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Motor gespalten, jetzt gibt es paar Fragen....

  • Hab meinen PX Motor gespalten, jetzt wollt ich mir das PX Sorglospaket bestellen.
    Wollt jetzt mal fragen ob die Papierdichtung für das Motorgehäuse reicht oder sollte man zusätzlich noch "flüssigdichtung" verwenden?
    Muss man eigentlich alles einölen beim wiedereinbau oder können Getriebe, Zahnräder usw. "trocken" einbaut werden?


    Lg

  • Hi, gute Frage, Antwort im Prinzip ja, aber ich habe immerauch etwas Dichtmasse drunter gegeben, und zwar eine Dichtmasse, die sich auch wieder mit der Dichtung abziehen lässt. Zum Ölen, einölen braucht eigentlich auch nicht, da ja der Motor vor der ersten Inbetriebnahme mit Öl gefüllt wird. Ich benutze trotz dem Öl an den stellen, wo es den Einbau erleichtert. Zur Verschraubung; die Schrauben immer schön über Kreutz in MEHREREN Durchgängen anziehen.

  • Ich nehm grundsätzlich Dichtungsmasse zusätzlich zur papierdicghtung, oder eben die grüne Gummidichtung.
    Bei nem tadellosen Gehäuse kann man die Dichtung auch einfach mit Fett verarbeiten. Ich find Dichtungsmasse ala Dirko, Würth angenehmer.
    Nadeln, z.B. bei der Nebenwelle werden mit Fett eingesetzt, Kupplungsbeläge werden leicht mit Getriebeöl benetzt.
    In die Buchse der Nebenwelle kommt bei mir auch immer etwas Fett rein, ansonsten einfach sauber und trocken zusammenbauen.
    Getriebeöl kommt ja hinterher noch rein und sollte dann alles andere schön einölen.
    Ölleitblech zur Kupplung nicht vergessen.

  • dirko, würth, hylomar, dreibond....

    sofern die eigenschaften passen, ist es nebensache

    Zitat pkracer:

    Die Methode des selbst Nachdenkens ist glaube ich nicht avantgardistisch, sondern im Gegenteil ein Relikt aus grauer Vorzeit - damals, bevor es Internetforen gab - und inzwischen total aus der Mode gekommen.


    Deloraz@chup4:
    du gehts mi in letzter zeit sowas von aufm sack! (und bevor da noch ne blöde meldung von dir kommt: ICH HAB SCHON HAARE DRAN!)

  • in post nummero 3 stand auch schon was drin, aber lesen wird im heutigen internetforenalltag überbewertet

    Zitat pkracer:

    Die Methode des selbst Nachdenkens ist glaube ich nicht avantgardistisch, sondern im Gegenteil ein Relikt aus grauer Vorzeit - damals, bevor es Internetforen gab - und inzwischen total aus der Mode gekommen.


    Deloraz@chup4:
    du gehts mi in letzter zeit sowas von aufm sack! (und bevor da noch ne blöde meldung von dir kommt: ICH HAB SCHON HAARE DRAN!)

  • sorry hab das bild wohl gesehen, bei allen respekt nur weil du das loctite als gut empfindest heißt es ja nicht das irgendwer noch etwas "gutes" weiß....

  • Hylomar hab ich auch, das benutze ich auch, zum Beispiel bei Achsmanschetten wo Gummi auf Gummi geschraubt wird, aber nicht für Alu auf Alu.

    Loctite kostet übrigens zwischen 7 und 9 Euro, mal 5 plus Versand kommst Du leicht auf 50 Euro. Und wenn Du das falsche kaufst, kommt die Überraschung erst, wenn Du den Motor wieder aufmachen musst, und die Schei.. dann noch vom Gehäuse abkratzen musst, ohne das kaputt zu machen.

    Einmal editiert, zuletzt von kasonova (March 4, 2012 at 18:09)

  • Ich merke schon ihr versteht euch in sachen Dichtpasten. :thumbup:

    Neue Lager immer mit Öl benetzen,das Öl welches in den Motor eingefüllt wird braucht ne weile bis es da ist wo es hin soll.Kurbelwellenlager Lima seite,Kurbelwellen Pleullager (oben und unten),Kolbenbolzenlager,Kolbenring und Zylinderlaufbahn mit 2-takt öl benetzen.Ach ja die Simmerringe sind natürlich auch zu benetzen,allerdings nur innen nicht dort wo er am Gehäuse sitzt !!

  • Papierdichtung ist grundsätzlich allein zu verwenden.

    Dichtmasse ist grundsätzlich Schwachsinn; es sei denn du hast arge Beschädigungen die es nötig machen.
    Ich habe Rollermotoren aus den 50er Jahren zerlegt wo die Papierdichtung keinen Grund zur Beschwerde gab (GS3, 150 T4), sondern wo kaputte Lager oder wo der Simmering Grund zum Zerlegen war.
    Wenn ich heut einen Motor zerlege, wo so ein Bastelbubi Dichtmasse verpampscht hat, seh ich Pfusch wohin ich auch nur kucke.
    Oder genauer gesagt, wenn man mir einen Motor hinlegt, bei dem herausgequollene Dichtmasse zu sehen ist, steigt mein Kostenvoranschlag um einiges weil ich weiß, was ich vorfinden werde.

    Es mag sein daß im KFZ Bereich heutzutage Dichtmassen en Vogúe sind (Bei modernen Vehikeln ist das auch konstruktiv so vorgesehen) aber Vespamotoren sind Technik der 1940er Jahre.
    Damals funktiomierte alles, ohne daß man alles mit Kiloweise moderne Kunstharz-Pampe zuammenkleistern mußte.
    Das heißt, wenn man's mit Papierdichtungen richtig macht kann das Ding jeder Hilfsschüler wieder zusammenpfriemeln.
    Die Nudelindianer von Piaggio haben da schon Ahnunh, warum sie das so machen, oder wie "Kalle, der Eisbär sagt: "Jut jut jut jut juuuut, die werden schon ´wisen wat die da tun!".

    Ich nehme selbst am liebsten die Originaldichtsätze.

    Dichtmassen... bei der Vespa? Der Bayer würd sagen s a Schmarrn!
    Dirko braun... Dichtmasse auf Silikonbasis...ergibt eine feste Substanz
    Hylomar...ist ein schmierig bleibendes Produkt auf Polyurethanbasis... das kannste nehmen um scheppe Felgen abzudichten.


    Die Dichtflächen bei der Vespa sind konstruiert für Dichtungen aus imprägniertem Papier...

    3 Mal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel (March 4, 2012 at 21:50)

  • Papierdichtung ist grundsätzlich allein zu verwenden.

    Dichtmasse ist grundsätzlich Schwachsinn es sei denn du hast arge Beschädigunegn die es nötig machen.


    mit pfusch hat das rein gar nichts zu tun, eher mit sachverstand, ein leichter film ist völlig ausreichend

    da mag jeder seine meinung dazu haben, in einem punkt gebe ich dir recht, wenn man motoren sieht die so viel dichtmasse am zylinderfuß haben, dass es die ÜS zur hälfte zumacht

    Zitat pkracer:

    Die Methode des selbst Nachdenkens ist glaube ich nicht avantgardistisch, sondern im Gegenteil ein Relikt aus grauer Vorzeit - damals, bevor es Internetforen gab - und inzwischen total aus der Mode gekommen.


    Deloraz@chup4:
    du gehts mi in letzter zeit sowas von aufm sack! (und bevor da noch ne blöde meldung von dir kommt: ICH HAB SCHON HAARE DRAN!)

  • Eiiiii jooh,

    Ich beurteile das nicht im Sinne einer "Philosophie", sondern ich sehe mir die Resultate an.

    Insofern bin ich also kein "Fachmann".
    Ich brauch den ganzen Kram einfach nicht , weder bei meinen eigenen Moped noch bei denen, die ich für andere zusammenschraube.
    Und ich bin ein fauler Mensch.

    Dichtmasse ist ein Unsicherheitsfaktor.
    Das ganze folgt einem System. Je mehr ich ein System mit zusätzlichen Komponenten überlade, desto mehr Versagen muß ich einkalkulieren.
    Kepp it simple. Never change a running System.

    Ich hab es auch in besonderen Fällen mit Dichtmassen probiert.
    Das Ende vom Lied: Zig Euro für den Schmödder verplempert, um dann am Ende aus Dichtungspapier zuverlässich funktionierende Dichtungen selbst ausgeschnippelt zu haben.

  • dann sind wir einer meinung.. :S

    Zitat pkracer:

    Die Methode des selbst Nachdenkens ist glaube ich nicht avantgardistisch, sondern im Gegenteil ein Relikt aus grauer Vorzeit - damals, bevor es Internetforen gab - und inzwischen total aus der Mode gekommen.


    Deloraz@chup4:
    du gehts mi in letzter zeit sowas von aufm sack! (und bevor da noch ne blöde meldung von dir kommt: ICH HAB SCHON HAARE DRAN!)

  • just my two cents:

    es sollte unterschieden werden zwischen aushärtender und weichbleibender dichtmasse, es sollte unterschieden werden zwischen silikonbasierten und nicht silikonbasierten dichtmassen und es sollte unterschieden werden, WELCHE motordichtung genommen wird. diese dünnen RMS dichtpapiere taugen, meiner meinung nach, gar nichts. datt grüne, was pia da anbietet ist mir schon sehr viel sympathischer.

    edith nimmt ein H und erhält 1500 punkte.

  • Ach und bevor ich es vergesse:

    NATÜRLICH fettet/ölt man mechanische Bauteile vor der Montage ein.
    warum:
    1. dann gehen die leichter zu montieren
    2. Teile werden bei der montage nicht beschädigt durch Reibung etc.
    3. beim ersten Anlassen des Motors dauert es ewig bis sich tatsächlich Öl an die neuralgischen Stellen begibt.

    Man nimmt dazu das jeweilige Öl:
    Getriebteile, Kugellager: mit einem Borstenpinsel dünn mit Getrieböl benetzen.
    Simmerringe grundsätzlich einölen: Die größte Belastung erfahren die Dinger bei der Montage!
    O-Ringe (z.B. Kickstarter) freuen sich darüber, wenn die Kickstarterwelle hauchdünn eingefettet ist.


    Grundsätze bei der Motormontage:
    - Grundsätzlich sauber arbeiten. Alle Teile blitzblank machen.
    - Nie mit Gewalt. Wenn es schwer geht, ist entweder meist etwas falsch oder man macht es falsch oder man hat nicht das passende Werkzeug.
    - Gewinde NIE einfetten.
    - Auf den Schaft der Motorbolzen darf aber ruhig z.B. etwas Korrosionsschutz, z.B. Batterie- Polfett
    - Lieber vorher jemanden fragen. Hilfe vor Ort annehmen!