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PK 50 XL2 Automatik - Probleme mit "Anfahrschwäche"

  • Hallo,

    meine Freundin hat unter der Fahrt die Hälfte der unteren Riemenscheibe verloren, aber wiedergefunden. Ich habe das Teil wieder angebaut und die Mutter (M10 x 1,25) mit Locktide hochfest gesichert.

    Leider hat die Vespa gar keinen Abzug mehr, etwas so wie wenn man ein Auto im 3. oder 4. Gang anfährt. Man muß zum Anfahren mit den Beinen schieben, dafür geht sie um so besser, wenn man auf Geschwindigkeit ist. Ich bin heute nach Tacho 65 gefahren.

    Ich habe nun gesehen, dass die obere Riemenscheibe mit zunehmender Drehzahl auseinander geht und so den Umfang quasi verkleinert, während die untere Scheibe sich zusammenzieht und so den Umfang vergrößert, was dann durch die veränderte "Übersetzung" für die Geschwindigkeit sorgt. Ich habe den Eindruck, dass die untere Riemenscheibe im Leerlauf nicht weit genug zusammengeht und der Roller somit mit zu großer Übersetzung anfährt und deshalb keine Anfahrpower hat.

    Kann vielleicht mal jemand messen wie breit die untere Riemenscheibe ist, wenn der Motor aus ist, damit ich eine Vergleichsmöglichkeit habe?

    Danke

    Charles

  • Die unteren Scheiben haben aussen gemessen genau 21,5 mm
    Die oberen Scheiben, bzw der obere Regulator regelt die Übersetzung. Hinter der inneren Scheibe befinden sich Fliehgewichte die mit steigender Drehzahl nach aussen wandern. So wird die innere obere Scheibe nach rechts gedrückt, wobei der Riemen nach oben wandert. Unten ist das Ganze nur federbelastet.

    Egal wie dicht du bist, Goethe war dichter......

  • Bei mir hat die untere Scheibe 25mm. Dann ist das wahrscheinlich auch der Grund für den schlechten Abzug.

    Wie krieg ich die Scheibe wieder enger?

    Danke

    charles

  • In dem Du die noch ein mal abbaust, und dir den Halbmondkeil anschaust welcher da verbaut ist. Die Scheibe muss bis zum Anschlag auf die Welle geschoben werden, (siehst Du schon wenn die runter ist) und der Riemen wird erst wieder aufgezogen, wenn die Scheibe verschraubt ist. Das mit dem Loktite ist zwar recht nett, auber eigenlich gehört da eine selbstsichernde Bundmutter (aus Vollmetall) drauf. Wenn du die nicht mehr hast, solltest Du Mutter, Scheibe und FÄCHERSCHEIBE verbauen, die kannst Du dann ja noch sichern.

  • Wenn Du die untere Riemenscheibe wieder runter hast, dann mach mal Foto. Ich fürchte, Du hast da keinen Halbmondkeil verbaut. Dann dreht die Riemenscheibe auf der Welle frei und Du bekommst keinen Vortrieb mehr - zumindest viel zu spärlichen.

    Die Geschichte mit dem Lokfite-Müll ist einfach nur Pfusch. Das kann nur schwerlich dauerhaft eine Lösung sein.

    Mach also mal Foto von Scheibe und Welle. Dann kann ich Dir sofort sagen, was los ist.

    Beste Grüße,
    Automatix

    "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde

  • Also: Ich habe den Riemen abgenommen. Dazu habe ich die unter Riemenscheibe so´weit nach außen gezogen, dass ich den Riemen über die obere Scheibe abnehmen konnte. Nach dem Loslassen der unteren äußeren Scheibenhälfte ist diese ganz zurückgespeungen und es blieb nur ein ganz kleiner Spalt zwischen dem 2 Scheibenhälften. Nachdem ich den Riemen wieder aufmontiert hatte, ging die unter Scheibe bei weitem nicht mehr soweit zusammen und man kann auf der Scheibe sehen, dass der Riemen früher viel weiter aussen lief und deshalb eine bessere Untersetzung beim Anfahren hatte.

    An was kann es liegen, dass die Scheibe ohne Riemen ganz zusammengeht und mit Riemen offenbar nicht weit genug um richtig anfahren zu können? Der Keil ist übrigends sicher auf der Welle, ich habe beim Zusammenbau extra darauf geachtet (Ich kenne das mit dem Keil von der Lichtmaschine meiner alten Z-Kawasaki, da ist es genauso).

    Danke

    Charles

  • Das ist schon klar, aber der Riemen ist nicht neu, der war schon drauf bevor sich die Mutter der unteren Riemenscheibe gelöst hat und der Roller mit der Panne stehen blieb und da hatte er das Problem mit dem Anfahren nicht. Ich denke das kann die Ursache nicht sein.

  • Hallo zusammen,

    ich hab das Problem immer noch. Wenn ich den Riemen abnehme, dann gehen die Scheiben ganz zusammen, die äußere Scheibe ist ganz auf die Welle geschoben, der Keil ist drin.

    Trotzdem wird die Scheibe im Leerlauf nicht weitgenug nach innen gezogen und somit stimmt beim anfahren die Übersetzung nicht und die Vespa kommt nicht richtig vom Fleck. Der Riemen ist der gleiche wie vorher.

    Ich hab mal ein kleines Video angehängt, da sieht man genau was ich meine und wo der Riemen vorher lief.


    (Ich hoffe, dass das geht)

    Charles

  • Hm,
    vieleicht hat sich bei dem Verlust der Riemenscheibe eine Variorolle aus der Führungsbahn verabschiedet und liegt quer.
    Wenn dem so ist, kann sich die Vario nicht vollständig entspannen und der Riemen wird nicht bis unten auf die Welle kommen.
    Defacto kann der Riemen auf der hinteren Scheibe nicht bis auf den äußersten Rand rutschen.

  • Das Problem ist gelöst:

    Scheinbar hat die äußere Riemenscheibe einen Schlag bekommen und hatte deshalb einen "Achter". Ich habe die Scheibe wieder "begradigt" und seitdem fährt der Roller wieder ganz normal.

    Vielen Dank an alle

    Charles