ziemlich viel Öl über den Luftfilter rausgelaufen war. Öltank ist dicht.

    Dann habe ich mich garnicht mehr darum gekümmert, den Öltank vollend geleert und tanke seit dem nur noch Mischung, ohne eine wirklich saubere Deaktivierung der Ölpumpe.

    Ob das jetzt das Problem war, das Mario geschildert hat oder etwas anderes, keine Ahnung.

    Ich dachte nur, bei der sporadischen Nutzung der Wespe wird das nicht besser Dauer und auf Fehlersuche hatte ich keine Lust.

    Die Ape braucht ohnehin Mischung, also habe ich einen großen Kanister für beide. Gefehlt hat mir bisher nichts, wobei Getrenntschmierung im Prinzip natürlich schon bequemer ist, wenn man viel fährt und öfters tanken muß.

    Ist bei mir aber nicht der Fall, obwohl sie säuft wie ein Fimschauspieler mit meinem Gaser...:-)

    Gruß Paddy.

    Das steck ich weg...:-)

    Gott, ich weiß noch, wie ich ohne Ahnung vor 12 Jahren bei Ebay auf dieses italienische Puzzle in Einzelteilen so aus Jux geboten habe und es auch noch gekriegt habe.

    Gleich im Anschluß habe ich mal gegoogelt, was ich jetzt da eigentlich habe und mich hat der Schlag getroffen, was ich 2009 im Internet über die Automatik gelesen habe....

    Heute wird sie ja etwas milder behandelt in den Foren als noch damals...

    Aber dann habe ich mir gesagt, jetzt erst recht. Jetzt gehört sie mir, schrullig und unbeliebt wie sie ist und ich werde dabei bleiben, egal was kommt...:-). Zum Schalten kaufe ich mir bei Gelegenheit eine Ape (2011 war es dann soweit), Vespa wird Automatik gefahren, basta.. :love:

    Als ich damals dann das Puzzle vor der Haustür ausgeladen habe, fragt mein Nachbar, was das werden soll.

    Ich sagte: "Den Teilehaufen hier habe ich bei ebay ersteigert, offenbar gibt es kaum Ersatzteile dafür. Jetzt kucken wir mal, ob alles dabei ist und ob es läuft. Schlimmstenfalls muß ich mir was einfallen lassen, wenn ich keine Ersatzteile mehr bekomme..."

    Ja, das war 2009. Und jetzt ist mir kein Aufwand zu gering, eben diese Kleine auf Teufel komm raus über die Zeit zu retten und euch nebenbei mit meinen Geschichten und Bildern zu unterhalten, hehe...:-).

    Jetzt schauen wir als nächstes, daß das Getriebegehäuse wieder solide und dicht wird und ob ich meine alten "Schweißkünste" in WIG nach der langen Zeit wieder einigermaßen abrufen kann.

    Diese Woche lasse ich noch einen netten Kollegen die Positionen der drei Lagersitze im Getriebedeckel auf der Koordinatenmeßmaschine messen, er weiß schon bescheid.

    Da ich ja den Lagersitz der Zwischenwelle am Samstag gekillt habe, fehlt mir jetzt etwas der Ansatzpunkt, dort wieder an der richtigen Stelle für einen neuen Sitz zu sorgen.

    Dann grüble ich noch etwas am Wochendende, welche Zahnrädchen in Frage kommen könnten, vielleicht ändert sich die Position der Zwischenwelle ja komplett. Mal sehen.

    Für die Wiederherstellung des Gehäuses brauche ich ja sicher die nächsten zwei Samstage, also habe ich noch etwas Zeit...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Bin mittlerweile auch eher auf dem Trip, einen Scootergaser zu nehmen, Mario. Alleine schon wegen dem Choke. Aber das ist liegt ja noch etwas in der Zukunft.

    Heute habe ich ein WIG-Gerät ausgeliehen und mal Zusatz AlSi5 in 2,4 mm und ein paar Wolfram-Elektroden bestellt.

    Die Aluglocke drehe ich morgen etwas ab, damit sie schonmal bündig ist und mach gleich eine Fase dran.

    Am Gehäuse selber mache ich die Fase doch lieber von Hand.

    Mit dem unterbrochenen Schnitt ist mir das zu heiß mit einem 45° Meißel mit dem Ausdrehkopf mit der Schneidenbreite da drauf zu dengeln.

    Wenn ich da in Z zustelle, wird der Span immer breiter und der Schlag immer heftiger. Das lasse ich lieber wegen einer halben Stunde Zeitersparnis im Vergleich zum Dremel.

    Dann kann ich am Samstag nach 28 Jahren mal wieder etwas in das WIG-Schweißen in Alu einsteigen an dem Sfera 125 Kurbelgehäuse zur Probe.

    Das WIG-Gerät bringt alle Voraussetzungen mit, jetzt muß ich halt mal schauen, wie das klappt.

    Ich berichte dann, wenn ich mich für das Ergebnis nicht schämen muß, harhar...:-)

    Wird schon gehen, ich bin da mal zuversichtlich. WIG Alu ist vielleicht nicht wie Fahrradfahren, aber es ging ja schonmal, auch wenn es eine ganze Weile her ist...

    Gruß Paddy.