Italienische Vespaflut ?

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    • Italienische Vespaflut ?

      Hallo zusammen,

      in den letzten Wochen habe ich mir bei den verschiedenen Anbietern jede Menge mehr oder weniger alte Small- und Largeframes angesehen.
      Dabei fällt auf, daß ganz offenbar zur Zeit sehr viele "ausländische" Modelle ohne Papiere, Tacho und oft in miesem Zustand angeboten werden.

      - Gab es diese Angebote schon immer oder ist das ein Trend ?
      - Abgesehen von den Kosten für neue Papiere, worauf muß bei diesen Angeboten geachtet werden ?
      - Sind die Preise im Schnitt zu hoch ?

      Danke vorab
      Markus
    • Oha!
      1. Seit die alten Vespen wieder IN sind werden sie natürlich von überall angeschleppt.
      2. Du solltest schon den allgemeinen Zustand einschätzen lernen. Wir diskutieren über selbsttragende Blechrahmen, da bleibt Rost der größte Feind.
      3. Hängt natürlich stark davon ab wieviel es dir Wert ist Vespa zu fahren. ;)

      Ach ja: Beim Händler wäre 'ne Probefahrt auf dem Hof empfehlenswert.
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    • Realistisch betrachtet sind die Preise natürlich zu hoch. Aber wie das so ist, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Und da gerade die "total süßen alten 50er Vespas" momentan einem ziemlichen Hype unterliegen, schlägt sich das natürlich im Preis nieder. Das ruft selbstverständlich auch Geschäftemacher auf den Plan, die irgendwelche aus Italien importierte Grotten ohne Papiere kurz mit einer Verkaufslackierung überduschen und das Ergebnis mit ordentlich Rendite bei ebay als restauriert verkaufen.

      Wenn dann noch die klassischen Stichwörter der diesbezüglichen Verkaufsförderung wie "italienisches Lebensgefühl", "Dolce Vita", "Eisdiele", "Sommer" im Verkaufstext erscheinen (übrigens mindestens genauso häufig wie "der Roller ist technisch in Ordnung, nur der Vergaser müsste mal gereinigt bzw. eingestellt werden"), findet sich garantiert ein Idiot, der viel zu viel Geld dafür hinlegt.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Ein nicht unerheblicher Teil dieser "Flut" kommt allerdings nicht aus Italien sondern aus Vietnam!

      Sehr viele dieser Fahrzeuge sehen zwar für den Laien gut aus, technisch nur leider häufig voller eklatanter Mängel. Teilweise sicherheitsrelavant.

      Gerade als Laie sollte man sich nicht von einer glänzenden Oberfläche blenden lassen, sondern kompetente Hilfe suchen um evetnuelle Kaufobjekte mal etwas genauer unter die Lupe zu nehemen.

      Ich habe in letzter Zeit einiger dieser "top restaurierten" Vespas etwas genauer betrachten können. Massive Sicherheitsmängel, jede Menge versteckter Pfusch, von Originalität wollen wir gar nicht reden. Von sowas kann man nur die Finger lassen.
    • Dann die große Frage: wo kauft man am Besten? Ist man beim Händler wie z.B. rollerladen.com oder vesbar vor sowas gefeit? Kann man da auf ehrliche Beschreibung hoffen? Da hier im Osten ziemlich vespafreie Zone ist, sind Besichtigungstermine hunderte km entfernt... ;(
    • Meiner Meinung nach ist man bei Gebrauchtfahrzeugen im Originallack am besten vor Überraschungen geschützt, weil eine Neulackierung allen möglichen Pfusch abdecken kann.

      Händler haben Gewährleistungspflichten, wenn sie diese ausschließen, ist das einerseits eine rechtlich zumindest fragwürdige Vorgehensweise, aber sicher nicht ohne Grund. Würde mir also diesbezüglich den Kaufvertrag genau ansehen, ebenso wie das Fahrzeug. Blind bzw. anhand von ein paar Fotos übers Internet zu kaufen, kann ein vermeintliches Schnäppchen auch teuer werden lassen. Die Schnäppchenzeiten für ältere Vespamodelle sind m. E. sowieso ziemlich vorbei, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber die derzeitige Preisentwicklung vor allem bei V50 ist eigentlich bar jeder Vernunft.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • auch sollte man bei der Formulierung...

      der Roller hat originalpapiere mal die Fotos genau angucken...

      wenn der dann keinen Tacho hat.... ist italienisch.... und tacho nachrüsten...Roller tüv fertig machen... (oft neue Reifen und bremsen fällig)...treibt den Schnäppchenpreis richtig hoch... da ist dann im endefekt eine teurere mit deutschen papieren der billigere Kauf..

      Rita
    • Danke für Eure Meinungen !
      Ich befinde mich auch nicht auf Schnäppchenjagd oder unter Zeitdruck. Momentan schaue ich auch mal bei den alten 125ern hinein und kann mich mit deren Optik anfreunden.

      Grundsätzliche Frage: ist es nicht besser lieber ein runtergerittenes Exemplar zu einigermaßen vernünftigem Preis zu erstehen und selber zu restaurieren, als viel Geld für ein "top restauriertes" Modell mit wahrscheinlich Pfusch auszugeben ? (falls man die Restaurierung nicht scheut)
      Billig wird das so sicherlich auch nicht, aber ich weiß dann wenigstens um den Zustand Bescheid.

      Was empfehlt Ihr: mal eine Besichtigungstour in den Süden unternehmen und sich gleich eine ganze Menge an Angeboten ansehen ? Hier in Sachsen fahren solche Roller sowieso nicht herum.

      M.
    • Ich weiß auch nicht, warum alles immer "restauriert" werden muss. Ein Neulack in cremeweiß oder irgendeinem Pastellton, dazu dann noch billiger Meterwarenkantenschutz in Chromoptik, eine braune Asiasitzbank, ein wenig Asia-BlingBling und Weißwandreifen - so sieht doch in aller Regel heutzutage die typische Amateurrestauration aus. Sicher toll fürs persönliche Empfinden beim Posen vor der Eisdiele, aber von der Sorte Roller gibts inzwischen Hunderte.

      Meiner Meinung nach sollte man versuchen, den unwiederbringlichen Originalzustand so gut wie möglich zu konservieren, da machen auch ein paar Kratzer nichts. Scheiß drauf, ob die Freundin Neulack in hellblau aber tooootaaaaal süüüüüß fände.

      -Originalfaetischist.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.