Kurbelwellenumbau auf Membran

  • Habe vor, meine Vespa wegen einem kaputten Drehschieber auf Membran umzurüsten.
    wird n 19er membran Ansaugstutzen mit nem 102 ccm Zylinder.
    Nun meine Frage: Ich hab schon einige Beiträge dazu gelesen und auch schon angefangen meine Originale Kurbelwelle abzudrehen. Nur weiß ich nicht wie viel ich wegnhemen soll, und an welchen Stellen es besonders wichtig ist um nen ordentlichen Gasfluss zusammenzukiregen.
    Hab mal n paar Bilder gemacht auf denen ich angezeichnet hab was ich noch wegnehmen würde.
    Wär echt cool, wenn mir jemand n paar Tipps geben könnte woraufs ankommt.
    (beim ersten Bild bitte die drei Striche in der mitte nicht beachten)

  • Fräs dir erstmal den Gehäuseinelass zurecht.
    Danach die Kurbelwelle mal einstecken und dann kannst du schön (durch den Einlass) anzeichnen, wo du Material abnehmen möchtest. Die Überlegung dazu ist Folgende: Im Kurbelgehäuse baut sich Unterdruck auf, sobald sich der Kolben Richtung OT bewegt. Wichtig ist, dass du nicht zuviel wegnimmst. Sonst wird's nachher mit dem Wuchten schwer (ja, das solltest du auch noch machen).
    Ansonsten solltest du die Wange danach schön anspitzen, damit du einen schönen Gasfluss hinbekommst.

  • So, habe heute meine Kurbelwelle umgearbeitet. Zuerst alles grobe mit der Flex und danach den Feinschliff mit dem Dremel.
    Zuerst hab ich die Steuerkante der Welle um ca 12° in beide Richtungen gezogen. Danach den kompletten Einlassbereich schräg nach innen gearbeitet.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob das reicht? Ich hab Bilder im internet gesehen, bei denen die komplette Welle im gesamten Umfang schräg nach innen angefast wurde.
    Aber theoretisch sollte es doch reichen wenn ich im gesamten Einlassbereich schräg abgetragen hab.
    Die Bilder zeigen den Vergleich einer Originalen V 50 Kurzhubwelle zur von mir bearbeiteten Welle.
    Ist es so in Ordnung oder sollte noch was verändert werden?

  • sieht doch gut aus. reichen tut das allemale; erst recht für dein Setup.
    hast du die Welle mal auspendeln lassen? ich bin mir ziemlich sicher, dass du da noch ordentlich was wegschnitzen musst für die Wuchtung.

  • Zum Thema auswuchten:
    Ich hab bis jetzt noch keine Originale und auch noch keine Mazzu Welle gesehen die auf 12 Uhr auspendelt. Die einzigen Wellen die ich kenn, die exakt gewuchtet sind, sind vom Onkel Tom oder auch die vom Kaba. Selbst die BGM wellen pendeln wie se wollen. Und wenn man keine vernünftige Vorrichtung dafür hat, kann man sich das ganze auch sparen. Das o g Setup ist ja auch nicht für 10000 rpm gut. Somit werdens deine Lager schon verkraften.
    Ist allerdings nur meine Meinung dazu.

    Lieber ein paar Bier vergessen als ein paar Bier verschüttet!

  • Ging mir dabei auch weniger auf die Belastung, die auf die Lager wirkt.
    Ich habe mir einmal nachm Welle flexen gedacht "scheiß auf die Wuchtung" und hatte dann einen Motor, der ab einer bestimmten Drehzahl schön vibriert hat.
    Kennste Sybian?

  • und wie wuchtet man die welle aus? hat da mal einer ein bild von ner vorrichtung dazu?
    wird da links und rechts in das zentrum auf spitzen gesteckt?


    würd mich mal interessieren wie das so gemacht wird.

  • Ich würde hier das statische, also auf 12 Uhr Wuchten empfehlen.
    Die sauberere, aber auch viel kompliziertere, Lösung sieht so aus:


    Wuchtblock kannste dir so vorstellen: 2 Paar gut gelagerte Rollen, die sich gegenüber stehen. Da wird dann die Kurbelwelle in die Mitte gelegt.

  • Kann mir bitte mal jemand erklären, was diese seltsame 12-Uhr-Methode mit Auswuchten zu tun haben soll? Hubzapfen auf 12 Uhr bedeutet, die schwerste Stelle liegt gegenüber. Ob diese Stelle nun 1g oder 50g oder 1t schwerer ist, spielt für das Ergebnis keine Rolle. Der Hubzapfen pendelt sich auf 12 Uhr aus. Welche Aussagekraft soll das dann noch haben? Ich bitte ernsthaft um eine Erklärung!


    Die "sauberere, aber auch viel kompliziertere, Lösung" ist immer noch eine grobe Vereinfachung der tatsächlichen Verhältnisse im Betrieb, aber ihr Prinzip ist für mich wenigstens nachvollziehbar.