Was genau ist ein Drehschieber?

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    • Was genau ist ein Drehschieber?

      Hallo,

      was ist denn genau ein Drehschieber? Kann der bei einer Vespa 50n kaputt gehen und wenn ja, wie merke ich das?

      Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.

      Gruß

      Dominik
    • Hier ist ein Drehschieber zu sehen:


      An diesem Kanal läuft die Kurbelwelle vorbei und steuert so den Luft Kraftstoff Füllung des Kurbelgehäuses.
      Aus Gelben Säcken werden Plastikroller gebaut ...
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      2Takt Islamist
    • Hallo,

      jetzt habe ich das verstanden wie ein Drehschieber funktioniert. Vielen Dank. Was ist jetzt aber wenn ich den Motor z.B. bei einem 2radmechaniker hatte, weil die Kurbelwele nicht richt geloffen ist und der da ein wenig rum gefeilt hat? Das Problem an der Vespa, wo dieser Motor drin ist, daß sie nur mit schieben startet. Wenn ich sie versuche mit dem Kickstarter zu starten, dann hustet sie kurz und geht dann aus. Kann das mit dem Drehschieber zusammenhängen?
      Ich bin kein Profi und habe die Zündung und Vergaser so eingestellt, wie es mit Netz gestanden hat.
      Kann ich das notfalls reparieren?
    • Er hat am oberen Teil (an Zylinderseite) gefeilt, weil die Kurbelwelle dran gestriffen hat und sich nicht drehen lassen hat. Als das mitm Feilen nicht funktioniert hat, hat er gemeint, daß ich die Kurbelwelle um ein 10tel mm abfräsen lassen soll. Das habe ich gemacht und dann ist auch die Kurbelwelle dran vorbeigegangen. Das wurde aber richtig gemacht und das gleiche Gewicht auf der anderen Seite abgefr.! Der 2radmechaniker hat gemeint, daß das nichts ausmacht :o(. Was soll ich jetzt machen? Der Motor ist von einer 1. Serie, die im orig. Lack ist und ich wollte sie 100% orig. lassen.
      Geht die Vespa wirklich nicht mehr richtig, wenn da was defekt ist?
    • Vespa Fahrer Avatar

      miki1979 schrieb:

      Geht die Vespa wirklich nicht mehr richtig, wenn da was defekt ist?


      Ja, weil dann der Einlass auch offen (wenn auch nur minimal) ist, wenn es nicht benötigt wird, d. h. es tritt zuviel Gemisch im falschen Moment ein. Damit hängt auch das Startproblem zusammen, der Motor säuft einfach ab.

      Einfacher Funktionstest bei ausgebautem Motor: Bei demontiertem Ansaugstutzen Öl in die Einlassöffnung kippen, wenn die Kurbelwelle den Einlass abdeckt. Wenn dann das Öl stehen bleibt, ist die Drehschieberdichtfläche dicht, wenn es ins Kurbelgehäuse abläuft eben nicht.

      Eine Reparatur der defekten Drehschieberdichtfläche ist ggf. mit Kaltmetall möglich, dazu muss aber der Motor auseinander. Alternative wäre ein Membranansaugstutzen, da übernimmt dann die Membran wie ein Ventil den Gemischeinlass.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Warum? Ich gehe nicht davon aus, dass er die Leistung steigern möchte (Zitat: Der Motor ist von einer 1. Serie, die im orig. Lack ist und ich wollte sie 100% orig. lassen.), deshalb muss auch der Einlaß nicht gefräst werden, also auch nicht der Motor zerlegt werden.

      Die Steuerung des Gemischzuflusses über den Drehschieber funktioniert ja offensichtlich nicht mehr, sonst würde das Moped laufen. Die beiden verschiedenen Einlasssysteme können sich also nicht mehr gegenseitig behindern.
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    • Ja, siehe z. B. auf PX Membranmotoren die sog. "Pilzwellen", da ist auch nicht mehr viel dran. Vorausgesetzt, die Kurbelwelle ist tatsächlich durch die Bearbeitung nicht unbrauchbar geworden. Wenn sich die Maßnahmen auf den vom Topiceröffner genannten Umfang beschränken, sollte das mit Membran noch funktionieren.

      Wie gesagt läuft die Steuerung des Gemischstromes mit Membranansaugstutzen nicht mehr über das Zusammenspiel von Kurbelwelle und Drehschieberdichtfläche, sondern alleine durch die Druckverhältnisse im Kurbelgehäuse, die die Membranklappen öffnen, sodass das Gemisch einströmen kann.

      Als ursprüngliches Problem vermute ich, dass sich die Kurbelwelle verdreht hat, evtl. durch einen Klemmer oder irgendwelche Fremdkörper im Kurbelgehäuse. Infolgedessen lief sie nicht mehr rund und hat die Drehschieberdichtfläche berührt bzw. beschädigt. Deshalb hat der Zweiradexperte da auch dran rumgefeilt und den Tip mit dem Abdrehen der Kurbelwelle gegeben, statt die Kurbelwelle zu richten oder auszutauschen. Kann ja sein, dass er sich mit Hercules oder sonstigen Mofas auskennt, aber ein Vespa-Fachmann war das eher nicht.
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    • Wie gehe ich jetzt am Besten an die Sache ran? Würde mir jetzt erst mal ne neue orig. Kurbelwelle bestellen. Den Motor zerlegen und schauen, ob die paßt. Wenn ja, dann supi wenn nein, dann hätte ich hier einen Spezialisten, der Sonderanfertigungen macht, ALU schweißen kann und Fräsen. Ich habe mit dem schon gesprochen und er hat gemeint, wenn er das teil einspannan kann, dann wäre das gleich erledigt, wenn aber nicht muß er eine Vorrichtung bauen und das wäre dann viel zu teuer.
    • hatte die erstserie nicht ne etwas andere welle von wegen kleinerer zylinderstumpf usw?

      hast du ne welle mit kolbenbolzenlager drin? oder eine die nur ne bronzebuchse hat?
      Aufbau eines Rennrollers für die European Scooter Challenge

      ESC 2013+2014: K5
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    • Also die Kurbelwelle von der 1. Serie hat kein Lager, sondern nur ne Buchse. Haben die Kurbelwellen von den neueren Serien denn einen anderen Durchmesser? Ich kann das nicht beurteilen, weil ich nur 1. Serien habe und noch nie ne andere Welle gesehen habe.
    • die zweite Serie hat ein richtigens Lager und das Pleulauge ist auch größer im durchmesser ,
      die erste Serie hatte nur eine Messingbuchse
      bei der zweiten Serie muß man noch unterscheiden das es den Zapfen wo das Polrad drauf steckt in 12 mm ausgelegt ist und erste Serie 10mm !!!
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      2Takt Islamist
    • öhm... gibts nen kleinen und nen großen konus und nen erstserienkonus? glaub nicht. und die bronzebuchse war auch bei den normalen 50ern bis irgendwann 80 verbaut. von den letzten spezial weiss ich es, von der pks nicht.

      das große pleulauge wohl nicht serienmäßig in der zweitserie. da hat schonmal jemand dran gepfuscht ;)
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