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Kolbenfresser-Diagnose ohne Motor zu öffnen?!

  • Guten Morgen,

    meine PK50 XL sprang einfach nicht mehr an... dann hat sie noch Getriebeöl verloren, also hab ich sie kurzerhand zum Vespa Händler gebracht.

    nach geschlagenen 3 Monaten bekomm ich n Anruf: Kolbenfresser, komplette Motorrevision notwendig, ingesamt 1500 Euro.

    Nachdem ich total entsetzt war, bin ich mit der Vespa zu ner kleinen Motorradwerkstatt. Der Herr hat sich ihr angenommen, kein Zündfunke! Dann hat er ne neue Zündspule besorgt, schwupp, lief se wieder.
    Er meinte auch, der Motor sieht nicht so aus, als hätte man ihn vor kurzem geöffnet.. und er sagt auch, sie klingt nicht so, als hätte sie n Kolbenfresser.. lässt sich normal fahren, alles soweit wieder ok.

    was würdet ihr jetzt machen? die Diagnose des ersten Händlers anzweifeln? Trotzdem in der jetzigen Werkstatt den Motor öffnen?
    Dem Ölverlust wird noch nachgegangen, aber ich frag mich auch, wie es sonst zu nem Kolbenfresser hätte kommen können? Hab immer sehr sorgfältig getankt und beigemischt... HÜLFE! 8|

  • den Ofen abholen, und selbst schrauben, alles andere ist zu teuer und reisst ein Riesen Loch in die Kasse !
    Geht nicht gibt's nicht und weiss nicht wie geht dafür gibt es hier das Forum

    Aus Gelben Säcken werden Plastikroller gebaut ...
    Lieber Sehnenscheidenentzündung vom Schalten als nen krummen Daumen vom Starten...
    2Takt Islamist

  • Wenn sie läuft, dann läuft sie. Keine Ahnung, was die erste Werkstatt da diagnostiziert hat. Und 1.500 für eine Motorrevision? Gut, dass du da gleich wieder weg bist. Ist ja Wucher.

    Was für eine XL ist das? XL1 oder 2 (erste hat einen runden Tacho, letztere einen dreieckig geformten) ?

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • Wenn du sicher gehen willst dann mach den Zylinder runter. Dazu mußt du den Motor nicht öffnen und siehst gleich ob der Kolben gefressen hat.
    Wobei ein Fresser sich eher durch ein blockierendes Rad bemerkbar macht als durch Nichtanspringen. Insofern würde ich es mit hedgebang halten. Fahren und Freuen.

    Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein.

  • dank euch! schrauben kann ich einfach nicht.. tut mir leid, das werd ich wohl nie lernen, hab da auch zu wenig Leute im freunde/bekanntenkreis, die sowas selbst können. daher werd ich da immer den weg in die Werkstatt gehen müssen.

    genau, sie blockiert nicht. das hat den jetzigen Schrauber ja auch gewundert. das mit dem Zylinder ist aber n guter tipp, werde ich ihm nochmal sagen.

    hat jemand ne Idee zum Getriebeöl-verlust? hab die Dichtungen damals gewechselt (ok, das hab ich noch selbst hinbekommen) aber es lief einfach direkt wieder alles raus. Haarriss irgendwo? echt seltsam aber lief halt recht schnell wieder raus, nach 3 tagen war alles leer und der Becher, den ich darunter geparkt hatte voll...

    edit: is ne pk50 xl1 (rundes tacho ;) )

  • ich hab an der Ablass und Einlass-schraube die Dichtungen erneuert. die alten waren total marode, eher zu groß, ich dachte, damit ist das Problem gelöst. aber ich sehe gerade dass es auch für das komplette Getriebegehäuse eine Dichtung gibt... vielleicht das mal ausprobieren?

  • Meist leckt es an der Schaltgabel wo die Schaltwippe dran sitzt (da wo die Schaltzüge reinlaufen) im Motorgehäuse raus, weil das Loch im Motorgehäuse oftmals durch Abnutzung ausgenudelt bzw. oval geworden ist. Dann hilft ein neuer Dichtungsring, der auf der Schaltgabel sitzt auch nichts mehr. Ggfls. könnte dann noch ein O-Ring mit Übermaß helfen, aber auch dafür muss der Motor leider gespalten werden, um den einzusetzen.

    Sollte der Schaltgabeldurchgang im Gehäuse tatsächlich oval sein, kann man das sauber aufbohren und eine neue Buchse reinsetzen sowie neuen O-Ring. Aber auch dafür ist Motorspalten notwendig.

    Da scheint ja doch ganz schön was im Argen zu sein, wenn dir das Getriebeöl so schnell rausläuft.

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • Oder einen gut gebrauchten Kupplungsdeckel mit einer neuen Dichtung
    Hatte auch das Problem nach dem wechsel war das lecken Geschichte

  • Oder einen gut gebrauchten Kupplungsdeckel mit einer neuen Dichtung
    Hatte auch das Problem nach dem wechsel war das lecken Geschichte

    Wenn es ihm in drei Tagen voll rausläuft und der Becher der unten drunter stand, voll war, dann wird es wohl kaum am Kuludeckel liegen. So hoch kommt das Ölniveau gar nicht...

    Über Spritverbrauch spricht man nicht. Man hat ihn.

  • ich hab an der Ablass und Einlass-schraube die Dichtungen erneuert. die alten waren total marode, eher zu groß, ich dachte, damit ist das Problem gelöst. aber ich sehe gerade dass es auch für das komplette Getriebegehäuse eine Dichtung gibt... vielleicht das mal ausprobieren?

    Wenn das Getriebe so schnell komplett leerläuft, ist es eigentlich kein Problem, die Ablassschraube noch mal rauszudrehen und nachzusehen, ob das Gehäuse im Gewinde gerissen ist ( Folge zu großer Kraft beim Anziehen ).

    Es liegt dann auf der gleichen Schwierigkeitsebene, die schwarze Kunsstoffabdeckung unter der Schaltraste abzunehmen. Wenn die voll Öl ist, ist es der schon genannte O-Ring auf der Schaltwelle.

  • vielen dank für eure Ideen! ich werde das alles mal so weitergeben!! die Vespa steht bei ihm jetzt erstmal trocken und sicher, sobald ich mehr zeit hab, fahr ich zu ihm und wir machen auch mal (wenn Getriebeöl drin ist) ne Probefahrt um zu gucken, was da noch im argen sein könnte... ich halte auch auf dem laufenden! 8)