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Variogebastel für einen Zweitmotor PK XL 50 Automatik

  • Hallo liebe Kollegen,

    da meine PK gerade mit ihrem alten 75er Pinasco Motor meiner Tochter große Freude bereitet und sie viele Kilometer macht, habe ich mich dazu entschlossen, einen zweiten Motor aufzubauen als Ersatz. Der alte läuft zwar wirklich gut, aber er sollte mal eine Revision bekommen.

    Als ich mit meinem Spezialprojekt "130 Kubik und Standard-Komponenten" gestartet habe, hat mir der liebe Mario Egal106s16 zwei Motoren als Basis geschickt. Einen davon habe ich für den Spezialmotor verwendet, der andere blieb unbelassen im Lager:

    Hier steht übrigens auch der 130er:

    Also, der zweite Motor sieht zwar etwas rustikal aus, ist aber soweit mal vollständig bezüglich der Innereien und stellt aus meiner Sicht eine gute Basis dar. Damals hat Mario mir in dem anderen Motor noch eine super erhaltene Kurbelwelle mitgeschickt (Rundlauf auf dem Niveau meiner 430 Euro Fabbri 53/105, die in meiner Ape arbeitet). Somit sind alle wesentlichen Innereien da.

    Dann geht natürlich das alte Thema los. Variomatik. Gut erhaltene Polräder und Varios sind halt begehrt und teuer. So mal alles was dazu gehört vom Wandler über die Vario bis Polrad, den gesamten Strang, kann man schon mal 500 Euro ausgeben...Je nach Zustand.

    Dann kam mir der alte Gedanke mal wieder, da kann man vielleicht etwas bauen. Also mal im Netz nach Zeug gesucht und eingekauft. Ziel: Kupplung/Wandler original, aber Vario aus neuen Komponenten.

    Habe dann recht günstig eine etwas ausgenudelte Kupplung mit Riemenscheiben gefunden für 60 Euro, was kein schlechter Preis ist und 3 Polräder in Summe zusammen für 60 Euro.

    Die Kupplung muß ich eventuell etwas aufarbeiten und die Polräder sind 1:1 komplett unbrauchbar, aber ideal zum Basteln. Ein ziemlich ramponiert ohne Steigscheibe, eines von einer Automatica ohne Anlasserkranz und eines mit kaputter Steigscheibe.

    Was dann noch gefehlt hat, war die originale Variohülse mit der 17-zähnigen Innenverzahnung. Die hat mir natürlich der liebe Mario zukommen lassen. Die ist wichtig, weil die Vario Formschluß zur originalen Kurbelwelle braucht. Die vordere Riemenscheibe ist optional, weil da kann ich zur Not eine neue von einem Scooter nehmen.

    Ein paar ausgenudelte Varios zum probieren und messen habe ich noch von 2020, ebenfalls von Mario:

    So, das ist jetzt mal die Basis.

    Wenn man jetzt einfach mal eine der Varios und die Ori-Hülse montiert, sieht man schon so ein bißchen, wo es hinläuft. Die Vario ist zu groß (19er Rollen), aber man merkt schon, daß es eine kleine Vario mit kleinen Rollen werden muß, damit die nach hinten ausreichend ausweichen kann:

    Der 15er Riemen hier geht nicht weit genug runter mit der großen Vario. Ausgefahren paßt das auf die recht kleine Ori-Scheibe:

    Von hinten sieht man, daß die große Vario schon an der Polradnabe anschlägt, das muß kleiner werden:

    Dann mal einfach auf das Polrad mit der kaputten Steigscheibe eine 15er Ori-Vario-Rolle in der Höhe gemessen und auf das andere Polrad eine flache Steigscheibe gelegt und eine selbstgedrehte Delrinrolle mit 16 gelegt. So in der Rollenposition (Riemen vorne kleiner Durchmesser ist das vergleichbar hoch (58 zu 56 mm oder so):

    Also das könnte einigermaßen hinhauen.

    Was brauche ich jetzt, ich brauche eine Standard-Vario mit 15x12er Rollen oder mit 16x13er Rollen, deren Steigscheibe ich irgendwie ausdrehen kann, damit ich sie irgendwie mit der Polradnabe verbinden kann.

    Varios mit den kleinen Rollen haben meist eine 20er Variohülse, die der PK hat 22mm. Also sollte die Vario innen noch etwas Fleisch haben, damit ich sie mit 22 ausbuchsen kann.

    Vermutlich werde ich jetzt einfach mal eine komplett popelige Vario für einen Massenmotor bestellen, damit ich mal was in der Hand habe zum probieren. Ganz billige Nachbauetn gibt es für 20 Euro. Zum Spielen, messen und kaputt machen reicht das.

    Wenn dann feststeht, was ich genau brauche, wird dann eine richtige gekauft und umgearbeitet.

    So der Plan, vielleicht klappt es.


    Viele Grüße,

    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • da meine PK gerade mit ihrem alten 75er Pinasco Motor meiner Tochter große Freude bereitet und sie viele Kilometer macht

    Was ist denn mit dem anderen Projekt für Deine Tochter? Hattest Du ja parallel zur Ape gestartet. Was war das noch? Apilia? KTM?

    Aber hier wirst Du auch wieder auf 1/1000 genau arbeiten, wie wir Dich kennengelernt haben.

    Als nächstes kommt dann vermutlich nen Automatik-Motor in die Ape, zum Rückwärtsfahren dann irgendwie umdrehen (a la Glühkopfmotor o.ä.), oder wie bei den DAF-Kisten...

    Du wirst uns sicherlich weiter überraschen, mit neuen Ingenieurs-Ideen. Wir freuen uns drauf!

  • Aprilia läuft (etwas schnell halt...), sie fährt beides. Bei der Aprilia mußte ich noch ein paar Anpassungen vornehmen, unter anderem den Kupplungshebel näher an den Lenker bringen und gleichzeitig den Weg unten am Getriebe gleich lassen. Mußte einen nagelneuen Aprilia-Originalhebel kunstvoll umarbeiten, damit das Original aussieht, der Anschlag einstellbar ist und die Anlenkung der Zugtonne einen von 24 auf 30 mm geänderten Hebel hat...Jetzt kann sie kuppeln...klatschen-)

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Vielen Dank, liebe Kollegen,

    so, ich habe mittlerweile alle Teile mal gereinigt, damit man das Zeug auch anfassen kann. Die lose Nabe aus dem einen der drei Polräder ist sehr praktisch für Messungen, Probesteckereien und Konstruktion:

    Ich habe das dann mal so ins CAD genommen, Kurbelwellenstumpf, Nabe und Original-Variohülse von Mario:

    Wird ja alles etwas eng werden und deshalb macht es ohne CAD nicht soviel Sinn (fragt mich nicht, warum das auf dem Bild so komisch aussieht...)

    Die Tage hatte ich mir die zweitbilligste Vario mit fester Riemenscheibe bestellt, die ich in meiner Wunschkonfiguration kriegen konnte mit 15x12er Vario-Rollen. Davon erwarte ich mir den kleinsten axialen Aufbau. Ich müßte jetzt nachschauen, für welche Kisten das ist, ich habe ewig danach gesucht. Ist glaube ich eine Minarelli-Motor-Variante oder so. Hat 15,95 Euro gekostet und ist total wurschtig. Aber mit der kann ich rumspielen, messen und zum Testen umarbeiten. Sie hat eine 21er Vario-Hülse und ist somit nahe an der originalen mit 22.

    Die Innenverzahnung der originalen Vario-Hülse ist mittlerweile auf dem Meßmikroskop vermessen und ich habe sie nachmodelliert. Ich könnte als die Innenverzahnung drahterodieren lassen, sofern ich das benötige.

    Dann mal real gesteckt so grob:

    Das, was da jetzt von der Kurbelwelle noch übersteht, ist nicht viel kürzer als im Original. Mit einer Riemenscheibe aus Blech und etwas Hubanpassung sollte das machbar werden.

    Die hintere Steigscheibe mal probegelegt auf das PK 50 S Polrad, die Steigflächen für die Variogewichte kommen axial ähnlich zum Liegen wie im Original:

    Dieses PK 50 S Polrad hat auch die größten Chancen zum Zuge zu kommen, weil es das beste der 3 Polräder ist:

    Dort, wo mal die Kronenzacken der alten Variokonstruktion der PKS war, muß ich dann nochmal sauber überdrehen:

    Wenn es das Polrad werden sollte, muß ich halt von einem der anderen beiden Polräder den Anlasserkranz entfernen und auf das hier nieten.


    So, geometrisch sieht es dann so aus: Zusammen gefahren ist die Vario mit Rollen und Steigscheibe 28 mm hoch:

    Wenn ich die Variorollen so unterlege, das die Vario maximal ausgefahren ist, beträgt die Höhe 37 mm:

    Hub also maximal 9 mm, viel mehr kann das im Original nicht sein, eher weniger. Zumindest gehe ich mal davon aus, weil das Ganze ja letztlich geometrisch bedingt ist irgendwo. Aber nachgemessen habe ich es nicht an der Vespa, ich muß ja ohnehin so klar kommen. Weil der Ori-Wandler ja gleich bleibt, sollte zumindest der maximale Laufdurchmesser des Riemens nicht viel größer sein als im Original. Ich muß mir das genau anschauen, was da maximal zu holen ist je nach Riemen 15 oder 16,3. Beides habe ich zur Auswahl.

    Das Paket in Summe ist 40 lang:

    Jetzt klopfe ich diese Vario auch mal ins CAD und schau mal. Ich werde mir noch eine einfache Hülse drehen, die auf die Kurbelwelle paßt und die Steigscheibe entsprechend am Innendurchmesser bearbeiten, damit ich den ganzen Käse mal wirklich auf die KW stecken kann.

    Dann sehen wir weiter, soweit bin ich mal zufrieden, daß es geometrisch nicht unmöglich erscheint, die Original-Vario durch eine Massen-Vario mit entsprechenden Anpassungen da drauf zu kriegen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Egal106s16 Genau, Mario. Das habe ich jetzt auch rausgefunden in den letzten Tagen.

    Ich habe mich durch das Netz gewühlt nach Varios mit 16x13 und 15x12 und die ganzen Daten in Excel-Tabellen kopiert.

    Somit konnte ich dann mir Bilder von Varios anschauen zu den entsprechenden Rollertypen anschauen. Da erfährt man dann so, welche Motoren jeweils in den Rollern so die Basis ist.

    Ich suche halt bewußt nach Varios, die eine relativ flache Steigscheibe haben, das wäre dann das Einfachste. Es gibt einige, die mit einem relativ tiefen Topf an der Steigscheibe einen Abstand zum Kurbelwellenlager generieren. Piaggio hatte da gerne so welche. Andere brauchen das nicht oder haben eine Extra Hülse und die Steigscheibe ist flacher.

    Ich werde mir wohl noch eine billige Vario mit 16x13 bestellen zum Messen und Tüfteln und dann sehe ich weiter.

    Die Vario von dem Minarelli-Nachbau hat halt eine 21er Vario-Hülse, die anderen alle 20er.

    Die 21 mm Durchmesser schaffen radial mehr Platz für eine Hülse mit der benötigten Innenverzahnung. Mal schauen.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Hab mir jetzt gestern noch eine Billig-Vario (15 Euro oder so) zum Messen und Basteln bestellt, die kompatibel zu den älteren Piaggio-Motoren wie der Sfera NSL ist (16x13 Gewichte).

    Deren Variohülse ist ebenfalls relativ kurz und die Steigscheibe auch ohne Vertiefung. Mal sehen, wie die so drauf paßt. Die hat halt nur 20 mm Hülsendurchmesser.

    Für die NSL gibt es aber Varios, die innen mehr Fleisch haben und man eine 22er Bronzebuchse drehen und einsetzen könnte, um die originale Variohülse der PK zu verwenden...

    Habe jetzt sogar Varios gefunden, die für tatsächliche Minarellis sind und nicht für Nachbau, die trotzdem 15x12er haben. Völlig unklar, welchen Durchmesser deren Hülsen haben. Die 21mm scheinen wohl exklusiv für die China-Minarellis zu sein...Abartig, was es da zur Auswahl gibt.

    Und eine Vorauswahl kann man nur anhand von Bildern und den spärlichen Maßangaben machen. Irgendwann muß man mal was bestellen...

    Bis jetzt geht es ja noch, zwei Tüftelvarios für zusammen runde 30 Euro...

    Sowas entsteht halt Schritt für Schritt und dann kommen die Ideen...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • So liebe Kollegen,

    die überaus hochwertige Vario (15 Euro...lmao), die der Beschreibung nach in die Sfera passen soll, ist heute gekommen.

    So ganz blick ich das nicht, aber die Sfera hat wohl auch etwas exotische Variorollen-Abmaße, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, als ich mal eine gehabt habe.

    Aber diese Ersatzvario hat nun 16x13 Gewichte anstatt der 15x12 aus der anderen Vario und die Tuningvarios für die Sfera haben ebenfalls die 16x13. Insofern kann ich davon ausgehen, daß die Sport-Varios für die Sfera der schon ziemlich nahe kommen werden.

    Zuerst habe ich heute einen Dorn gemacht, um die Original-Variohülse der PK von Mario von der Ori-Riemenscheibe zu trennen:

    Die Riemenscheibe hat schon ihre beste Zeit hinter sich, aber ich brauche sie ja nur, um Maß zu nehmen. Die neue Konstruktion wird wohl ebenfalls so werden. Als Hülse wird die hier umgearbeitet (was dann ein neues Ausbüchsen der Vario zur Folge hätte auf den Durchmesser der Ori-Hülse mit 22mm) oder die 20 mm Hülse der neuen Vario bekommt die Innenverzahnug über einen Einsatz. Das werden wir noch sehen.

    Es wird alles etwas knapp werden, sowohl im Durchmesser der Variohülse, als auch in der Länge. Die Kurbelwelle ist nicht unendlich lang und im Radius mit der Verzahnung ist auch nicht soviel Fleisch.

    Egal, ich habe die gemessene Innenverzahnung mal auf eine einfache Hülse übertragen und modelliert:

    Außen im ersten Schritt mal 18 mm, innen die Verzahnung. Davon werden jetzt zwei Varianten geschnitten. Einmal Verzahnung 1:1, einmal mit 0,02 Millimeter Aufmaß auf den Verzahnungsdurchmessern und den Flanken. Da nach der Fertigbearbeitung das Ding gehärtet werden soll, kann es sein, daß die Hülse etwas schrumpft. Das wird jetzt einfach mal empirisch ermittelt.

    Zu der Vario:


    Auf kleinstem Riemendurchmesser bin ich bei 26 mm Höhe, komplett ausgefahren bei 35. Die andere Vario kommt auf 28 und 37. Die Piaggio bringt da axial 2 mm bei gleichem Hub. Das kommt mir entgegen.

    Ich werde morgen mal die mitgelieferte Hülse und die Steigscheibe innen etwas ausdrehen, damit ich das mal auf die Kurbelwelle stecken kann. Vielleicht noch zwei Hülsen, damit ich jeweils die beiden Endpunktlagen der Vario simulieren kann, wenn ich eine der beiden Hülsen zwischen Vario und Steigscheibe stecke.

    Ich weiß es noch nicht final, aber ich denke, es wird auf eine Sfera-Vario rauslaufen. Im Sfera-Heiza-Forum gibt es einen Kandidaten für eine Vario, die dort recht beliebt ist als Alternative zu den Platzhirschen von Malossi und Polini, wohl einigermaßen wertig ist und schmale 50 Euro kostet, je nach Shop.

    Aber erstmal muß ich das billige Ding grob gesteckt kriegen zum Maß nehmen.

    Der Durchmesser der Billig-Vario ist gerade mal bei 90 mm wie im Original. Die andere Vario für die China-Roller ist da etwas größer mit 96 mm.

    Aber vermutlich ist die Forums-Vario für die Sfera auch einen Tick größer. Wenn ich mich nicht ganz dämlich anstelle, könnte da vielleicht noch eine kleine Übersetzungsänderung drin sein, aber erstmal sollen die gleichen Verhältnisse wie im Original das Ziel sein.

    Mal sehen, was ich morgen noch basteln kann, dann habe ich drei Tage Urlaub.

    Melde mich,

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Das habe ich mittlerweile auch rausgefunden. Da gibt es so unendlich viel Zeug und nirgends stehen Abmaße drin.

    Man kann sich eigentlich nur einigermaßen drauf verlassen, wenn man mal eine Vario für eine Type vor sich liegen hat und selbst gemessen hat, welche Hülsenlänge zum Beispiel da drin ist.

    Dann kann man wenigstens einigermaßen davon ableiten, daß eine andere Vario, die für den entsprechenden Roller ebenfalls paßt, zumindest mal geometrisch da verwendbar sein sollte.

    Aber nicht mal das stimmt immer hundertprozentig....Malossi spendiert seiner Multivar für die Ciao eine Hülse mit 20, obwohl die Originalhülse der Ciao 22 ist...

    Kaiser würde sagen: "Ein Teufelskreis...."

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • So liebe Kollegen,

    heute Abend habe ich noch etwas gebastelt. Nachdem diese wurschtige 15 Euro Vario für die Sfera NSL ja nochmal 2 mm flacher baut als die Minarellinauchbau-Vario, bin ich heute mal konkreter geworden.

    Hab das mal grob ins CAD geklopft, ich hoffe, man kann erkennen, was das sein soll:

    Keine Ahnung, warum das so verzerrt rüber kommt, aber ich habe mal Steigscheibe und Vario an die Polradnabe und den Kurbelwellenstupmf gemalt.

    Dann habe ich ein paar Teile gemacht: eine Variohülse aus Alu in der Länge der Sfera-Hülse, aber mit einem Innendurchmesser, der auf die Kurbelwelle paßt, zwei Distanzringe aus Kunststoff, die für die beiden Stellungen der Vario herhalten, eine provisorische Mutter zum Befestigen und eine weitere Aluhülse, die zwischen Steigscheibe und Polradnabe gesetzt wird.

    Die Steigscheibe habe ich etwas ausgedreht und einen Zentrierdurchmesser angebracht:

    Anbei nochmal ein Bild mit der Ori-Hülse der PK und dem Gewindeüberstand original:

    Dann mit der neuen Situation:

    Vom Gewinde bleiben rund 3 mm weniger übrig, aber dazu später. Dann mal mit dem Polrad anstatt nur einer Nabe beide Stellungen:

    In der hinteren Stellung der Vario stoßen die drei Führungen am Polradtopf an, aber die können um die fehlenden 1,5 mm gekürzt werden, ohne daß die Führung der Vario leidet. Soweit, so gut, ich bin so nahe wie möglich am Polrad. An der Vespa nachgemessen hat ergeben, daß so die neue Vario sogar einen Millimeter näher am Polrad ist als im Original, Ziel erreicht.

    Dann habe ich mal die Vario millimeterweise soweit in Richtung vorderer Riemenscheibe unterlegt, bis ich mit einem 15er Riemen knapp unter dem Laufdurchmesser im Original war und mit dem 16,3er knapp darüber:

    Gleiches Spiel bei um die 9 mm zurück gefahrenen Vario:

    Auch da ergab sich der Durchmesser jeweils knapp über und knapp unter der aktuellen Realität im Original. Der Verfahrweg der Sfera-Vario scheint so ziemlich genau dem der originalen PK-Vario zu entsprechen. Zumindest mal dieser Billignachbau.

    So, was habe ich unterlegt, es waren 4 Scheiben zu einem Millimeter. Ohne Riemen sieht das dann so aus in voll ausgefahrenem Zustand:

    Da ist noch ein klein bißchen Luft.

    So, wenn ihr euch erinnert an die Bilder oben, mit der Variohülsenlänge der Sfera-Vario kucken ca. 3-4 mm weniger vom Kurbelwellengewinde raus.

    Da ich aber um 4 Millimeter die Vario unterlegen mußte, um auf die Übersetzung der Ori-Vario zu kommen, kann ich die Sfera-Variohülse also kürzen und bin dann auch wieder so ungefähr da mit der festen Riemenscheibe, wo sie aktuell im Original ist.

    Mit der Sfera-Vario erreiche ich also zwei wichtige Dinge:

    1.: ich baue ab dem Polradtopf nicht höher als original, obwohl die PK-Vario mit ihrer Konstruktion doch sehr platzsparend ist in axialer Richtung.

    2.: ich erreiche mit dem Verfahrweg der Vario die vergleichbaren Übersetzungen und die feste Riemenscheibe bleibt auch ungefähr da, wo sie im Original ist und mein Riemen läuft nicht schräg.

    Ergo habe ich vorher diese im Sfera-Heiza-Forum empfohlene Sport-Vario für knapp 60 Euro inklusive Versand bestellt und noch eine feste Riemenscheibe der Sfera dazu.

    Die wird zwar in ein paar Details von dieser Billig-Sfera-Vario abweichen, aber aufgrund der Austauschbarkeit muß ich mit der das dann auch hinkriegen.

    Die schein noch einen etwas größeren Durchmesser an der Vario zu haben, aber ob ich das überhaupt besonders nutzen kann, weiß ich noch nicht. Der Wandler am Getriebeingang bleibt ja original und dessen kleinster Durchmesser hat ja auch seine Grenzen.

    Jetzt habe ich drei Tage Urlaub. Bis nächste Woche sind dann hoffentlich die innenverzahnten Hülsen fertig geschnitten und die Vario da. Dann kann ich nächste Woche etwas mehr ins Detail gehen, die Machbarkeit scheint gegeben.

    Ich freue mich! klatschen-)

    Etwas tricky wird noch die reale Umsetzung der Variohülse mit Verzahnung innen und an beiden Enden jeweils ein Zentrierdurchmesser plus zwei Schlüsselflächen, damit Steigscheibe und feste Riemenscheibe verdrehfest sind.

    Dann muß noch ein kleines Scheibenpaket untergebracht werden, damit ich die Vario durch Verschieben der Steigscheibenposition feineinstellen kann. Das wird dann noch interessant, aber machbar, denke ich.

    Ich hoffe, man blickt bei dem ganzen Käse noch durch, den ich da geschrieben habe...Fortsetzung nächste Woche.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Scharnhorst (October 27, 2026 at 21:51)

  • Danke Kollegen!

    Vario ist noch unterwegs, aber heute kam das Päckchen von SC. Dort habe ich einen Sito-Krümmer, die vordere Riemenscheibe der Sfera und 5 Sicherungsbleche für die Vario der Ciao bestellt.

    Die Riemenscheibe gab es zweimal, einmal original und einmal BGM. Die BGM ist aus dem Vollen gedreht und hat etwas mehr Fleisch im Bereich der Innenverzahnung:

    Den Zahnkranz muß ich natürlich abdrehen.

    Egal106s16 Mario hat mir lieberweise zu der Variohülse plus Scheibe noch eine Mutter und ein PK-Sicherungsblech beigelegt. Dieses Sicherungsblech kann man auch nicht mehr kaufen und die Bleche für die Ciao sahen im Netz für mich so aus, als ob man was damit anfangen könnte:

    Und tatsächlich. Die Sicherungsfahne ist radial an der gleichen Stelle, nur um ein paar Zehntel zu breit, was man abfeilen kann. Ergo muß ich die nur ausdrehen auf den Innendurchmesser der PK und fertig...klatschen-)

    Ich drehe die mal alle fünf aus und schick Mario dann auch zwei zurück als Dankeschön.

    So, gestern mußte ich mich noch unter die PK legen, weil meine Tochter die Krümmerdichtung rausgeblasen hatte. Bei der Gelegenheit habe ich dann mal geschaut, wie weit der originale Wandler aufmacht.

    Das war dann interessant. Mit dem schmäleren 15er Riemen, den ich aktuell auf der PK habe, macht der Wandler soweit auf, daß sich oben an der Vario ein Durchmesser von so rund 96-98 mm ergibt.

    Bei mir läuft im Original der Riemen aktuell 89-90 mm raus. Ich fahre anstatt 15er Rollen selbst gedrehte Delrinrollen mit 16 mm. Vermutlich lande ich am Anschlag der Vario zur festen Riemenscheibe damit und die 89-90 sind das Maximum.

    Ich habe mal die neue BGM Scheibe und die Billigvario auf Block zusammen geschraubt:

    Mit dem 15er Riemen sind das dann so 87-88 mm, also etwas kleiner wie im Original. Wenn also dann die finale Vario kommt, kann ich mir mal anschauen, ob ich die etwas weiter zusammenfahren kann mit der BGM-Scheibe durch abdrehen. Dadurch könnte ich die Primär-Übersetzung noch etwas strecken. Wer die AUtomatik-PK kennt, weiß daß das das Limitierende ist, auch wenn man den 75er Sinalco fährt wie ich (bzw. meine Tochter).

    Es bleibt spannend, eventuell ist mit meinem Variogebastel an der Kurbelwelle mit dem originalen Wandler der PK noch etwas drin, hehe...

    Der 16,3er Riemen würde zwar etwas höher laufen, aber der nutzt den Wandler dann nicht ganz aus.

    Es sei denn, ich habe gerade einen Knoten im Kopf....

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Liebe Kollegen,

    gerade kam die Jasil-Vario. Gleich mal ausgepackt und angeschaut. Sieht jetzt nicht komplett verkehrt aus. Mal die Steigscheibe auf die Kurbelwelle gesteckt (die geht wie bei der anderen mit der Sfera-Kurbelwellenverzahnung gerade so drauf und stößt irgendwann hinten an dem zylindrischen Durchmesser der Kurbelwelle an, der nach der Verzahnung kommt).

    Wenn ich die Steigscheibe später so axial positioniere als hinterste Einstellung, haut das sehr gut hin. Es bleibt ein kleiner Abstand zum Polrad, sowohl mit der Steigscheibe selber, als auch mit der Vario in der hintersten Stellung:

    Vorderste Stellung:

    Die Vario hat etwas mehr Weg als die billige "Ersatzvario für Sfera NSL", nämlich 10 mm. Die Hülse ist etwas kürzer, aber es liegen ja auch drei Scheiben dabei, mit denen die Vario eingestellt werden kann:

    Die sind zwar wunderhübsch glanzvernickelt, aber scheiße. Gewölbt, nur gestanzt. Da werde ich wohl meine eigenen Scheiben machen, die parallel geschliffen sind. Ich kenne das aus dem beruflichen Alltag. Wenn ich auf einen dünnen Eisenspargel ein Paket drauf stecke und mit einem Gewinde axial verspanne, ziehe ich den Spargel krumm, wenn die anliegenden Schulterflächen nicht parallel sind.

    Ohne Bearbeitung kommt der 15er Riemen auch auf etwas unter 90 mm, wenn Vario und Riemenscheibe zusammen sind:

    Aber die Vario bietet genau das, was ich mir erhofft habe. Etwas mehr Weg und bei entsprechender Bearbeitung der Anschlagfläche genug Außendurchmesser, um den Riemen weiter nach außen laufen zu lassen. Die Vario hat 95 mm Außendurchmesser, der Wandler der PK kann nach meinen Messungen mit dem 15er Riemen so weit zusammen, daß 96 mm an der Vario möglich sein sollten im Vergleich zu aktuell bei mir 90 mm:

    Die BGM-Riemenscheibe ist einiges größer und die kann ich dann passend abdrehen zum Schluß, vielleicht so auf 98:

    Vielleicht bekomme ich nächste Woche meine drahtgeschnittenen Teile und ich kann weiter machen.

    Sieht soweit gut aus und ich bin zufrieden.

    Jetzt muß ich halt kucken, ob ich das ganze einigermaßen solide hinkriege mit einer Variohülse 20 mm kombiniert mit der Verzahnung der Kurbelwelle der PK. Dann wäre auch künftig mit so einer Hülse eine Adaption von relativ vielen Zubehörvarios möglich.

    Wäre schon cool, wenn das klappen würde.

    Bin gespannt.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Leute, ich bin auch der Held.

    Bei der ganzen Suche nach einer Vario, die sich lohnt auf die PK zu adaptieren, bin ich irgendwie nicht über die Morini-Motoren gestolpert.

    Durch Zufall habe ich jetzt gesehen, daß die Variohülse dafür 22 mm Durchmesser hat wie die PK. Das würde einiges erleichtern.

    Habe jetzt von der auch mal so eine Billig-Vario für 15 Euro bestellt, hab ja noch nicht genug...lmao

    Das kucke ich mir nochmal an, bevor ich meine drahtgeschnittenen Verzahnungshülsen auf die 20er Variohülse anpasse.

    Im blödsten Fall habe ich eine Sport-Vario von Jasil für die erste Generation Piaggio-Motoren übrig...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ich bin auch gespannt, ob das hinhaut...:)

    Heute habe ich mir die RMS-Riemenscheibe (die mal in eine BGM-Schachtel umverpackt wurde...lmao) mal näher angeschaut:

    Die Anlagefläche an die Variohülse ist irgendwie etwas exzentrisch zur Bohrung... Wenn ich sie mit dem Zahnkranz nach unten auf die Richtplatte gelegt habe, hat sie gekippelt.

    Ich habe dann kurz einen Dorn gemacht, bei dem sie an einer 22er Schulter anliegt und mal auf 90 mm Riemendurchmesser den Planschlag gemessen:

    Fette 1,1 mm Planschlag. Ich habe die Bilder und etwas Text zu SC geschickt mit der Bitte um eine Neue. Das Ding ist zu einem Topf gezogen und anschließend überdreht. Dabei ist wohl etwas schief gegangen und sie wurde bei irgendeinem Bearbeitungsschritt falsch gespannt. Der Außendurchmesser läuft einigermaßen.

    Wenn sie die krumme Scheibe nicht zurück wollen, kann ich an der die Fräserei für die Innenkontur testen. Wenn sie zurück muß, nehme ich halt ein anderes Teststück, bevor ich das mache.

    Die dritte Billigvario mit der 22er Variohülse ist verschickt. Das wird interessant.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • bingele28

    Da hast dir ja einen schönen Schrott zugelegt.Was ist das für ein Händler,der sowas versendet?lmao

    „Wenn ich zwischen zwei Übeln entscheiden muss, wähle ich das, was ich noch nicht ausprobiert habe.“