Beiträge von Rojoko

    Der vorgeführte Zündfunke überzeugt mich nicht wirklich. Bei mir wars der Kerzenstecker. Miß doch mal dessen Durchgangswiderstand mit einem Ohmmeter, ist bei jedem Multimeter drin. Der Widerstand sollte 0 sein, es sei denn, es handelt sich um ein entstörtes Modell mit 5000 Ohm. Wenn er mehr zeigt, tauschen.

    Bei der Gelegenheit gleich Zündkabel mit durchprüfen.

    Gruß Robert

    Also ich ziehe einfach die Sicherung am Kabel gleich hinter der Batterie ab, wenn ich die Vespa länger stehen lasse. Dann keine Entladung über den Stromkreis. Gegen Selbstentladung der Batterie hilft das natürlich nicht.

    Die Idee mit dem Kondensator ist an sich reizvoll, aber auch Kondensatoren entladen sich selbst und Du bräuchtest ein Riesentrumm, um auch nur einigermaßen brauchbare Ladung zu speichern. Und der Regler dürfte auch eher "überrascht" von dem neuen Abnehmer sein.

    Mein Vorschlag: Besorg Dir eine 6V Bleigel-Batterie, mit so um die 5 Amperestunden Kapazität. Keine billige. Die entladen sich selbst sehr langsam. Hab sie in mehreren Motoren verbaut und sowas übersteht auch ein paar Monate ohne Nachladen.


    Gruß Robert

    Also wenn Du elektrisch nicht so fit bist, würde ich erstmal nur den Schalter tauschen, ohne mir den Kabelbaum anzutun. Meine ist auch 36 Jahre alt, die Isolation der Kabel machte bislang keine Probleme. Es sind halt die Verbindungen und Übergangsstellen mit Unterbrechung oder Spannungsabfall. Wenn was scheuert. Oder korrodiert, wie ein Sicherungshalter. Aber sowas kannst Du einkreisen (Durchgangsprüfer...) und abstellen.


    Aber wenn du das ganze Gestrüpp rausreißen und tauschen möchtest, ohne Dich im Schaltplan zurechtzufinden, dann schaffst du Dir eventuell die Probleme erst an, die Du vermeiden wolltest... Den Blinker kriegst du einfacher auf die Reihe.


    Aber das machst, wiest magst. Nur meine Meinung.


    Gruß Robert

    Nochmal zu Verbindungen: Wenn nicht anders möglich: Löten. In dem Fall sollte die Verbindung mit Schrumpfschlauch überzogen und fixiert werden.


    Da Du ja schon ein Multimeter bei der Hand hast empfiehlt es sich, die Leitungswege bei abgeklemmter Batterie mit dem piepsenden Durchgangsprüfer zu verfolgen und aufzuklären. So vermeidest Du Kurzschlüsse und die Piepserei beschäftigt die Lauscher und lenkt die Augen nicht von der Prüfstelle ab.

    Gruß Robert

    Löten ist nicht gut. Bei Vibration bricht es gerne am Übergang von der Lötstelle ins freie Kabel. Deswegen findest du auch fast keine Lötverbindungen in der KFZ-Elektrik. Also klemmen, schrauben oder crimpen.

    Gruß Robert

    Also, bei mir wars exakt genauso.

    Ich habe mich dann von "oben nach unten" durchgearbeitet: Zunächst Gummidichtung im Sprithahn getauscht. Da mußte ich etwas rumprobieren, bis ich die richtige Einstellung zwischen zu lose -Sprit sickert- und zu fest gefunden hatte.

    Ursache war recht eigentlich wohl nicht die Dichtung, sondern ein ausgerissenes Gewinde im Spritzgußteil. Ich hab dann eine M3 Gewindestange mit 2 Komponentenkleber reingeklebt und konnte dann statt mit der Schraube mit einer Mutter die Haltescheibe (??) fixieren.

    Außerdem Benzinleitung getauscht. "Tolle" Erfahrung dabei: Ich hatte sie erst großzügig lang bemessen, Resultat: kein Durchfluß, da geknickt. Man lernt nie aus...

    Das hat zwar was geholfen, das wars aber noch nicht...


    Nachdem ich einen Viertelliter Sprit aus dem Auspuff rausholen durfte, habe ich dann nochmal den Vergaser vorgenommen. Das Schwimmernadelventil sah zwar takko aus und schien gut, aber ich hab dann den Spaco-Schwimmerkammerdeckel genommen mit dem größeren Nadelventil und der gefederten Nadel.

    Das wars, jetzt kommt sie auf den zweiten Tritt.
    Viel Erfolg!!

    Also mit Zündung kenne ich mich nicht aus. Das wissen andere besser.
    Aber ich denke, Deine Schilderung deutet eher auf Schwierigkeiten bei der Gemischaufbereitung.

    Jedenfalls läuft sie... wahrscheinlich ist das Kurbelgehäuse noch durchnäßt. Fahr sie halt auf längerer Strecke "trocken". Das war bei mir auch so, es dauert eine Weile bis der ganze "Rotz" raus ist.


    Beste Grüße in die "große Stadt" - Robert

    SAE 30 Motoröl gibts z.B. im Baumarkt als "Rasenmäheröl", der Liter für 7 Euro.

    Wenn das Hypoidöl nach wenigen Kilometern dunkel geworden ist, deutet das auf Abrieb an den Kupplungsbelägen, gut daß es gewechselt wurde...


    Verrußte Kerze - das Teil läuft zu fett. An der Einstellschraube wirds nicht liegen: Vergaser zerlegen, säubern.

    Schwimmernadelventil in Ordnung?? Im Zweifel tauschen, bei mir hats gewirkt.
    Schwimmer abgesoffen?


    Wärmewert Zündkerze? Ich fahre auch DR 135 und habe jetzt die NGK 8er drin, rehbraun, wies sein soll.


    Und dann bleibt noch das Mischrohr. Ich habe BE 3, damit alles gut. Für magerere Gemischaufbereitung insbesondere in der Teillast ev. BE 4 oder gar BE 5.


    So ist das halt bei den alten Dingern. Wenn Du die Relation 1 stunde schrauben = 3 Stunden fahren hast, bist Du dabei...

    Aber deswegen machen wir das ja...

    Nur zum Abschluß und der guten Ordnung halber: TÜV-Nachprüfung ist ohne weiteres überstanden, 135er ist aufgrund des kopiert vorgelegten Gutachtens aus 1990 eingetragen - und das Hauptzollamt hat sich auch schon gemeldet und die KFZ-Steuer von 8,- auf 11,- jährlich erhöht. Soll recht sein...


    Schönen Vatertag - Robert

    Also mein TÜV-Ingenieur, mit dem die Geschichte ihren Ausgang nahm, war es damit zufrieden, daß er 4 "erhebliche Mängel" zusammenbrachte, dabei ausgeleierter Stoßdämpfer, zu langer Weg der Vorderradbremse und das geschilderte "ausgeschlagene Radlager". Also den Stoßdämpfer muß ich einräumen... Nachdem sein Ehrgeiz insoweit befriedigt war, hat ihn der vordere Bremslichtschalter nicht weiter beschäftigt. Vielleicht beim nächsten Mal in 2 Jahren... Aber dann weiß ich mir dank der vorgängigen Hinweise zu helfen.


    Ach ja, das Radlager hat sich bei Nachschau als leicht ausgeleierte Bremstrommel herausgestellt, die neue ist schon drin und es wackelt nichts. Rest ist auch gerichtet.


    Nochmal danke für die vielen freundlichen Hinweise und allerseits ein schönes warmes Ausfahr-Wochenende

    Robert

    Also, es ist die in den Nuten (richtig so??) ausgeleierte Bremstrommel. Die Antriebsachse sitzt fest, überhaupt kein Spiel, weder axial noch radial. Große Erleichterung, Motorspalten fällt aus. Daher: "Bremstrommel neu", wie Svensen sehr zutreffend bemerkte.
    Danke allen Hinweisgebern - Robert

    Nein, "erheblicher Mangel" wurde festgestellt. Meines Erachtens kaum Spiel, aber man hört einen leichten Anschlag, wenn man am Rad rüttelt. wahrscheinlich hat ihn das gestört... Ich hätte halt gerne gewußt, ob diesen Mist evt. "von außen" kurieren kann. Nachher heb ich das ganze mal in die Höhe und mach das Rad runter, vielleicht sitzt es nicht richtig in der Verzahnung. Vielleicht hat ja jemand schon sowas gehabt und hat einen Tip. MICH störts nicht...

    Guten Morgen,


    ich komme eben vom TÜV in Sonthofen zurück, wo ich mit meiner PX (Bj 83 und Original 80cc) wegen folgendem vorstellig geworden bin:


    1. Begutachtung und Eintrag des 135DR Zylinder/Kolbensatzes auf Grundlage des bekannten Prüfberichts von 1990 in Kopie aus dem internet.
    2. Hauptuntersuchung.


    Zu 1: Der Prüfer hat sich das alles SEHR genau angesehen. Habe vor Ort die Lüfterrad-Abdeckung abgebaut, Blick auf den Zylinderfuß mit "DR" ermöglicht, Hauptdüse 102 wurde abgefragt und er hat dann eine Probefahrt gemacht, um zu sehen, ob die Primärübersetzung geändert wurde. Die ist bei mir aber unverändert, das Ding läuft nicht schneller, aber am Berg geht sie jetzt richtig. Dann hat er mir das gewünschte Gutachten geschrieben zwecks Eintrag in Schein und Brief, hat 73,90 gekostet. Jedenfalls wurde das betagte Gutachten akzeptiert, die gute Nachricht...


    Zu 2: Unter anderem (Rest Pillepalle) wurde bemängelt, das Radlager hinten sei "ausgeschlagen". Tatsächlich hat das Rad geringfügig Spiel; daß das Kugellager ausgeschlagen sein soll, möcht ich aber doch bezweifeln, nachdem ich den Motor vor 2000km revidiert habe und alle Lager gegen neue getauscht wurden. "Was tun sprach Zeus, die Götter sind besoffen???"

    Wenns sein muß, spalte ich den Motor ein weiteres Mal, das würde ich mir aber gerne ersparen, wenn ich den einen oder anderen brauchbaren Tip aus der Preßblech-Anbeter-Gemeinde bekomme. Danke dafür im Voraus und beste Grüße in die Runde


    Robert

    Also...
    Ich hab meiner PX80 den 135er DR verpaßt, das ist weiter nicht schwierig. Hauptdüse 102 dazu, der Rest ist original. Ich wohne ja in den Bergen, nach Hause hab ich immer eine lange Steigung mit über 20%. Wenn ich die jetzt mit der Chefin aufm Rücksitz fahre, macht die Karre das ohne Probleme im 2., allein im 3. (wenn die PX gute Laune hat...). Wenns das ist, was Du willst, bist Du mit dem DR gut bedient.
    TÜV-Eintragung sei kein Problem, hat mir der Ingenieur gesagt, als ich ihm das Gutachten aus 1992 gezeigt habe. Das wird dann bei der HU im Mai gemacht.

    Schöne Ostern - Robert

    Also:
    Vergaser auseinandergepuhlt, Original-Deckel wieder draufgesetzt, alle Dichtungen inspiziert und mit Dirko nachgebessert. Alte Schwimmernadel ( es wird hier nichts weggeworfen...) eingebaut - und die PX hält DICHT. Bislang jedenfalls...


    Weil die Kerze -NGK BE8HS- nach der Testfahrt ein etwas helleres Gesicht zeigte, habe ich die Gemischschraube um eine halbe Drehung rausgedreht, etwas fetter also.


    Danke für alle Hinweise und Ratschläge, sie waren nützlich. Beste Grüße Robert