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Cosa 200: Morgens Sprit unter dem Motor?

  • Moin, moin zusammen!
    Bin neu hier im Forum, daher eine kurze Vorstellung...
    Habe mir kürzlich einen Jugendtraum erfüllt und endlich eine Vespa zum Fahren und Schrauben erstanden. 200er COSA, Bj. 1990, 7700 km. Super originaler Zustand, optisch wie technisch. Vorbesitzer hat bereits reichlich investiert und einige Teile (vor allem Bremsanlage) revidiert. In meiner Obhut gabs letztes Wochenende bereits frisches Getriebeöl, neue Schläuche, Reifen und paar Kleinigkeiten.

    Nur einen Fehler hat die Dicke (noch): sie markiert un-/regelmäßig ihre Revier mit fossilem Brennstoff! Morgens entdecke ich mal mehr oder weniger Benzin unter dem Motor.
    Der Vorbesitzer hatte den Öltank, den elektr. Benzinhahn und entsprechende Schläuche gewechselt. Irgendwo da wird vermutlich der Fehler zu suchen sein.
    Werde mich jetzt auf die reale, dann auf die Forum-Suche und wenn anschließend immer noch erfolglos, an die direkte "Expertenberatung" im Forum wenden.
    Vielleicht hat aber jetzt schon jemand einen heißen Tipp für mich?

    Bis demnächst!

    M.

  • Erstmal muss man orten wo es herkommt ! Wenn das Benzin hinten am Motor runterläuft sind es meist die Vergaserdichtungen (Satz kosten ca. 5-8€). Wenn es untern Roller rauskommt ist es meist der Benzinschlauch oder Stutzen.... usw.

  • Hi, schau Dir mal die Schwimmerkammer an. Vermutlich ist der Fehler beim Nadelventil zu suchen. Dreck zwischen oder einfach verschliessen. Wenn dieses vernünftig schließen würde, läuft erst gar kein Benzin nach.

    Gruss

    Nur die Besten erleben den Herbst!

    - Vespa GTS 300 Super Sport
    - Vespa Rally 180
    - Vespa Rally 200, Bj: 1976
    - Vespa GL, Bj: 1964, O-Lack, 1. Hand, alles original, 2800 Km, absolutes Liebhaberfahrzeug!
    - Vespa VBB1T im Aufbau

  • willkommen im club der leidensgenossen.
    der e-benzinhahn schließt nicht immer vernünftig und auf das schwimmerventil würde ich mich auch nicht verlassen.
    am besten wenn sie mal nicht markiert (hahn ist also zu), stecker ziehen und lahm legen, dann nur noch das bypassventil nutzen.
    der sprit läuft wahrscheinlich an der kurbelwelle lüfterradseitig raus, so wars (ist) es bei mir.

  • moin, moin... das mach ich gerne. Sorry für die Funkstille! War beschäftigt: hab versucht das volle Programm durchzuziehen um alle möglichen Fehlerquellen zu beseitigen. Vergaser mit Gehäuse runter, alle Dichtungen gewechselt, Schwimmer, Nadel, etc. ausgetauscht. Eben alles zusammengebaut. Die Forenhinweise zum Neustart beachtet wie 3 l Gemisch getankt, Kickstarter trocken betätigt um Kolbenklemmer zu vermeiden und was soll ich sagen: die Kleine lief... aber nur kurz! Jetzt will sie nicht mehr. Hab schon Zündkerze gewechselt, manuellen Benzinhahn 2 Umdrehungen auf. Aber kein Mucks!
    Habt ihr noch'n Tipp?

    Grüsse

  • letztens hatte ich einen gaser zwischen, da war tatsächlich der schwimmer verkehrt eingebaut, hat also permanent die schwimmernadel gegen den sitz gedrückt, tztz, schau da mal nach.
    mach auch mal den kleinen runden deckel am gaser ab, da wo das sieb drunter sitzt, dann zündung an und du siehst ob sprit kommt, genauso zündung aus und den manuellen öffnen, muß dann auch sprudeln, wenn nicht, benzinschlauch gequetscht.

  • Ok danke, werd ich morgen mal überprüfen.
    Halte euch auf dem Laufenden...
    ...Also Schraubertag beendet: Benzin sprudelt sowohl elektrisch als auch manuell. Elektrischen Choke hab ich auch geprüft. Funktioniert. Was nun? Falschluft? Sämtliche Dichtungen habe ich bereits erneuert (s.o.). Das Ausgangsproblem scheint dadurch übrigens immer noch nicht behoben: es tropft weiterhin Benzin vermutlich hinten am Motor heraus. Hat noch jemand eine Idee, was ich noch prüfen könnte?
    Thx!

    Einmal editiert, zuletzt von mapilu (December 13, 2014 at 20:42)

  • So, nachdem nun wieder angenehme Temperaturen in der Garage herrschten habe ich mich der Dicken gewidmet. Nach systematischer Suche - mit 4-Augen-Prinzip - wurde die Ursache gefunden: ausgehängte Schwimmernadel!
    Nach dem Einsatz von Bremsenreiniger und ordentlich kicken lief sie dann auch wieder vernünftig.
    Allerdings ist sie mir zweimal nach dem Starten an der ersten Ampel wieder ausgegangen und erst nach paar Kicks wieder angesprungen. Lief dann aber wieder sauber.
    Habe neue Batterie verbaut, die bei morgendlicher Kälte den Startvorgang nicht packt. Habe sie gem. Verkäuferangaben ohne Laden verbaut. Nur Säure eingefüllt und fertig. Kann m.E. aber nicht die Ursache sein... Leerlaufdrehzahl liegt so bei 1500. Soll ja im optimalen Bereich zwischen 800-1000 Umdrehungen liegen. Habe aber das Gefühl, dass sie dann abstirbt. Gemischschraube war auch draussen, habe sie nach der Montage des Vergasers wieder ca. 1 Umdrehung rausgedreht.
    Bin am überlegen, ob ich den Vergaser nach der kompletten Zerlegung einmal vernünftig in der Werkstatt einstellen lasse. Was meint ihr?
    Danke u. Grüsse
    m

    PS.: bis jetzt ist sie noch trocken...