Vespa Primavera 125ET3 läst sich nur sehr schlecht bzw. schwer runterschalten.

  • Hallo leute.

    Ich habe seit kurzem eine ET3 und die läst sich seit kurzer zeit nicht mehr schön Runterschalten.

    Raufschalten ist kein Problem.

    Wenn ich den Drehgriff bewege habe ich am Anfang einen längeren weg als beim Raufschalten und dann geht es extrem schwer den gang zu schalten.

    Am schlechtesten geht es von 3 auf 2 und 2 auf Neutral bzw 1.

    Vom 4 auf 3 geht etwas leichter.

    Was denkt ihr liegt es an der Seilzugeinstellung oder ist da etwas im getriebe faul?

    Ich habe die Vespa vor 3 wochen gekauft und der Vorbesitzer hat dem Motor machen lassen und unter anderem wurden folgende Teile verbaut.

    Habe die liste im Anhang.


    Hilft evtl weiter bei der Beurteilung.

    Desweiteren ist mir aufgefallen das die Kupplung relativ schwer zu drücken ist im gegensatz zu meiner V50R,ist das bei den verbauten Komponenten normal?

    Wäre toll wenn jemand Tips für mich hätte.

    Wünsche allen einen schönen Sonntag.






    MfG Andi

  • Nachdem bei dir eine verstärkte Kupplung zum Einsatz kommt, musst du auch mehr Kraft als bei deiner V50 aufwenden.

    Sofern bei dir jetzt der Schraubnippel am Kupplungshebel verrutscht ist, so trennt die Kupplung nicht mehr richtig und das Schalten geht schwerer.

  • Vespagetriebe sind altmodische Ziehkeilgetriebe.
    Die brauchen immer einen Restschlupf der Kupplung, um durchschalten zu können.
    Funktioniert die Kupplung nicht richtig oder ist der Kupplungszug nicht passend gespannt, klappt das nicht.


    Ausserdem:
    An dem ganzen Motor wurde alles unternommen, um das Schalten und Kuppeln zur Qual werden zu lassen. Möglicherweise der Grund, warum der Vorbesitzer das Ding verhökert hat und du der Glückliche bist.

    Da ist eine "verstärkte Kupplung" eingebaut mit stärkerer Kupplungsfeder (Polini: die ist extra stark). Ist also logisch, daß du den Kupplungshebel mit mehr Kraft ziehen musst, da das Ziehen des Hebels gegen die Stärke der Feder stattfindet.


    Ausserdem hat der Bastler eine verstärkte "DRT" Schaltklaue eingebaut. Auch hier wieder eine stärkere Rastfeder und wahrscheinlich der Typ Klaue mit den steileren Rastkurven als normal. Das Schalten erfordert dann zusätzlich zu der anstrengenden Kupplung ebenfalls mehr Kraft.
    Und wenn dann das Spiel der Schaltzüge nicht fein und delikat abgestimmt eingestellt ist, vermiest einem das das Herunterschalten. Is eh klar.


    Wozu eigentlich der ganze Aufriß? 25 PS Zylinder? Roller für Beschleunigungsrennen?

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
    Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht. Es ist Nacht in Baskerville.
    Cindy und Bert, 1970

  • Hallo.

    Die vespa hat laut leistungsdiagram ca 16ps und nicht 25Ps.

    Ich hab kein problem mit der härteren kupplung wollte jaauch nur wissen ob es mit diesen Komponenten so normalist.

    Wie kann ich das verstehen?


    Vespagetriebe sind altmodische Ziehkeilgetriebe.

    Die brauchen immer einen Restschlupf der Kupplung, um durchschalten zu können.

  • Vespagetriebe sind altmodische Ziehkeilgetriebe.

    Die brauchen immer einen Restschlupf der Kupplung, um durchschalten zu können.

    Die Naßkupplung kann nur dann funktionieren, wenn etwas Restschlupf da ist, der ermöglicht, dass die Nocken der Schaltklaue zwischen den Gangrädern wandern können.


    Wenn Du Deine Vespa hinten aufbockst, siehst Du den Restschlupf am leicht mitdrehenden Hinterrad.

  • Ich hab kein problem mit der härteren kupplung, wollte ja auch nur wissen ob es mit diesen Komponenten so normal ist.

    Vier-Scheiben-Kupplungen sind häufig schwer einzustellen. Der Bereich, in dem sie optimal trennen und genügend Restschlupf haben, ist da ganz schmal.


    Ich würde die Polinifeder lassen und ansonsten auf die klassische Standardversion umbauen, wenn Du den Punkt nicht treffen kannst.

  • So, um jetzt mal deine Frage zu beantworten..... das Getriebe schaltet über 2 Züge hoch und runter. Unten am Motor kommen die an und können dort auch ge-oder entspannt werden. Vermutlich hat einer der Züge sich gelängt oder die Mutter zur Befestigung hat sich losgedreht. Da einfach mal schauen.


    Und ja, so eine Polini-Feder zieht sich unnötig schwer.

  • Hallo.


    Habe heute mal die Schaltzüge eingestellt und das Getriebeöl gewechselt.

    Scheinbar habe ich als ich den Brems und Kupplungshebel vor kurzen gewechselt habe den Kupplungszug zu stark gespannt und dadurch scheinbar das Schaltverhalten vor allem beim herunterschalten verschlimmbessert.

    Auf alle fälle lässt sich die ET3 momentan für mich zufriedenstellend schalten.

    Die notwendige Kraft für die Kupplung kann ich auch aufbringen.8o

    Danke nochmals für die Tips.

    MfG Andi