Halogenlampe im Frontscheinwerfer einer 1983er Vespa

  • Hallo zusammen, ich möchte die 15W, 6V Scheinwerferbirne (Standard Bilux) gegen eine Halogenlampe 6V austauschen.


    Frage1: Kann eine 15W Halogenlampe zu Wärmeproblemen im Scheinwerfer führen?


    Frage2: Könnte ich auch eine 20W Halogenlampe einsetzen? Die Leistung des Generator würde genügen, da ich die Rückleuchte in LED Technik ausführe. Aber auch hier die Frage nach der Wärmelast im Scheinwerfer.



    Vielen Dank.

  • OK, danke. Mein Gedanke war, wenn ich insgesamt 20W Generatorleistung habe und die Rücklampe 5W benötigt (Basis Gleichspannung), die Rücklampe dabei zieht ca. 800mA und Die LEDs ca. 100mA ziehen ... könnte es klappen.


    Wenn jedoch das thermische Problem dazu kommt passt es wieder nicht.


    Ergo werde ich eine 15W Halogen verwenden. Dann wird der Generator auch nicht so belastet und der Nutzen (Höhere Lichtausbeute des Frontscheinwerfers) ist dennoch groß.


    Zur Wärmeentwicklung: Ich habe irgendwo gelesen, dass ein kleines Loch (5-8mm) im Frontscheinwerfer das Problem löst (Belüftung). Was meinst Du? Grüße.

  • keine ahnung, habs noch nie ausprobiert.


    wenn ich dir nen tipp geben darf, versuch deine led platine gut abzudämpfen meine hat damals nach paar hundert km den dienst quittiert im rücklicht, wahrscheinlich weil ihr die vibriererei nicht so gefallen hat.

  • Mit dem Vibrieren ists bestimmt krittisch, danke für den Hinweis. Ich wollte einmal sehen ob ich die mechanisch labilen Teile vergieße, mit Harz. Mal schauen wird zwar 'ne bastelei, aber ich hab' halt Lust darauf. Grüße von surfaff

  • Hast schon recht, wirtschaftlich gesehen darf man da nicht rangehen. Ich habe erste Tests mit sehr hellen LEDs in SMD Bauform gemacht. 2 Stück sind super hell. Die Bauform ist machanisch stabil, baut sehr flach auf. Das Stück kostet € 1,50 . Die Spannungsversorgung macht mir insofern sorgen, als das ich nur 3,3VAC messe ... hätte mit 6V gerechnet. Der Winter ist lang und da habe ich viel Zeit zum herumprobieren.


    Wenns was geworden ist stelle ich das hier im Forum mal vor.

  • Also. Motor läuft, Scheinwerfer EIN, mittlere Drehzahl. Über der Lampe messe ich 3,3V Wechselspannung :whistling: .


    Eigentlich bin ich von 6V Wechselspannung (ac) ausgegangen. Mittlerweile weiß ich, dass der VorVorbesitzer die Lichtanlage nachträglich eingebaut hat. Mit dem werde ich mich demnächst unterhalten.


    Von 6Vac ausgehend stabilisiere ich die Sannung auf 6Vdc (über eine kl. Elektronik kein Problem). Zwei LEDs in Reihe, 3Vdc über jeder LED. In der Werkstatt aufgebaut (noch nicht am Bordnetz der Vespa ausprobiert) funktioniert das bestens. Stromaufnahme ca. 60mA, super hell, alles fein. So wirds was 8o .


    Für die 3,3Vac habe ich keine Erklärung. Die 6V Bilux-Lampe (Scheinwerfer) leuchtet normal hell (die bringen ja nicht soviel). Tja, nun mal sehen wie es weitergeht. Grüße

  • Hallo,


    ich möchte nochmal auf deine Fragestellung am Anfang eingehen.


    Deine 0815 Glühbirne mit 15W erzeugt als Verlustleistung etwa 14W Wärme. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, solltest du diese Werte mit keinem Leuchtmittel überschreiten. Du kannst also reinbauen was du willst (Halogen, LED, Kerze, ...) solange die Wärmeverlustleistung diese 14W nicht übersteigt.
    Was Halogen Lampen heller erscheinen lässt, ist nicht ein wesentlich höherer Wirkungsgrad, sondern die Tatsache dass beim ausgestrahlten Licht ein höherer Anteil im sichtbaren Bereich liegt (darum wirkt das Licht auch weißer).
    Im Internet findet man die verschiedensten Angaben zu Wirkungsgrad und der Gleichen. Das reicht bei Glühlampen von 3-5%, bei Halogen von 5-7%. Alles Werte anhand derer man eigentlich nur sagen kann, dass man nix sagen und schon garnicht irgendeine allgemein gültige Aussage treffen kann. Außer, da eine Glühlampe schon ein relativ effektiver Heizer ist, kann eine Halogenlampe Prinzipbedingt im schlechtestens Fall also nur annähernd gleich viel heizen.


    Wenn man das ganze mal übers Knie brechen will könnte man aber folgendes behaupten:
    Grob geschätzt hat eine Niederspannungshalogenlampe einen Lichtstrom von ca 15lm/W eine herkömmliche Glühbirne ca 10lm/W. Das diese Zahlen nur Schätzwerte (von mir) sind und es zum Teil erhebliche Spielräume gibt will ich hier nochmal extra erwähnen. Gehen wir aber mal davon aus, dass eine Halogenlampe mit 150 Lumen bei einer 15W Birne einen um 50% höheren Lichtstrom hat, dann bringt alleine der Wechsel der Wechsel auf Halogen auch ohne Erhöhung der Leistung eine bessere Lichtausbeute, ohne das Risiko einer "Kernschmelze".


    Kann also nix passieren bei einem Wechsel auf Halogen? Jein, selbst wenn eine Halogenlampe weniger Wärmeleistung abgibt, ist die Temperatur des Glühdrahtes im Vergleich höher. Es kommt also lokal zu höheren Temperaturen.
    Es ist jetzt also nicht nur vom konkret eingesetzen Leuchtmittel abhängig, sondern auch noch vom Einsatzort :-/
    Soweit so gut, korrigiert mich gerne.


    Ob du also einfach Wechseln kannst weisst du jetzt immer noch nicht, kann dir wahrscheinlich auch keiner absolut sicher sagen.
    Anhand der Tatsache, dass ich aber nicht mal weiss um welchen Scheinwerfer es sich hier konkret handelt und selbst wenn ich es wissen würde, könnte ich wahrscheinlich nur raten, würde ich behaupten dass du mit einer 15W Halogenlampe nur ein geringes Risiko eingehst und eine wesentlich bessere Lichtausbeute bekommst.


    Kurz und bündig:
    Ich würde diese also mal einbauen und von mir aus im vorsichtigen Testbetrieb anlaufen lassen.
    Die erhöhte Temperatur bei 20W ist nicht zu verachten und vorallem bei Kunststoffscheinwerfern sicherlich kritisch, die gewonnene Helligkeit obendrauf auch garnicht nötig. Aber auch hier gilt, schauen kostet nix.

  • Hallo Vespafried,


    perfekte Antwort, vielen Dank. Ich fasse das für mich zusammen und als einen Indiz FÜR meinen derzeitigen Favorieten ... 15W Halogen ausprobieren (es handelt sich übrigens um einen Kunststoffscheinwerfer). Ich werde dann meine Erfahrungen ins Forum stellen. Gruß :thumbup:

  • das problem beim messen ist, dass die spannung, die die lichtmaschine produziert alles andere als sinusförmig ist.


    klemm doch spaßeshalber einfach mal die lichtspule auf der masseseite vom bordnetz ab und führ die alte masseleitung mit einem 2. kabel nach außen.


    hier klemmst du einen brückengleichrichter an. (am besten erstmal ohne kondensator)


    dann kannst du über einen hochohmigen widerstand (zwischen plus und minus ausgang) die spannung messen, die die lichtmaschine theoretisch in der lage ist zu produzieren.


    es ist superviel gebastel, aber hier kannst du jetzt auch deine superflux led oder whatever in den scheinwerfer bauen.