SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Mehr Gußeisen für die Keksdose

  • So liebe Kollegen,

    ich habe mich jetzt endgültig als brillanter Fachmann für hydraulische Bremsen bewiesen...lmao

    Ich war letzte Woche etwas damit beschäftigt, abends Brennholz mit dem Einachsschlepper zu holen, deshalb hatte ich nicht viel gemacht.

    Ich habe neue Fittinge bei Spiegler bestellt, nachdem ich den einen oben vermurkst hatte und mir der andere unten etwas abgewinkelt als sinnvoller erschien.

    So eine Stahlbus-Entlüftungsschraube hatte ich auch bestellt, aber die paßt nicht, ohne sie etwas abzudrehen. Sie stößt an der zu kleinen Aussparung für die Entlüftungsschraube an der Ankerplatte an.

    SC hat auf meine Email nicht reagiert, keine Ahnung warum. Ist aber auch egal, ich habe es nochmal versucht gestern mit dem neuen Fitting.

    Zuvor hatte ich mit einer bestellten ATE Bremszylinderpaste die TPH Bremspumpe ordentlich geschmiert.

    Gestern alles wieder fliegend aufgebaut, gefüllt und versucht zu entlüften. Irgendwo mußte aber noch Luft drin sein, die Backen haben sich nur ein paar Zehntel bewegt.

    An einen Defekt glaubte ich nicht mehr, mir schien meine Unfähigkeit, das System zu entlüften (immer noch auf die alte Methode mit Pumpen, weil das an der Ape für die Hinterachse eigentlich ganz gut funktioniert). Es kam keine Luft mehr, aber die Bremswirkung verpuffte und es mußte noch Luft drin sein.

    Dann habe ich abends ewig im Netz nach Tricks für diese Pumpe gesucht, aber alle Sfera und TPH Fahrer dieser Welt stellen sich offenbar nicht so doof an wie ich.

    Des Rätsels Lösung fand ich dann im GSF. Das Problem bei der Pumpe ist, daß meine Lage (und eigentlich auch die unter einem Vespalenker ala Automaticadett ) völlig unnatürlich ist für diese Pumpe. Hochkant (wie in der Sfera verbaut) kann die Luft raus.

    Ich bin vom Glauben abgefallen. Wenn man diese Pumpe und die Position ihrer beiden Anschlüsse für Druckleitung und Behälter anschaut, hätte ich auch selber drauf kommen können. Die Anschlüsse sind seitlich auf Höhe der Achse des Kolbens angebracht. Dadurch bildet sich in liegender Position oberhalb der Bohrungen eine Luftblase, die nirgends raus kann.

    Man muß das Ding jetzt nicht hochkant wie in der Sfera halten, es reicht, sie um 90 um die eigene Achse zu drehen, damit die Anschlüsse nach oben zeigen.

    Also war klar, daß ich meinen Halter aus Alu umbauen müßte, Anschlüsse nach oben.

    Soweit entlüftet dann mal das System in Betrieb genommen an der Werkbank:

    Tja, dann war ich an dem Punkt, den ich immer so etwas ganz tief im Hinterkopf hatte, den ich aber irgendwie nicht sehen wollte, weil diese TPH-Pumpe so schön klein und praktisch ist und für meinen Fall nahezu ideal.

    Dieser kleine 11 mm Kolben reicht einfach nicht für den Riesen Kolben in dem Bremszylinder in der C81 Bremse. Das kleine Kölbchen mag für eine Scheibenbremse taugen, für eine Trommelbremse nicht. Die Wege sind einfach zu lang, die der kleine Kolben machen muß.

    Die ca 10 mm Weg nach Verschluß der Entlüftungsbohrung entsprechen 0,95 ml an verdrängtem Volumen.

    An den Bremsbacken konnte ich dann schön messen, wieviel Weg die Machen bei diesem Hub. Ziemlich genau 3 mm am Zylinder.

    Daraus ergibt sich ein errechneter Kolbendurchmesser des Bremszylinders von 20 mm.

    Mit der Bremspumpe kriege ich die Bremsbacken zum besseren Kratzen, der Weg reicht nicht aus, damit die nächste Nachstellraste erreicht wird. Damit ist die Bremspumpe raus.

    Wenn jemand also eine neue TPH Bremspumpe für einen guten Preis haben will, ich hätte eine übrig....:D

    Tja, also zurück auf Los. Ich habe dann mal einen alten Hauptbremszylinder der Ape geholt, der hat einen Kolben von 18 mm. Habe dann mal den Hub gemessen in der Ape, da werden rund 2 ml verdrängt, bis die Backen anliegen in beiden Bremsen. Ergo sind dort wohl die Kolben in den Bremsen auch etwas kleiner als in der C81 Vorderradbremse.

    Ich habe dann im Netz noch etwas gesucht. Im GSF gibt es Umbauten von PX auf Cosa-Bremsen. Für hinten mit dem etwas kleineren Kolben schein bei zumindest einem eine TPH-Pumpe zu reichen.

    Für den größeren Bremskolben an Vorderradbremse der Cosa empfiehlt einer eine Bremspumpe mit 14er Kolben.

    Ich habe jetzt keine Ahnung, wie ich das bewerten kann und ich bin deshalb noch etwas unschlüssig, auf welchen Durchmesser ich mich festlegen soll. Tendentiell eher zu einem großen Kolben und dann ggf. die Übersetzung wieder über den Betätigungshebel holen.

    Interessant wäre tatsächlich die Bremspumpe der Cosa. Die bedient zwar zwei Trommelbremsen, sollte deshalb auch einen nicht zu kleinen Kolben haben (vielleicht weiß jemand den Durchmesser), aber da ich die Anlenkung jetzt selber bauen muß, wäre das egal.

    Die Cosa-Bremspumpe hat den Charme, daß die Anschlüsse in liegender Position alle oberhalb der Gürtellinie des Zylinders liegen, also leicht zu entlüften in meiner Einbausituation und ein Druckanschluß liegt so, daß ich nicht nochmal bei Spiegler Fittinge bestellen muß.

    Ich forsche jetzt noch etwas im Netz und dann mal schauen. Eine Cosa-Pumpe von CIF oder so kostet jetzt auch nicht die Welt. Da gibt es ab 60 Euro schon was in neu.

    Einen Druckanschluß müßte ich halt abstopfen, aber das wäre ja kein Problem.

    Also das Ganze zieht sich noch etwas....

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Vielen Dank, liebe Kollegen!


    So, heute habe ich den alten HBZ von der Ape komplett zerlegt und im Sprudelbad gereinigt. Das kam mir dann irgendwie bekannt vor:

    In einem anderen Beitrag hier im Forum (man möge es mir verzeihen) hat ein lieber Kollege einen Cosa-HBZ zerlegt gehabt:

    Mir kam der Guß-Körper des Cosa-HBZ schon irgendwie so ähnlich vor, aber nun ist es klar. Den haben die Jungs aus Pontedera aus dem HBZ der Ape abgeleitet, der sich ja seit Ende der 60er Jahre in der Keksdose bewährt hat, um 2 handnachgestellte Bremszylinder parallel anzusteuern.

    Der Kolben aus der Ape ist auf der Hebelseite etwas länger und tiefer gebohrt für die längere Druckstange, der wesentliche Rest auf der hydraulischen Seite ist gleich. Auch die Nut im Kolben, in die ein Bolzen eingreift, ist gleich. Nur bei der Ape ist es tatsächlich ein Bolzen, in der Cosa ein Tellerchen mit einem Zylinder dran. Ich würde mich wundern, wenn die Innereien nicht austauschbar wären.

    Nochmal gemessen, entgegen der Schätzung in die Bohrung ist der Kolben nicht 18, sondern 19 mm.

    Dann ich habe ich beschlossen, diesen alten Zylinder wieder für einen Grundsatzversuch zu ertüchtigen. Etwas kugelstrahlen an den entsprechenden Stellen und bürsten und einen Adapter drehen, damit an den hinteren Anschluß eine Hohlschraube mit M10x1 geschraubt werden kann.

    Das Gewinde in dem Ape-Zylinder war irgendetwas anderes. M10x1,25 war es nicht, ich dachte es war 3/8"". Mit dem habe ich dann aber auch noch Späne gemacht, also keine Ahnung, was das ist. Der Adapter hat auch 3/8" bekommen und das ganze ist mit Gewindedichtmasse verklebt:

    Die Stahlbusschraube habe ich am zweiten 6-Kant auf 9,5 abgedreht, damit sie an die Ankerplatte paßt:

    So, dann habe ich mal die Plörre aus dem System gelassen, den ganzen Käse mit ATE-Paste zusammen genagelt und das alte Pedal der Ape irgendwie falsch herum montiert, damit ich drücken kann. Den alten Vorratsbehälter noch drauf und fertig.

    Der Zylinder hat in der Ape geleckt, aber für den Versuch reicht es:

    Jetzt sieht es etwas anders aus. Die Backen machen ausreichend Hub, damit die automatische Nachstellung nachrasten kann.

    Bei montierter Bremstrommel und komplett zurück gestellter Nachstellung gehen die Backen nach 6 mm Hub an der Bremspumpe auf Druck. Wieviel davon der Weg für das Schließen der Ausgleichsbohrung ist, weiß ich nicht. Ist aber eigentlich wurscht, weil auch den Weg muß ich ja jedes Mal überwinden.

    Jetzt ging dann die Messerei los....Wenn ich meinen alten Bremshebel mal soweit drücke:

    macht der Zug einen Weg von 13 mm. Lege ich jetzt mal das Hebelverhältnis meines Edelstahlhebel (20/31 für die äußere Bohrung) zugrunde, brauche ich 9,3 mm am Seilzug, um die Backen an die Trommel anzulegen. Es fehlen also noch 3,7 mm um die Postion des Bremshebels auf dem Bild zu erreichen.

    Das erscheint mir genug Spielraum, damit ich immer die Backen an die Trommel angelegt bekomme, selbst wenn noch etwas Elastizität im System vergaben ist. Besonders viel Kraft konnte ich ja nicht auf das Pedal an der Werkbank bringen, weil der Ape-HBZ in dem putzigen Proxxon-Schraubstock gespannt war.

    Ich würde mal sagen, so sollte einigermaßen funktionieren. Ggf. muß ich mir einen anderen Hebel machen, was natürlich schmerzhaft wäre nach der aufwendigen Anfertigung des Edelstahlhebels. Aber gut, das ist verkraftbar. Ein neuer Hebel würde dann eventuell geometrisch etwas einfacher ausfallen, weil er nicht 1:1 in die TPH-Pumpe passen muß.

    So, jetzt schaue ich nochmal in die Ape, ob der etwas größere Bremszylinder da ebenfalls unterbringbar wäre und dann schaue ich nach einen Angebot für einen neuen Cosa-Hauptbremszylinder.

    Was jetzt natürlich generell die Frage ist, wie groß wird die Verbesserung der hydraulischen Bremse am Schluß wirklich sein. Ich verbrate einen nicht unerheblichen Anteil der Übersetzung dafür, daß ich mindestens den Hub der automatischen Nachstellung überwinden kann. Wäre die Bremse manuell nachstellbar wie an der Cosa oder an der Hinterachse der alten Ape-Bremsen, könnte ich eine größere hydraulische Übersetzung fahren und hätte mehr Dampf auf der Trommel.

    Mal schauen, was rauskommt, wahrscheinlich ist der Umbau für'n Arsch...lmao

    Gruß Paddy.

    P.S.: Denkt dran, wer eine günstige neue TPH-Pumpe haben will, einfach melden. Gekostet hat sie bei SC glaube ich um die 90 Euro. Ich gebe sie gerne für ca. die Hälfte her. Kommt dann mit dem originalen Hebel. Ansonsten lege ich das Ding auf Lager zum Spielen.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Laverdalothar die Cosa-Bremspumpe hat auch M10x1 wie die TPH-Pumpe. Nur die Ape-Pumpe ist da anders unterwegs.


    So Männer,

    dieser Umbau und ich werden irgendwie nicht warm....Es gibt viertausend Bremspumpen zu kaufen, aber irgendwie paßt einfach keine so richtig für diesen Anwendungsfall. Entweder stimmt der Kolbendurchmesser nicht, oder die Anordnung der Anschlüsse.

    Naja, habe mittlerweile eine nagelneu Cosa-Bremspumpe bestellt und erhalten. Marke RMS für 59 Euro plus Versand:

    Dann gleich mal geöffnet:

    Ganz praktisch gemacht, der Druckbolzen hat ein schönes Kugelende mit 10 mm Durchmesser und wird von einer Platte gehalten. Alles ziemlich chic soweit bis auf ein Detail: Der Kolben ist größer als in der Ape-Pumpe und hat anstatt 19 mm 22 mm Durchmesser. Quadriert macht das dann ein Verhältnis von 1,36 im Vergleich zu der Ape-Pumpe.

    Heißt, der Weg wird also weniger als bei meinen schönen Versuch mit der Ape-Pumpe...

    Wenn ich das Ding jetzt verwenden will, muß also das Hebelverhältnis anders werden, um die andere hydraulische Übersetzung auszugleichen.

    Jetzt habe ich halt so das Volumen X an Hydraulik, das ich brauche und habe halt den Weg Y am Handbremshebel, den ich halt auch nicht ändern kann.

    Aber ich kann den Gesamtweg nicht linear nutzen und quasi über den Weg des Kolbens bzw. des Handhebels eine Übersetzungsänderung einbringen. Dabei hilft dann CAD:

    Vielleicht kann man es erkennen, die beiden linienförmigen WInkelhebel zeigen beide Positionen. Das wichtige Detail ist, daß der Hebel auf der Kolbenseite sich zunehmend verkürzt und der Hebel auf der Zugseite sich zunehmend verlängert.

    Die in der Länge verstellbare Schubstange sollte es mir ermöglichen, mich da einigermaßen schön an den Druckpunkt ran zu tasten. Dem Hebel auf der Zugseite will ich verschiedene Einhängemöglichkeiten geben, um dort auch flexibel zu sein. Den Anschlagblock für den Zug werde ich wohl etwas drehbar machen müssen, damit ich den Winkel des Zuges verstellen kann. So mal der Plan.

    Die Draufsicht dieses doch deutlich größeren Ensembles habe ich mal ausgedruckt und in die Ape gehalten, das kriege ich noch unter:

    Die schraffierte Ecke muß etwas beschnitten werden, aber das habe ich an der alten Platte ja auch gemacht.

    So, die grobe Auslegung steht, jetzt werde ich nächste Woche mal eine neue Platte fräsen und mir irgendwie einen schwenkbaren Anschlagblock ausdenken.

    Dann braucht es noch einen "Pfosten", auf dem der Drehpunkt des Winkelhebels sitzen wird und einen Winkelhebel.

    Den Winkelhebel mache ich dann zum Testen ganz grob in Alu oder so, bevor ich wieder einen Aufriß in Edelstahl aus dem Vollen mache.

    Schauen wir mal, ich berichte.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Solange beide Kolben die gleiche Verdrängung bei identischem Hub aufweisen ist die Rechnung noch einfach. Wenn der Geberkolben aber nur 3/4 des benötigten Verdrängungsvolumens hat, daß von den(m) Nehmerkolben gebraucht werden wird der Hebelweg länger. Paddy baut nun eine verstellbare Übersetzung ein um den für Ihn optimalen Hebelweg zur gewünschten Bremsleistung zu erzielen.

    Paddy korrigiere mich bitte, falls ich Dich falsch verstanden habe.

    Gruß Jürgen

  • JayKuDo Ja, Jürgen, du hast es richtig verstanden.

    Hinzu kommt tatsächlich noch eine Nicht-Linearität Fantine

    Durch meinen geplanten Winkelhebel will ich den Druckpunkt mehr in die Nähe des Maximums der Sinusfunktion legen.

    Wenn ich einen Hebel habe, der eher 90 Grad zu der Schubstange des Geberkolbens steht, bin ich näher am Nulldurchgang der Sinusfunktion und bin näher an einer linearen Übersetzung dran.

    Durch die in der Länge einstellbare Schubstange, die auf den Kolben drückt, kann ich bei entsprechender Vorauslegung am CAD mich schön in das obere Drittel der Sinuskurve legen.

    Auf der Seite, an der der Zug eingehängt wird, gehe ich mit dem Winkelhebel auf die andere Seite der oberen Sinushalbwelle und mache mir dann über verschiedene Einhängemöglichkeiten dann mein finales Übersetzungsverhältnis für die entsprechende Nutzung des Weges vom Bremshebel am Lenker.

    Also erst Druckpunkt einstellen und dann die Zugseite. Von den Hebelverhältnissen ist das am Besten erklärt, in dem man sich meinen Hebel als Sackkarre vorstellt. Je mehr ich die kippe und die Ladefläche in Richtung 90 Grad zum Boden geht, desto leichter ist es, das Gewicht anzuheben. Bei der Sackkarre kommt halt meist noch dazu, daß der Schwerpunkt des zu transportierenden Gegenstandes noch über den Drehpunkt fällt.

    Ich meine aber rein die Hebelverhältnisse. Mein Winkelhebel ist quasi mit einer Sackkarre zu vergleichen. Oder so ein halber Kniehebel, wenn man so will.

    Letztlich imitiere ich ein wenig den Bremsnocken in einer Trommelbremse. Die Backen machen auch bei den ersten Winkelgraden mehr weg. Je mehr Winkel der Bremshebel macht, desto mehr ändert sich das Übersetzungsverhältnis.

    Soweit die Theorie, ob das alles so hinhaut, werden wir sehen.

    Übertreiben darf ich das Ganze aber nicht. Wenn man zu sehr an das Maximum des Sinus kommt, kann die Bremse quasi stecken bleiben. Bleibt also ein bißchen eine Einstellungssache. Näher ran wie 30 Grad vor den gestreckten Zustand wird vermutlich zu riskant sein.

    Da werde ich mich rantasten müssen und immer im Hinterkopf behalten, daß die Backen ja noch etwas verschleißen, bis die Nachstellung in die nächste Raste fällt...

    Ich habe keine Ahnung, ob mein Gefasel jetzt wirklich Klarheit gebracht hat...lmao

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.