Beiträge von makro

    Der Zylinderkopf ist undicht, da könnte Falschluft reingekommen sein. Bei der Menge von fehlendem Kolbenmaterial halte ich es für sehr optimistisch davon auszugehen, dass auch das kleinste Alupartikelchen den Weg durch den Auspuff genommen hat. Drehschieber, Lager und Simmeringe könnten innen betroffen sein.

    Wäre es mein Motor, würde ich ihn deshalb -und aus Neugier- öffnen, reinigen, zumindest die Simmerringe erneuern und den Kopf planen.

    Du hast einen LML-Kolben im Originalzylinder von Piaggio verbaut; dazu findet sich bei SC folgender Text:


    "Kolben der indischen LML 125cc 3-Kanal Zylinder.

    • Kolbendurchmesser: Ø=52,5mm
    • Kolbenringe: Konventionelle Kolbenringe mit 1,8mm Bauhöhe

    HINWEIS: Die Kompressionshöhe des LML 125 Kolbens ist größer als die der italienischen Vespa PX125 Modelle. Soll der LML Kolben in einem italienischen Zylinder gefahren werden unbedingt die größere Kompressionshöhe ausgleichen (Fußdichtungen/Spacer). Die Differenz beträgt ca. 1mm."


    Das erklärt einiges.......

    Dann miss doch jetzt die Steuerzeiten, gib sie in einen Steuerzeitenrechner ein (), und vergleiche sie mit den Werten für einen sportlichen Tourenmotor: Auslasszeit 170°, Überströmer 120°, Vorauslass 25°- nimm die Werte als Anhaltspunkt, damit sollte jeder Motor gut laufen, Feintuning kommt danach.
    Falls nötig, kannst Du den Alu-Kopf, solange noch ein kleiner Steg um den Brennraum bleibt, locker von Hand abschleifen, damit hast Du jede Menge Spielraum, den Zylinder zur Steuerzeitenoptimierung hoch zu setzen bzw. danach eine Quetschkante anzupassen.


    - Das alles ist schon mehrfach vorgeschlagen worden, ohne die Steuerzeitenmessung wirst Du weiter auf der Stelle treten-


    Du beschreibst in Beitrag 15 eine 13mm breite, 1mm hohe Quetschfläche "reihum", der originale Zylinderkopf hat aber einen seitlich versetzen Brennraum; hast Du evtl den Cosakopf mit zentralem Trichterbrennraum im Einsatz? Der soll zugunsten besserer Abgaswerte nicht leistungsorientiert gestaltet worden sein (kann ich aber nicht beweisen, andere behaupten genau das Gegenteil!), und Deine Boostportveränderung könnte sich hier durch die Trichterform negativ auswirken.

    "berni vespa cosa blog" als Bildersuche bei Google


    Noch als Ergänzung: Obiger Berni schlägt sich tapfer mit einer grünen Cosa durchs Leben, seine Reparaturen und Umbauten sind recht praxisnah, nur leider ist seine Website etwas unstrukturiert. Am einfachsten ist es daher, über die Bildersuche die grünen Cosabildchen mit dem Untertitel "berni ernst.de" aufzurufen, dann finden sich auch die dazu gehörigen Texte.


    Da findest Du Hilfe und Trost......
    Bevor Du zu schnell die Bremsanlage angehst, solltest Du einige Feinheiten berücksichtigen: Der Hydraulikkreislauf bzw. die Bremsanlage können nicht mal eben so getrennt werden, sie sind bei der Cosa eher schrauberfeindlich verlegt und verlangen penibles Entlüften nach einer Demontage.


    Den Link findet man nach der ersten Suche im Netz...........!


    Das Gutachten ist von 92 mit Bedüsung und Abgaswerten, also nach einfühlsamer Vorbereitung beim TÜV auch eintragbar;
    der Auspuff allerdings nicht, da es für ihn -und so ziemlich alle anderen dieser Art- weder relevante Unterlagen noch typbezogene Kennzeichnungen gibt, die Leistung und Lautstärke definieren.

    Wenn die obere Kante des Boostports schräg weggenommen wird, öffnet der Boostport vor den seitlichen Überströmern, d.h. der größte Druck aus dem Kurbelgehäuse geht- ob direkt oder im Bogen -vom Boostport in Richtung Auslass, erst danach kommt die seitliche Füllung mit deutlich weniger Druck zum Tragen; das hört sich an, als ob da der geplante Gaswechsel willkürlich geändert wurde.
    Bist Du Dir sicher, dass das Teil deswegen jetzt besser dreht?

    Als einfacher Test wäre ein kurzzeitiger Vergasertausch von einem laufendem Motor sinnvoll, um -trotz Reinigung und Durchblasen- zugesetzte Bohrungen auszuschließen.
    Wenn der Motor wirklich 20 Jahre gestanden hat, ist das Verspröden beider Simmerringe möglich, es wurde aber nur einer gewechselt; der Motor zieht dann kupplungsseitig Luft und stirbt ab, durch das seitliche Kippen wird der Vergaser/Düsenstöcke geflutet und liefert kurzzeitig ein fettes, zündfähiges Gemisch- bis es dann durch die Falschluft wieder zu mager wird.


    "Bevor ich das Gerät in die Tonne klopfe, würde ich zu gerne die Ursache des plötzlichen Motorabsterbens kennen." -
    sag Bescheid, falls dieser Schritt wirklich ansteht..... ;)

    größerer vergaser ist mehr innenkühlung und das ist nunmal fakt.

    Wenn ich mir vorstelle, dass ein 135er Zylinder -oder jeder andere- bei sagen wir 5000 u/min die ihm mögliche Gasmenge aus einem optimal eingestellten 20er Vergaser ansaugt, verstehe ich nicht, wie das gleiche Gemisch aus einem größeren, ebenfalls optimal eingestellten Vergaser angesogen, bei gleicher Drehzahl zu mehr Innenkühlung führen soll; kannst Du das mal erklären?

    Die PX 80 hat 46mm Bohrung; wenn du da den Kolben mit deinen gemessenen 50,9mm reinkriegst, ist dir der Nobelpreis für Physik nicht mehr zu nehmen!
    Im Ernst: Es gab mal einen 100er Satz original von Piaggio für die 80er, legal eintragbar mit 100ccm, 81km/h und geänderter Übersetzung samt größerer Hauptdüse. Die Zylinder dieser Sätze haben unten an Zylinderfuß nicht mehr die "80" erhaben gegossen als Kennzeichnung, sondern eine Einschlagmarkiering mit den Piaggio-Symbol. Die Bohrung dieser Sätze beträgt 51mm, und deswegen habe ich auf den 100er Satz getippt.
    Aus dem 80er mehr rausholen zu wollen, geht begrenzt über Luftfilter, Verdichtung, Auspufftopf, Auspuff und Zylinderfußbearbeitung, aber das bleibt alles in engen Grenzen. Auf 80 angemeldet heisst also, du stehst vor der folgenschweren Entscheidung, legal Letzter zu bleiben oder eine der vielen Möglichkeiten zu nutzen, die zwar kaum noch eintragungsfähig sind, dafür aber das problemlose Mitschwimmen in Straßenverkehr ermöglichen.

    Moin,


    bei dem Kolbendurchmesser hast Du eine PX 100 (was steht seitlich unten am Zylinderfuß?), dafür wird der obere L-Ring in erster Übergröße grade hier : angeboten; inklusive Raritätenzuschlag!
    Mit ein bisschen Nacharbeit - den Ring an den Enden kürzen, bis das Stoßspiel des eingelegten Rings im Zylinder passt, und dabei den Sitz des Ringpins in der Kolbennut berücksichtigen - hast Du wieder beste Kompression.
    Ansonsten hier:


    Leo Dümpert, Kolben Groß- und Einzelhandel
    Bülitz 24, 29487 Luckau/Wendland

    Für die Kolbenringe des originalen Vespa PX-100er Satzes mit 51mm Bohrung - und wohl auch viele andere - gibt es eine geniale Adresse:


    Leo Dümpert
    Kolben Groß- und Einzelhandel
    Bülitz 24
    29487 Luckau/Wendland


    Ich habe da letztes Jahr 2 Sets der Kolbenringe bekommen; sehr freundliche Beratung am Telefon, schnelle Lieferung zu fairen Preisen ohne Raritätenaufschlag und ein riesiges Angebot an Kolben, Bolzen, Ringen und Clips.

    Für die kleine PX 80 Kupplung - und die originale reicht völlig aus für einen leicht getunten 135er - gibt es ein 23er Kupplungsritzel von DRT. Die Nebenwelle bleibt unverändert, die Geschwindigkeit geht je nach Setup in Richtung 100 - das passt richtig gut zusammen!
    Versuche mal die Ursache für den zerstörten Federteller zu finden; wie könnte er im Motor zerbrechen? Ich hatte den gleichen Defekt, weil die Kupplung schief auf der Welle saß. Der Teller schlug federnd gegen die Stege des Kupplungsdeckels, bis er durchgeschliffen war, die Feder herausrutschte und vom Getriebe zermahlen wurde. Ursache war ein zu hoher Keil in der Wellennut.

    Der Einbauaufwand bei den angebotenen Conversationskits ist der gleiche, es werden aber noch keine einzelnen Ersatzteile (Kolben, Ringe, Zylinder) dafür angeboten, und, ganz wichtig: Es gibt KEIN Gutachten, das den Umbau problemlos eintragungsfähig macht, sondern alles muss per Einzelabnahme versucht werden. Da sind nach meiner Erfahrung die existierenden 135er Gutachten von DR und Krüger bzw. 139er Malossi auch beim TÜV wesentlich bekannter.
    Der Pluspunkt der -wenn eingetragen- 125er Kits ist die legale Benutzung bei eingeschränkten Führerscheinklassen.

    Schwer zu glauben: Stell Dir 2 unterschiedlich große Vergaser vor, die mit identischer Gemischzusammensetzung arbeiten; durch welchen genialen Trick sollte das Gasgemisch des größeren Vergasers kühler sein als das des kleineren Vergasers?
    Und wenn durch die jeweilige Bedüsung bei voller Schieberöffnung eine Anfettung bei Höchstdrehzahl vorherrscht, die ein Überhitzen verhindern soll, schafft man diese Anfettung auch mit einem kleineren Vergaser.