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Erwerb Vespa PK50XL2 - durchzuführende Arbeiten?

  • Hallo liebe Vespa-Forum Mitglieder,

    seit vergangenen Donnerstag bin ich Besitzer einer VESPA PK50XL2 mit EZ 1993
    und 8 Tsd km auf dem Tacho. Laut Vorbesitzer scheckheftgepflegt (dieses liegt mir
    vor) und erst im März diesen Jahres wurden Arbeiten durch eine Motorradwerkstatt
    durchgeführt:
    - Vergaser ausgebaut, gereinigt und eingestellt
    - Tank ausgebaut und gereinigt, Benzinschlauch ersetzt
    - Zündkerze ersetzt und Getriebeöl gewechselt
    - Zündung kontrolliert und Luftfilter gereinigt
    - Schaltung eingestellt
    Ich habe dieses Forum bereits mit der Suchfunktion durchforstet, konnte aber keine Antwort auf die Frage
    finden, welche Wartungsarbeiten euer Meinung nach noch durchgeführt werden sollten.

    Beim Vorbesitzer stand die Vespa mehr in der Garage, als das sie auf der Strasse unterwegs war. Ist leider auch mal in der Garage um
    gefallen, daher an den Seitenbacken verkratzt...

    Bei der Überführungsfahrt (ca. 80 km auf eigener Achse) ist mir aufgefallen, dass die Vespa im Leerlauf ausgeht, sofern
    man nicht mit dem Gas spielt und das die Hinterradbremse trotz "warmbremsen" quietscht- jedoch kein Verlust der Bremswirkung.
    Vor allem am Berg schien mir Durchzugskraft zu fehlen - über den 2.Gang hinaus ging es selten...
    Für Eure Anregungen wäre ich dankbar...

  • Eigentlich sollten die durchgeführten Arbeiten für diese Saison ausreichend sein. Warum sie trotz (angeblich) eingestelltem Vergaser ausgeht ist komisch. Solltest das Standgas einstellen.
    wie alt sind denn die Reifen? Evtl gehören die vielleicht erneuert

  • Tröte ausbrennen ist der letzte Scheiss ! Mach neu ... (Peter Fox) ..... Lala la ... Sing

    Aus Gelben Säcken werden Plastikroller gebaut ...
    Lieber Sehnenscheidenentzündung vom Schalten als nen krummen Daumen vom Starten...
    2Takt Islamist

  • Originale 50er Vespa ist am Berg im zweiten Gang am Limit, das ist normal.
    Quietschende Hinterradbremse habe ich auch an der XL2, würde ich auch als normal verbuchen. Wenn es quietscht, dann weiß ich immerhin, daß ich ausreichend Gewicht auf das Pedal bringe.
    Dreh mal die Anschlagschraube für den Schieber oben am Vergaser etwas rein. Also Leerlaufdrehzahl erhöhen und das nicht an der Gemischschraube seitlich am Vergaser.

  • Moin, die Arbeiten sehene doch schonmal ganz gut aus.

    Vielleicht für dich als Neuling ganz interresant, Vergaser reinigen und einstellen, sowie das Getriebeöl wechseln (SAE30 nix anderes!!!) macht man jedes jahr. Ich persönlich baue dabei immer den Tank aus, komme ich einfach besser and en vergaser, reinigen tue ich den abernicht. Den Luftfilter reinige ich bei der Gelegenheit auch direkt mit Bremsenreiniger und sprühe danahc wieder etwas Öl in diesen. Dann bin ich mit der Wartung für das Jahr fertig.

    Alles andere mache ich nur wenn Bedarf besteht.

    So jetzt zu dem Leistungsproblem "Berg" ist ja nicht gleich Berg, die Vespas sind nicht gerade übermotorisiert, weshalb hier auch viele mit 75ccm rum fahren (kein Versicherungsschutz und ggf fahren ohne Fahrerlaubnis). Wenn sie also auf einer Ebene schön auf ihre 50-55 kmh kommt würde ich erstmal sagen ist alles okay.

    Wie scho geschrieben, beim Absaufen kann es reichen das Standgas zu eröhen, dazu gibt es hier Vespa Vergaser richtig einstellen mit Bild eine schöne Anleitung. Lass dich nicht von dem Luftfilter aus Kunststoff verwirren.

    Bremsen quietschen kann alles mögliche sein. Eine möglichkeit ist, die Vespa verliert über den Simmerring öl und du hast deswegen die Reibbeläge voler Öl, allerdings solltest du das auch an der Bremswirkung merken. Andere möglichkeit, jemand hat mal zu lange gebremst und die Beläge sind verglast. Eigentlich hilft da nur die Trommel ab zu schrauben und nahc zu schauen. Dazu brauchst du einen Drehmomentschlüssel und nacher einen neuen SIcherungssplint.

  • Vielen Dank für eure Hinweise!

    Wie alt die Reifen sind, kann ich nicht sagen - ich konnte kein Produktionsdatum finden. Die Reifen haben allerdings noch sehr gutes Profil und scheinen meiner
    Meinung nach auch nicht spröde zu sein. Der Sicherheit zu liebe werde ich diese aber auf alle Fälle tauschen lassen...

    Kann das Standgasproblem evtl. mit dem Mischungsverhältnis zu tun haben? Ich musste vor der Überführungsfahrt volltanken - es wäre durchaus möglich, dass ich es mit Mischungsverhältnis "übertrieben" habe, da ich keinen Messbecher zur Hand hatte und die Skalierung auf der Ölflasche war nicht sonderlich genau - evtl. ist die Mischung etwas zu "fett" geraten... Ich werde den Tank jetzt mal leerfahren - aber vielen Dank für den Tipp mit der Einstellung des Vergasers!
    (Ich habe diesen heute auch unter dem Werkzeugfach entdeckt - juhu)

    Die Bremswirkung ist meiner Meinung nach in Ordnung - wenn ich das Fussbremspedal stark trete quietscht nichts - nur bei leichter Betätigung quietscht es, dann richten sich die Blicke der umstehende Leute auf mich. Den Austauch der Bremsbeläge werde ich auch dem freundlichen Zweiradmechaniker überlassen, da traue ich mich als Anfänger nicht ran und schließlich könnte davon mal mein Leben abhängen...

    Auf der Ebene läuft die Vespa locker ihre 50 km / h - ich denke, dass wird dann wohl doch an der Motorleistung liegen. Ich habe die Vespa auf eigenen Rädern durch den Schwarzwald von Freiburg nach VS überführt (2,5 Std Fahrt), da ging es schon ganz schön bergauf.

  • Das Mischungsverhältnis von 1:50 sollte schon eingehalten werden. Einen Messbecher zum abmessen des Öls selber basteln aus z.B. einer alten Flasche sollte auch den Dienst erfüllen.
    das Standgasproblem sollte aber eher am Vergaser gesucht werden.
    Das Wechseln der Bereifung und der Bremsbeläge ist zwar kein Geheimnis und auch recht einfach,aber vernünftig es machen zu lassen,wenn du es dir nicht zutraust!
    Schau doch mal nach einem erfahrenen Schrauber in deiner Nähe,dem du etwas über die Schulter schauen kannst.

  • Reifenwechsel empfehle ich dir selber zu machen, der Mechaniker wird ne Kriese bekommen und dir zoch Stunden berechnen, selber kostet es nur nerven und wirklich was falsch machen kann man da nicht wenn man schonmal an einem Fahrrad Reifen gewechselt hat.
    Die Felgen sind zwei geteilt. Du lässt die Luft ab, löst die Müttern und pumpst dann vorsichtig den Reifen wieder auf. Die Felgen trennen sich. Anschließend kannst du unter zu Hilfe von wd40 oder vergleichbarem den Reifen von der Felge pulen. Und ja der will nicht runter, drauf rum trampeln hat bei mir geholfen ;) fluchen hilft nur bedingt ;)

  • Nun ja - ich bin eben absolut kein Schrauber - der "freundliche" Zweiradmechaniker hat mir aber deutlich zu verstehen gegeben, dass mehr als Reifenwechsel
    nicht drin ist und das ich mich mit weiteren Problemen nicht an ihn wenden soll.

  • Eure Tipps und Anregungen haben mit Mut gemacht :)
    Ich habe den Termin jetzt abgesagt und mir ein Handbuch für die Reparatur- und Wartungsarbeiten
    an meiner Vespa bestellt.
    Ebenso habe ich die Ersatzteile (Birnen für die Tachobeleuchtung, Reifen - ich mach´s mir für den Anfang einfach und nehme auch neue Felgen, Bremsbeläge hinten incl. Sicherungsring und Federn) bestellt.
    Man wächst schließlich an seinen Aufgaben :)

  • Nun ja - ich bin eben absolut kein Schrauber - der "freundliche" Zweiradmechaniker hat mir aber deutlich zu verstehen gegeben, dass mehr als Reifenwechsel
    nicht drin ist und das ich mich mit weiteren Problemen nicht an ihn wenden soll.

    Was ist denn das für ein armseliger Mechaniker?

  • Du brauchst für die einfachen Arbeiten einen VERNÜNFTIGEN Ratsche Kasten mit Nüssen von 7-24. Maulschlüssel, Kreuz,Schlitz in verschiedenen größen. Rohrzange, Spitzzange. Damit ist schon viel getan. Nutze bitte den Vorteil einer alten Vespa und mache zumindest die ganz kleinen Sachen selbst.... Reifenwechsel isn Witz. Da spart man Geld im Vergleich zu den Yoghurtbechern von heute. Auch bei einer Vergaserreinung schreien Anfänger erstmal auf... is auch n Witz... Hört sich immmer so spektakulär an aber is leichter als Lego-technik :D
    Du hast ein gutes altes Fahrzeug, dass noch so gebaut wurde um dir selbst zu helfen. Ich habe bis 2013 sogut wie 0 Erfahrung mit Mechanik/Motoren / Fahrzeugen gehabt. Hab mir ne XL2 gekauft und wusste nicht mal was ein Choke ist und dann alles Learning by doing. Ich nenn mich sicher nicht Experte, da gibt es hier Leute mit viel, viel mehr wissen aber die basics, die ich brauche, kann ich. Also Trau dich. Es ist im übrigen ein viel besseres Gefühl mit ner Vespa zu fahren und zu wissen, wenn jetzt der Seilzug reißt bin ich nicht verloren.

    Quietschen der Bremse kann mehrere Ursachen haben, die schon genannt wurden. Bei mir wars einmal lediglich das schmieren des Drehnippels, also der, der sich bei tätigen der Bremse bewegt und die Bremsbacken nach außen drückt. Wichtig: hier kein Fett verwenden sondern Kupferleitpaste. Sehr schnell gemacht. Oft Wird aber auch mal die [lexicon='Bremstrommel',''][/lexicon] unrund. Dan müsste man bei der Hand anlegen oder ne neue (ca. 30 Euro) draufhauen. Was ich noch empfehle würde wäre das Schmieren der Lenkkopflager oben und unten. Die sind mit den Jahren total trocken. Muss man nun auch nicht zwanghaft die Gabel ausbauen. Man kann im Lenkerbereich reingucken und mit Röhrchen reinsprühen genauso wie bei dem unteren Lager, wenn man die Kaskade ("schnauze" vorne) abmacht. Das verteilt sich schon.... Zwecks ausgehen: Standgas erhöhen. Hat das was gebracht? Wie läuft sie den sonst hoch? Dreht sie ggf. manchmal hoch ohne Einfluss von dir oder so ?

    Edit: Beim schmieren der Lenkkopflager unbedingt Sprühfett/Lagerfett nehmen z.B von Liquid Molly. Kein WD40! Das schmiert nur kurze zeit und trocknet eher das Lager aus !

    Einmal editiert, zuletzt von VespaLu (May 13, 2016 at 11:16)

  • Wie sieht es denn mit der Grundausstattung an Werkzeug aus? Genügt hierfür das Bordwerkzeug?
    Was sollte da euer Meinung nach angeschafft werden?

    Ein Drehmomentschlüssel wäre auch noch gut. Den kannst du dann auch direkt zum Reifenwechseln im Winter benutzten ;)

    Und ein Multimeter zum Spannung messen, am besten eins mit "True RMS"

  • Bezüglich Standgas:
    Das "Motörchen" läuft ansonsten ganz normal, also sie dreht nicht ohne meinen Einfluss hoch. Laut der vom Vorbesitzer vorgelegten Rechnung wurde der Leerlauf erst im März dieses Jahres eingestellt. Ich vermute, dass mir die Mischung etwas zu fett geraten ist... Ich werde den Tank leer fahren und dann mit dem Messbecher mischen, wenn´s dann noch nicht stimmt, werde ich das Standgas erhöhen.

    Ich habe mich gestern erstmal erst mal mit dem Austausch der Blinkergläser (eines war gerissen - habe aber gleich alle ausgetauscht) und der Rückrüstung auf
    einen originalen Seitenspiegel beschäftigt. In dem montierten Spiegel habe ich ausser mir selbst kaum etwas gesehen, zu dem hat er sich ständig während der
    Fahrt verstellt...

    Am Samstag werde ich dann die nicht funktionierende Kontrollleuchte für das Ablendlicht tauschen und in diesem Zuge gleich alle Birnchen für die Kontrolleuchten - wenn ich die Abdeckung schon mal abgenommen habe...

    Vor dem Austausch der Bremsbeläge werde ich mal das Schmieren des Drehnippels testen - wie bereits geschrieben, ist die Bremswirkung normal - nur das Quietschen nervt mich...

    Hoffentlich kommen morgen meine Ersatzteile - ich werde euch über meine Fortschritte informieren :)