Hallo Jungs,
gerade mal etwas getüftelt. Ganz ingenieursmäßig habe ich mir mal völlig dilettantisch die fehlenden exakten Daten durch ganz grobe Näherung herbeigeschätzt, so daß man es gerade noch mit viel Augenzudrücken durchgehen lassen kann....![]()
Also, ich habe mir die bestmöglichsten Seitenansichten der Fabbri und der DRT ausgedruckt und habe gekonnt die verbliebene leichte Verzerrung zu einer Ellipse ignoriert (ich darf das...
).
Fachmännisch mit dem Geodreieck die Position der Steuerkanten angezeichnet und den Winkel gemessen.
Damit komme ich bei Fabbri auf Schließkante vor Pleuelzapfen 15° und Öffnung 150°, bei DRT 25° und Öffnung 120°.
Das habe ich dann mal auf die Dummy-KW übertragen. Wie vorhergesagt hört der schraffierte Bereich der Überströmer da auf, wo die Fabbri anfängt:
Dann habe ich die Welle wieder eingebaut und mal gemessen:
Man konnte schon mit der Lampe in den Einlaß funzeln und die Striche auf der Wange an die entsprechende Kante des Einlasses fahren. Den unlängst mal gemessenen Einlaßöffnungswinkel von ca. 30° konnte ich ganz gut bestätigen.
Tja, was da rauskam, war eigentlich viel humaner als ich rein auf den ersten Blick auf die verschiedenen Kurbelwangen geschätzt hätte.
Fabbri: Eö 125° vOT, Es 56° nOT,
DRT: Eö 106° vOT, Es 46° nOT
Diese Werte würden Automaticadett wohl eher keine Kopfschmerzen bereiten...![]()
Mir ehrlich gesagt auch nicht. Wenn ich den Einlaß tatsächlich nur in der Breite bearbeite, habe ich mit den 56° nOT immer noch einen geradezu human frühen Einlaßschluß. Die SF hat ja gegenüber der LF einen längeren Ansaugweg und eben dem Ansaugweg würde ich noch ein paar Grad mehr nOT zutrauen, ohne hohe Liefergrade in zu hohe Drehzahlbereiche zu schieben.
Der Zeitpunkt des Einlaßöffnens ist ja damit 55° nUT, mein gemessener Spülwinkel war 117°, ergo 58,5°. Das sieht man auch auf diesem Bild:
Das ist der Moment, in dem der Einlaß mit der Fabbri-Steuerkante öffnet. Keine Ahnung, laß es einen halben Millimeter sein, mein Anspruch ist erfüllt und ich habe keine signifikante Überschneidung.
Das ist jetzt alles nicht komplett präzise, sondern sehr mit der Hand am Arm, aber ich bin mir sicher, wenn die Fabbri im Januar hoffentlich da liegt, wird sich das einigermaßen bestätigen.
Wenn ich das jetzt so in die ganzen empirischen Diagramme versuche reinzuprojizieren, sollte da was Brauchbares rauskommen, was den Liefergrad im Kurbelgehäuse angeht.
Der Liefergrad sollte verhältnismäßig breit von 3000-5000 Umdrehungen seine höchsten Werte haben und danach nicht so steil abfallen.
Das könnte was werden mit dem Traktor. In dem Bereich sollte der Sito auch noch einigermaßen mit der Gasmenge zurecht kommen.
Vor dem Vergaser habe ich die Hürden für die Luft so gering als möglich gelegt (ohne die Optik und den Spritzwasserschutz zu ändern), aber der Ansaugweg ist lang. Wenn auch der längste Teil ein großes Rohr mit runden 10 cm Durchmesser unter der Pritsche ist, an dessen Ende genug Löcher unter der Befestigungsschelle sind. Das ist bereits gemacht. Es sind ja schon ein paar Liter in der Minute, die letztlich da durch müssen.
Aber das werden wir sehen. Mit den Daten werde ich langsam etwas ungeduldig.
Jetzt mal kucken, wann ich das Gehäuse auf die Fräsmaschine nehme. Das werde ich natürlich berichten.
Gestern habe ich noch etwas nach einem zündungsseitigen Lager geschaut. Die Fabbri hat ja einen normalen 20er Wellenstumpf und keinen ETS-Stumpf mit 25.
Ich brauche aber etwas Platz axial, um eine Buchse zu integrieren, damit ich wieder einen Wedi an der Lima einbauen kann. Ich brauche also ein Lager, das nur 12 breit ist und das NU1005 fällt mit dem 20er Stumpf jetzt weg.
Aber es gibt tatsächlich ein Rillenkugellager mit 20x47x12. Kriegt man an manchen Ecken und es wurde sogar mal in irgendeine WF mal verwendet, wie ich jetzt gelernt habe. Mit dem ist das Wedi-Problem dann auch gelöst und ich kann eine schöne Hülse mit einem 2 mm Bund für den Wedi drehen und einkleben.
Vielen Dank für's Mitlesen bis dahin,
Gruß Paddy.
