Aufräumhilfe in den Hochwasser Dörfern

  • Moin Jungs!

    Ich habe heute ein besonderes Anliegen, an Die, die in der Nähe von diesen Unglücksorte wohnen! Die Menschen die dort leben brauchen jede körperliche Hilfe die man sich wünschen kann! Was dort passiert ist hat ja jeder mitbekommen und das Ausmaß von dem ganzen ist schlimmer als in den Medien bekannt gegeben! Hier mal ein Hilferuf von einer Bekannten meiner Tochter

    Hallo ihr Lieben 😊

    Vielleicht habt ihr mitbekommen, was hier gerade bei uns in Ahrweiler los ist.

    Falls irgendjemand am Wochenende Zeit hat und Gummistiefel, Handschuhe, Schüppen, Eimer oder sonst was hat, kommt bitte her.

    Wir benötigen unzählige Helfer. Wir wissen gar nicht, wie wir das jemals alles bewältigen wollen. Alles ist zerstört.

    Ich selbst habe gerade nach 2 Tagen nur Matsch und Wasser schippen, die halbe Nacht im Krankenhaus verbracht und bin jetzt mit nem Bänderriss still gelegt..


    Also bitte bitte bitte. Wenn ihr es einrichten könnt, kommt nach Ahrweiler und fragt an jeder Tür, ob ihr helfen könnt.“


    Ich möchte hier keinen auf die Tränendrüse machen aber es ist gruselig was Ihr dort zu sehen bekommt! Schickt Eure erwachsenen

    Kinder und wenn ihr fit seid Euch selbst zum schippen, tragen , helfen halt!

    Es werden keine Helfer weggeschickt!!

    Spenden sind gut aber helfende Hände sind im Moment wichtiger! Der Schlamm muss weg, sonst können die paar Häuser die dort stehen auch noch abgerissen werden….

    Danke fürs lesen

    Gruß Kaw.

  • Moin,


    läuft das irgendwie koordiniert ab oder wie läuft das. Wenn da jetzt viele hinströmen hat man ja das nächste Problem.


    Find die Aktion gut, wir sind in der Firma gerade am schauen wie sich etwas QUALIFIZIERT organisieren läßt.

  • läuft das irgendwie koordiniert ab oder wie läuft das. Wenn da jetzt viele hinströmen hat man ja das nächste Problem.

    Sowohl als auch. Ich kenne das Thema seit frühester Kindheit vom großelterlichen Bauernhof, der bei Regensburg an der Donau liegt.


    Leute, die Schlamm aus Kellern schippen, Eimerketten bilden, Benzin für Pumpen bringen und Sandsäcke schleppen, sind und waren immer willkommen. Meistens fehlen Pumpen und Notstromaggregate. Wenn man sowas hat und einem Betroffenen zur Verfügung stellt, ist das natürlich ein Sechser im Lotto.


    Die unvermeidlichen Gaffer sind immer da. Die haben wir links liegengelassen.


    Ich werde heute zu meinen Großeltern fahren, die Pumpe schonmal anschließen, Benzin samt Aggregat hinbringen und Sandsäcke füllen.


    Wenn die Betroffenen eine Elementarschadenversicherung haben, können sie sich meistens telefonisch Vorschüsse in Höhe einiger tausend Euro holen, um sich ein hochwertiges Notstromaggregat zu kaufen. Das Problem ist häufig, dass Strom und Gas für Wochen ausfallen.


    Ist jemand aus dem Forum schlimm betroffen?

  • Ja schon! Von Koblenz aus fahren Schuttelbuse dort hin… Meine Tochter war gestern vor Ort mit ihrem PKW Außerhalb und musste halt 15 min zu Fuß gehen…

    Aber die dort lebenden Menschen sind dankbar für jede helfende Schübbe… Es reicht alles nach Kloake, da ich selbst im Hochwassergebiet lebe, weiß ich auch , wie wichtig es ist den Schlamm aus den Räumen zu holen… der Gestank bekommst du sonst nie wieder weg!

    Übrigens! Coole Aktion von Eich Mister Aarwespe!!! :thumbup: :thumbup:

  • Hoffe das klappt. Ich packe mit meiner Frau und meiner Tochter heute schon mal Kleiderpakete und Spielsachenpakete. Vielleicht ist Bedarf. Gehen sonst immer in den Ostblock oder zur örtlichen Caritas.

  • Hoffe das klappt. Ich packe mit meiner Frau und meiner Tochter heute schon mal Kleiderpakete und Spielsachenpakete. Vielleicht ist Bedarf. Gehen sonst immer in den Ostblock oder zur örtlichen Caritas.

    Aufgrund der letzten Meldungen sowohl in TV/Radio als auch auf den Social Media Kanälen der Kommunen / Kreise / Hilfsorganisationen:

    Spendet Geld! (Gerne auch ersatzweisd an eure lokale Freiwillige Feuerwehr, Rot Kreiuz, ASB, Malteser, Johaniter etc), aber bitte keine Sachspenden mehr! Es gibt mittlerweile genug Kinderklamottten etc in den Katastrophengebieten.

    Gebraucht werden Manpower, Stromerzeuger, Pumpen etc.

  • Toni "Gebraucht werden Manpower, Stromerzeuger, Pumpen etc."


    Und Dampfstrahler! Genau Toni :thumbup:! Die Leute kennen sich mit Hochwasser bzw. Flutwelle (ist auch für mich neu) nicht aus... Der Schlamm muss aus den Häusern raus sonst kannst du die Schlammbuden in ferner Zukunft nur noch abreißen!

    Um so mehr Helfer um so schneller geht's... Den Menschen dort hilft es ungemein!

    Bei dem ganzen Frust fühlen sie sich auch nicht alleine gelassen, da kein Strom Wasser Medien. auch kein Handyempfang mehr vorhanden ist. Bis zum ersten Stock, kannst du in den Häusern "Alles", aber auch wirklich "Alles" Endsorgen, nichts ist mehr zu gebrauchen ... Ein Handtuch z.B. wiegt das 3Fache mit dem ganzen Schlamm drin...


    Also, wenn Ihr große(ab 14J) Ferienkinder habt und die zu Hause gerne Ihre Freizeit mit Videospielen verdöddeln, Tetris kann man auch mit Schlamm rausschüppen spielen ;).

  • Danke Kawitzki für diesen Impuls! Finde ich stark.


    Offenbar hat u.a. das THW darum gebeten, nicht blindlings in die betroffenen Gegenden zu fahren, da liegt aarwespe schon richtig. Die Gemeinden wie z.B. Euskirchen haben jedoch Anlaufstellen eingerichtet, um Hilfsgesuche und -angebote zu koordinieren, siehe z.B. hier


    https://www.euskirchen.de/lebe…ngebote-und-hilfegesuche/


    Ich denke, hier ist der richtige Ansatzpunkt, um mit anzupacken. Ansonsten gebe ich Toni Recht, wir haben in der Familie einen kleinen Aufruf gestartet und haben gemeinsam Geld gespendet. Sogar mein Junior verzichtet auf das neue Spiel für seine Playstation.


    Off-topic: aus meinen Telefonaten mit unseren Kunden zeigt sich, dass Glück und Leid oft nur wenige 100 Meter entfernt sind, und die Zustände sind selbst in den „gemäßigt“ betroffenen Gebieten katastrophal, Heizöl, Fäkalien, Schlamm, Wasser- und Stromversorgung mittelfristig hinüber… und die meisten sagen, dass sie nicht gewarnt wurden, nicht einmal am Donnerstag, als eigentlich klar war, was bevorsteht.


    DANKE an alle, die hier Nächstenliebe an den Tag legen!

  • und die meisten sagen, dass sie nicht gewarnt wurden, nicht einmal am Donnerstag, als eigentlich klar war, was bevorsteht

    Die Diskussion und Aufarbeitung, was man zukünftig wie wo besser machen kann, sollten wir hier raushalten, das bringt hier gar nix.


    Ich unterstütze aber sehr wohl die (koordinierten) Hilfsaktionen u d die Aufrufe dazu!

    Erst recht, da wir trocken davon gekommen sind, den Nachbarn die Keller vollgelaufen sind und einige Kollegen die komplette Wohnung abgesoffen ist.