Moin Moin zusammen,
heute kommt die Kupplung, bzw. die Kupplungsbeläge endlich an und ich kann an dieser Baustelle weiter arbeiten.
Hoffe, dass die fehlende Kompression dadurch verschwindet, aber ich denke es war die Ursache, da die alten echt beschissen aussahen.
Da ich noch paar Stunden Zeit habe bis zum Eintreffen der Kupplung, nutze ich diese aus um mein Projekt mal etwas genauer vorzustellen.
Durch meinen Bruder wurde ich schon vor vielen Jahren mit dem Vespa-Virus infiziert und aus dem nächtelangem zugucken, mitschrauben und Vespatreffen habe ich mir vor zwei Jahren endlich selber eine zugelegt.
Weil ich es immer noch nicht geschissen bekommen habe meinen Motorradführerschein zuende zu bringen, musste eine Fuffi her.
Aufgrund der Erfahrung meiner Bruders hab ich die Gute (PK 50 S von 1983) für einen kleinen Kurs geschossen und nach paar Stunden lief sie dann auch noch...
Nach etwas Zuwendung gelang es mir auch einen Fotowettbewerb zu gewinnen (Bild 1).
Leider kam es zu einem unverunschuldeten Unfall, der für einen gebrochenen Lenker, Verbeulten Koti und viele Kratzer sorgte (Bild 2 & 3). Glücklicherweise hat der Rahmen nichts dramatisches abbekommen.
Durch die Uni, die Bachelorarbeit und ein riesen Motivationsloch war ca 1 1/2 Stillstand...
Zwischenzeitlich schaffte sich ein Freund ebendfalls eine Vespa an (PK 50 Nuova) und schließlich packte uns der Ergeiz weiter zumachen.
Der Plan war die Roller komplett zu schlachten, Züge erneuern, Motorrevision, unauffälliges Set-Up und selber Lackieren.
Letzteres warf die meisten Fragen auf, welche Farbe, wo lackieren wir, mit Kompressor oder Dose, welche Ansprüche haben wir an das finale Ergebnis und die entscheidente Frage, schaffen wir das überhaupt....
Durch das Studium (Industrielles Produkt Design) konnte ich einige Erfahrungen mit dem Lackieren sammeln.
Nachdem die Farbe festgelegt wurde (anthrazit grau bei mir) und wir eine günstige, aber gute Lackier-Pistole gefunden haben (das Budget war relativ gering) sollte es endlich losgehen...
Um den Unterboden zu schützen entschied ich mich befallene Stellen mit einem Rostumwandler zu behandeln und diesen anschließend mit einem Hammerschlag-Lack zu lackieren.
Ich war angetan von dem Vorteilen dieses Lackes: Grundierung, Rostschutz und Lackierung in einem und dabei noch sehr "robust".
Plötzlich stellte sich mir die Frage: warum nicht die ganze Vespa mit diesem Lack lackieren...
Nach eingen Überlgungen, einer aufstellung von Vor- und Nachteilen ist die Entscheidung gefallen... Die Vespa wird komplett mit Hammerschlag-Lack lackiert!
Mir war direkt klar, dass ich von der Vespa-Gemeinde eins auf den Sack bekommen werde:
"Wie kann man das nur tun"
"Es wird scheiße aussehen"
"Lackier die doch vernünftig"
"Das ist eine Vespa und kein Zaun"
Doch die Vorteile, wie mein geringes Budget, der Einsatz als Alltags-Roller, die Einfache Verarbeitung (rollen statt spritzen, wodurch eine Kabine und das Lackier-Zubehör entfällt), ein idealer Schutz gegen Witterung und etwas zu haben, was nicht jeder hat... Auch wenn es nicht jedem gefällt 
Glücklicherweise gab es meine Wunschfarbe auch als Hammerschlag-Lack (dunkel-grau). Zusätzlich kauften wir den passenden Spezial-haftgrund.
Also, los gehts... Hab mir zu Beginn eine Backe (Von der Vespa
) gepackt, geschliffen, grundiert und mit der ersten Schicht lackiert.
"Oh Fuck", dachte ich mir, was hab ich mir da ausgedacht...
Man erkannte in der Grundierung jeden Pinselstrich (Bild 6) und der Lack sah sehr fleckig aus (Bild 7).
Doch nachdem ich ich anderen Teilen die erste Schicht Lack verpasste, konnte ich von Teil zu Teil besser mit dem Hammerschlag-Lack umgehen.
Ist die Schicht zu dünn, so hat der Lack nicht genug "Futter" um den gewünschten Effekt herzustellen, ist die Schicht zu dich, so beginnt der Lack und der Effekt an zu laufen.
Der zweite Anstrich der Backe (Bild
gefiel mir sehr gut und überzeugte mich die richtige Wahl getroffen zu haben.
Also pachte ich mir zunächst die anderen Anbauteile und pinselte drauf los
.
Übrigens, sorry für die teiweise schlechtere Qualität der Bilder und den Chaos-Keller. Hoffe man kann das entscheidende erkennen
.
Weiter ging es mit dem Rahmen. Hätte die Züge und die Kabel im Nachhinein lieber vorher entfernt, jedoch wurden die Züge ersetzt und halfen mir dabei die neuen hinein zuziehen.
Bei einigen Teilen, wie dem Polrad, Polrad-Abdeckung, den Felgen und den Stoßdämpfern Griff ich zu Dose.
Parallel wurde der Motot zerlegt, wobei mir mein Bruder glücklicherweise zur Seite stand. Er selber fährt zwar PX, doch zusammen mit VespaOnline, der Vespa-Bibel und meinem High-End Motorständer haben wir alle Arbeiten am Motor geschafft (Bild 17).
Da ich mich für die Basis-Farbe grau entschieden habe mit zusätzlich schwarzen und roten Akzenten, habe ich die Felgen mit Felgen-Aufklebern beklebt (Bild 18).
Weiss noch nicht was ich von den Dingern halten soll... Ob cool oder asi... Können ja wieder abgezogen werden
.
Endlich war der Rahmen fertig (Bild 20) !!!! Der zusammenbau kann beginnen!
Wollte keine Möchte-Gern-Retroroller, doch an einigen Stellen bin ich schwach geworden :D. Es tut mir Leid
.
Die originalen Trittleisten mussten weichen, genau wie das Vespa-Emblem. Die Blinkergläser sind weiß, was jedoch ein Überbleibsel des Vorbesitzers ist. Wollte diese evtl. etwas verdunkeln.
Zudem wurde eine PX Lenker Verbaut. Dieser war zunächst eine Notlosung, die nach dem Unfall verbaut wurde, doch nachdem mich ein Klarglas-Scheinwerfer anlachte, entschied ich mich diesen zu lassen. Auch das Budget war wieder mal ein Grund
.
Das wars soweit... Scheiße, ich hoffe ich habe jetzt nicht doch einen Möchte-Gern-Retroroller....
.
Finde ich aber nicht zudem gefällt es mir so wie es ist sehr gut
.
Zudem wurde ein DR Formula Uno mit 75ccm und ein Sito Plus. Bin gespannt...
Die Kupplung müsste gleich da sein, daher höre ich hier mal endlich auf
.
Wer alles gelesen hat, danke dafür, dem Rest (hoffentlich) viel Spaß mit den Bildern 
Grüße, Mike