Also, machen wir mal eine inhaltliche Unterbrechung des Beitrags.
Mario, ich versuche mal, alles relevante darzustellen, auch was ich bereits gemacht habe.
Es ist eine Maho SK250. Sie wird zwar immer als Kopie der Vorkriegs FP1 bezeichnet, unterscheidet sich in Detail aber von der alten FP1.

Erstmal, was ist passiert. Ich habe Y mit etwas Schwung ganz rausgedreht, um zu sehen, ob ich den Schraubstock versetzen muß oder ob es reicht. Bis es nicht mehr weiter ging.
Danach war die Y-Spindel fest, das Handrad ließ sich nur noch um das Flankenspiel der Kegelverzahnung bewegen.
Zuerst dachte ich gefühlt an ein festgehen am Gewindeende ähnlich einer angezogenen Mutter. Das Handrad ließ sich aber weder mit Kraft, noch durch kleine Schläge in die andere Richtung bewegen.
Dann habe ich mal die Senkrechtspindel rausgemacht, damit etwas weniger Gewicht auf dem Spindelbock ist. Keilleiste gelöst und von vorne und hinten auf den Spindelbock mit dem Pflasterhammer (Fäustel mit dickem Gummi) ein paar Schläge, nichts.

Etwas unglücklich ist die Position des Lagerbocks der Horizontalspindel:


Man kann zwar von oben die Schrauben lösen, aber die beiden Stifte können nur von unten ausgeschlagen werden und das ist verdeckt.
Das Handrad habe ich auch ausgebaut, um auf die Sindel blicken zu können:

Man sieht es nicht, aber die Mutter ist nicht am Ende des Gewindegangs. Das Kegelrad mit der Mutter ist aber wie verschweißt mit der Spindel, es gibt auch kein Umkehrspiel im Gewinde.
Ich habe den Spindelbock mit einer großen Schraubzwinge zurück in Y unter Spannung gesetzt und leichte Schläge auf das Kegelrad in "Zurückrichtung" gegeben, nichts.
Obwohl es definitiv nicht an der Keilleiste bzw. an der Trapezführung liegen kann (sonst hätte ich ja wenigsten das Umkehrspiel im Gewinde der Waagrechtspindel), habe ich versucht, die Keilleiste zu entfernen, damit ich den Spindelbock abheben kann.
Die Keilleiste hat weder vorne noch hinten eine Begrenzung und es ist nicht zu erkennen, warum ich sie nicht ziehen kann. Auch nicht, wenn alle vier Einstellschrauben und die Klemmschraube komplet raus sind und nicht nur um etliche Umdrehungen locker wie auf dem Bild Nr.2.


Im Netz habe ich nur eine Bilddokumentation einer Restaurierung gefunden. Aber wie der die Keilleiste rausgenommen hat, ist nicht zu erkennen.
Momentan sehe ich nur die Möglichkeit, die feste Verbindung von Mutter und Spindel genauer zu untersuchen, wenn ich den Spindelbock abnehme.
Aber dazu muß erst die Keilleiste raus und die wehrt sich.
Für Vorschläge bin ich unendlich dankbar. In einer Diskussion kommt immer wieder ein neuer Ansatz heraus, darauf hoffe ich gerade.
Gruß Paddy.