Auf jeden Fall danke ich euch für die fachliche und mentale Unterstützung. ![]()
Beiträge von Se7entySix
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Der Motor steht aktuell abgedeckt auf der Werkbank und wartet, bis die aktuelle Kacke, die sich über das Projekt gelegt hat, verdampft ist. Ich wurde von einem Freund aufgeklärt, dass ich jemanden mit Kupferhammer und Messuhren kenne, der wohl Ahnung von Kurbelwellen hat. Das war mir nicht bewusst. Mit dem werde ich mich mal unterhalten. Es gibt also Licht am Ende des Tunnels.

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Wenn sich das Rad im eingebauten Zustand frei dreht, und es kein Spiel hat, sollte das passen.
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Die „Gummihaare“ können durchaus Schleifspuren verursachen, da sie einige Millimeter überstehen. Sie wirken wie eine Gummibürste. Die Schwinge meiner PK ist vom „pelzigen“ Pirelli an einer Stelle regelrecht poliert.
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Eben bin ich noch mal in mich gegangen und habe die zuvor nur handwarm angezogenen Schrauben nach Plan mit dem Drehmomentschlüssel zugezogen. Insgesamt läuft die Welle etwas besser, man könnte sagen gut, wenn man von dem Problem nichts weiß. An einer Stelle bleibt die Welle nach wie vor klemmen.
Seit zwei Monaten schraube ich an diesem Motor rum. Erst kommen Teile ewig nicht, dann passen manche nicht, im Dichtsatz fehlt was und ein Dichtring muss dann noch extra bestellt werdenweil nicht Bestandteil des Satzes, dann mache ich die verbaute Kurbelwelle kaputt, die neue ist von Anfang an Müll und ungezählte Male kam irgendwas dazwischen, dass ich auch immer wieder unterbrochen wurde und nicht vorwärts kam.
Maaaaaaan! Was für ein Scheixxprojekt! -
So, jetzt ging’s endlich weiter mit dem Motor. Heute habe ich das Gehäuse zusammengebaut und nun schleift die neue Kurbelwelle am Drehschieber. Und zwar so, dass der Motor sich an einer Stelle nur relativ schwer drehen lässt.
Die Kurbelwange habe ich mit Edding bemalt und den Motor nochmals mit der Hand vorsichtig gedreht. Bei der ersten Umdrehung zeigten sich drei schmale, ca. zwei Millimeter breite, Spuren in der Farbschicht, bei der zweiten Umdrehung war ein Großteil der Farbe weg.
Die Lager sind auch alle neu und ich habe sie mit Sorgfalt, Wärme und Kälte ohne Gewalt eingebaut. Da sitzt nix schief.
Da ist wohl die neue Welle verzogen.
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Da ich an der Federung bzw. Aufhängung nix fehlerhaftes feststellten konnte, habe ich nun die Schwimmerkammer aus Metall mit dem kleineren Kammer unter der Chokedüse eingebaut. Die Vespa fährt seitdem ohne Probleme.
Längerfristig wäre wahrscheinlich trotzdem ein anderes, vielleicht ein verstellbares Federbein sinnvoll.
Danke für eure Antworten! -
Den Stoßdämpfer hatte ich damals vor zwei(?) Jahren mit neuen Gummis versehen, also unten das Auge und oben die Gummis am Rahmen. Die waren über 30 Jahre alt und platt wie Teller.
Danke für Deinen Hinweis, vielleicht sind die ja wieder durch. Bei der Qualität mancher neuen Ersatzteile wäre das kein Wunder. -
Hallo zusammen,
gerade habe ich die PK 125 XL eines Freundes auf dem Hof stehen. Sie verliert Benzin. Es läuft aus der aufgescheuerten Benzinkammer, genauer gesagt aus der Ausstülpung für die Chokedüse.
Das ist nun das zweit Mal. Ich habe bereits schon einmal die durchgescheuerte Schimmerkammer getauscht, aber das Problem damit nicht endgültig beseitigt. Wahrscheinlich wird der Vergaser bei Beladung der Vespa immer wieder so weit nach unten gedrückt, dass er auf dem Boden der Vergaserkammer scheuert. Die Vespa wird zwar durch einen etwas überdurchschnittlich schweren Fahrer stärker belastet, aber ihre mögliche Zuladung bei weitem nicht erreicht.
Jetzt habe ich zufällig eine Schwimmerkammer aus Metall gefunden. Deren Ausstülpung für die Chokedüse ist allerdings deutlich kleiner, als ca. 5 mm kürzer. Dranschrauben kann ich die Metallkammer. Spricht etwas dagegen? Im schlimmsten Fall würde das nur den Betrieb mit Coke betreffen, als für 70 m relevant sein!? -
Um die Beschaffung von Werkzeug kommst über kurz oder lang nicht rum. Dazu gibt’s sehr brauchbare und hilfreiche Literatur:
Vespa Bibel von Schneider - Vespa Forum: VespaOnline - Entdecke die Welt der klassischen Vespa-Roller und teile deine LeidenschaftSchrauberbuch für alle Vespa PK & PX Modelle seit 1970 (Wartung, Technik, Reparatur)www.vespaonline.de -
Wenn die Düsen frei sind, müssen es die Spritkanäle im Vergaser zu den Düsen noch lange nicht sein. Das Beste wäre, den Vergaser noch einmal zu zerlegen und im Ultraschallbad zu reinigen. Hast Du keine Möglichkeit dazu, gibt es noch den Klassiker, den Vergaser über Nacht in Benzin einzulegen und am nächsten, besser noch am übernächsten Tag mit Druckluft oder Bremsenreiniger durchzublasen.
Auch ist es wichtig nach einer Vergaserreinigung neue Dichtungen zu verbauen. Alte Dichtungen sorgen für Falschluft, Überschwemmungen und andere Übel. -
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Guck Dir mal dazu die Bandbreite der Angaben im Werkstatthandbuch an.
Für ne Achsmutter vorne stehen da 60-100Nm drin. Den Bereich trifft meine Tochter ohne große Erfahrung immer, ohne DMS

Radmuttern je nach Literatur mal 20-22, an anderer Stelle auch mal bis 27 Nm. Und jetzt?
Die Muttern der Felgen selbst auf den Stahlbolzen sind unkritisch, leider sind die anderen 5 wieder Stehbolzen in ner Gusstrommel, da sollte man vorsichtiger sein.
Zylinderkopf Muttern 16-26Nm, was soll den dieser weite Bereich…
[...]
Gerade habe ich ein bissel in Wikipedia über Drehmomentschlüssel gelesen. Darin steht, dass erste DMS 1938 patentiert wurden. Da man auch zuvor schon so komplexe Maschinen wie Motoren, Getriebe, Fahr- und Flugzeuge etc. konstruiert hat, wird man das Anzugsmoment von Schrauben ursprünglich anders als über Drehmoment, also Anzugskraft, bestimmt haben. Ich vermute über Anzugswinkel, ähnlich wie ich das noch von Zündkerzen kenne: Mit dem Zündkerzenschlüssel handfest anziehen und dann noch eine Viertelumdrehung bzw. 90° mit der Ratsche festziehen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Vespa ursprünglich nach althergebrachter Methode konstruiert wurde. Irgendwann wurde das Prinzip dann in Drehmomentwerte übertragen. Da hier wohl keine 1:1 Übersetzung möglich ist, sind wohl die breiten Streuungen bei den Angaben entstanden.
Das ist eine Vermutung, bzw. ein Erklärungsversuch für die doch sehr ungewöhnlichen Angaben zu den Anzugsmomenten.
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Grundsätzlich sammle ich Schrauben und Kleinteile bei der Demontage nach Baugruppen sortiert in Spraydosendeckeln oder kleinen Schachteln. So wird verhindert, dass am Ende etwas übrig bleibt, das man nicht mehr zuordnen kann.
Also mein Vorgehen bei der Bremstrommelmontage ist folgendes:Zuerst baue ich alles wieder mit Sorgfalt zusammen. Trommel drauf, Distanzscheibe, Achsmutter ordentlich handfest mit der Ratsche anziehen. Wenn es nicht an der Trommel verblieben ist, montiere ich das Rad. Auch hier ziehe ich erst mal handfest an. Jetzt sollte kein Spiel mehr zu spüren sein. Ist die Verzahnung der Trommel nicht mehr taufrisch, kann ein ganz feines Spiel jetzt an dieser Stelle noch toleriert werden.
Nun die Vespa wieder aufs Hinterrad stellen. Mit dem Drehmomentschlüssel ziehe ich nun die Achsmutter an bis der Schlüssel knackt. Das korrekte Drehmoment bitte für den jeweiligen Roller nachschauen. Es hat sich als nützlich erwiesen, wenn dabei jemand auf die Bremse tritt. Ich bekomme es mittlerweile alleine hin. So wird Schrauben zum Sport.
Jetzt darf allerdings kein Spiel mehr am Rad feststellbar sein. Zum Prüfen Hinterrad anheben/aufbocken.
Nun das Sicherungsmaterial (Splint, ggf. Sicherungskäfig) montieren. Ist kein Loch für den Splint frei, muss die Achsmutter weiter an(!)gezogen werden, bis man den Splint durchstecken kann. Nun den Splint verstemmen und die Nabenkappe aufsetzen. Radmuttern festziehen.
Probefahrt. Anschließend prüfen, ob das Rad noch spielfrei ist.
Dieses Vorgehen hat sich für mich über die Jahre bewährt. Aber es gibt sicher auch andere, vielleicht bessere Methoden. -
Wow! Sachen gibt’s!? Ja, das ist eine ETS-Welle (PK 125 XL) . Für einen Hauch von Hülse ist so ein Speedy nicht günstig. Gemessen am Schaden einer defekten Welle ist das ne preiswerte Lösung.

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Oh, das habe ich befürchtet — aufschweißen, abdrehen und wuchten oder sowas in der Art. Danke für Deine schnelle Antwort.
Immerhin habe ich noch eine Kurbelwelle. Sogar eine originale, bisher unverbaute in einer allerdings äußerst strapazierten Verpackung aus einem Teilekonvolut aus den Kleinanzeigen. Die ist hoffentlich in Ordnung. Dann werde ich mal mein Glück damit versuchen. So richtig traue ich der Welle nicht, aber zumindest hat sie keine Sturzspuren. Versuch macht kluch. -
Hallo miteinander,
aktuell habe ich gerade den Motor meiner PK auseinander: Getriebe ausdistanzieren und dabei neue Lager und Dichtungen einbauen. Dieses Projekt läuft echt zäh, es kommt immer wieder zeitlich was dazwischen, die Teilelieferung ist ewig unterwegs, Teile passen nicht oder irgendwas ist doch nicht Bestandteil eines Sets, usw. Es macht gerade wenig Spaß.

Heute wollte ich den alten Lagerring von der Kurbelwelle ziehen. Mit dem Trennmesser hat’s nicht geklappt, dann habe ich den Ring mit dem Dremel aufgeschnitten. Leider etwas weit, aber ich denke, das ist nicht so tragisch, da kommt ja wieder ein Ring drüber und eine Unwucht entsteht an dieser Stelle sicher auch nicht.
Viel schlimmer ist, dass ich mit dem Dremel abgerutscht bin und die Lauffläche des Simmerings auf der Kurbelwelle beschädigt habe. Zwar hatte ich ziemlich dick — aber wohl nicht dick genug — Klebeband zum Schutz drum gemacht, aber der Dremel ging durch. Ich fürchte, das wird nimmer dicht, oder?
Übrigens ging der Lagerring als er durchtrennt war auch nur mit viel Kraft und leichter Gewalt von der Welle. Der war wohl festgegammelt. -
Doch das vorhandene Spiel wird größer, da die wesentlich härtere Antriebswelle die Verzahnung in der „weichen“ Bremstrommel ausschlägt.
Sämtliche Belastungen des Hinterrads — Beschleunigen, Bremsen, Gewicht/Traglast, Schräglage — und deren gegenseitige Beeinflussungen laufen über die Verzahnung von Antriebswelle und Bremstrommel. Sobald hier minimales Spiel vorhanden ist, arbeitet sich die Welle in die Trommel ein.
Das fällt kaum auf, wenn eine 50 kg leichte Person drei mal im Jahr mit der Fuffi zur Eisdiele um die Ecke fährt. Aber bei intensiverer Nutzung ist schon mal rum mit sauberer Radführung oder sogar Vortrieb. -
Danke für die aufschlussreiche Antwort. Mein Bauchgefühl hat mich also nicht getäuscht.
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Hallo miteinander,
von Polini gibt es eine Kupplungsfeder, die Polini Wave 228.0010, die sowohl für Originalmotoren als auch für Motoren mit Polinikits vom Hersteller empfohlen wird.
Laut den Angaben ist die Feder für 80 kg kalibriert, was genau das heißt, steht da nicht. Irgendwo habe ich gelesen, die Feder ließe sich über Einstellscheiben in der Härte variieren.Irgendwie klingt das ja ansprechend aber auch ein bissel wachsweich und nebulös. Die Feder soll in einen PK125 XL Originalmotor eingebaut werden.
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Hat die Feder genug Anpressdruck? Wie schwer ist die Kupplung zu ziehen? -
Eine weitere Möglichkeit wäre da noch die Verzahnung zwischen Bremstrommel und Antriebswelle. Die kann beispielsweise ausschlagen, wenn die Achsmutter nicht richtig angezogen war und die Bremstrommel auf der Antriebswelle (immer mehr) Spiel hat.
Wenn Du die Achsmutter nachgezogen hast und immer noch Spiel feststellst, ist es der einfachere Weg, erst die Bremstrommel zu tauschen, bevor Du den Motor spaltest und Lager wechselst. Vielleicht kannst Du Dir zu Probe eine Trommel von jemandem leihen.
Edith möchte noch ergänzen, dass eine gute Trommel satt ohne Spiel auf der Welle sitzt, auch wenn die Achsmutter noch nicht zugezogen ist.
