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Beiträge von Scharnhorst

    Also Jungs,

    jetzt bin ich alles nochmal durchgegangen. Ich fasse es nochmal zusammen:

    Laut offizieller Bedienungsanleitung von Piaggio hat die PK 50 Automatik (allerdings S, nicht XL):

    Primär Riemen: 0,81 - 2,6

    Sekundär: 11,64

    Realität (Primär gemessen, Sekundär gezählt):

    Primär Riemen: 1,0 - 2,2

    Sekundär: 9,04

    Komplett daneben und ich hatte mich zu Beginn daran orientiert.

    Naja, erst mal Wurscht. Bei mir kommt auf der Vario-Meßvorrichtung nun raus:

    Primär Riemen: 0,8 - 2,2

    Zusammengefaßt (mal völlig unabhängig von den Angaben in der BA, die mir vorliegt):

    Wenn der Motor nachher so hinhaut, wie ich mir das vorstelle, habe ich exakt die gleiche Übersetzung beim Schließen der Fliehkraftkupplung beim Anfahren, oben raus steht mir aber am Ende der Vario eine 25 % längere Übersetzung zur Verfügung.

    Jeder, der eine Automatik schonmal gefahren hat oder besitzt, weiß, was das heißt. Die Kleine hat mit dem 75er Sinalco ein Limit, nämlich die Übersetzung. Deshalb ist halt selbst mit den besten Tricks bei max. etwas über 60 nach Tacho Feierabend (es sein denn, man greift noch signifikant in die Steuerzeiten ein).

    So, dann sollte diese Kombi echt nicht schlecht werden. Im Prinzip kommt nun theoretisch dazu, was bisher immer gefehlt hat, nämlich eine längere Übersetzung. Mit den 25 % längerer Übersetzung hätte der Sinalco wahrscheinlich seine liebe Mühe, aber den DR sollte das vor kein Problem stellen, so wie ich ihn aus der Ape kenne.

    Also mal abgesehen davon, daß dieser durchgeknallte Umbau technisch ganz interessant ist und Spaß macht, sollte ein gelungenes Endergebnis so ganz nebenbei eine lustiger fahrbarer Untersatz werden...:-)

    Allein wegen dem Ausblick bau ich den Scheiß jetzt zu Ende (hatte ich ohnehin vor)...8)

    Scheiße, Gottseidank habe ich diese Variovorrichtung gebaut, ohne die wäre das alles Bullshit hier...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Danke Volker!

    Aaaah, gerade konnte ich es nicht erwarten und habe die abgedrehten Riemenscheibe/Vario auf die Vorrichtung gemacht:

    Ich hau mich weg, exakt 0,8 das Verhältnis wirksamer Wandlerduchmesser zu Variodurchmesser!

    Und ich habe an den Scheiben nicht die 1,5 mm pro Seite weggemacht, sondern erst mal 1,3. Ein bißchen raus könnte er noch, aber das lasse ich mal so. Das kann auch später in der Wespe noch angepaßt werden.

    Maaann, finde ich doch tatsächlich in der Nacht zum Sonntag diesen "Derby Variant wasweißichwas-Rollerriemen", den man von der Stange kaufen kann und der paßt wie die Faust aufs Auge bei gegebenem Achsabstand der PK-Automatik!

    An die Übersetzung kann ich jetzt also geistig auch einen Haken machen, ich sollte bei 7500 1/Min auf rechnerisch 72 km/h kommen, genau wie ich wollte und zwar mit den Ori-Zahnrädern!

    Blöd nur, daß ich die Zahnräder axial im Getriebe ziemlich auf den Kopf stellen muß und meine Kupplung den gehäuseseitigen Lagersitz der Zwischenwelle killen wird.

    Aber da fällt mir schon etwas ein, wenn es soweit ist, harhar...:-)

    Gruß Paddy.

    Sooo die Damen,

    bin früher fertig geworden. Aber eigentlich nur, weil ich keine Lust mehr hatte, den neuen, limaseitigen Lagersitzeinsatz aus Edelstahl zu drehen. Den brauche ich ja, weil die Schmierbohrung mit dem größeren ETS/PX Lager etwas tricky wird und mir das Fleisch im Alu auch etwas zu dünn ist.

    Auskonstruiert und modelliert ist er schon. Wie ich das mit der Schmierung gelöst habe, werdet ihr dann sehen. Aber der Lagersitz eilt noch nicht, ich will lediglich das alte Ori-Lager, das etwas unter den Temperaturen gelitten hat, endlich rausmachen, damit ich sehen kann, ob die Sickerbohrung da rauskommt, wo ich sie vermute.

    Deshalb habe ich noch kurz einen Lagerdummy gedreht, Innenmaß SF-KW 20er Konus, außen Lager PK-Automatik.

    Weiter ist der ZGP-Adapter fertig und meine Dummy-Riemenscheibe und die alte 50er-Vario sind auf die Riemenbreite 15,2 angepaßt. Somit sollte der neue Riemen ganz nach außen laufen zur längstmöglichen Übersetzung.

    Aber das sehen wir dann auf der Vario-Vorrichtung.

    Im Prinzip könnte das schon hinhauen, was ich da ins CAD geklopft habe:

    Was jetzt noch gemacht werden muß morgen:

    Es müssen zwei Rippen im Gehäuse entfernt werden, die alten Auflageflächen der Ori-ZGP um 1,5 mm abgesetzt und der 52 mm Lagerdom im Gehäuse auf den neuen Zentrierdurchmesser des Adapters mit 51 mm abgedreht werden.

    Da gehe ich auf 1.7 mm Tiefe, damit der frei ist und der Adapter nur auf den 4 Auflagen liegt. Dann ist def. nichts verspannt.

    Auch die normale, bereits etwas umgearbeitete ZGP aus der Ape sitzt schön sauber in ihrem äußeren Durchmesser. Sie ist jetzt dann, wenn es fertig ist, analog zur normalen SF außen zentriert.

    Einzig die beiden größeren Bohrungen der schlüssellochförmigen Ausnehmungen werde ich vielleicht morgen noch auf 20 plus oder so aufmachen, damit die Kabel etwas mehr Spielraum haben.

    Ansonsten soweit mal ein schönes Etappenziel für diese Woche zum Samstag.

    Wenn die ZGP drin ist und es soweit paßt, werde ich mal etwas rummessen, was das alles für die Position des Polrads bedeutet. Da werde ich im Laufe des Samstag sicher dazu kommen.

    Vielleicht komme ich dann mit der Umarbeitung des Konus auf meine speziellen Ansprüche dann nächste Woche vorwärts.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    P.S.: Spätestens jetzt bin ich mit der Adaption der ZGP an einem Punkt, den ich noch nirgends als Etappenziel gesehen habe. Der olle Beitrag im GSF von 2006 reißt ja da ab, als der 130er Polini etwas landwirtschaftlich draufgespaxt war. Ob es je weiter gegangen ist, keine Ahnung...

    Also insofern schonmal nicht schlecht und ich bin auch ein bißchen stolz...:-)

    Mädels,

    der neue Riemen sieht nicht schlecht aus. Ich komme in der längsten Übersetzung auf zwar nur genau 1, brauche aber 0,8.

    Aber die Riemenscheibe des Fuffi-Variators gibt nicht mehr her und der Riemen mit seinen 15,2 Breite geht nicht auf den größeten Durchmesser (kein Wunder, die Riemen der Fuffi-Scooter liegen eher bei 17,5 bis 18 mm).

    Das ist ein lösbares Problem. Es fehlen an axialem Hub ca. 3 mm, dann sollte ich auf meine 0,8 kommen.

    Ergo drehe ich jeweils morgen mal an meinem Riemenscheiben-Dummy und der Vario innen jeweils 1,5 mm an der Planseite ab, dann sollte das hinhauen.

    Viel wichtiger ist, daß die Riemenlänge/Riemenbreite Konfiguration tatsächlich eine entsprechende Spreizung bringt bei originalem Achsabstand. Und das mit einem Riemen von der Stange!

    Voll genial, eine Sorge weniger!

    Die Adapterplatte für die ZGP ist in Arbeit, Bilder gibt es morgen. Am Wochendende sollte ich also langsam zu Maßen kommen können, wo mein Polrad ablandet, wenn das Gehäuse nachgearbeitet ist und die ZGP an Ort und Stelle sitzt.

    Es nimmt langsam Formen an...:-), Geht nicht gibt's nicht! Zumindest bis jetzt (kleinlaut..:-) )

    Gruß Paddy.

    So,

    hab mal das Gehäuse wieder auf die Maho genommen, die Mitte der ZGP aufgefangen und dann meine Fräsmaschine als Meßmaschine mißbraucht.

    Die Positionen der Gewinde für die Ori-ZGP sind anders nicht zu ermitteln (außer auf einer Meßmaschine).

    Aber so ging es auch. Parallel dazu hatte ich das CAD offen und fleißig die Daten übertragen. War ja bequem an der Digitalanzeige abzulesen.

    So kam jetzt nach etwas Detailarbeit mal folgender Entwurf für den ZGP-Adapter raus:

    Die Fläche am oberen Rand ist logischerweise die Freisparung für die Überströmertasche, die zwei komischen Schlüssellöcher sind für die Kabel zur CDI und zum Rundstecker (bei der Automatik kommen die an zwei Stellen aus der ZGP, ich muß das dann umstricken).

    Die mit Durchmesser 12 abgesetzten Bohrungen sind für Flanschkopfschrauben, die in die alten ZGP-Befestigungsgewinde gehen und die vier anderen Bohrungen sind für Stahl-Gewindebuchsen zur Befestigung der neuen ZGP.

    Direkt ins Alu war mir zuwenig Fleisch, die Adapterplatte ist nur 6,7 mm stark an der Stelle. Deshalb die Stahlbuchsen, die werden dann mit ihrem Bund von unten eingeklebt.

    Der innere Durchmesser ist zur Zentrierung des Adapters im Gehäuse. Der Dom im Gehäuse hat ca. 52 gegossen, den muß ich mit dem Ausdrehkopf dann auf 51,5 überdrehen, 1,5 mm tief.

    Um diese 1,5 mm setzte ich auch die bisherigen Befestigungsdome tiefer, dann wird das ganz gut.

    Den Adapter werde ich erstmal drehen, dann mache ich einen Dorn, der den Adapter im 51,5 mm Durchmesser aufnimmt und dann fräse ich das fertig auf der Fräsmaschine nach Koordinaten.

    Bin schon gespannt, wie das dann paßt. Dann kann ich die ZGP mal montieren und kucken, wo ich mit dem Polrad ablande.

    Bleibt spannend...:-)

    Gruß Paddy.

    Schmiernippel sind halt so klassische Elemente, bei denen mit "viel hilft viel" gearbeitet und mit einem Überschuß und Verlust gerechnet wird.

    Schmiernippel leben davon, daß das eingebrachte Öl oder Fett irgendwo wieder austritt wie bei einem Achsschenkel am Traktor oder an einer Pinole an der Werkzeugmaschine.

    Eher nicht so prickelnd bei einem Motor.

    Eine kleine Fettfüllung an einem Kurbelwellenlager gabe es schon früher durchaus an Motoren und ist zunächst mal nichts Verwerfliches. Da mach ich mir bei geeigneter Fettwahl auch keine Sorgen um die Schmierung dieses Lagers.

    Es gibt Fette, die werden bei Walkarbeit und Wärme nahezu flüssig, das wird kein Problem.

    Wie gesagt, spannender wird es, eine vernünftige Schmierung am gegenüberliegenden Lager zu gewährleisten über die Sickerbohrung. Das derzeit dafür vorgesehene Loch mündet radial in der Lagermitte, weil das Ori-Lager eine umlaufende Schmiernut hat.

    Das muß ich nun um die halbe Lagerbreite axial nach außen versetzen zwischen neues Lager aus der PX und dem neuen Wedi.

    Darüber mache ich mir mehr Gedanken. Aber da ich dieses Stelle ausspindeln werde, um eine gedrehte Lagerbuchse aus Edelstahl für das Lager und den Wedi einzubringen, habe ich da Gestaltungsmöglichkeiten. Ich werden eine radiale Bohrung in die Lagerbuchse an der richtigen Stelle einbringen und am ausgespindelten Sitz den Zuflußkanal gestalten.

    Irgendwie so schwebt es mir vor. Danach die Buchse gerichtet mit Kleber einbringen, ohne die Bohrung zu verstopfen. Ggf. muß ich nach dem Kleben mit Bremsenreiniger durchblasen, damit es frei ist.

    Gruß Paddy.

    I'm a lumberjack and I'm OK, i sleep all night and I work all day! ...

    Wer das kennt, kennt Monty Python. Ich könnte mich weghauen mit den Jungs.

    Und ja, "im original in Englisch" hört sich immer gut an, wenn man das viel besser findet wie die übersetzten Sketche....

    Aber Leute, um britischen Humor auf Englisch wirklich zu 100 Prozent in all seine Nouancen zu verstehen, der sollte in England aufgewachsen sein und Englisch seine Muttersprache nennen.

    Ich traue mir das nicht zu.

    Ich habe nahezu alles von Monty Python schon auf angelsächsisch gesehen und genieße trotzdem die sehr guten Übersetzungen, die auch versuchen, eine "Übersetzung" zu finden.

    Man stößt immer wieder auf Details, deren subtilen Humor man einfach nicht verstehen kann, wenn es nicht die Muttersprache ist.

    Wenn Deutsche mit Schulenglisch oder etwas "Businessangelsächsisch" immer wieder sagen, "im englischen Original ist es viieeel besser", dann hat das einfach etwas von, naja, wie soll ich sagen....

    Ich weiß nicht...

    Zuweilen war ich auf Geburtstagen einer Ärztin eingeladen, da wurde um 22:00 ein afrikanisches Trommelkonzert zu Kuskus oder wie das Essen heißt gegeben. Es einfach nur laut und das Essen hat komisch geschmeckt, aber alle haben anerkennend genickt und überschwenglich den betörenden Geschmack des Essens gelobt....Das war in den Kreisen irgendwie, sagen wir mal angesagt....

    Gruß Paddy.

    Nachtrag:

    wie vermutet, komme ich mit den 125er Sfera-Komponenten und dem 125er PK-Riemen auf die gleichen Werte. Sind ja geometrisch auch nahezu gleich, hätte mich gewundert.

    Jetzt warten wir den anderen Riemen ab. Der schmälere Riemen mit der geringeren Länge fährt vielleicht etwas mehr in die Maxima der Komponenten und verändert das Ganze noch etwas in meine Wunschrichtung. Der harte breite Riemen der 125er PK sträubt sich gegen alles irgendwie...

    Gruß Paddy.

    Ha Mädels,

    meine Vorrichtung funktioniert!

    Den schmalen PK 50 Riemen habe ich im Geschäft vergessen (der geht eh nicht, ist bei seiner geringen Breite zu lang einfach), der neue Hoffnungsträger, der runde 25 mm kürzer ist als der normale 50er ist noch unterwegs und wird wohl erst Donnerstag kommen.

    Also habe ich dann einfach mal den breiten Riemen für die 125er PK, den ich neu bei SC bestellt hatte zusammen mit der Membran auf die Vorrichtung gezogen.

    Nunja, sagen wir mal so. Wenn ich den Achsabstand gleich lasse und alles nix hilft, hätte ich mal zumindest eine Alternative, die theoretisch gehen würde.

    Das Ding ist scheiß breit und elend störrisch. Die Breite kompensiert zumindest mal einen Nachteil des 50er Riemens: er liegt mal an den Kegeln der Vario an.

    Aber dann kommt halt raus, was rauskommt. Letztlich ist der Riemen ja irgendwie in seiner Geometrie auf die PK abgestimmt und letztlich auch etwas lang.

    Ich komme auf Übersetzung von 2,14 bis 0,93:

    Mal abgesehen davon, daß ich gerade so etwas auf dem Schlauch stehe, weiß ich, daß die Vario/Wandler-Kombi aus der PK 50 und der PK 125 schon ziemlich unterschiedlich sind.

    Wenn ich nicht irre, sind die Riemen, die normalerweise auf der Vario/Wandler-Kombi laufen, die auf meiner Vorrichtung sitzt, so 17-18 mm breit und haben halt die "richtige Länge".

    Der PK 50 Riemen und mein Alternativriemen haben 15 mm. Schonmal näher als die 22,5 des 125er Riemens.

    Gefühlt sollte einfach ein anderer Riemen einfach aufgrund geringerer Länge schon etwas tiefer im Wandler laufen, damit ich oben raus auf den kleinstmöglichen Wirkdurchmesser am Wandler komme.

    Das kriege ich nur mit einem kürzeren Riemen hin, der nebenbei auch idealerweise in seiner Breite näher einem Sfera-Riemen ist als an dem 125er PK Riemen.

    Wenn ich den alten 50er-Riemen nicht im Geschäft hätte liegen lassen, würde ich den jetzt aufschneiden und um die 25 mm kürzen und mit Draht wieder flicken so zum Test, aber es bleibt mir nur das Warten auf Donnerstag.
    Egal wie, laufen könnte die Kombi von meiner Vorrichtung, halt mit weniger Topspeed. Rechnerisch glaub 62 Klamotten bei 7500 1/Min.

    Die 60 würde ich aber gerne mit weniger Drehzahl fahren, Topspeed ist zweitrangig.

    Also abwarten, aber die Vorrichtung macht Spaß und hat sich in jedem Fall jetzt schon gelohnt. Man kann mit ihr schnell und bequem vorhersagen, was die Kombi an Spreizung bringt.

    Top!

    Übrigens hat die Sfera NSL, deren Kombi so mehr oder weniger auf der Vorrichtung sitzt, laut Internet eine Spreizung von 2,45. Meine Daten mit dem PK 125er Riemen kommen auf eine Spreizung von 2,3 gerechnet. Also ist das Ganze so daneben nicht, was ich hier simuliere.

    Komischerweise soll die 125er Sfera eine Spreizung von 3,01 haben gemäß der selben Seite, obwohl ich das so aus den Komponenten eigentlich nicht sehen kann.

    Ich schmeiß die Kombi mit dem 125er PK Riemen mal auf die Vorrichtung und teste das, hab ja alles da.

    Gruß Paddy.

    Volker: Sooo berauschend ist das nicht, glänzt halt wieder alles so schön silber matt und ich habe nur in der kleinen Hälfte ein paar Perlen ausgeschliffen, um verschiedene Schleifkappen zu probieren.

    Das große Finishing schiebe ich noch.

    Michael: Das habe ich zumindest vor, dieses Lager wieder mit Fettfüllung zu betreiben. Spannender wird wie schon beschrieben die Umarbeitung der Sickerbohrung für das Lima-Lager, wenn ich auf ein PX-Lager und Dichtring umstelle.

    Zu deiner Frage bezüglich Ölpumpe. Mario hat mir zwei Gehäuse vermacht, eins mit Getrenntschmierung und eins ohne.

    Die Umarbeitung habe ich an dem ohne gemacht. Meine Wespe fahre ich aktuell mit Gemisch, weil bei längerer Standzeit immer das Öl unten rausgelaufen ist aus der Pumpe. Außerdem tankt meine Ape auch Mischung und so habe ich einen Treibstoff für beide Kisten.

    Und weil ich ohnehin keine Getrenntschmierung nutze, habe ich gleich dieses Gehäuse genommen.

    Bei dem Gehäuse, das ich umarbeite, ist lediglich ein gewölbter Blechdeckel über dem Lager. Da ich auf die geplante ETS-Welle dort ja was drauf machen muß, spiele ich mit dem Gedanken, dort einfach das alte Primärritzel aus der Ape wie normal mit Sicherungsscheibe zu montieren (sofern das von der axialen Ausladung her paßt) und ein dünnes Fett zu verwenden. Das Primärritzel darf dann das Fett etwas umherpanschen und die Wälzkörper benetzen.

    So der Plan.

    Heute habe ich in hoffnungsvoller Erwartung auf den neuen Riemen, der runde 25 mm kürzer ist als der Original und eventuell hinhauen könnte, meine Variosimulationsvorrichtung noch etwas umgearbeitet.

    Den alten 50er-Wandler von Mario habe ich mit einer ebenfalls von ihm stammenden Feder aufgebaut und die Aufnahmen der beiden Varios (50er und 125er Sfera) als einstellbare Blöcke ausgebildet, die mit einer Messingbuchse auf einem 8er Bolzen laufen.

    Dazu eine Handvoll Scheiben. Jetzt kann ich praktisch jeden Betriebszustand der Vario einstellen, inklusive der Simulation der Variobolzenlänge als Anschlag.

    Riemen montieren, einmal durchdrehen und ich kann die resultierenden Durchmesser des Riemens ausmessen.

    Leider ist der Riemen noch nicht da, dafür aber das AlZn Weichlot. Das zu Testen lasse ich noch bis auf weiteres.

    Aber beim Strahlen hat es mir die Lunker schön geöffnet und ich könnte sauber verfüllen und im Anschluß verschleifen.

    Wie geplant kann ich morgen mal die Adapterplatte für die ZGP konstruieren.

    Was ich noch machen kann, ist endlich den breiteren Riemen der 125er Automatik-PK auch mal auf die Vorrichtung nehmen, weil ich den doch recht starren Riemen endlich axial vernünftig einsperren kann.

    Wer weiß, vielleicht würde es mit dem ja auch gehen. Mal sehen.

    Wenn man etwas heranzoomt an die Varios, müßte man die Messinghülse erkennen können.

    Die habe ich eingeklebt und ausgerieben. Sitzlänge ca. 60 mm und geht saugend auf den Bolzen.

    So macht die Vorrichtung Spaß, ich hoffe, ich finde bald die richtige Konfiguration.

    Am Ende der Spreizung sollten so ca. 0,8 stehen, dann käme die Kiste auf ca. 70 Klamotten bei 7500 1/Min, wenn ich mich nicht verechnet habe.

    Derzeit läuft sie mit meinem selber gemachten FHBB 22.18, komplett geöffnetem ASS, 16mm Delrin-Rollen, Sinalco 75 und Sito knapp 65 nach Tacho und zieht echt ordentlich. Steige mit 12 Prozent läuft sie über 50 momentan, ist echt ein Schubwunder für eine Automatik.

    Das mit den etwas über 70 sollte dann in Ordnung gehen bei reichlich Drehmoment aus dem Keller und noch moderater Drehzahl. Wenn alles klappt, sollte das ein Spaßmobil werden, wobei sie aktuell alles andere als lahm ist, wie ich finde. Die meisten Automatik-Fahrer würden sicher von meinem aktuellen Motor träumen...Aber saufen tut sie auch, hehe...:-).

    Wenn ich die richtige Vario/Wandler/Riemenkombi gefunden habe und ich den Kram dann so abstimmen kann, daß die Kupplung ähnlich früh schließt wie die aktuelle und die Vario schon früh auf länger geht, fahr ich das Ding hoffentlich immer schön aus dem Drehzahlkeller mit dem DR wie meine Ape.

    Nur daß die Wespe halt nur 90 Kilo oder so mitbringt und nicht die Vierteltonne meiner 6T.

    Gruß Paddy.

    Danke, Kaw.

    Ich denke, das wird schon halten. Ich habe an dem ganzen geschweißten mit einem 12er Radiusfräser rumgehobelt, der macht ganz schöne Schnittkräfte. Garnix gewesen. Und auch teilweise komplett in zu 100 % aufgeschweißter Geometrie.

    Die Gewinde sind lange genug und haben immer min. 6 mm Wandung nach außen. Ich bin da hofnungsvoll...:-)

    Heute habe ich gestrahlt und ein paar Perlen weggeschliffen. Weiter ist die Vario-Vorrichtung jetzt komplett fertig und wartet auf den neuen Riemen, darauf bin ich schon gespannt.

    Gestern habe ich noch ein Aluminium-Lot bestellt mit Flußmittel innen drin. Damit will ich mal probieren, die unschönen Lunker bei Gelegenheit zu zu machen. Ich probiere wie immer vorher an dem Sferagehäuse.

    Mit etwas Glück kommt auch morgen der neue Riemen...Mit etwas Glück paßt mit dem die Spreizung der Vario einigermaßen und ich kann weitermachen.

    Zylindertechnisch ist jetzt wirklich viel möglich, aber ich werde bis auf Weiteres an meinem Konzept festhalten. Sogar an einer Originalhaube für die 125er PK Automatik. Von außen will ich das Ding so nahe am original halten wie möglich.

    Aber wer weiß, was sich noch alles ergibt...

    Eigentlich wollte ich heute abend noch ein paar Maße für den ZGP-Adapter festlegen, aber ich bin etwas müde. Vielleicht mache ich am Feiertag in aller Ruhe eine Zeichnung mal so grob und mache die Platte Freitag nach Feierabend, damit ich sie am Samstag einpassen kann.

    Mal sehen.

    Insgesamt habe ich jetzt schon etwas Blut geleckt und ich will zügig weiter machen.

    Gruß Paddy.

    P.S.: gestrahlt sieht das jetzt schon wieder ganz anders aus, deutlich schöner wieder...

    Sag mal,

    wenn du den Schwimmerkastendeckel abmachst, kommt da wirklich sauber Benzin raus, wenn du den Hahn öffnest und kannst du den Zufluß mit hoch drücken des Schwimmers und wieder ablassen schön steuern, so wie es im verbauten Zustand auch funktionieren soll?

    Gruß Paddy.

    Liebe Kollegen,

    ich habe die Gehäusehälften abgespannt, um sie morgen zum Strahlen mitzunehmen.

    In der Werkstatt war noch der zweite Motor, bei dem ich während der Bearbeitung der ZGP-Seite das eine oder andere Kontrollmaß abgenommen habe.

    So zum vorläufigen Abschluß habe ich mal beide nebeneinander positioniert, damit man die Unterschiede jetzt mal in Summe sehen kann, die meisten hier sind ja mit der Geometrie des Automatikmotors nicht so vertraut:

    Schon lustig, gell? hat in dem Bereich halt mal garnix mehr mit dem Original zu tun...

    Das ist praktisch kaum etwas so geblieben, wie es war. Es gibt haufenweise Stellen, die nur aus Schweißzusatz bestehen, weil zuvor an der Stelle einfach nur Luft war.

    Die Gegenüberstellung war jetzt auch für mich ganz interessant am Ende, weil ich einfach nur so vor mich hingewerkelt habe ohne zurück zu blicken.

    Gruß Paddy.

    Hmmh, eigentlich nicht. Die Auto-ZGP ist an der Stelle enger und bearbeitet, um auf dem Dom des Wedis zu zentrieren. Halt tiefer. Die normale ZGP ist dort ja unbearbeitet und hat trotzdem radial Luft.

    Aber im Prinzip müßte man das jetzt genauer untersuchen, wenn ich tatsächlich eine normale ZGP zum Austausch in einem originalen Automatikmotor machen müßte.

    Bei mir ist das ja eher zweitrangig, weil das Polrad früher anschlägt. Ich habe gestern noch etwas rumgemessen. Mein Polrad wird tatsächlich nur maximal um die 3 mm weiter außen laufen als vorher, eher 2-2,5 mm. Da lohnt es sich nicht mal, den Kragen für das Polrad zu verlängern. Ab 4 mm oder so hätte ich das nämlich in Erwägung gezogen. Das kann ich mir sparen.

    Ich spann nachher mal die Vorrichtung ab und messe eventuell nochmal.

    Aber die Erkenntnis gestern hat mir gezeigt, daß schon wie von mir vermutet die Vario-Simulationsvorrichtung in den nächsten Tagen so ziemlich das wichtigste sein wird. Ich warte jetzt mal auf den neuen Riemen, mach mir in der Zwischenzeit Distanzstücke für die Vario-Übersetzungspositionen damit ich mir das genauer und nicht nur oberflächlich anschauen kann.

    Letztlich muß ich das Getriebe selber ziemlich auf den Kopf stellen, mal unabhängig davon, welche Zahnräder ich da drin verbaue. Original, Sfera 125 oder was auch immer für einen Getriebesatz aus einem modernen Scooter.

    Die Vario mit dem Wandler muß eine vernünftige Spreizung durchfahren, sonst weiß ich nicht, ob ich den Achsabstand doch noch ändern muß (zum Simulieren müßte ich die Vario-Vorrichtung halt auf ein Langloch umfräsen).

    Wenn ich dann eine Vario-Wandler-Riemenkombi gefunden habe, die mir angemessen erscheint und mit deren Daten ich die Gesamtübersetzung überschlagen kann, erst dann kann ich mich hinter das Getriebe klemmen.

    Idealerweise kann ich tatsächlich den Achsabstand von KW zu Eingangswelle gleich lassen, die originalen Zahnräder nehmen und nur deren axiale Position innerhalb des Getriebes neu anordnen.

    Das wäre natürlich die simpelste Lösung und am einfachsten zu realisieren.

    Das Problem mit dem Eintauchen der Fliehkraftkupplung in das Getriebegehäuse bleibt aber natürlich bestehen, es bleibt nur die Frage, wieviel. Irgendwas zwischen 20 und 40 mm vermutlich.

    Spannend.

    Morgen wird gestrahlt und die Schweißpopel noch etwas entfernt, dann macht das weitertüfteln mehr Spaß.

    Die Nadellager im Getriebe decke ich vorsichthalber wieder ab vor dem Strahlen. Getauscht werden die natürlich auch, wenn ich das alte Getriebe weiter drin lasse. Aber bis dahin wäre es zum Ausprobieren auf der Werkbank schön, wenn sie noch ihre Funktion hätten und nicht knirschen...:-).

    Wenn ein komplett anderes Getriebe reinkommt, wird alles neu.

    Die nächsten Schritte hängen alle stark von einander ab und lassen sich nicht seriell abarbeiten, sonst lande ich in einer Sackgasse.

    Egal, einfach kann jeder...8)

    Liebe Grüße,

    Paddy.

    Oh Mann,

    vorher war ich noch so stolz, dann hatte ich eine kleine Verwirrung.

    Ich habe mir mal die Teile angeschaut, wo denn das Getriebe so im Getriebgehäuse zum liegen kommen könnte mit der mutmaßlichen Variatorposition.

    Die zunächst mal sehr ähnlichen Radaufnahmen von Sfera und Vespa sind tatsächlich in der Zähnezahl unterschiedlich. Seltsam, Piaggio ist eigentlich extrem faul, was neue Sachen angeht.

    Naja, ist ja eigentlich nur eine Frage der Adaption. Dann habe ich mir die Zahnräder nochmal angeschaut. Sfera hat ja Gesamtübersetzung ca. 9,4irgendwas.

    Meine Diplomarbeit ging um Verzahnung, deshalb kam mir beim Blick auf die Vespateile das in der BA angegeben Übersetzungsverhältnis von in Summe 11,irgendwas etwas zu kurz vor.

    Nachgezählt, es kommt 9,04 raus.

    Da stand ich auf dem Schlauch, weil so die Panzerzahnräder der Vespa doch wieder interessant werden könnten.

    Bißchen rumgerechnet und mir meine Vario-Simulationsvorrichtung auf die Werkbank geholt. Da wollten ja weder der Riemen der 50er noch der 125er so richtig passen im ersten Test.

    Dann schraub ich nach zwölf Uhr noch die Abdeckung an der Wespe ab, der Wandler ist viel größer als das ganze Zeug von heute!

    Ich brauche einen kürzeren Riemen. Nach langer Suche bin ich auf einen gestoßen, der zu einem Moped namens "Derby Variant Revolution" paßt. Den mal gleich bestellt. Etwas breiter als von der Fuffi und etwas kürzer. Hauptsache ein Stange-Produkt.

    Ist auch von Dayco, keine Ahnung, ob das was taugt, in meiner Wespe tut er seinen Job, aber ich fresse ja auch keine Meilen.

    Eigentlich wollte ich nur grob überschlagen, wie es in meinem Getriebe so aussehen könnte, wenn ich jetzt die axiale Position des Variators festlegen kann, aber nö, dann ergeben sich ganz andere Bedingungen.

    Aber, Aufgeben, das sind die anderen...:-). Ich meine, Der Motor könnte sich ja schon drehen theoretisch. Jetzt klappern wir mal so langsam den Weg der Kraft bis zum Hinterrad ab...:-)

    Gruß Paddy.