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Vjatka 150: Eine Russin will wieder auf die Straße

  • ja,ja ....ich und mein Nachbar haben verschiedene Weltanschauungen, aber das ist durchaus legitim....wir leben
    ja schließlich nicht in Russland.

  • Ich finde die Vjatka geil das wird das nächste Projekt für mich. Werde mir in der nächsten Zeit auch eine zulegen. Weiter so ich finde es ist eine schöne Doku.... :thumbup:
    Ich frage mich wie du dann anderen Motor verbaust. Wo kriegst du die Ersatzteile her eigentlich wie das Werkzeug usw.

    Der Weg ist das Ziel zum Fahren. 2-)

  • Ersatzteile sind zugegeben ein wenig schwieriger, aber man findet durchaus etwas.
    In meinem Fall, habe ich nicht lange gefackelt und diverse Ersatzteile (Anbauteile) beim lettischen Vjatka Verkäufer
    im zweiten Durchgang geordert (Scheinwerfer, Embleme, Schriftzüge, Rücklicht, Pumpe, Reifen NOS etc.). Ansonsten
    kannst du sowohl beim Motor als auch beim Rest auf Vespa Teile zurückgreifen.

    Andere Motoren werden so wie bei den WF mit Adapter verbaut, in wie weit da noch Rahmenanpassungen notwendig sind,
    wird sich weisen. Eine Alternative wäre auch einen Cosa Motor zu verpflanzen, der sollte ohne größerer Geschichten passen.
    Kann ich aber alles erst sagen, wenn ich mich mit dem Motor beschäftige.
    ...hängt auch viel zusammen wie ich die "Straßenzulassung" dann schlussendlich angehe...

    • Super Aktion, finde ich Klasse wenn auch mal was Artverwandtes hier auftaucht.
    • Jetzt werden wohl die Vjatka Preise in der EU anziehen:-(
    • Kann man Ersatzteile auch in RUssia kaufen? Wenn ja wie exportieren?
    • Hat schon mal jemand so ein Teil aus Russland geholt?


    Freue mich auf die Fortsetzung. Warum baust du sie eigentlich zum Aufarbeiten nicht auseinander?

    Schönes WE Steffen

  • ...weil ich sie momentan laufend von einer in die andere Ecke schieben muss, das geht kompakt besser als zerlegt.
    Bis auf Motorblock und vorderes Gabelbein war eh schon fast alles zur Lackfreilegung demontiert. Nachdem ich nicht
    genau weiß, wann mein nächster Anfall kommt, habe ich es ganz gern wenn die Sachen nicht einzeln irgendwo herum
    kugeln...

    bezüglich Russland, kann ich Dir nicht weiterhelfen, war bis jetzt bei mir nicht nötig

    wenn du im GSF die Preisentwicklung der Vjatkas beobachtest, ich glaube 2004 war der Einstiegspreis knapp bei €200
    und für "meine" habe ich €700 gezahlt, so ist das jetzt nicht unbedingt gravierend. Der Knackpunkt ist sicherlich der
    nicht ganz Nerven schonende Typisierungs- bzw. Zulassungsakt der auf einen zukommt.

  • Ich habe ja vier Jahre in Russland gelebt und gearbeitet. Wenn ich da bloß schon davon gewußt hätte. Zu der Zeit war ich aber im Benz Fieber.

    Habe noch diesen Artikel gefunden. Da hat einer viel Geld investiert.

  • ...ja da haben die Burschen von Stoffi´s Garage ganze Arbeit geleistet, ähnliches habe ich nach dem Typisierungsakt mit dem
    Motor auch vor (bzw. pornstar hat mir da schon auf der ersten Seite den Impuls gegeben)

  • Meldest du in A oder in D an?

    Habe gesehen, dass du im GSF schon (Leidens-)Genossen gesucht hast.

    Hast du schon technische Unterlagen?

    Ich fliege vielleicht im Oktober nach Moskau, will so gut wie es geht vorbereitet sein:-)

    Mal sehen ob ich was gescheites finde und wie ich das hierher bekomme.

  • ...die techn. Unterlagen gibt es als pdf.´s (siehe Vjatka Topic GSF)
    Bezüglich Anmeldung werde ich wohl den Weg des geringsten Widerstandes gehen, das muss ich aber alles noch abklären..

  • ...so wieder ein wenig weiter gemacht.

    Seitenbacken innen konserviert, Trittbrett imprägniert, Tank entrostet
    und mich zum Schluss der Trittleisten angenommen. Leider fehlen mir drei Stück, aber da bin ich im Moment dabei die zu organisieren.

    Pornstar´s Methode mit Owatrol und Polytrol kann ich jedem wärmstens empfehlen, ist wirklich schön damit zu arbeiten.
    Leider kann man gleiches von Oxyblock nicht sagen, das Zeug dauert halt ewig bis es halbwegs abtrocknet, war mir im Vorfeld eh bekannt,
    nervt aber trotzdem, wenn man weiter machen möchte. In meinem Fall schlappe drei Wochen. Aber ich wollte beim Trittbrett auf Nummer
    sicher gehen und daher habe ich dort Oxyblock angewendet. Bei einem hellen Untergrund hätte ich es mir aber sicher zweimal überlegt.

    Trittleisten habe ich ausgerichtet und nicht wie sonst üblich vernietet, sondern geschraubt (war reine Bequemlichkeit wenn ich wieder mal die Leisten abnehmen sollte). Die aufgearbeiteten Leisten geben montiert, dem Trittbrett eine gewisse Struktur, ist aber zugegebener Massen nicht jedermanns Sache. Der Glanzfaktor des Trittbrettes wird noch nachlassen, wenn es dann schlussendlich vollständig abgetrocknet ist, wenn
    nicht werde ich da ein wenig nachhelfen, mal sehen.

    mal wieder der Vergleich zu vorher:

    so nächste Woche sollte mein Zündschlüssel und der 140 km/h Tacho kommen, mal sehen ob ich mich da nicht vergriffen habe....

  • ...es sollten eigentlich fast alle gängigen Teile von den 150er Vespa Motoren der WF passen, in wie weit das allerdings stimmt
    kann ich momentan noch nicht sagen.

    ...aber auch sonst bin ich drauf gekommen, dass viele Teile von anderen russischen oder osteuropäischen Motorrädern passen
    (Jawa, Ural, Dnepr etc.) Tacho, Zündspule, Scheinwerfer und und....das ist halt auch der Vorteil der zentral gesteuerten Produktion von Gütern
    in der damaligen Sowjetunion...

    zu meinem Motor: Funken habe ich bereits, Vergaser wird noch einem Ultraschallbad unterzogen und dann sehen wir mal..
    ...allerdings habe ich im Vorfeld schon gemerkt, dass die Kurbelwellenlager wahrscheinlich im Ar.... sind, von daher mache ich
    mir da eher weniger Hoffnungen ...
    wobei das eh nur relevant wäre für die vereinfachte Typisierungsprozedur, es kommt danach sicher ein anderer Motor rein..

  • kleines Detail für die Elektrotechniker:
    Habe mir gestern den Lichtschalter angeschaut,gereinigt und gängig gemacht.
    Bei der Vjatka gab es zwei verschiedene einmal mit Zündschlüssel und ohne bei den früheren Modellen (so um Bj. 60)

    alter Version (mit Killschalter und Hupentaster beides Funktion Schließer)

    neue Variante (mit Zündschlüssel und Hupentaster)

    zerlegt schaut das ganze dann so aus


    schön ersichtlich, bei gezogenen Zündschlüssel hätte die Bügelfeder mit dem linken Kontakt und dem Lichtschaltergehäuse (Masse) Verbindung und somit Motor aus.
    Wie bei den Killschalter der Vespa wenn das rote Kabel auf masse geht ist ebenfalls Zündung aus.
    Durch stecken eines Schlüssels öffnet der Kontakt und die Karre kann gestartet werden.
    Nachdem der Schlüssel schwer zu bekommen ist, werde ich den einer Ural/Denpr umbauen, der sollte dann
    auch das Seitenfach sperren..

    Wird dann noch mit einer Kerbe versehen, sodass bei halbgezogenen Schlüssel, der Motor dann aus ist

    Der Lichtschalter kann somit ohne großartigen Umbau beim Umrüsten auf 12 Volt weiter verwendet werden.

    Die Vjatka ist ursprünglich mit einer Batterie ausgestattet (Hupe, Bremslicht, Standlicht und Kontrolllampe Tacho sollten
    damit angespeist werden), fällt aber beim Umbau auf 12Volt bei mir dann weg

  • Finde echt schön dass du das so detailliert machst, es macht Spaß mitzulesen.

    Ganz einfache Technik verarbeitet. Ist die Vjatka normal 6 Volt

    Der Weg ist das Ziel zum Fahren. 2-)