Beiträge von Radulfson

    Hallo Mario.


    Ja genau. Für das V50 Rücklicht selbst musst Du eine zusätzliche Bohrung auf der Linie machen, wo sich die beiden Rahmenbleche überlappen. Ich meine mich zu entsinnen, dass es eine M5er oder M6er Bohrung war.


    Das große Loch links im Rahmenheck für die Verlegung der Kabel passt sehr gut zum V50 Rücklicht. Das Gummiunterteil des V50 Rücklichts flutscht auch in genau dieses Loch. Die 2 kleineren Bohrungen für das originale PX Rücklicht werden nicht benötigt. Es folgen einige Fotos:


    http://wespenblech.square7.ch/…212-Vespa-P200E-66647.jpg


    http://wespenblech.square7.ch/…210-Vespa-P200E-66647.jpg


    http://wespenblech.square7.ch/…B6ppinghauser-Strasse.jpg


    http://wespenblech.square7.ch/…-P200E-VSX1T-66647-10.jpg

    Schanzer

    Den 30er PHBH habe ich mir damals aus mehreren Gründen bestellt (auch schon wieder über 20 Jahre her). Einmal, weil ich am PHBH schnell an alle Bauteile ran komme. Dann, weil der PHBH eine sehr große Schwimmerkammer hat mit entsprechendem Zufluss. Beim Si wurde erst Anfang der 2000er Jahre in der breiten Szene bekannt, dass die Spritbohrung ab einer bestimmten Hauptdüsengröße viel zu klein war. Und mir lag der PHBH besser, weil der mittlere Teilbereich (Nadel) sich aus meiner Sicht am PHBH besser abstimmen lässt, als bei einem Si Vergaser. Beim Si Vergaser muss man mit verschiedenen Mischrohren herum fummeln, beim PHBH Vergaser hast Du eine Nadel, die beim Gas geben noch mal die Öffnung am Mischrohr vergrößert.


    Mittlerweile wurden die Nachteile des Si Vergasers alle weitgehend durch spezielle Bauteile oder Bearbeitung ausgemerzt. Jetzt habe ich aber den PHBH eingetragen und lasse den drin. Edit 11.10.2020 @ 15:17: Vielleicht bin ich auch nur zu doof für Si Vergaser :-D


    Ich habe leider keinen Vergleich, ob der PHBH wirklich Mehrleistung bringt. Ich gehe davon aus, dass bei hohen Drehzahlen mit einer 30er Bohrung die Ansauggeschwindigkeit nicht so schnell wird wie mit einem 24er Vergaser. Es wurde öfters geschrieben, dass kleinere Vergaserdurchmesser zwar den Motor hoch drehen lassen, dass durch die im Vergleich sehr schnellere Ansauggeschwindigkeit Strömungsabrisse entstehen könnten. Einen echten Beweis habe ich aber noch nicht dazu gesehen.


    An Deiner Stelle würde ich den Spritkanal definitiv bis auf 2,5 mm Bohrung erweitern.

    Ich habe nicht die große Erfahrung in Sachen Dellorto Si Vergaser weil ich bereits recht früh auf den Dellorto PHBH umgerüstet habe. Was ich aber vom PHBH weiß ist, dass dieser, sofern nur mit Ansaugschlauch und ohne Filter gefahren, spührbar mehr Leistung bei hohen Drehzahlen verursacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses auch beim Si ähnlich ist. Das Fahren mit dem PHBH ohne Luftfilter hat bei mir keinen höheren Verschleiß verursacht. Dan, ein alteingesessener Redakteur vom Scootering Magazin lehnt Luftfilter sogar grundsätzlich ab.


    Trotzdem würde ich an Deiner Stelle erst einmal Testfahrten mit dem Luftfilter und zusätzlicher Bohrung über der HD machen. Wahrscheinlich wird der Vergaser mit entsprechender Bedüsung dann schon bessere Leistung erzielen.

    Jau, da habe ich Quatsch geschrieben mit dem durch 2 dividieren. Das Einbauspiel ist wie folgt definiert:


    "Als Einbauspiel wird die Differenz bezeichnet, die sich aus dem Durchmesser des neuen Kolbens an einer bestimmten Stelle und dem Durchmesser des neuen, oder überholten Zylinders an einer bestimmten Stelle im kalten Zustand (der Motor ist nicht warm gefahren) errechnen lässt."


    Also Differenz aus Zylinderdurchmesser und Kolbendurchmesser.


    Ich habe genau den Quatsch geschrieben, den der Typ damals gedacht hat, bevor der meinen ersten Polossi gehont hat. Ich hatte keine Ahnung von technischen Begriffen und meinte nur, dass ich zwischen Kolben und Zylinderwand mindestens 4 Hundertstel Platz bräuchte. Daraus hat er 4 Hundertstel Einbauspiel gemacht (und nicht 8), also effektiv 2 Hundertstel Platz zwischen Kolben und Zylinderwand. :-S


    Ich lösche das mal oben bzw. streiche es durch. Mal gucken was geht.


    Das passt mit den üblichen Werten.


    Du hast mit dem

    - Polini Kolben 8 Hundertstel Einbauspiel

    - GS Kolben 10 Hundertstel Einbauspiel


    SCHWERE GEBURT meinerseits, sorry :-D


    Edit: Der Motorhersteller hat die Kolben am unteren Ende des Kolbenhemdes 90 Grad versetzt zur Kolbenbolzenführung gemessen?

    Neh :-)


    Einbauspiel hat nichts mit dem Einbauzeitpunkt zu tun.


    Informationen zum Einbauspiel und Laufspiel


    Die 9 Hundertstel sind auch kein Verschleiss.


    Der Zylinder hat definitiv über 20.000 km weg. Natürlich ergibt sich durch die Laufleistung ein Verschleiß. Dieser ist aber nur zwischen den sogenannten Ringkanten im Bereich unterer Totpunkt und oberer Totpunkt, wo die Kolbenringe arbeiten. Im Bereich Zylinderfuß und oberhalb der Ringkante ist die Laufbahn des Zylinders unbenutzt. Und Dort wurde gemessen. Wenn ein Zylinder frisch auf Maß gebracht wird, dann haben sämtliche Bereiche auf der Laufbahn das gleiche Maß.


    Der Kolben war zwar ebenfalls benutzt, aber nur kurzzeitig und im Messbereich gab es keine Abnutzungen.

    Zum Thema Einbauspiel auf Grauguss:


    Als ich damals meinen Grauguss Polossi gebaut habe, hatte ich überhaupt keine Ahnung vom Einbauspiel. Mir wurden 4 Hundertstel geraten, ich habe zugestimmt und dann wurde der Zylinder an den Kolben angepasst. Die 4 Hundertstel waren definitiv nicht optimal. Bei höheren Geschwindigkeiten hatte ich ständig einen Klemmer trotz 138 Hauptdüse und 18 Grad Vorzündung.


    Wirklich klemmerfrei wurde mein Polossi dann ab 11 Hundertstel Einbauspiel.


    Die Aluzylinder, sowohl Malossi als auch Polini, kommen mit 8-10 Hundertsteln Einbauspiel daher (Meist im Bereich 8-9 Hundetstel). Mein Malossi 210 alt hatte als Einbauspiel 9 Hundertstel. Die Zylinderbohrung war genau bei 68,50 mm und der Kolben hatte gemessen am Fuss 90 Grad versetzt zur Kolbenbolzenführung 68,32 mm.

    Meine Erfahrung war diese, dass die Motoretta vor ca. 20 Jahren als Zeitschrift für die Fahrer der klassischen Blechvespas irgendwann nicht mehr tragbar wurde, weil in stark zunehmendem Maße moderne Motorroller dort Thema wurden. Klar, wenn man mit einer Fachzeitschrift seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, dann muss man mit der Zeit gehen. Man muss dann aber auch akzeptieren, dass die Stammleser weg sind. Es gab zwar Versuche, Plastikroller und Blechroller zu vereinen. Das war damals dieses Rollertreffen im Hunsrück. Der Versuch ist kläglich gescheitert. Es gab überhaupt keine Gemeinsamkeiten, außer Alkohol und Fleisch auf Feuer. Keine gemeinsame Kultur.


    Die Classic Scooter als Printmedium erschien aus meiner Sicht als Alternative zur Motoretta, zu diesem Zeitpunkt war ich aber nicht mehr 100 prozentig in der Szene verankert und deswegen habe ich die Classic Scooter auch nicht gelesen.


    Die Frage ist, ob eine Szene begleitende Zeitschrift heute noch eine Chance hätte. Ich glaube eher nicht. Ich denke dass die Szenekultur sich über das Internet in Form von sozialen Netzwerken organisiert und die Vorstellung von Customrollern erfolgt dann über ein sogenanntes Pörnchen auf Youtube.


    mik9966 Im Augenblick finden sich immer mehr Leute in Recklinghausen und Umgebung zusammen. Ich versuche derzeit, einen Kontakt zwischen diesen Leuten herzustellen.

    Volker hat das gut erklärt. Ich löse immer erst die Schrauben am Tank (M8). Dann löse ich den Benzinschlauch vom Vergaser und drehe da eine der M8 Tankschrauben rein. M6 Schraube in den vom Vergaser gelösten Ölschlauch, M6 sollte passen (habe keine Ölpumpe). Gummi am Benzinhahnhebel raus friemeln. ich nehme dazu immer einen dünnen Schlitzschraubendreher. Dann drehe ich den Benzinhahnhebel so, dass der Hebel nach oben zeigt. Um so einfacher kann ich dann den Hebel durch das Loch im Rahmen heraus ziehen. Wichtig beim Tankausbau ist, dass Du Dir merkst, wie der Benzinschlauch verlegt war. Der Motor reagiert da sonst zickig.

    Das alte Killkabel einfach im Baum lassen und ein neues Killkabel in Richtung Zündschloss verlegen. Ich habe dazu die Kaskade abgeschraubt und den Tank ausgebaut. Da ich mein Zündschloss auf dem Handschuhfach habe, musste ich nicht zusätzlich die Lenkerabdeckung abnehmen.


    Ich habe dann im Bereich Kaskade/Kabelkästchen einen alten Zug durch den Mitteltunnel geschoben, so dass dieser unter der Sitzbank im Rahmen aus dem Mitteltunnel heraus kam.



    Dann habe ich am Zug mit Panzerband ein neues grünes Kabel befestigt und nach vorne durchgeschoben. Steckverbinder drauf, isolieren und dann am Zündschloss und an der CDI anschließen.


    Teilweise musste ich noch andere Kabel erneuern aber das ist eine andere Baustelle. Schlussendlich war das Killkabel befestigt und nun funktioniert wieder "Zündung aus".


    Gut. Die 145er HD riegelt ab, weil zu fett. Gutes Zeichen, denn: Je fetter das Gemisch um so länger braucht es, um durchzubrennen.


    Die Nebendüse muss nicht zu fett sein. Es kann auch daran liegen, dass die Gemischschraube zu fett gedreht ist, was oftmals der Fall ist.


    Die Gemischschraube musst Du nun in Richtung Mager drehen. Erst mal eine halbe Umdrehung. Dann Testfahren, bei 1/3 Gasstellung dahincruisen und dann Gashahn komplett aufdrehen. Wenn immer noch Gedenksekunde, dann


    eine weitere halbe Umdrehung in Richtung Mager. Der Motor wird nun immer besser Gas annehmen. Möglicherweise wird das Standgas nun auch etwas höher drehen, weil das Gemisch magerer wurde (Gemisch brennt schneller durch). Eventuell dann mit dem Standgas etwas runter gehen.

    Das Abmagern des Gemisches bei fast leerem Tank hast Du auch mit einem PHBH 30. Deswegen stelle ich den Vergaser immer bei fast leerem Tank ein. So laufe ich nicht in die Gefahr, dass der Motor bei fast leerem Tank viel zu mager würde. Vollgetankt laufen die Teillastbereiche dann insgesamt etwas fetter, wenn die Vergaserabstimmung bei fast leerem Tank optimal ist. Eine Benzinpumpe habe ich bereits daheim liegen, bei der nächsten Revision soll diese eingebaut werden, damit ich einen gleichmäßigen Benzindruck habe von voll bis leer.


    Zum Thema Spritzufuhr prüfen fiel mir noch was ein. Dazu gehört auch, dass Du mal die Einstellung der Schwimmerkammertanks überprüfst, wenn die Schwimmerkammer sich mit Benzin füllt, muss der Tank ansteigen und das Schwimmerkammerventil verschließt die Zufuhr, wenn der Sprit die Kammer gefüllt hat. Schließt das Ventil zu früh, ist zu wenig Sprit in der Kammer.


    Ein weiterer Punkt: Du hast jetzt eine 145er HD. Baue noch den Spacer ein. Tanke mal voll und fahre eine ca 4 km lange Strecke Vollgas. Dann prüfe das Zündkerzenbild.


    Dann fahre noch mal eine 4 km lange Strecke mit fast leerem Tank. Wieder Kerzenbild prüfen.

    Die leichten Reibspuren sind vertagbar. Die habe ich an meinem Malossi ebenfalls. Die Niksilbeschichtung wird dadurch nicht beschädigt. Die ist ungefähr 5-6 Hundertstel dick.


    http://wespenblech.square7.ch/…828-malossi-210-alt-1.jpg


    Wenn Du eine 140er HD brauchst und bei Vollast entstehen doch Minireiber, dann stimmt da irgendwas mit der Benzinzufuhr nicht. Die üblichen Verdächtigen hast Du bereits bearbeitet. Eventuell Benzinschlauch noch mal neu verlegen.


    War der leichte Reiber bei fast vollem oder fast leeren Tank?


    Ich würde an Deiner Stelle bei höheren Außentemperaturen und längeren Vollgasfahrten auf der Bahn auf eine W2CC umsteigen.


    Eventuell mit der Zündung ein wenig in Richtung 17 Grad.