[Gelöst] Zündgrundplatte testen - kein Zündfunke

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • [Gelöst] Zündgrundplatte testen - kein Zündfunke

      Hi,

      habe eine 50/N die ich wieder flott machen möchte. Da kein Zündfunke kam, wollte ich zuerst den Kondensator wechseln, und hab mit der VIN beim Piaggio-Händler nen neuen bestellt. Mein alter Kondensator hatte 2 Anschlüsse, ein Kabel zum Unterbrecher, eins zu einer der beiden Spulen, der neue hat nur ein Kabel. Das Kabel gehört wohl an den Unterbrecher. Was mache ich mit dem zweiten alten Kabel, anlöten? Ist das eventuell einfach ein völlig falscher Kondensator? Der Sitz ist auch eher schlecht, ein wenig locker, der alte saß richtig fest.

      Ich werde versuchen gleich noch ein paar Bilder nachzureichen, vielen Dank schonmal für alle Tipps!

      Gruß, dih
      Bilder
      • small_cimg1535.jpg

        272,58 kB, 1.000×750, 389 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von digital-hoax ()

    • ich würde behaupten der passt, sofern dein alter Kondensator ebenfalls nur eingepresst und nicht verschraubt war
      aber soweit ich mich erinnere hat dieser Zündungstyp keinen verschraubten Kondensator

      das eine Kabel am Unterbrecher verschrauben, das andere oben am Kondensator anlöten

      sitzt der Kondensator nicht fest genug bzw. besteht die Gefahr, dass er sich lösen könnte (unangenehm wenn sich der bei 6000 Umdrehungen zwischen Polrad und Grundplatte verklemmt) dann mit Loctite o.ä. einkleben

      Gruß Alex
    • Danke für die Tipps. Mein alter Kondensator war auch nicht verschraubt, es gibt auf der Zündgrundplatte auch gar kein entsprechendes Gewinde. Mir stellt sich halt die Frage, ob das überhaupt noch die original Platte ist, denn laut dem Schaltplan den ich von der Vespa im Internet gefunden habe, ist am Kondensator auch nur ein Kabel.

      Außerdem geht das Zündkabel direkt von der einen Spule ohne Umwege zur Zündkerze, kann das richtig sein?

      Werde gleich noch ein Bild machen, und den Schaltplan den ich gefunden habe verlinken.
      Bilder
      • small_cimg1537.jpg

        298,54 kB, 1.000×750, 240 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von digital-hoax ()

    • die ganz alten Zündungen hatten eine innenliegende Zündspule (auf jedenfall vor Baujahr 1970) - soll heißen das Zündkabel geht ohne Umwege von einer Spule der Zündgrundplatte direkt zur Zündkerze
      solch eine Zündung hast du

      ob auf dem Schaltplan nur 1 Kabel zum Kondensator geht ist irrelevant, auf den Schaltplänen ist meist eh nicht die "interne Verkabelung" der Grundplatte dargestellt
    • Sehr cool, mit dem Bild hast du mir echt Mut gemacht. Die "interne Verkabelung" ist da aber auch nicht korrekt dargestellt, oder etwa doch? Bei mir geht von der (in deinem Bild) oberen Spule nur ein Kabel ab, das Güne. Von der unteren geht das schwarze Kabel ab, und eben das eine zum Kondensator. Das rote Kabel geht vom Unterbrecher ab, und ist dort zusammen mit dem Kabel vom Kondensator verschraubt. Dann noch das Zündkabel von der unteren Spule, und das wars soweit.

      Kann es sein, dass die Verkabelung "vorne" am Lenker nicht stimmt, und dadurch kein Zündfunke entsteht? Oder ist das tatsächlich bei mir nur von dem Kondensator und der unteren Spule abhängig? Das würde die Fehler suche deutlich erleichtern.

      Gleich noch eine Frage hinterher, gibt es eine Möglichkeit, die Widerstandswerte der Spulen zu bekommen, damit ich ausschließen kann, dass der Fehler da liegt?

      Vielen Dank, dih
    • Hört sich gut an, die Kabel. Das dort zwei Kabel zum Kondensator gehen hat schon seine Richtigkeit, auch wenns auf keinem Schaltplan erkennbar ist. Wenns keinen Zündfunken gibt am besten mal alle Kabel im Kabelkästchen abklemmen und dann nochmals probieren. Dann kannst du abschätzen ob der Fehler im Kabelbaum bzw. der Lenkerverkabelung liegen muss.
      Messwerte für die Spulen habe ich leider nicht, aber das sollte alles natürlich recht niederohmig sein.
    • Dann probiere ich das als erstes aus. Anschließend messe ich mal die Spulen durch.

      Der Fehler im Kabelbaum würde dann also darin bestehen, dass ein Kurzschluss zwischen + und Masse entstanden ist? Um die Vespa dann auszuschalten, wird dann genau dieser Kurzschluss hergestellt?

      Danke, ich berichte wies gelaufen ist.
      Gruß, dih
    • Vespa Fahrer Avatar

      digital-hoax schrieb:

      Der Fehler im Kabelbaum würde dann also darin bestehen, dass ein Kurzschluss zwischen + und Masse entstanden ist? Um die Vespa dann auszuschalten, wird dann genau dieser Kurzschluss hergestellt?


      korrekt

      zumindest fast. du schließt nicht den Verbraucherstromkreis kurz (laut Schaltplan das grüne Kabel, liefert Strom für Beleuchtung und Schnarre) sondern nur den Stromkreis für die Zündung (also das rote Kabel auf Masse in dem Schalter am Lenker) -> kein Zündfunken -> Motor aus
    • Langsam wird mir einiges Klarer. Die "obere" Spule erzeugt also den Verbraucherstrom, der für Licht und Hupe benötigt wird. Die "untere" Spule erzeugt lediglich den Zündfunkenstrom, und alle weiteren Anschlüsse an dieser Spule sind für die Unterbrecherfunktion am Lenker, damit man die Vespa auch wieder aus bekommt.

      Danke für die Erleuchtung!
    • So, Kondensator ist eingebaut und angelötet - Kein Zündfunke. Kabel sind von der Kabelbox ab, daran liegts also nicht.

      Kann es am Zündkerzenstecker liegen (5k Ohm von NGK)?

      Die Zündkerze (auch von NGK) bringt bei der PK50 von nem Kumpel nen Zündfunken, kanns an der trotzdem liegen?

      Was kann ich noch testen?

      Gruß, dih
    • nochmal ne grundsätzliche frage nachdem da verschiedenste Schaltpläne im Thread rumgeistern:

      - hast du in dem Kontaktkästchen auch nur 3 Anschlüsse, d.h. Zündkabel geht direkt von der Zündgrundplatte an die Kerze? - nur so ne Frage :)

      - ansonsten die Verbindungen einzeln durchmessen (dazu ev. die Spulen von der Platte schrauben, dann siehst Du auch ob die Isolation irgendwo kaputt ist)

      - fang mal mit dem Zündkabel an, das rüttelt sich gerne Mal kaputt, mit Glück ists nur die Verbindung Stecker-Kabel oder das Kabel selber
    • Erstmal Danke fürs Hochholen!

      Also: 3 Kabel gehen ins Kästchen, die habe ich allerdings zum Testen abgeschraubt, um einen Kurzschluss im Kabelbaum nach vorne ausschließen zu können.

      Das Zündkabel habe ich nochmal festgelötet, kommt direkt aus der einen Spule mittig raus, und geht dann direkt zum Zündkerzenstecker, den habe ich auch nochmal neu eingeschraubt, und die Zündkerze hat Funken gegeben in der anderen Vespa. Hier nochmal die Frage: Ist 5k Ohm der korrekte Zündkerzenstecker? Kann es sein, dass die Kerze an der PK50 funktioniert, aber die falsche für meine 50N ist?

      Da das Kabel durchsichtig ist, sieht man recht gut, dass es daran wohl nicht liegt. Die Isolierung von dem einen Kabel an der Spule war tatsächlich nicht mehr ganz frisch, habe ich mit Schrumpfschlauch geflickt.

      Bitte weitere Ideen posten. Zum Durchmessen der Spulen bräuchte ich halt die Soll-Werte. Wie ist das mit der Spule mit der innenliegenden Zündspule, welche Verbindungen müssen da gemessen werden?

      Gruß, dih
    • So, ich habe heute Abend mal die Zündgrundplatte durchgemessen, soweit mir was eingefallen ist. Dabei sind folgende Werte zustande gekommen, jeweils von einem Farbpunkt zum anderen:

      Blau - Orange: 0,4 Ohm (obere Spule)

      Grün - Gelb: 0,8 Ohm (untere Spule)

      Rot - Gelb: 0,8 Ohm

      Was mich verwundert hat ist, dass der Kondensator also auf Masse liegt (Grün - Gelb: 0,8 Ohm), ist das so richtig?
      Außerdem ist von KEINEM Punkt aus ein Durchgang zum Zündkabel zu messen gewesen?! Das verstehe ich nun überhaupt nicht mehr, bitte helft mir weiter!

      Gruß, dih
      Bilder
      • small_cimg1557.jpg

        413,29 kB, 1.000×750, 310 mal angesehen
    • Hi, das wundert mich nicht, daß Dich das wundert. Fahrzeugelektrik ist, sogar für viele KFZ-Mechaniker, ein Buch mit sieben Siegeln.

      Der Kondensator hat die Aufgabe den Abreißfunken zu löschen. Dieser Funke würde den Kontakt sonst in kürzester Zeit duch Abbrand zerstören. Zur Wirkungsweise; in der Spule wird durch die Magnete Strom erzeugt, (hier vereinfacht ohne Verbraucher dargestellt) beim Öffnen des Kontaktes, unter Stromfluß, würde ein Lichtbogen ( Funke ) entstehen, welcher jedes mal etwas vom Kontakt abträgt. Um das zu verhindern, wird ein Kondensator parallel zum Kontakt gelegt.

      klaus
    • misst du mit geschlossenem unterbrecher? (dann liegt eh alles mehr oder weniger auf masse), zur not den c nochmal auslöten, dann hast du keine nebenschlüsse.

      ich würde trotzdem nochmal kurz die spulen abschrauben und die Kabelisolationen anschauen - an den Knicken zur Grundplatte reibt sich oft die Isolation ab
    • Hi stefbold? den Kondensator brauchst Du nicht auszulöten, ein Kondensator hat keinen Durchgang (wie aus dem Bild zu ersehen) der kann das Messergeblis nicht verändern. (Sofern er noch OK ist)

      klaus
    • physikalisch absolut richtig - allerdings hatte ich am wochenende genau das problem: spulen runterm überall neue Kabel angelötet, wieder zusammengeschraubt dann Kondensator reingelötet und nix hat funktioniert - hat dann ne zeit gedauert bis ich rausgekriegt hab das der neue! Kondensator auch nur ein paar ohm zu masse hatte.

      ok es war ein 100w baumarktlötkolben und wegen ohne Flussmittel hats auch ein bisschen gedauert bis die lötstelle sass - aber sie war deutlich kleiner als das c-gehäuse :D , ich weiss nicht5 wie das passiert ist und ob er vielleicht vorher schon hin war (kam frisch aus der packung) auf jeden fall heute erstmal wieder zum kondensatorkaufen gedackelt.

      Also wenn der kondensator auch bei offenem unterbrecher auf masse liegt würd ich sagen spulen raus und kabelisolationen anschauen - und wenn d-h sich nicht so doof anstellt wie ich kann der kondesator drin bleiben :)